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Bio für 9 Miliarden Menschen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Thema gesperrt
262 Beiträge • Seite 2 von 18 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 18

Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Cairon » Di Okt 16, 2012 21:59

Standarterträge beim Mais liegen hier bei 14 t/ha CCM und 9t/ha reinen Körnermais. Also sind die Bioerträge in Afrika nicht gleich der Konventionellen Landwirtschaft hier, wie es im Film suggeriert werden sollte. Natürlich wären 9 Milliarden Menschen mit Bio zu ernähren, wenn diese Menschen einen Lebensstandard pflegen und so körperlich arbeiten würden wie die im Film gezeigten Kleinbauern. Unseren heutigen Lebensstandart in Europa können wir uns dann an die Backe kleben.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon flower-bauer » Di Okt 16, 2012 22:01

Maeks hat geschrieben:Die Menschen in Mexico können sich auch ohne Mais aus Amerika ernähren.

SHierling hat geschrieben:Das können sie aber nicht, wenn diejenigen, die im Film beschrieben wurden, im wesentlichen Selbstversorger sind.

Ach ja, und bei den 115 Mio. Mexikanern handelt es sich ergo vorwiegend um landwirtschaftliche Selbstversorger :?:
Autsch ... :x
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon flower-bauer » Di Okt 16, 2012 22:06

Cairon hat geschrieben:Unseren heutigen Lebensstandart in Europa können wir uns dann an die Backe kleben.

Hast du schon mal darüber nachdacht, auf wessen Kosten wir uns unseren Lebensstandart leisten können ?
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon flower-bauer » Di Okt 16, 2012 22:17

Die Sendung ist nun auch in der ARTE Mediathek eingestellt:

http://videos.arte.tv/de/videos/die-zuk ... 85970.html
Zuletzt geändert von flower-bauer am Di Okt 16, 2012 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon SHierling » Di Okt 16, 2012 22:18

flower-bauer hat geschrieben:Ach ja, und bei den 115 Mio. Mexikanern handelt es sich ergo vorwiegend um landwirtschaftliche Selbstversorger :?:
Autsch ... :x

Nein, eben nicht. Allein 20 Millionen leben in Mexiko-Stadt und umzu, und die Bevölkerungsdichte liegt da bei 2000+ Leute je km".
Und genau diese Leute, die KEINE Selbstversorger sind, können von anderen Leuten, die wie im gezeigten Beispiel überwiegend Selbstversorger sind, nicht gefüttert werden, denn so viel haben die bei der Wirtschaftsweise nicht über.

Wieviel ha kannst DU denn mit der Hand bewirtschaften und wieviel Städter füttern ohne Maschinen?
Was ist daran so schwer zu verstehen?
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon flower-bauer » Di Okt 16, 2012 22:28

Vorausgesetzt du hättest Recht und wir reduzieren die Betriebe in Mexiko alle pauschal auf Selbstversorgungsgröße ... (was natürlich an der Realität vorbei geht). Dann liegt das doch nicht daran, dass sie mit der dargestellten Wirtschaftsweise nicht über den Selbstversorgungsgrad hinaus produzieren könnten, sondern daran, dass es aufgrund der importbedingt künstlich niedrigigen Erzeugerpreise für die Betriebe wirtschaftlich gar nicht mehr möglich ist, überhaupt noch auf den sprichwörtlichen grünen Zweig zu kommen, um zum Beispiel die erforderlichen Produktionsmittel anzuschaffen.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon SHierling » Di Okt 16, 2012 22:42

Eben das sehe ich anders. Was in dem Film propagiert werden sollte, sind genau die Mischkulturen, die Du NUR (und ausschliesslich) mit der Hand bearbeiten kannst. Und es ist egal, wieviel Geld Du dafür bekommst, Du bist einfach aufgrund der Zeit, die Du benötigst, um Dich auf diese Art und Weise selber zu versorgen, nicht in der Lage, ausreichend viele andere Menschen mit zu ernähren.

Und genau diese anderen Menschen leben dann eben von Importen, selbst wenn Du "ganz Mexiko" mit Kleinstbetrieben zupflasterst. Guck Dir Japan an, wurde doch auch erwähnt, da liegt die durchschnittliche Betriebsgröße bei 2ha, ein Apfel kostet umgerechnet 1 Euro und eine Melone bis zu 60 (sechzig) Euro, und der Selbstversorgungsgrad über alle Lebensmittel liegt unter 50%.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Maeks » Di Okt 16, 2012 22:46

Danke ich habe mir diesen Filmbeitrag auch angesehen. Mich hat dieser Film schon ein wenig Nachdenklich gemacht. Ich kann leider an der Gesamtsituation nichts ändern. Aber was soll´s machen wir weiter wie bisher. Gott sei Dank habe ich keine Kinder die später diese Schäden dann ausbaden müßen.

Gruß Maeks
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Cairon » Di Okt 16, 2012 23:59

Ich habe Kinder, aber deswegen jetzt in Panik zu verfallen, weil eine französische Journalistin solche einen Film macht ist sicher auch nicht die Lösung. Dass sie in der Diskussion so auf dieser Ratten-Studie herumgeritten sind hat sie in meinen Augen unglaubwürdig gemacht. Sicher muss man sich Gedanken machen, dabei darf man aber nicht die ideologische Prägung außer acht lassen.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Manfred » Mi Okt 17, 2012 7:39

@Brigitta: Japan taugt ja wohl kaum als Vergleich für den Rest der Welt.
Die haben 130 Mio. Einwohner und nur ca. 4,65 Mio. ha landwirtschafltiche Nutzfläche.
Und trotzdem hatten sie vor Fukushima über 40% Selbstversorgungsgrad und jetzt immer noch über 30 %.
Ohne den starken Außenschutz für die Landwirtschaft würden sie wohl noch mal rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche wegen Unwirtschaftlichekeit verlieren.
Man kann sich gut vorstellen, was eine ernste politische Krise dort für eine Hungersnot auslösen könnte, selbst wenn dann wieder extrem-Steillage in Kultur genommen würde.
Die wissen sehr genau, wieso sie so einen Aufwand treiben, um mögl. jeden m2 in Kultur zu halten.

Wir haben bei 80 Mio. Menschen eine Fläche von derzeit ca. 16,7 Mio. ha (?), also fast das 6-fache pro Nase.
Natürlich haben wir andere klimantische Voraussetzungen. Auf den meisten japanischen Flächen sind 2 Ernten möglich. Also lass es über den Daumen das 3- bis 4-fache sein. Und trotzdem hätten wir ohne Futtermittelimporte ganz schöne Probleme, unseren Standard bei den Nahrungsmitteln zu halten.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Okt 17, 2012 7:52

SHierling hat geschrieben:Eben das sehe ich anders. Was in dem Film propagiert werden sollte, sind genau die Mischkulturen, die Du NUR (und ausschliesslich) mit der Hand bearbeiten kannst. Und es ist egal, wieviel Geld Du dafür bekommst, Du bist einfach aufgrund der Zeit, die Du benötigst, um Dich auf diese Art und Weise selber zu versorgen, nicht in der Lage, ausreichend viele andere Menschen mit zu ernähren.


Leider kann ich hier den Arte-Link nicht öffnen. Aber zum Thema Mischkultur kann ich etwas sagen: Wir hatten vor einigen Monaten ein großes Experiment mit der 3-Sisters Methode durchgeführt, also Mischkultur von Mais, Bohnen und Kürbis. Das war allerdings nur teileise bio weil wir Mineraldünger, PSM und F1 Saatgut verwendeten. Obwohl wir gut vorbereitet waren mußte das Experiment abgebrochen werden weil uns die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind.

Es gab diverse unvorhergesehene Probleme. Das ging mit den viel zu geringen Keimungsraten los, dadurch zuviel Sonnenlicht am Boden was den Unkrautwuchs explodieren ließ. Die manuelle Entfernung funktionierte nur am Anfang und war etwa 3 mal so teuer wie geplant. Dann ging auch das nicht mehr weil die Bohnen teilweise quer über die Gänge gerankt sind, die Felder wurden so zu undruchdringlichen Spinnennetzen. Deswegen konnte nicht zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden. Kurzum: Ein einziges Desaster.

Wenn überhaupt ist das eher etwas für Kleingärtner die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als sich um ein 200 qm Feld zu kümmern. Oder es müßten auf wissenschaftlicher Basis Versuche durchgeführt werden um Lösungsmöglichkeiten für die diversen Probleme zu finden. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen dass ein Kleinbauer in der afrikanischen Pampa das auf Anhieb hinbekommt.

Das Problem liegt darin dass viele Bio-Methoden sich nicht ohne weiteres im großen Stil umsetzen lassen. Keine Ahnung wieviele Arbeiter man benötigt um 20 Hektar Mais in Handarbeit unkrautfrei zu halten, wo man diese Arbeiter herbekommen will und was das kostet. Vor allem müssen diese Lohnkosten mehrere Monate vorfinanziert werden und welcher afrikanische Kleinbauer hat dafür das notwendige Startkapital?
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Manfred » Mi Okt 17, 2012 10:01

@Jochen:
Das System wurde ja im mexikanischen Hochland für die dortigen Klimabedingungen und mit den dortigen Saatgut und für die Kleinflächen der Subsistenzwirtschaft entwickelt. Dürfte schon klimatisch sehr schwer 1 zu 1 bei euch zumusetzen sein.
Hier ein Link, der dich evtl. interessieren könnte: http://www.reneesgarden.com/articles/3sisters.html
In Gegenden mit ähnlichen klimatischen und Arbeitswirtschaftlichen Voraussetzungen würde das System mit Erfolg übernommen.
Meine kroatische Ex z.B. durfte als Kind noch jeden Sommer viele Wochen von Hand in den 3-Schwestern-Feldern ihrer Großeltern hacken und ernten.

Was bei uns mit einer mechanisierten Landwirtschaft auf großen Flächen umsetzbar ist, zeigen Wenz (der war ja auch im Film zu sehen) und andere Praktiker.
Diverse Biobauern experimentieren z.B. mit Mischsaaten von Getreide und Leguminosen, die dann nach der Ernte mittels Reinigungsmaschine getrennt werdern. Untersaaten und Direktsaatverfahren sind eh schon gängig.
Im Film war ja z.B. bei Wenz die Direktsaat von Soja in Roggen zu sehen. Der Winterroggen (Zwischenfrucht) wurd im Mai mit einer klingenbesetzten Walze niedergedrückt und dient dem Soja als Bodenmulch und Gründüngung. Das gleiche Verfahren testet er m.W. für den Maisanbau. Mischen kann man die Zwischenfrucht dann wieder mit Kleearten, die unter dem Mais druch den Roggen wachsen und bis zur Abschattung Stickstoff sammeln. Usw. usw. steckt halt alles noch im Experimentierstadium, zeit aber schon schöne Erfolge.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Okt 17, 2012 10:56

Manfred hat geschrieben:@Jochen:
Das System wurde ja im mexikanischen Hochland für die dortigen Klimabedingungen und mit den dortigen Saatgut und für die Kleinflächen der Subsistenzwirtschaft entwickelt. Dürfte schon klimatisch sehr schwer 1 zu 1 bei euch zumusetzen sein.
Hier ein Link, der dich evtl. interessieren könnte: http://www.reneesgarden.com/articles/3sisters.html

Genau diese Homepage war eine unserer Vorlagen. Wir hatten das dann etwas modifiziert, siehe Skizze. Das sind 27 Pflanzen pro Quadratmeter. Bis zur Ernte gebracht haben es im Schnitt aber nur ca. 8 Pflanzen. Die geringe Keimrate hatte sicherlich mit den hohen Niederschlagsmengen zu tun. Einige der Lösungsmöglichkeiten die uns in den Sinn kamen waren u.a. nach einer Woche nachsähen, größere Reihenabstände damit per Wasserbüffelpflug ein Großteil des Unkrauts beseitigt werden kann, und dann die Kürbispflanzen in Saatbeuteln vorziehen.

Leider fehlten uns dann die finanziellen Mittel um das alles auszuprobieren. Es waren ja 12 Felder von ca. je 500 qm die im Wochenrhytmus angelegt wurden. Dann kamen noch Probleme mit Schädlingsbefall hinzu was beim Zuckermais zu nur 30% 1A Ware führte. Jedenfalls bei den F1 Sorten. Normaler Zuckermais war praktisch Totalschaden.

Immerhin haben wir durch diese Experimente reichlich Erfahrung gewonnen und ich kann mir vorstellen dass 3 Sisters funktioniert wenn man weiß wie es richtig gemacht wird. Aber das ist eben auch von den äußeren Bedingungen abhängig.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Manfred » Mi Okt 17, 2012 11:20

Macht ihr die Dämme wegen zu viel Wasser von unten?
In dem arte Film haben die Mexicaner alles gleichzeitig ausgesät. Das erschwert natürlich die Unkrautbekämpfung in den ersten Wochen.
In dem Ami-Link werden die Saaten zeitversetzt ausgebraucht. Die Bohnen erst, wenn der Mais schon deutlich entwickelt ist. Dann kriechen die vermutlich nicht so viel am Boden rum, sondern gehen gleich den Mais hoch.

Was ich mir bei euch vorstellen könnten:
Erst nur Mais in Einzel- oder Doppelreihen (richtige Reihensaat, wie auf den Maisacker hier) auf den Dämmen. Dafür die Abstände zwischen den Dämmen so, dass man mit Radhacke oder Wasserbüffel-Wasauchimmer mechanisch gegen das Unkrauf vorgehen kann, bis der Mais sagen wir 30 cm hoch ist. Dann je eine Reihe Bohnen direkt neben den Mais und vorgezogene Kürbisse zwischen die Reihen (auf den Laufwegen) damit die den Boden zügig zu machen?
Könnte mir aber vorstellen, dass es bei euch statt den Kürbissen deutlich besser geeigente Bodendeckerpflanzen gibt.
Süßkartoffeln würden vermutlich auch den Mais hochklettern? Man bräuchte halt was, dass den Boden schnell zu macht, unten bleibt und irgendeinen Ertrag bringt.
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Re: Bio für 9 Miliarden Menschen

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Okt 17, 2012 11:58

Wir hatten zuerst den Mais gesäht, dann zwei Wochen später die Bohnen und Kürbisse. Das führte dann noch zu dem Problem dass die Kürbisse erst ca. 4 Wochen nach dem Mais und Bohnen erntereif waren, so sie denn nicht vom Unkraut überwuchert wurden. Ja, die Hügel wurden wegen der Drainage angelegt. Wir haben hier 3.300 mm Regen im Jahr und es war ja ursprünglich eine Permakultur geplant. Die Folgepflanzungen sollten dann immer im laufenden Betrieb in den Zwischenräumen zwischen den Clustern gesäht werden.

Wir bereiten gerade eine größere Maispflanzung vor, und zwar zur besten Saison, Aussaat Anfang Dezember, Ernte Ende März. Das werden 4-5 Hektar. Zunächst soll per gemieteten Traktor gepflügt und gegrubbert werden, dann etwa 2 Wochen später das frisch gekeimte Unkraut mit Glyphosat spritzen und danach säen. Eine Woche später Nachsaat. Das sollten dann ca. 90.000 Pflanzen pro Hektar werden.

Die Reihenabstände werden groß genug für den Wasserbüffel. Möglicherweise müssen wir GVO nehmen weil es hier offenbar kein normales F1 Saatgut mehr gibt und die open pollinated Sorten viel zu geringe Erträge haben, max. 5 t/ha. Damit hätten wir zumindest keinen Streß mehr mit dem Unkraut und das Saatgut ist auch noch tolerant gegen Stemborer (sowas ähnliches wie Maiszünsler). Laut Auskunft des örtlichen Argerbeamten sollten, wenn alles richtig gemacht wird, um die 10 t/ha dabei rauskommen.
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