Ob es was nutzt
Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 11:45
Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.
Albert Einstein
Ulikum hat geschrieben:Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.
Jochens Bruder hat geschrieben:Tja, und für morgen haben Masipag und Greenpeace zu einer Demo vor der Versuchsfarm aufgerufen. Das werde ich mir anschauen. Ich gehe jede Wette ein dass da kein einziger Kleinbauer mit dabei ist sondern aus Manila angereiste Berufsbetroffene. So ähnlich wie in Deutschland. Als das Projekt geplant wurde gab es überall im Ort entsprechende Bekanntmachungen und jeder Bürger der etwas dagegen hat konnte Einspruch einlegen. Hat aber keiner gemacht. Die Leute sind vielmehr stolz darauf dass die Versuchsfarm in ihrem Ort realisiert wurde.
flower-bauer hat geschrieben:Vorausgesetzt du hättest Recht und wir reduzieren die Betriebe in Mexiko alle pauschal auf Selbstversorgungsgröße ... (was natürlich an der Realität vorbei geht). Dann liegt das doch nicht daran, dass sie mit der dargestellten Wirtschaftsweise nicht über den Selbstversorgungsgrad hinaus produzieren könnten, sondern daran, dass es aufgrund der importbedingt künstlich niedrigigen Erzeugerpreise für die Betriebe wirtschaftlich gar nicht mehr möglich ist, überhaupt noch auf den sprichwörtlichen grünen Zweig zu kommen, um zum Beispiel die erforderlichen Produktionsmittel anzuschaffen.
Jupp1303 hat geschrieben:Ein sehr netter Landtref-Leser hat bei http://www.lindt-shop.de eingekauft und das Ganze mir zugesendet. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn in meinem Mund ein gutes Stück LINDT Schokolade schmilzt, wer denkt dann noch an BIO ? Mein Gebiß ist ja nunmal kein Backenbrecher für ausgetrocknete Vollkornkekse, Steine aus Kandiszucker oder Trockenobstgummi. Nein, wer will schon BIO. Ich will was geniessen am Abend nach der Arbeit. Nein ich will auch nicht in BIO Nadelholz Möbel leben, wo die Schranktür nur hält, wenn man einen Bierdeckel reinklemmt und man gefühlte 100 kg ziehen muss bis ne Schublade aufgeht, da schaue ich grad mal bei Hülsta vorbei, und überlege ne Stube neu einzurichten. Das Zeug sieht ja nach 50 Jahren noch toll aus. Nein BIO ist nichts für Leistungsträger, dass ist was für Leute mit schlechtem Gewissen und ungesunder Lebenseinstellung. .... ach ... und meinen regenwürmer ist ne ordentliche Dusche aus Gülle 5x lieber, als 10 Frauen die ihnen bei Vollmond auf dem Kopf rumtanzen !

forenkobold hat geschrieben:aber heute schafft es ein seniler Jean Ziegler, in ein und dem selben Interview sowaohl die Verspritung von hiesigem Getreide als auch den subventionierten Export nach Afrika anzuprangern..
Und keiner erkennt den Widerspruch.
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/art ... iegen.html
Ziegler: In Schwarzafrika sind nur 3,8 Prozent der Böden bewässert - ansonsten herrscht eine Regenlandwirtschaft wie vor 3000 Jahren. Es gibt keinen mineralischen Dünger, kaum Zugtiere, fast keine Traktoren, keine selektierten Samen. Die Produktivität in Niger, Benin oder Mali ist sehr niedrig - mit nur 600 bis 700 Kilo Getreide auf einen Hektar. In Baden-Württemberg liegt sie bei 10 000 Kilo - nicht, weil der deutsche Bauer so fleißig ist, sondern weil er alle Hilfsmittel hat.Kyoho hat geschrieben:
- Code: Alles auswählen
Ziegler: In Schwarzafrika sind nur 3,8 Prozent der Böden bewässert - ansonsten herrscht eine Regenlandwirtschaft wie vor 3000 Jahren. Es gibt keinen mineralischen Dünger, kaum Zugtiere, fast keine Traktoren, keine selektierten Samen. Die Produktivität in Niger, Benin oder Mali ist sehr niedrig - mit nur 600 bis 700 Kilo Getreide auf einen Hektar. In Baden-Württemberg liegt sie bei 10 000 Kilo - nicht, weil der deutsche Bauer so fleißig ist, sondern weil er alle Hilfsmittel hat.
Immerhin hat dieser Soziologieprofessor, im Gegensatz zu vielen anderen Grünschnäbel bereits erkannt, dass für eine funktionierende Landwirtschaft auch in der Dritten Welt Mineraldünger und sauberes Saatgut notwendig sind. Dass chemische Pflanzenschutzmittel ebenso dazugehören, sei nebenbei angemerkt.
Jupp1303 hat geschrieben:Die agrarische Rekultivierung der Sahelzone wird nicht gelingen, selbst wenn genügend Grundwasser für bewässerung da wäre, würden irgendwann die Böden wegen Versalzung zerstört werden. Das wäre das Ende der lebensgrundlagen.
Jupp1303 hat geschrieben:
Die Sahelzone hat ein Wasserproblem und damit jede Art der Landwirtschaft. Das Problem dort geht nur zu lösen, wenn Foxconn dort von Kindern Iphone´s montieren lässt und die westl. Welt ( die mit Wasserüberschuß ) im Gegenzug Nahrungsmittel liefert. Mit dem dann steigenden Wohlstand sinkt auch die reproduktionsrate.
Zurück zu Aktuelles und Allgemeines
Mitglieder: bauer hans, Bing [Bot], Fahrer412, Google [Bot], Google Adsense [Bot]