Irgendwann habe ich hier mal Bilder von meiner Meisterarbeit gezeigt, bei der ich die Kulturpflege mit einer funkferngesteuerten Mulchraupe untersucht habe. Grundsätzlich funktionierte das Prinzip, es müssen aber viele Parameter berücksichtigt werden bzw. vorbereitet sein.
Damals stellte ich mir die Frage, wieso nicht aus der Luft kommen?!
Ich besprach die Idee mit einem der größten Unternehmer in unserer Region und dieser war Feuer und Flamme für die Idee. Gemeinsam ging es an die Umsetzung. Er hat in seinem Unternehmen zwei 24 Tonnen Kurzheckbagger. Diese werden für die Flächenvorbereitung genutzt, indem mit einem angebauten Silvafix Kratzstreifen im 90 Grad Winkel zur Gasse angelegt werden. Dies bringt sehr viele Vorteile mit sich:
Keine flächige Befahrung wie beim TTS, Streifenpflug, Kullergerät und kurze Pflanzreihen von Gasse zu Gasse die bei der Pflege eine gute Übersicht bieten.
Die Firma Mera stellte einen Vorführ Anbaumulcher zur Verfügung und der bereits vorhandene Rotator von der Zange zum Windwurf abstocken wurde dazwischen geklemmt - der erste Test war vielversprechend.


Das Problem: Die Reichweite. Wir kamen bis ca. 8 Meter in den Block aber nicht bis in die Mitte. Also war klar, wir brauchen eine Verlängerung. Eine teleskopierbare wie die von Woodcracker ist nicht für die Belastungen ausgelegt und das Produkt einer "Manufaktur" aus MV war sehr teuer. Es war ja noch nicht klar, ob das ganze funktioniert.
Also Eigenbau (bauen lassen): Es wurde ein Knickarm von einem Ecolog Harvester. Aber seht selbst...






Wir testeten diesen Dinosaurier auf den unterschiedlichsten Flächen mit einer Zeitstudie. Dgl, Bu, Ei, Lä mit Begleitwuchs von Adlerfarn, Brombeere, Himbeere und co.
Das Ergebnis: Unschlagbare 6,9 Std pro Hektar mit einem großartigen Bild und 120,- Euro pro MAS! Dazu Wetter unabhängig und bei dem Punkt Arbeitssicherheit ebenfalls unschlagbar. Selbst wenn die Kosten höher gewesen wären als bei der motormanuellen Pflege, überwiegt der Zeitfaktor. Es fehlen einfach die Leute für die Pflege der inzwischen vorhandenen Kulturflächen.


















