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Betriebsprämie 2014

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Frankenbauer » Di Nov 18, 2014 23:07

julius hat geschrieben:
Franzis1 hat geschrieben:Im Westen von D. bis zu 1500,- bezahlt klar ist das eine relativ kleine Region im westen. aber auch in vielen anderen Teilen würde der Preis steigen, wenn jeder verpächter an einen der meistbietenden verpachten würde. aber sehr viele Pachtflächen sind schon Jahrzehnte mit geringen Anpassungen an den gleichen verpachtet bzw ohne Preisanpassung auch an Nachfolger, allerding hat sich die letzten paaar Jahre einiges getan an mehrforderungen.


Sind wir dochmal ehrlich. Ich kenne nicht wenige aktive Landwirte, die würden doch selber nur zum Höchstpreis verpachten, wenn sie morgen mit ihrem Betrieb aufhören würde, Deshalb soll sich keiner über zu hohe Pachtpreise beschweren. Wir haben Fläche, die zu weit vom Betrieb entfernt liegt verpachtet, in den vergangenen Jahren gab es einige lukrative Angebote, die allerdings abgelehnt wurden, weil die neuen "Pächter" entweder nur die Sahnestücke haben wollten oder dem jetzigen Pächter eines auswischen wollten.
Oftmals verlangen die, welche zu ihrer aktiven Pachtzeit selber nur wenig Pacht bezahlen wollten, dann bei ihrer eigenen Verpachtung den Höchstpreis, oder verpachten einfach meistbietend ihre Pachtflächen gleich mit. Leider kam in einem konkreten Fall dann gar nichts mehr beim Eigentümer an. .

Im Westen gibts übrigens auch günstige Pachtpreisregionen. Ich hab neulich mit einem Landwirt nahe der Luxemburgischen Grenze gesprochen. Der bezahlt 200 - 300 Euro / ha Pacht.


Zur "Prämie": Ist mir wumpe, wann die ausbezahlt wird, die nehme ich mit, weil mir ein Verzicht betriebswirtschaftlich zum Nachteil gereichen würde. Allerdings habe ich in den vergangenen Jahren schon einiges an Agrarumweltmaßnahmen auslaufen lassen, weil sie die Entwicklung des Betriebes gehemmt haben. Zusätzlich haben gut angenommene AUMs regelmäßig den Weg ins Fachrecht gefunden und wurden dann für alle zur Pflicht. Greening ist nicht anderes als die Festschreibung der "freiwilligen Flächenstilllegung".

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Raider » Mi Nov 19, 2014 8:35

Frankenbauer hat geschrieben:
Sind wir dochmal ehrlich. Ich kenne nicht wenige aktive Landwirte, die würden doch selber nur zum Höchstpreis verpachten, wenn sie morgen mit ihrem Betrieb aufhören würde, Deshalb soll sich keiner über zu hohe Pachtpreise beschweren.Wir haben Fläche, die zu weit vom Betrieb entfernt liegt verpachtet, in den vergangenen Jahren gab es einige lukrative Angebote, die allerdings abgelehnt wurden, weil die neuen "Pächter" entweder nur die Sahnestücke haben wollten oder dem jetzigen Pächter eines auswischen wollten.
Oftmals verlangen die, welche zu ihrer aktiven Pachtzeit selber nur wenig Pacht bezahlen wollten, dann bei ihrer eigenen Verpachtung den Höchstpreis, oder verpachten einfach meistbietend ihre Pachtflächen gleich mit. Leider kam in einem konkreten Fall dann gar nichts mehr beim Eigentümer an.


wo liegt das Problem? Natürlich will jeder günstig pachten und teuer verpachten. Das ist eben der Markt. Die wenigsten Landwirte werfen den Eigentümer vor dass Sie zu viel Pacht verlangen, die meisten Landwirte werfen ihren Berufskollegen vor die Pachtpreise unötig nach oben zu treiben.

Im Westen gibts übrigens auch günstige Pachtpreisregionen. Ich hab neulich mit einem Landwirt nahe der Luxemburgischen Grenze gesprochen. Der bezahlt 200 - 300 Euro / ha Pacht.


Im Westen gibt es auch regionen in denen 100 €/ha Pacht bezahlt wird :lol:
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon CarpeDiem » Mi Nov 19, 2014 9:42

Frankenbauer hat geschrieben:Greening ist nicht anderes als die Festschreibung der "freiwilligen Flächenstilllegung".


Genau so ist es. Alle bisherigen auf freiwilliger Basis angebotenen "Umweltmassnahmen" haben bisher, nach einiger Zeit und deren Annahme durch den Berufsstand, Eingang in das Fachrecht gefunden. Dies ist ein elementarer Unterschied zu unseren EU Nachbarländern. Dort kräht kein Hahn danach. Das ist deshalb so widerlich, da alle Agrarpolitiker, egal welcher Coleur, genau das Gegenteil behaupten und die Leute damit verdummen. Noch ärgerlicher ist es, dass die Einhaltung der Bestimmungen nur bei den Bauersleuten geprüft wird, normale Bürger bleiben völlig unbehelligt.

@Cowrider

bei uns kostet der ha zwischen 10 und 15k, Bp zwischen 30 und 50. Wenn ich solche Preise erzielen könnte, wie du sie nennst, würde ich alles verkaufen und mir die entsprechenden Flächen sonstwo zulegen!
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Peterpan » Mi Nov 19, 2014 10:10

CarpeDiem hat geschrieben:
Frankenbauer hat geschrieben:Greening ist nicht anderes als die Festschreibung der "freiwilligen Flächenstilllegung".


Genau so ist es. Alle bisherigen auf freiwilliger Basis angebotenen "Umweltmassnahmen" haben bisher, nach einiger Zeit und deren Annahme durch den Berufsstand, Eingang in das Fachrecht gefunden. Dies ist ein elementarer Unterschied zu unseren EU Nachbarländern. Dort kräht kein Hahn danach. Das ist deshalb so widerlich, da alle Agrarpolitiker, egal welcher Coleur, genau das Gegenteil behaupten und die Leute damit verdummen. Noch ärgerlicher ist es, dass die Einhaltung der Bestimmungen nur bei den Bauersleuten geprüft wird, normale Bürger bleiben völlig unbehelligt.

@Cowrider

bei uns kostet der ha zwischen 10 und 15k, Bp zwischen 30 und 50. Wenn ich solche Preise erzielen könnte, wie du sie nennst, würde ich alles verkaufen und mir die entsprechenden Flächen sonstwo zulegen!

bei uns kostet der ha normales Acker (25-40 BP) jetzt ca. 90k. Pachten kann man hier nichts mehr unter 1600Eur. Selbst direkt verpachtete Flächen liegen weit jenseits der 1000eur Marke. Nichtmal Grünland bekommst dafür wenns befahrbar ist. Wald liegt bei 2-4eur je nachdem wie groß, denn einen ha für Hobbyholzer geht weg wie geschnitten Brot. für 5ha reichte geld dann aber nichtmehr. Finde diese Entwicklung traurig das ich mir als Landwirt keinen ha Acker dazukaufen kann, können schon, nur nicht wirklich zu den Preisen…das geht schnell in höhen wo einem Schwindelig wird und das von versteuertem Geld (noch schlimmer) n8
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Hofer_Pörndorf » Mi Nov 19, 2014 13:44

In Bayern soll die Betriebsprämie am 29. Dezember überwiesen werden.
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Raider » Mi Nov 19, 2014 14:09

Peterpan hat geschrieben:bei uns kostet der ha normales Acker (25-40 BP) jetzt ca. 90k. Pachten kann man hier nichts mehr unter 1600Eur. Selbst direkt verpachtete Flächen liegen weit jenseits der 1000eur Marke. Nichtmal Grünland bekommst dafür wenns befahrbar ist.


Da stellt sich mir zwangsläufig die Frage: Wieviel Hektar Eigentum hast Du? Ab 30 ha würde ich da besser verpachten und von der Pacht leben ;-)
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon julius » Mi Nov 19, 2014 14:20

Frankenbauer hat geschrieben:Wir haben Fläche, die zu weit vom Betrieb entfernt liegt verpachtet, in den vergangenen Jahren gab es einige lukrative Angebote, die allerdings abgelehnt wurden, weil die neuen "Pächter" entweder nur die Sahnestücke haben wollten oder dem jetzigen Pächter eines auswischen wollten.


Das ist schon klar.
Andererseits kann ich auch jeden Verpächter verstehen der besonders bei einer Neuverpachtung das Maximale rausholt, sofern vom Pächter eine gesunde Fruchtfolge eingehalten wird und der Pächter auch zahlungskräftig ist, bzw. dafür bekannt ist.
Damit meine ich Pachtpreise von unter 1000 Euro.
Wenn ich lese das 1500 Euro und mehr / ha und Jahr an Pacht bezahlt werde, frage ich mich wo dieses Geld herkommt und wielange der Pächter den Pachtpreis überhaupt bezahlen kann ? Da würde ich schon stutzig werden. Womöglich wird dort jede Menge Klärschlamm und ähnliches entsorgt ( wovon ich aufgrund mögl. Rückstände überhaupt nichts halte ).

Dieses Jahr konnte Silomais ab Feld für 1300 Euro gekauft werden, letztes Jahr für 1600 Euro, wer bezahlt da 1500 Euro Pacht / ha ?
julius
 
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Cowrider » Mi Nov 19, 2014 14:59

@carpe ..
Na bin aber nun mal hier in Bayern und mir bringst nix die Flächen irgendwo zu haben....
Kann schon sein das in der Oberpfalz oder in den neuen Bundesländern so billig ist aber was nützt mir das hier?
Cowrider
 
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Raider » Mi Nov 19, 2014 15:03

julius hat geschrieben:
Frankenbauer hat geschrieben:Wir haben Fläche, die zu weit vom Betrieb entfernt liegt verpachtet, in den vergangenen Jahren gab es einige lukrative Angebote, die allerdings abgelehnt wurden, weil die neuen "Pächter" entweder nur die Sahnestücke haben wollten oder dem jetzigen Pächter eines auswischen wollten.


Das ist schon klar.
Andererseits kann ich auch jeden Verpächter verstehen der besonders bei einer Neuverpachtung das Maximale rausholt, sofern vom Pächter eine gesunde Fruchtfolge eingehalten wird und der Pächter auch zahlungskräftig ist, bzw. dafür bekannt ist.
Damit meine ich Pachtpreise von unter 1000 Euro.
Wenn ich lese das 1500 Euro und mehr / ha und Jahr an Pacht bezahlt werde, frage ich mich wo dieses Geld herkommt und wielange der Pächter den Pachtpreis überhaupt bezahlen kann ? Da würde ich schon stutzig werden. Womöglich wird dort jede Menge Klärschlamm und ähnliches entsorgt ( wovon ich aufgrund mögl. Rückstände überhaupt nichts halte ).

Dieses Jahr konnte Silomais ab Feld für 1300 Euro gekauft werden, letztes Jahr für 1600 Euro, wer bezahlt da 1500 Euro Pacht / ha ?



wie gesagt, Pacht in €/ha ist nicht die entscheidende Größe. Pacht in €/kg Erdbeeren oder €/l Milch ist das entscheidende. Und da gibte s durchaus Bereiche in denen Pachten über 1.000 €/ha gerechtfertigt sind und am Ende vielleicht sogar weniger sind als 300 €/ha
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Raider » Mi Nov 19, 2014 15:11

Cowrider hat geschrieben:@carpe ..
Na bin aber nun mal hier in Bayern und mir bringst nix die Flächen irgendwo zu haben....
Kann schon sein das in der Oberpfalz oder in den neuen Bundesländern so billig ist aber was nützt mir das hier?


Wir haben eben nicht diese holländische Mentalität. Land verkaufen und ab nach Rumänien. DAS macht der wahre Kapitalist :-)
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon julius » Mi Nov 19, 2014 15:42

Raider hat geschrieben:wie gesagt, Pacht in €/ha ist nicht die entscheidende Größe. Pacht in €/kg Erdbeeren oder €/l Milch ist das entscheidende. Und da gibte s durchaus Bereiche in denen Pachten über 1.000 €/ha gerechtfertigt sind und am Ende vielleicht sogar weniger sind als 300 €/ha


Mir wäre das viel zu kompliziert. Selbst wenn man einen Preisindex im Vertrag aufnimmt ist doch Ärger vorprogrammiert. Molkerei A zahlt 3 Cent mehr wie Molkerei B und irgend ein veröffentlichter Durchschnittspreis aller Molkereien von den Behörden enthält keinerlei Zuschläge, dieser Preis passt also auch nicht. Zudem enthält man die genauen Erzeugerpreise aller Molkereien z.b. bei Mich aus dem Jahr 2014 erst ca. Mitte des Jahres 2015. Das bringt nichts. Und womöglich will der Verpächter dann noch meine Milchgeldabrechnung oder Getreideabrechnung sehen wieviel ich tatsächlich erhalten habe. :roll:

Und wenn nur 1 x im Jahr der Preis angepasst wird ist das auch wieder so eine Sache. Wenn genau an diesem Stichtag ein Preistief oder Preishoch herrscht ist das doch auch wieder völlig ungenau.
Und jeden Monat den Pachtpreis neu zu berechnen ist viel zu kompliziert. Man muss schliesslich die Preiszusammensetzung dem Verpächter penibel mit Nachweisdokumenten erklären können. Mal einfach den Pachtpreis senken funktioniert nicht.
Da sind Gerichtsstreitereien schon vorprogrammiert und man darf gleich noch eine zusätzliche Arbeitskraft einstellen die sich nur um die Pachtverträge und Verpächter kümmert.

Theorethisch eine gute Idee, praktisch nicht umzusetzen.
Ich für meinen Teil bleib da besser bei der herkömmlichen Methode : Euro / ha / Jahr. Alles andere ist mir viel zu kompliziert und bringt nur zusätzliche Arbeit und Ärger.

Zudem, wenn ein Verpächter seine Fläche ausschreibt also verpachtet will der klare Zahlen sehen. Wenn du dann als Pächter mit Erzeugerpreisindexen daherkommst wirst du nur ausgelacht und den Zuschlag erhält ein Anderer.
julius
 
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon julius » Mi Nov 19, 2014 16:01

Raider hat geschrieben:
Cowrider hat geschrieben:@carpe ..
Na bin aber nun mal hier in Bayern und mir bringst nix die Flächen irgendwo zu haben....
Kann schon sein das in der Oberpfalz oder in den neuen Bundesländern so billig ist aber was nützt mir das hier?


Wir haben eben nicht diese holländische Mentalität. Land verkaufen und ab nach Rumänien. DAS macht der wahre Kapitalist :-)


Da wäre ich vorsichtig. Da hatten doch vor wenigen Jahren österreichische Bauern in Ungarn Land gekauft. Kurz danach wurde in Ungarn das Gesetz geändert und die ausländischen Landbesitzer wurden wieder verjagt.

http://www.heute.at/news/welt/art23661,804553

Das neue Bodengesetz werde den Kauf ungarischen Bodens durch Ausländer völlig verhindern und den durch "Taschenverträge gestohlenen Boden zurückholen", versprach Orban.
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Raider » Mi Nov 19, 2014 16:31

julius hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:wie gesagt, Pacht in €/ha ist nicht die entscheidende Größe. Pacht in €/kg Erdbeeren oder €/l Milch ist das entscheidende. Und da gibte s durchaus Bereiche in denen Pachten über 1.000 €/ha gerechtfertigt sind und am Ende vielleicht sogar weniger sind als 300 €/ha


Mir wäre das viel zu kompliziert. Selbst wenn man einen Preisindex im Vertrag aufnimmt ist doch Ärger vorprogrammiert. Molkerei A zahlt 3 Cent mehr wie Molkerei B und irgend ein veröffentlichter Durchschnittspreis aller Molkereien von den Behörden enthält keinerlei Zuschläge, dieser Preis passt also auch nicht. Zudem enthält man die genauen Erzeugerpreise aller Molkereien z.b. bei Mich aus dem Jahr 2014 erst ca. Mitte des Jahres 2015. Das bringt nichts. Und womöglich will der Verpächter dann noch meine Milchgeldabrechnung oder Getreideabrechnung sehen wieviel ich tatsächlich erhalten habe. :roll:

Und wenn nur 1 x im Jahr der Preis angepasst wird ist das auch wieder so eine Sache. Wenn genau an diesem Stichtag ein Preistief oder Preishoch herrscht ist das doch auch wieder völlig ungenau.
Und jeden Monat den Pachtpreis neu zu berechnen ist viel zu kompliziert. Man muss schliesslich die Preiszusammensetzung dem Verpächter penibel mit Nachweisdokumenten erklären können. Mal einfach den Pachtpreis senken funktioniert nicht.
Da sind Gerichtsstreitereien schon vorprogrammiert und man darf gleich noch eine zusätzliche Arbeitskraft einstellen die sich nur um die Pachtverträge und Verpächter kümmert.

Theorethisch eine gute Idee, praktisch nicht umzusetzen.
Ich für meinen Teil bleib da besser bei der herkömmlichen Methode : Euro / ha / Jahr. Alles andere ist mir viel zu kompliziert und bringt nur zusätzliche Arbeit und Ärger.

Zudem, wenn ein Verpächter seine Fläche ausschreibt also verpachtet will der klare Zahlen sehen. Wenn du dann als Pächter mit Erzeugerpreisindexen daherkommst wirst du nur ausgelacht und den Zuschlag erhält ein Anderer.


Völlig falsch verstanden. Ich meinte nicht dass man das als Pachtzins so fest setzen soll. Natürlich zahlt man die Pacht in €/ha. Aber um für mich festzulegen welche Pacht ich zahlen kann bringt es nix die Pacht in €/ha auszudrücken. Ich muss für mich den Pachtzins auf mein Verkaufsprodukt umrechnen. Eben zum Beispiel die Tonne Getreide, oder den Liter Milch. Wenn ich eine solche Flächeneffizienz habe, dass ich auch bei 1.000 €/ha weniger Pachtzins pro Liter Milch habe als ein anderer der "nur" 800 €/ha bezahlt, dann sind meine 200 €/ha mehr durchaus zu rechtfertigen
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon Raider » Mi Nov 19, 2014 16:33

julius hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:
Cowrider hat geschrieben:@carpe ..
Na bin aber nun mal hier in Bayern und mir bringst nix die Flächen irgendwo zu haben....
Kann schon sein das in der Oberpfalz oder in den neuen Bundesländern so billig ist aber was nützt mir das hier?


Wir haben eben nicht diese holländische Mentalität. Land verkaufen und ab nach Rumänien. DAS macht der wahre Kapitalist :-)


Da wäre ich vorsichtig. Da hatten doch vor wenigen Jahren österreichische Bauern in Ungarn Land gekauft. Kurz danach wurde in Ungarn das Gesetz geändert und die ausländischen Landbesitzer wurden wieder verjagt.

http://www.heute.at/news/welt/art23661,804553

Das neue Bodengesetz werde den Kauf ungarischen Bodens durch Ausländer völlig verhindern und den durch "Taschenverträge gestohlenen Boden zurückholen", versprach Orban.


Geldverdienen ohne Risiko ist eben nun mal nicht. Es gibt sicherlich mehr Beispiele (z.B. DDR) bei denen der frühe und mutige Vogel den Wurm bekommen hat.
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Re: Betriebsprämie 2014

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Nov 19, 2014 17:43

Ganz ehrlich, die Grundrente ist die entscheidende Größe, die wirklich alles berücksichtigt. Sie legt meine maximal mögliche Pachtzins fest. So weiß ich wie weit ich gehen kann, und was hängen bleibt.
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