julius hat geschrieben:Franzis1 hat geschrieben:Im Westen von D. bis zu 1500,- bezahlt klar ist das eine relativ kleine Region im westen. aber auch in vielen anderen Teilen würde der Preis steigen, wenn jeder verpächter an einen der meistbietenden verpachten würde. aber sehr viele Pachtflächen sind schon Jahrzehnte mit geringen Anpassungen an den gleichen verpachtet bzw ohne Preisanpassung auch an Nachfolger, allerding hat sich die letzten paaar Jahre einiges getan an mehrforderungen.
Sind wir dochmal ehrlich. Ich kenne nicht wenige aktive Landwirte, die würden doch selber nur zum Höchstpreis verpachten, wenn sie morgen mit ihrem Betrieb aufhören würde, Deshalb soll sich keiner über zu hohe Pachtpreise beschweren. Wir haben Fläche, die zu weit vom Betrieb entfernt liegt verpachtet, in den vergangenen Jahren gab es einige lukrative Angebote, die allerdings abgelehnt wurden, weil die neuen "Pächter" entweder nur die Sahnestücke haben wollten oder dem jetzigen Pächter eines auswischen wollten.
Oftmals verlangen die, welche zu ihrer aktiven Pachtzeit selber nur wenig Pacht bezahlen wollten, dann bei ihrer eigenen Verpachtung den Höchstpreis, oder verpachten einfach meistbietend ihre Pachtflächen gleich mit. Leider kam in einem konkreten Fall dann gar nichts mehr beim Eigentümer an. .
Im Westen gibts übrigens auch günstige Pachtpreisregionen. Ich hab neulich mit einem Landwirt nahe der Luxemburgischen Grenze gesprochen. Der bezahlt 200 - 300 Euro / ha Pacht.
Zur "Prämie": Ist mir wumpe, wann die ausbezahlt wird, die nehme ich mit, weil mir ein Verzicht betriebswirtschaftlich zum Nachteil gereichen würde. Allerdings habe ich in den vergangenen Jahren schon einiges an Agrarumweltmaßnahmen auslaufen lassen, weil sie die Entwicklung des Betriebes gehemmt haben. Zusätzlich haben gut angenommene AUMs regelmäßig den Weg ins Fachrecht gefunden und wurden dann für alle zur Pflicht. Greening ist nicht anderes als die Festschreibung der "freiwilligen Flächenstilllegung".
Gruß
Werner

