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Raider hat geschrieben:Es gibt sicherlich mehr Beispiele (z.B. DDR) bei denen der frühe und mutige Vogel den Wurm bekommen hat.
CarpeDiem hat geschrieben:Raider hat geschrieben:Es gibt sicherlich mehr Beispiele (z.B. DDR) bei denen der frühe und mutige Vogel den Wurm bekommen hat.
Das ging aber auch in der ehemaligen Zone teilweise ganz schön nach hinten los. Wenn du da in manchen Bereichen die zum Kauf angeboten wurden, etwas tiefer gegraben hast, dann kamen da mehr mögliche Klagen zum Vorschein, als du dir überhaupt vorstellen kannst. Eine mittlere Kanzlei wäre da auf Jahre beschäftigt.....
Raider hat geschrieben: Ich meinte nicht dass man das als Pachtzins so fest setzen soll. Natürlich zahlt man die Pacht in €/ha. Aber um für mich festzulegen welche Pacht ich zahlen kann bringt es nix die Pacht in €/ha auszudrücken. Ich muss für mich den Pachtzins auf mein Verkaufsprodukt umrechnen. Eben zum Beispiel die Tonne Getreide, oder den Liter Milch. Wenn ich eine solche Flächeneffizienz habe, dass ich auch bei 1.000 €/ha weniger Pachtzins pro Liter Milch habe als ein anderer der "nur" 800 €/ha bezahlt, dann sind meine 200 €/ha mehr durchaus zu rechtfertigen
julius hat geschrieben:Raider hat geschrieben: Ich meinte nicht dass man das als Pachtzins so fest setzen soll. Natürlich zahlt man die Pacht in €/ha. Aber um für mich festzulegen welche Pacht ich zahlen kann bringt es nix die Pacht in €/ha auszudrücken. Ich muss für mich den Pachtzins auf mein Verkaufsprodukt umrechnen. Eben zum Beispiel die Tonne Getreide, oder den Liter Milch. Wenn ich eine solche Flächeneffizienz habe, dass ich auch bei 1.000 €/ha weniger Pachtzins pro Liter Milch habe als ein anderer der "nur" 800 €/ha bezahlt, dann sind meine 200 €/ha mehr durchaus zu rechtfertigen
Das ist mehr eine Milchmädchenrechnung. Sicher kann ich meinen eigenen Pachtpreis pro Tonne Getreide umrechnen. Weizen kann aber in den nächsten 9 Jahren nach Vertragsabschluss 10 Euro oder 30 Euro / dt kosten, oder irgendwo in der Mitte.
Bei Milch dasselbe. Der Liter kann nahe 50 Cent, oder nach Wegfall der Quote nächstes Jahr für längere Zeit auch nur 20 Cent kosten. Einzig beim Biogaser kann das funktionieren mit den gesicherten Strompreisen.
Zudem müßte ich neben den Erzeugerpreisen meine Kosten der Zukunft über die Vertragslaufzeit mit z.B. 10 Jahren kennen. Also indirekt die Inflation der Zukunft. Auch die kann keiner, auch nur halbwegs abschätzen. Gibts ne Deflation oder 5-10 % Inflation p.a. im nächsten Jahrzehnt ?
Zum Umrechnen auf seinen Betrieb gibts da nicht viel. Man kanns halt ganz grob abschätzen wieviel man in seinem Betrieb in Zukunft an Pacht ungefähr bezahlen kann, was aber sowieso jeder Pächter bisher so gemacht haben dürfte.
Im Nachhinein können für mich 400 Euro Pacht / ha zu teuer, oder 800 Euro Pacht / ha spottbillig gewesen sein.
Aber wie gesagt, dass kann man im Vorfeld über die Jahre in der Zukunft nur ganz grob abschätzen und selbst dann kann man noch daneben liegen. Ein Umrechnen mit spitzem Bleistift vergessen wir mal ganz.
Königstiger2 hat geschrieben:@ Raider
Voll daneben.
Wenn ich 95dt anstelle von 80dt des Nachbarn ernte, dann sind die 15dt die Belohnung dafür, das ich besser gewirtschaftet, mehr Ahnung, besseren Boden, mehr Aufwand oder eine andere Bestandsführung gewählt habe.
Es kann auch ein mittelding von allem sein.
Auf jeden Fall sind die 15dt unterm Strich wahrscheinlich kein Netto und das größere Risiko bei höherem Aufwand muss ich bei Missernte (aus welchem Grund auch immer) auch selber tragen.
Warum sollte ich den Mehrertrag dann für die Pacht einplannen. Der Schuß kann ganz schön nach hinten los gehen.
Cowrider hat geschrieben:20€ mehr bei 15 dt Mehrertrag...hmmm merkst du was?
Raider hat geschrieben:Königstiger2 hat geschrieben:@ Raider
Voll daneben.
Wenn ich 95dt anstelle von 80dt des Nachbarn ernte, dann sind die 15dt die Belohnung dafür, das ich besser gewirtschaftet, mehr Ahnung, besseren Boden, mehr Aufwand oder eine andere Bestandsführung gewählt habe.
Es kann auch ein mittelding von allem sein.
Auf jeden Fall sind die 15dt unterm Strich wahrscheinlich kein Netto und das größere Risiko bei höherem Aufwand muss ich bei Missernte (aus welchem Grund auch immer) auch selber tragen.
Warum sollte ich den Mehrertrag dann für die Pacht einplannen. Der Schuß kann ganz schön nach hinten los gehen.
@Königstiger: Voll daneben.
Du sollst es ja nicht einplanen. Du sollst wissen was Du bezahlen kannst. Die Diskussion war doch, dass viele nicht verstehen wie man hohe Pachtpreise bezahlen KANN. Und es zahlt eben der, der z.B. 520 €/ha bezahlt und 95 dt/ha erntet eben NICHT mehr als der, der nur 500 €/ha zahlt und 80 dt/ha erntet. Der mit 500 €/ha wundert sich wie der andere soviel bezahlen kann, merkt aber gar nicht, dass die Pachtkosten je Einheit bei ihm höher sind...
Cowrider hat geschrieben:@rider
Ich verstehe schon was Du uns mit Deinen Ausführungen sagen willst
aber ist doch auch irgendwo so das du den Ertrag nicht jedes Jahr gleich hast und auch nicht immer auf allen Äckern gleich... Außerdem ist es ja so wenn ich besser wirtschafte und 95dt dresche also 15dt mehr als der andere warum soll ich dann den mehrerlös dem Verpächter geben? Bin ich sein Angestellter? Der Verpächter verdient ja bei diesen Pachtpreisen praktisch mehr als der Pächter ohne das er dafür etwas tun muss.....
Raider hat geschrieben:wie gesagt, Pacht in €/ha ist nicht die entscheidende Größe. Pacht in €/kg Erdbeeren oder €/l Milch ist das entscheidende.
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