Hofglongge hat geschrieben:Kostendruck , steigende Produktionskosten , immer größere Einheiten sind Entwicklungen im Biobereich die genau das Gegenteil des eigentlichen Grundgedankens von biologischem Wirtschaften sind.
Hallo,
das seh ich nicht so,(war dabei als wir Bioland BaWü neu gegrundet haben vor vielen Jahren.Mit einem einzigen Mann in der Geschäftsstelle für Verwaltung und Beratung)
Der Grundgedanke war ja politisch; warum in überfüllte Märkte mit hohem Energie und Pestizidaufwand reinzuproduzieren und dem Nachbarn den Preis drücken, wenn man das auch anders machen kann.
Nur bei Demeter war das aber schon immer etwas anders. Und dann haben wir ja selbst nach Schutz durch die EU gerufen, weil "bio" ist ja alles gewesen.
So kam die EU Bioverordnung( ich war immer dagegen).Und jetzt wird halt im heute üblichen Masstab produziert.Viele Investoren betreiben Biolandwirtschaft weil es gut fürs Image ist.Und weil es Lohner gibt (wie bei uns in der Nähe) die von Saat bis Vermarktung alles übernehmen.Ich sitz mit dem Arbeiter eines dieser Lohner öfters zusammen. Die haben einen 400ha Biobetrieb wo sie alles und fast alle Kulturen machen, und der chef sucht neue Bauern um seine Grossmaschinen besser auslasten zu können.
Bei Bioland war der Grundgedanke nie dass das kleinbäuerlich bleiben muss; im Gegenteil das sollte Vorbild für alle sein.
Und man sieht : es geht
Gruss Christian

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet
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