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Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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354 Beiträge • Seite 23 von 24 • 1 ... 20, 21, 22, 23, 24
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Bodenseefarmer » Di Feb 16, 2016 21:30

Südbaden Bauer hat geschrieben:Wenn man die Flächen nicht kennt, sollte man sich kein Urteil darüber erlauben. :klug:

100pts

Ausserdem ist der Deal nicht so verkehrt, gut die Zinsen sind etwas hoch, aber der Investor will ja auch was davon haben. Und wer sagt denn, dass er in 20 Jahren die Fläche aus der Tasche bezahlen soll? Man kann ja dann wieder was aufnehmen. Für den Investor ist es ein relativ sicheres Geschäft mit einer in der aktuellen Marktlage guten Verzinsung und der Landwirt hat auch eine tolle Absicherung seiner Flächen. Sollten Flächen teurer werden kann er zum gleichen Preis kaufen, wenn Flächen weniger wert sind, kann er billiger kaufen oder weiter pachten.
Schlepper finanzieren geht immer, Schlepper plus Anzahlung sind Sicherheit.... ich kenne niemanden der zum Maschinen finanzieren eine Grundschuld eintragen lässt....
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Do Feb 18, 2016 20:28

Neuster Hessenbauer :

Bauer 110 Milchkühe - total unzufrieden
Wachsen 400 Milchkühe und 190 kW BGA - unglücklich

Bauer spricht mit Banker - Banker unglücklich

zum Gespräch mit Motivationstrainer

zwei Jahre später : aus Bauer wurde ein Wachmann - ganze Familie ist total glücklich

und hier die Bilanz dazu :

Unbenajkunnt.JPG
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Bodenseefarmer » Do Feb 18, 2016 21:07

Wenn da nicht extrem viele stille Reserven vorhanden sind, dann stand der Betrieb wesentlich schlechter da als der wegen dem der Thread erstellt wurde...
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Tops » Do Feb 18, 2016 22:38

T5060 hat geschrieben:Neuster Hessenbauer :

Bauer 110 Milchkühe - total unzufrieden
Wachsen 400 Milchkühe und 190 kW BGA - unglücklich

Bauer spricht mit Banker - Banker unglücklich

zum Gespräch mit Motivationstrainer

zwei Jahre später : aus Bauer wurde ein Wachmann - ganze Familie ist total glücklich

und hier die Bilanz dazu :

Unbenajkunnt.JPG


Ist mirgarnicht aufgefallen beim durchblättern heute. Werde gleich nochaml genauer gucken n8 n8
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Manfred » Do Feb 18, 2016 22:44

Nach außen hat es aber bestimmt hübsch ausgesehen.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Staffelsteiner » Fr Feb 19, 2016 1:18

Wenn ich das so lese, wird mir ganz unheimlich... Was haben die falsch gemacht?? Haben sie falsch oder zu wenig gearbeitet?
Oder alles an die Verpächter durchgereicht?
Wenn sie in den letzten Jahren mit Biogas und Milchkühe keine Gewinne gemacht haben, wann denn dann???
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Juwel » Sa Mär 12, 2016 8:10

Was macht unser Berufskollege?
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon marius » Sa Mär 12, 2016 11:50

Staffelsteiner hat geschrieben:Wenn ich das so lese, wird mir ganz unheimlich... Was haben die falsch gemacht?? Haben sie falsch oder zu wenig gearbeitet?
Oder alles an die Verpächter durchgereicht?
Wenn sie in den letzten Jahren mit Biogas und Milchkühe keine Gewinne gemacht haben, wann denn dann???


Würde ich so nicht sagen. Viele Betriebe laufen seit Jahren einem Investitionsrückstand hinterher. Denn die Entlohnung der Landwirte kostenbereinigt ( ich rede IMMER von kostenbereinigt ) also auch ein Pachtansatz der Eigenfläche, Lohnansatz war schon immer miserabel.
Viele Betriebe haben nun in guten Zeiten ihren Investitionsrückstau aufgeholt. Nicht zu vergessen das nötige Wachstum der Zukunftsbetriebe sofern sie in Zukunft mitspielen wollen. Die Betriebs.- bzw Stallgröße muß nunmal alle 5 oder spätestens 10Jahre verdoppelt werden. Sonst hat man in Zukunft überhaupt keine Chance bei Weltmarktpreisen mitzupielen. Diese kostet natürlich ständig Geld.

Aus diesen Gründen haben Wachstumsbetriebe die einen angemessenen Pachtpreis bezahlen kostenbereinigt in der Landwirtschaft nicht viel verdient, was auch tatsächlich auf dem Konto verblieben wäre, auch nicht in vermeintlich guten Zeiten.
Ausgenommen natürlich der reine Buchführungsgewinn ohne Pacht und ohne Lohnansatz. Aber das sind eben die Betriebsleiter die eine Vollkostenrechnung nicht beherrschen und von ihren ach so tollen Gewinnen aus der Landwirtschaft träumen die es in Wirklichkeit nicht gibt. Diese Gewinne sind z.b. den von Papi geerbten 50 ha oder 100 ha landw. Eigengrund, verkauftes/getauschtes Bauland, Kiesgruben, Gewerbegrundstücke geschuldet, was mit Einnahmen rein aus der Landwirtschaft nichts zu tun hat.

Aber sowohl Marktwirtschaft als auch Betriebs und Wirtschaftslehre war noch nie die Stärke des Landwirts.
Hauptsache er versteht das immer mehr und biliger produzieren. Das hat er gelernt ohne Fragen zu stellen.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Welfenprinz » Sa Mär 12, 2016 11:59

Na dann ist ja gut, dass wenigstens du Ahnung hast.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Heinrich » Sa Mär 12, 2016 15:17

marius hat geschrieben:
agrarbetriebswirt hat geschrieben:
vansan hat geschrieben:so langsam müsste es doch eine entscheidung geben,oder wird weiterhin auf zeit gespielt ?


Nein, seit gestern ist Entschieden das es (vorerst) weiter geht.
Der Betrieb wird durch einen Investor gerettet und "so merkt auch keiner was" was den Landwirt scheibar am meisten freute.

Der Betrieb verkauft für 1,3 Millionen Euro das gesamte Land (~50 ha) an den Investor. Nur 2 ha, wo der Hof drauf steht, bleiben dem Bauern. Im Gegenzug pachtet er die Flächen für die Dauer von 20 Jahren zum Preis von 450 €/ha zurück. Außerdem hat nach den 20 Jahren der amtierende Betriebsleiter die Möglichkeit die Flächen zum gleichen Preis (1,3 Millionen)zurück zu kaufen !!!
Desweiteren erhält er 800.000 € als Darlehen des Investors, um sämtliche Verbindlichkeiten bei der Bank in der nächsten Woche ablösen zu können. Am Ende werden dem Landwirt etwas über 100.000 € an liquiden Mitteln auf dem Konto zur Verfügung stehen - das muss dan bis zum Ende der Krise reichen, ansonsten ist´s wohl endgültig aus. Ob das reichen wir? - man kann´s nur hoffen!
Die 800.000 € müssen in den nächsten 20 Jahren jeweils zum Jahresende zzgl. 1,5% Zinsen abgetragen werden. Besichert sind sie mit dem Hof, den Vieh- und Anlagevermögen, sowie dem Altenteilerhaus, wobei das das Wohnrecht für die Altenteiler auf Lebenszeit behält!!!!!!!!! Der Zinssatz wird nach 10 Jahren neu verhandelt, kann sich aber maximal verdoppeln oder halbieren und wird von den dann üblichen Konditionen abgeleitet.

Insgesamt wird der Betrieb durch diese Lösung aktuell zwar um mehrere 10.000 € jährlich entlastet, andererseit würde es nicht reichen wenn der Milchpreis die nächsten Jahre bei 25 ct bleiben würde. Und wie das Land dann in 20 Jahren zurück gekauft werden soll ??? - Ich glaub kaum, das bis dahin so viel auf dem Sparkonto liegen würde - aber vielleicht richtet´s bis dahin ja ne Hyperinflation !?!

n8


Nichts für ungut.
Aber ich würde mich als umsichtigen Geschäftsmann bezeichnen der weiss was er tut.
Und was dein Bekannter dir erzählt hat, ist in meinen Augen schlicht geflunkert.
Kein Investor mit halbwegs Geschäftssinn kauft heute Agrarland und garantiert einen Rückkauf nach 20 Jahren zum selben Preis, wohlwissend das der Preis bis dahin gestiegen ist. Auch verpachtet keiner mit normalem Verstand auf 20 Jahre für 450 Euro/ha fest.
In meine Augen gibt es nur 2 Möglichkeiten :
- dein Kumpel hat dich angelogen
- der Investor ist eine Flasche leer der erebtes oder im Lotto gewonnenes Geld kopflos investieren will. Selber hat er das wohl nicht erwirtschaftet. Sollte dies zutreffen wird er früher oder später sein Vermögen verlieren weil er schlicht nichts vom Markt versteht und keinerlei Geschäftssinn hat. Dieses Szenario wäre wiederum gut für deinen Bekannten weil er sich einen Investor geangelt hat, der selbst einem Landwirt nicht gewachsen ist.


Ohne Scheiss, solche Investroren gibt es wirklich, auch hier.
Firma geerbt die Geld ohne Ende macht.
Extrem Reich.
Was soll ich mit dem Ganzen Geld.
Auch scheiss Invetstionen kann man vorm Finanzamt anerkennen lassen.
Besser einem Bauern helfen als dem Staat.
Heinrich
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon bauer hans » Fr Mär 18, 2016 18:09

Heinrich hat geschrieben:
Ohne Scheiss, solche Investroren gibt es wirklich, auch hier.
Firma geerbt die Geld ohne Ende macht.
Extrem Reich.
Was soll ich mit dem Ganzen Geld.
Auch scheiss Invetstionen kann man vorm Finanzamt anerkennen lassen.
Besser einem Bauern helfen als dem Staat.

nur investitionen,die einer gewinnerzielung dienen,werden vom FA anerkannt.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Juwel » Fr Mär 25, 2016 19:56

Nochmals die Frage: Wie geht es unserm Berufskollegen?

Kämpft er noch , oder lebt er schon????????????
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Fr Mär 25, 2016 20:59

bauer hans hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben:
Ohne Scheiss, solche Investroren gibt es wirklich, auch hier.
Firma geerbt die Geld ohne Ende macht.
Extrem Reich.
Was soll ich mit dem Ganzen Geld.
Auch scheiss Invetstionen kann man vorm Finanzamt anerkennen lassen.
Besser einem Bauern helfen als dem Staat.

nur investitionen,die einer gewinnerzielung dienen,werden vom FA anerkannt.


Bei derartigen Steuerzahlern ist das Finanzamt kompromißbereiter, wenn die jährl. statt 64 Mill. nur 63 Mill. Steuern zahlen, sind die nachsichtiger.
Da genügt es, wenn die Gewinnerzielungsabsicht per Gutachten nachgewiesen wird.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon agrarbetriebswirt » Fr Mär 25, 2016 21:58

Juwel hat geschrieben:Nochmals die Frage: Wie geht es unserm Berufskollegen?

Kämpft er noch , oder lebt er schon????????????


Er darf jetzt erstmal weiter kämpfen (alles hier beschrieben). Aber wenn´s nächstes Jahr immer noch keine 30 ct netto gibt, dann hat er wohl keine Chance (meine traurige Einschätzung) !

Es scheint derzeit eine ganze Reihe von mehr oder weniger zahlungsunfähigen "Hochglanzbetrieben" aller Größenordnungen zu geben. Diese Krise wird alles in den Schatten stellen, was es bisher an Struckturwandel gab . . .
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon emskopp33 » Sa Mär 26, 2016 13:16

Und bei uns kaufen die Kuh - Bauern noch Acker für 8 € /m².....
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