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Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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354 Beiträge • Seite 22 von 24 • 1 ... 19, 20, 21, 22, 23, 24
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Mi Feb 10, 2016 13:40

vansan hat geschrieben:so langsam müsste es doch eine entscheidung geben,oder wird weiterhin auf zeit gespielt ?


Wenn man als Bauer pleite ist und die Zwangsversteigerung steht an, dann zieht man noch soviel Geld raus wie es geht. Dann muss auch nichts mehr schnell gehen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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T5060
 
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon agrarbetriebswirt » Mi Feb 10, 2016 22:14

vansan hat geschrieben:so langsam müsste es doch eine entscheidung geben,oder wird weiterhin auf zeit gespielt ?


Nein, seit gestern ist Entschieden das es (vorerst) weiter geht.
Der Betrieb wird durch einen Investor gerettet und "so merkt auch keiner was" was den Landwirt scheibar am meisten freute.

Der Betrieb verkauft für 1,3 Millionen Euro das gesamte Land (~50 ha) an den Investor. Nur 2 ha, wo der Hof drauf steht, bleiben dem Bauern. Im Gegenzug pachtet er die Flächen für die Dauer von 20 Jahren zum Preis von 450 €/ha zurück. Außerdem hat nach den 20 Jahren der amtierende Betriebsleiter die Möglichkeit die Flächen zum gleichen Preis (1,3 Millionen)zurück zu kaufen !!!
Desweiteren erhält er 800.000 € als Darlehen des Investors, um sämtliche Verbindlichkeiten bei der Bank in der nächsten Woche ablösen zu können. Am Ende werden dem Landwirt etwas über 100.000 € an liquiden Mitteln auf dem Konto zur Verfügung stehen - das muss dan bis zum Ende der Krise reichen, ansonsten ist´s wohl endgültig aus. Ob das reichen wir? - man kann´s nur hoffen!
Die 800.000 € müssen in den nächsten 20 Jahren jeweils zum Jahresende zzgl. 1,5% Zinsen abgetragen werden. Besichert sind sie mit dem Hof, den Vieh- und Anlagevermögen, sowie dem Altenteilerhaus, wobei das das Wohnrecht für die Altenteiler auf Lebenszeit behält!!!!!!!!! Der Zinssatz wird nach 10 Jahren neu verhandelt, kann sich aber maximal verdoppeln oder halbieren und wird von den dann üblichen Konditionen abgeleitet.

Insgesamt wird der Betrieb durch diese Lösung aktuell zwar um mehrere 10.000 € jährlich entlastet, andererseit würde es nicht reichen wenn der Milchpreis die nächsten Jahre bei 25 ct bleiben würde. Und wie das Land dann in 20 Jahren zurück gekauft werden soll ??? - Ich glaub kaum, das bis dahin so viel auf dem Sparkonto liegen würde - aber vielleicht richtet´s bis dahin ja ne Hyperinflation !?!

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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon julius » Mi Feb 10, 2016 22:20

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das der Milchpreis mehr als inflationsbereinigt ansteigen wird. Also höher steigt als die Kosten steigen so das mehr verdient wird.

Wenn es so kommt wäre leider keine Verbesserung in Sicht. Es wurde nur Zeit gekauft.

Schade um das Agrarland das die Landwirte bei solchen Aktionen verlieren.
Der einzig sinnvolle Wert den sie hatten, auch aus Sicht der Altersvorsorge.
julius
 
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon otchum » Mi Feb 10, 2016 22:33

julius hat geschrieben:Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das der Milchpreis mehr als inflationsbereinigt ansteigen wird. Also höher steigt als die Kosten steigen so das mehr verdient wird.

Wenn es so kommt wäre leider keine Verbesserung in Sicht. Es wurde nur Zeit gekauft.

Schade um das Agrarland das die Landwirte bei solchen Aktionen verlieren.
Der einzig sinnvolle Wert den sie hatten, auch aus Sicht der Altersvorsorge.


Der letzte Satz...so traurig....so wahr. :klug:
Das Leben der Eltern ist das Buch in dem die Kinder lesen...! :klug:
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon bauer hans » Mi Feb 10, 2016 22:47

agrarbetriebswirt hat geschrieben:
Nein, seit gestern ist Entschieden das es (vorerst) weiter geht.
Der Betrieb wird durch einen Investor gerettet und "so merkt auch keiner was" was den Landwirt scheibar am meisten freute.

Der Betrieb verkauft für 1,3 Millionen Euro das gesamte Land (~50 ha) an den Investor. Nur 2 ha, wo der Hof drauf steht, bleiben dem Bauern. Im Gegenzug pachtet er die Flächen für die Dauer von 20 Jahren zum Preis von 450 €/ha zurück. Außerdem hat nach den 20 Jahren der amtierende Betriebsleiter die Möglichkeit die Flächen zum gleichen Preis (1,3 Millionen)zurück zu kaufen !!!
Desweiteren erhält er 800.000 € als Darlehen des Investors, um sämtliche Verbindlichkeiten bei der Bank in der nächsten Woche ablösen zu können. Am Ende werden dem Landwirt etwas über 100.000 € an liquiden Mitteln auf dem Konto zur Verfügung stehen - das muss dan bis zum Ende der Krise reichen, ansonsten ist´s wohl endgültig aus. Ob das reichen wir? - man kann´s nur hoffen!
Die 800.000 € müssen in den nächsten 20 Jahren jeweils zum Jahresende zzgl. 1,5% Zinsen abgetragen werden. Besichert sind sie mit dem Hof, den Vieh- und Anlagevermögen, sowie dem Altenteilerhaus, wobei das das Wohnrecht für die Altenteiler auf Lebenszeit behält!!!!!!!!! Der Zinssatz wird nach 10 Jahren neu verhandelt, kann sich aber maximal verdoppeln oder halbieren und wird von den dann üblichen Konditionen abgeleitet.

Insgesamt wird der Betrieb durch diese Lösung aktuell zwar um mehrere 10.000 € jährlich entlastet, andererseit würde es nicht reichen wenn der Milchpreis die nächsten Jahre bei 25 ct bleiben würde. Und wie das Land dann in 20 Jahren zurück gekauft werden soll ??? - Ich glaub kaum, das bis dahin so viel auf dem Sparkonto liegen würde - aber vielleicht richtet´s bis dahin ja ne Hyperinflation !?!

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modernes landwirtschaftsmärchen
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon marius » Mi Feb 10, 2016 23:07

agrarbetriebswirt hat geschrieben:
vansan hat geschrieben:so langsam müsste es doch eine entscheidung geben,oder wird weiterhin auf zeit gespielt ?


Nein, seit gestern ist Entschieden das es (vorerst) weiter geht.
Der Betrieb wird durch einen Investor gerettet und "so merkt auch keiner was" was den Landwirt scheibar am meisten freute.

Der Betrieb verkauft für 1,3 Millionen Euro das gesamte Land (~50 ha) an den Investor. Nur 2 ha, wo der Hof drauf steht, bleiben dem Bauern. Im Gegenzug pachtet er die Flächen für die Dauer von 20 Jahren zum Preis von 450 €/ha zurück. Außerdem hat nach den 20 Jahren der amtierende Betriebsleiter die Möglichkeit die Flächen zum gleichen Preis (1,3 Millionen)zurück zu kaufen !!!
Desweiteren erhält er 800.000 € als Darlehen des Investors, um sämtliche Verbindlichkeiten bei der Bank in der nächsten Woche ablösen zu können. Am Ende werden dem Landwirt etwas über 100.000 € an liquiden Mitteln auf dem Konto zur Verfügung stehen - das muss dan bis zum Ende der Krise reichen, ansonsten ist´s wohl endgültig aus. Ob das reichen wir? - man kann´s nur hoffen!
Die 800.000 € müssen in den nächsten 20 Jahren jeweils zum Jahresende zzgl. 1,5% Zinsen abgetragen werden. Besichert sind sie mit dem Hof, den Vieh- und Anlagevermögen, sowie dem Altenteilerhaus, wobei das das Wohnrecht für die Altenteiler auf Lebenszeit behält!!!!!!!!! Der Zinssatz wird nach 10 Jahren neu verhandelt, kann sich aber maximal verdoppeln oder halbieren und wird von den dann üblichen Konditionen abgeleitet.

Insgesamt wird der Betrieb durch diese Lösung aktuell zwar um mehrere 10.000 € jährlich entlastet, andererseit würde es nicht reichen wenn der Milchpreis die nächsten Jahre bei 25 ct bleiben würde. Und wie das Land dann in 20 Jahren zurück gekauft werden soll ??? - Ich glaub kaum, das bis dahin so viel auf dem Sparkonto liegen würde - aber vielleicht richtet´s bis dahin ja ne Hyperinflation !?!

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Nichts für ungut.
Aber ich würde mich als umsichtigen Geschäftsmann bezeichnen der weiss was er tut.
Und was dein Bekannter dir erzählt hat, ist in meinen Augen schlicht geflunkert.
Kein Investor mit halbwegs Geschäftssinn kauft heute Agrarland und garantiert einen Rückkauf nach 20 Jahren zum selben Preis, wohlwissend das der Preis bis dahin gestiegen ist. Auch verpachtet keiner mit normalem Verstand auf 20 Jahre für 450 Euro/ha fest.
In meine Augen gibt es nur 2 Möglichkeiten :
- dein Kumpel hat dich angelogen
- der Investor ist eine Flasche leer der erebtes oder im Lotto gewonnenes Geld kopflos investieren will. Selber hat er das wohl nicht erwirtschaftet. Sollte dies zutreffen wird er früher oder später sein Vermögen verlieren weil er schlicht nichts vom Markt versteht und keinerlei Geschäftssinn hat. Dieses Szenario wäre wiederum gut für deinen Bekannten weil er sich einen Investor geangelt hat, der selbst einem Landwirt nicht gewachsen ist.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Südbaden Bauer » Do Feb 11, 2016 1:50

Den meisten Landwirten, ist irgendwie alles Recht, solange keiner was merkt und es irgendwie weitergeht...
Naja, solange seine Familie( Sohn, Frau) nicht noch daran zerbricht, gibts in solchen Situationen auch oft.
So bleibt halt das hoffen auf bessere Zeiten.
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon wetterauer » Do Feb 11, 2016 7:51

Wenn jemand 1,3 Mil. für 20 Jahre fest verzinst und nur 1,75 % Zinsen bekommt da stimmt was net oder Investor hat ein gutes Herz

Festgeld 1,3 Mil gibt es bei 10 Jahre schon 2,10 %

Wie will der Betrieb denn den Kapitaldienst bedienen ?

800.000 Darlehen Tilgen + 1,5 % Zinsen Ca jährlich 52.500 €

Pacht bei 50 ha a 450 € sind 22.500 €

Wie wollen davon dann mal 2 Familien leben ?
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon aldersbach » Do Feb 11, 2016 16:12

wetterauer hat geschrieben:Wenn jemand 1,3 Mil. für 20 Jahre fest verzinst und nur 1,75 % Zinsen bekommt da stimmt was net oder Investor hat ein gutes Herz
Festgeld 1,3 Mil gibt es bei 10 Jahre schon 2,10 %

Warum stellt ihr die Geschichte als so unglaubwürdig und unprofessionell dar? - aus meiner Sicht hat der Investor alles richtig gemacht. 1,75 % Rendite inflationsgeschützt ist um Welten besser als 2,1 % ohne Inflationsschutz.
- Er kauft landwirtschaftliche Nutzfläche zu ca. € 2,60/qm - wo gibt es die heute noch zu diesem Preis? Hier liegt der Profit bei dem Deal!
Die Thematik günstige Pacht und das Angebot des Rückkaufs sind alles "Zuckerl" um dem Landwirt das Ganze schmackhaft zu machen. nach zwanzig Jahren wird es den Betrieb nicht mehr geben weil der Betriebsnachfolger merkt dass er in einem Hamsterrad unterwegs ist und nicht vorwärts kommt. Da selbst der Tierbestand sicherungsübereignet wird kann der Betriebsleiter auch nicht viel abzweigen, so dass als einzige Unwägbarkeit das Wohnrecht der Altenteiler bleibt. Die sterben aber relativ bald vor Gram wenn sie erkennen das der Hof der Familie nicht mehr gehört. Hört sich vielleicht hart an - ist aber so.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon JueLue » Do Feb 11, 2016 17:11

Der Betriebsleiter hat keine Chance für den Rückauf, außer er gewinnt im Lotto - dann sollten es aber schon deutlich über 1Millionen sein.

Wenn es super läuft, kann er die 800000 und die Pacht bedienen - ein Einkommen für 2 Familien kommt da nie bei rum.

Wäre es anders und er wäre der super Geschäftsmann wäre er gar nicht erst in diese Lage gekommen...

Das wird auch der Investor so sehen.

Wenn der Sohn die Lehre und hoffentlich Fachschule oder Studium hinter sich hat, also auch betriebswirtschaftlich was drauf hat, wird er rechnen und zu dem Ergebniss kommen "lieber eine Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" - die Rückkaufsumme zu erwirtschaften ist eine Lebensaufgabe, in 20 Jahren unmöglich.

Monatliche Belastung:
- 1900€ Pacht
- 3900€ Für die 800000€
- 5400€ für die 1,3Millionen€
======
11200€ im Monat oder

134400€ im Jahr.

Und dann noch 2 Familien ernähren?

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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon vansan » Do Feb 11, 2016 19:29

aus,aus,aus da spiel ist aus.wenn der betriebsleiter jetzt wirklich noch weiter machen möchte,dann hat er kein mitleid verdient.möchte gern den berater kennenlernen der ihm zu diesem schritt geraten hat.schulden hat er immernoch,zwar nicht mehr bei der bank sondern bei einem privaten sponsor.eigentumsfläche ist weg,könnte jetzt also auch schwer werden bei banken neue kredite für investitionen zubekommen,irgendwie fehlen mir die sicherheiten.
das einzig gute:100.000 € auf dem girokonto,das dürfte für 1 jahr reichen.wenn er dann nicht gleich schluss macht wenn das konto bei null ist,ja dann wirds ganz dunkel im keller.....
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Oberpfälzer » Do Feb 11, 2016 19:50

1,3 Millionen Euro für den Grund und 0,8 Mio. Euro Darlehen für den Rest des Hofes (Der Rest wird wohl früher oder später auch noch in das Eigentum des Investors wechseln...) entsprechen wohl schon ungefähr dem Wert des ganzen Betriebs. Ich denke aber mal, zu viel hat der eher nicht dafür bezahlt...
Noch einige Jahre die Tilgungsraten und die Zinsen kassieren und dann irgendwann, wenn die Lust und die Energie bei der Bauernfamilie weg sind, sie aber schon das meiste von den 0,8 Mio. abgestottert haben, den kompletten Hof übernehmen. Da gibts schlechtere Geschäfte. Vielleicht hat er dann den Hof für etwas mehr als 1,3 Mio. (vielleicht sogar weniger, wenn man die Zinsen für die 0,8 Mio. einrechnet...) gekauft.
Man kann nur dem jungen verhinderten Hofnachfolger raten sich da rechtzeitig zu verabschieden...
Ich würde da jetzt keinen Sinn mehr drin sehen weiterzuwirtschaften. Wozu denn? Wenn groß was hängenbleiben würde, ja, aber bei diesem Kapital- und Pachtdienst. Da kannst es komplett vergessen.
Aber 50 ha für 1,3 Millionen? Klingt schon nach eher wenig. Sind da denn viele Flächen nicht Weizen- und Maisfähig?
Für 25000 Euro für den Hektar geht bei uns schon einige Jahre lang nichts mehr.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon speeder » Do Feb 11, 2016 20:02

26.000,-/ha ist in der Region Südholstein eher oberes Ende. Zumal bei 50 ha Acker eines Betriebes da auch garantiert mehrere Moorecken bei sind...


Ich weiß nicht, was jetzt besser sein soll? Der gute Herr wird zukünftig nicht mal mehr einen neuen Trecker finanzieren können, da keinerlei Sicherheiten mehr da sind.

Das ist ein bis-zur-Rente-Blamagefrei-Modell für den Senior, mehr nicht. Der Junior wird NICHTS erben, außer zwei verhärmten Alten mit einer lächerlichen Rente aus der LSV.
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon T5060 » Do Feb 11, 2016 22:03

Der Deal passt .... Schlepperfinanzierung geht auch noch ...... es war nicht der erste und auch nicht der letzte.
Haken hat das Ding an anderen Stellen.

Wer sich mal die lange Reihe landw. Verkehrswerte von 1900 an betrachtet, wird merken dass die ganz gewaltig fallen können.
Das die Verkehrswerte für landw. Flächen fallen werden ist genauso sicher, wie dass die auch steigen werden.
Das die nur in einer Richtung nach oben gehen ist ein Irrglaube.

Wenn der 6b EstG abgeschafft wird und stattdessen generell der Buchgewinn aus dem Verkauferlös mit 25 % besteuert wird, fallen die Bodenpreise um mehr als 25 %.
Das ist mal Fakt und dazu braucht es weder katastrophen, noch Wirtschaftskrisen.
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Re: Berufskollegen am Ende - wie kann man helfen ?

Beitragvon Südbaden Bauer » Do Feb 11, 2016 23:36

Oberpfälzer hat geschrieben:Aber 50 ha für 1,3 Millionen? Klingt schon nach eher wenig. Sind da denn viele Flächen nicht Weizen- und Maisfähig?
Für 25000 Euro für den Hektar geht bei uns schon einige Jahre lang nichts mehr.

Wenn man die Flächen nicht kennt, sollte man sich kein Urteil darüber erlauben. :klug:
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