Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 22:47

Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
148 Beiträge • Seite 9 von 10 • 1 ... 6, 7, 8, 9, 10
  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon Bodenseefarmer » Mo Jun 21, 2010 20:21

SHierling hat geschrieben:...und deren Bodenvergiftung mit Neobiota teuer bezahlen....


Wenn du schon so konsequent bist, dann hätte auch nie ein Mais, eine Kartoffel oder eine Luzerne oder eine GVO-Pflanze hier angebaut werden dürfen, auch die Hühner die ursprünglich aus Asien sind, hätte man mit samt ihren ganzen eingeschleppten Parasiten nie hier halten dürfen, geschweige denn irgendwelche PSM auf dem Acker ausbringen, von denen und ihren Abbauprodukten man nicht haargenau weiß was für langfristige Auswirkungen sie auf den Boden und sein Bodenleben haben.....
Zum Soja im speziellen:
Zu Adolf's Zeiten wurde im Oberrheingraben Soja mit geimpftem Saatgut angebaut, auf den selben Flächen hat man vor einigen Jahren Versuche gemacht, auch nach mehreren Jahren Sojaanbau ohne Impfung haben sich keine Knöllchen mehr gebildet... somit war klar, dass die Sojaspezifischen Knöllchenbakterien von damals endgültig weg waren....


Du mußt schon bei allen mit dem selben Maß messen....
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
Bodenseefarmer
 
Beiträge: 1769
Registriert: So Okt 28, 2007 19:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon SHierling » Mo Jun 21, 2010 20:31

*seufz*
Also, zu Deiner gefälligen Aufklärung: es geht nicht um die Sojabohne selber, die kann man genau wie Kartoffeln und Mais problemlos handeln, die breitet sich nicht von selber aus und macht auch keine Dominanzbestände. (Genau wie Hühner eben hier ohne den Menschen niemals überleben würden - Faunenverfälschung ausgeschossen) Es geht um die invasiven Bakterien, die Du freisetzen mußt, damit Dein Soja hier wächst. DIE kannst Du NIE wieder einsammeln, egal was Du tust. Und die bleiben wohl kaum auf den Flächen, auf die Dein "Adolf" sie mal gesetzt hat. Woher willst Du denn wissen, welchen Einfluß auf das Bodenleben die hatten, es sind ja bis herute erst 20% der Organismen überhaupt bekannt?! Sowas ist 100% Blindflug, nicht anders als das Freisetzen von GVO auch.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon H.B. » Mo Jun 21, 2010 20:41

Bodenseefarmer hat geschrieben:Grundsätzlich geht es ebenso darum lebensmittel zu erzeugen, im Ökologischen Landbau wird jedoch versucht, die Natur dazu zu bewegen möglichst viel selbst zu erledigen (z.B. Stickstoffbindung über Leuminosen aus der Luft statt durch viel Energie im Haber Bosch verfahren oder Freisetzung von in schwer löslichen Verbindungen festgelegtem Phosphat durch aktivierung des Bodenlebens etc.)

Du hast wieder den Begriff "Ökologischer Lanbau" für die Bios gepachtet. Humusanreicherung und die Natur möglichst viel selbst erledigen zu lassen, das Bodenleben zu fördern...(Standard) Wusste gar nicht, daß das die Bios überhaupt interessiert - du scheinst da echt eine Ausnahme zu sein :wink:

Opa hat hin und wieder moniert: Eine Kuh kann man einen Tag zum Narren halten, ein Stück Boden ein Jahr, und einen Menschen sein Leben lang....
Benutzeravatar
H.B.
 
Beiträge: 15806
Registriert: Sa Sep 23, 2006 20:54
Wohnort: BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon heinzi the chicken » Mo Jun 21, 2010 21:03

schimmel hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:
Sicherlich ist das nicht der optimale Weg, aber es kann sich durchaus rechnen :roll:

Das sich Bio RECHNET (zumindest kurzfristig), bezweifelt hier ja niemand. 8)



...genauso wie die PV - Krankheit, die rechnet sich auch für den Einzelnen, nur nicht für die Volkswirtschaft...

Reini


:D :D wieder ein Freiwilliger, der Atommüll aus der Asse haben will........... :lol: :lol: :lol:
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
Benutzeravatar
heinzi the chicken
 
Beiträge: 1033
Registriert: So Jan 10, 2010 12:27
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon heinzi the chicken » Mo Jun 21, 2010 21:16

Hoschscheck hat geschrieben:Schlimm ist nur wenn Bios anfangen sich auf Kosten von einer vermeindlich besseren Produktion/Produkten von Konvis abzusetzen.
Das kommt einer Lüge gleich.

Hoschscheck


Der Begriff Qualität leitet sich aus dem lateinischen Begriff Qualitas ab, was übersetzt "Eigenschaft" heisst. Das bedeutet, dass ein Produkt, wenn es eine bestimmte Eigenschaft für den Konsumenten hat von "Qualität" ist.
Wenn ich mir eine Kartoffel nehme und sie an meinem Hintern reibe, und der Kunde das wünscht, dann ist sie von "Qualität".
Das bedeutet, dass Qualität subjektiv ist, und total im Auge des Betrachters bzw Konsumenten liegt.
Fang doch mal an und suche selbst für dein Produkt Eigenschaften, die der Kunde haben will! Und beschwer dich nicht, dass das bei euren Produkten auf der Strecke bleibt!
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
Benutzeravatar
heinzi the chicken
 
Beiträge: 1033
Registriert: So Jan 10, 2010 12:27
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon heinzi the chicken » Mo Jun 21, 2010 21:18

SHierling hat geschrieben:
..ist das verwerflicher als die gleiche Menge konventionell ?

Das hab ich nicht behauptet. Was ist schlecht an dem Beispiel? Schließlich sind die Biobetriebe im Schnitt größer als die konventionellen! Die "Hetze" findet doch genau andersherum statt: Vielleicht liest Du Dir die Aussagen von Leuten wie Heinzi nochmal durch - der beschreibt doch sehr schön, wie sich die Leute "Bio" vorstellen: bei 400 Kühen hält er eine Kontrolle schon für "unmöglich" und unterstellt den normalen Bauern illegale und kriminelle Handlungen.


Wo habe ich das geschrieben? Ich hatt auch mal 150 Tiere ..........
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
Benutzeravatar
heinzi the chicken
 
Beiträge: 1033
Registriert: So Jan 10, 2010 12:27
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon heinzi the chicken » Mo Jun 21, 2010 21:25

SHierling hat geschrieben:Siehe oben, Heinzi hats doch schön beschrieben ... die "sterben einfach so weg"


Leider sind die Ausfallzahlen auch bei Konv. hoch......( ich habe ja nicht gesagt, dass nur Biohühner einfach wegsterben)......
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
Benutzeravatar
heinzi the chicken
 
Beiträge: 1033
Registriert: So Jan 10, 2010 12:27
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Jun 21, 2010 21:44

heinzi the chicken hat geschrieben:Der Begriff Qualität leitet sich aus dem lateinischen Begriff Qualitas ab, was übersetzt "Eigenschaft" heisst. Das bedeutet, dass ein Produkt, wenn es eine bestimmte Eigenschaft für den Konsumenten hat von "Qualität" ist.


Der Preis ist auch eine Eigenschaft und so betrachtet bedeutet billig=Qualität...
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
Benutzeravatar
meyenburg1975
 
Beiträge: 12878
Registriert: Mi Jun 18, 2008 15:47
Wohnort: Ostfriesland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon Bodenseefarmer » Mo Jun 21, 2010 21:48

Du hast wieder den Begriff "Ökologischer Lanbau" für die Bios gepachtet. Humusanreicherung und die Natur möglichst viel selbst erledigen zu lassen, das Bodenleben zu fördern...(Standard) Wusste gar nicht, daß das die Bios überhaupt interessiert - du scheinst da echt eine Ausnahme zu sein :wink: [/quote]

Die EU nennt's nun msl ökologischen Landbau, ursprünglich hieß es organisch biologischer Landbau und für die Sektenanhänger "Biodynamisch" (Demeter) :mrgreen:

Tja die gute fachliche praxis gilt halt nun mal für jeden :wink:

Mich wundert's eh, dass du noch nicht umstellst, Fläche hast ja nun genug und deine Molkerei zahlt auch ganz gut für Biomilch... mal schnell 30% mehr Milchgeld, ohne am Stall anbauen zu müssen, und im Kopf hast's auch, damit die Erträge stimmen, deine Milchleistung müsstest eigentlich problemlos halten können.... :wink:
H.B. hat geschrieben:Opa hat hin und wieder moniert: Eine Kuh kann man einen Tag zum Narren halten, ein Stück Boden ein Jahr, und einen Menschen sein Leben lang....

Wo er recht hat hat er recht
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
Bodenseefarmer
 
Beiträge: 1769
Registriert: So Okt 28, 2007 19:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon euro » Mo Jun 21, 2010 21:55

meyenburg1975 hat geschrieben:Der Preis ist auch eine Eigenschaft und so betrachtet bedeutet billig=Qualität...


Stimmt, ist die Sichtweise der Herrn "Von Lengerken" ihres Zeichens Professoren des Institutes für Tierzucht und Tierhaltung mit Tierklinik
Adam-Kuckhoff-Str. 35 06108 Halle (S.)
Die beiden (Brüder) haben mal hier über Qualität, im Sinne ihres verblichenen Staats, referiert.
DDR-Qualität und in einen gewissen Sinne auch heutige Industriequalität bedeutet -> ein uniformes Produkt ohne wesentliche Abweichungen, billig herzustellen, in standarisierter Form exportierbar und für jeden Verarbeiter gleich.

Mit solchem Koma-Gedöns wollte ich nix zu tun haben und hab die Genossenschaft verlassen.
euro
 
Beiträge: 7434
Registriert: Di Okt 24, 2006 9:15
Wohnort: europe
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon visus » Mo Jun 21, 2010 23:47

Dass etliche Bios kräftig überziehen um ihre Produkte an Frau/Mann zu bringen sehe ich auch, aber wen wunderts, unsere Gesellschaft wandelt in Teilen doch ohnehin Richtung Mittelalter (und wird von Foodwatch, NABU etc. dabei eskortiert), aber es gibt doch viele Bios die mit guten Kenntnisse wirklich respektable Ergebnisse vorweisen können, ich gönne es ihnen und habe Achtung davor (schnell mal mit Roundup zu kommen is ja nich). Und dass unsere Ressourcen darunter mehr leiden als bei konventionellen brauch keiner versuchen mir zu erläutern.
Und beim moralischen Konter gegen Bio sollte man aufpassen sich nicht selbst der Scheinheiligkeit auszuliefern: Wo bleibt denn der Aufschrei der konventionellen Bauern gegenüber Produkten wie dem Antiblähbauchjoghurt Activia ? Wird da nicht mit zweifelhafteren Methoden als bei Bio versucht sich vom Rest abzusetzen? Da lässt doch die magersüchtige Junglehrerin nicht nur den normalen sondern gleich auch noch den Biojoghurt im Regal stehen. Das ist sattes Marketing – moralisch vielleicht fragwürdig, aber mit dem Erfolg einer erhöhten Wertschöpfung. Wenn Bio an die Wand geredet oder gewirtschaftet wird kommt halt verstärkt „functional food“ oder sonst was, die Bauern werden da sicher nicht davon profitieren. Die geringe Wertschöpfung für Bauern ist doch ohnehin ein Problem, wenn Bio mithilft dem etwas entgegenzutreten ist es doch ok. Wenn Bio hilft, dass Verbraucher und Landwirte sich, wenigstens in Teilen, etwas näher kommen ist es doch auch ok, man brauch sich doch nicht komplett zu verbiegen und alle Klischees befriedigen (wie das auch mancher konventioneller Direktvermarkter mit Streichelzoo vorne macht).
Was haben unsere „einheimischen“ Kulturpflanzen noch mit den Ursprungsformen zu tun – dank klassicher Züchtung. Was sollte man gegen Sojaanbau bei uns haben ? Gibt es Schwierigkeiten mit den Knöllchenbakterien wenn man das Saatgut impft, hat es in den letzten Jahrzehnten Probleme damit in Nord.- und Südamerika gegeben? Gibt es ähnliche lange Erfahrungen mit GVO? Auch wenn ich in den GVO kein großes Risiko sehe, befürworte ich dennoch deren Anbau bei uns nicht : 1. weil bei uns nicht nötig, 2. weil bei uns gesellschaftlich nicht akzeptiert und man sich daher ein Herausstellungsmerkmal nimmt (gilt auch für die konventionellen!), 3. weil ich es rechtlich sehr bedenklich finde wenn ein Imker seinen Honig dann nicht mehr als Bio verklopfen kann und man damit eine andere Vermarktungsschiene gefährdet.
Lebensmittelqualität/-sicherheit: solange die Bauern sich gegenseitig mit Vorwürfen konfrontieren brauch man sich doch nicht wundern wenn der Verbraucher irritiert ist, schließlich horcht der in Bezug auf Essen ohnehin nur dann auf wenn es um Angst und Schrecken geht. Die rechtlichen Kriterien in Bezug auf wirkliche Risiken sind für Bio oder Konv sind doch gleich, egal ob Salmonellen, Mykotoxine,....und wenn etwas schief geht ist der Produzent haftbar - falls noch nicht bekannt. Und dieses Risiko kann schön bis in die Primärproduktion durchgereicht werden.
Was mir beim zuschauen weh tut: Im Streben nach dem Optimum will der Bauer immer zu den besten 25 % gehören um zu überleben- is ja ok so. Der Handel kennt bis auf die Stelle hinter dem Komma die Produktionskosten je Einheit in Cent und würgt so einem Teil der Betriebe stetig das Wasser ab, hierzu brauch es nicht mal Preisabsprachen – das geht auch stillschweigend, es entstehen größere Produktionseinheiten die die Logistik für die Industrie vereinfachen und die Produktion verbilligen. Es geht fortwährend so und wer sich heute im oberen Viertel befindet und wem man einredet er könnte wegen seiner fantatischen Fähigkeiten sogar dem Weltmarkt trotzen findet sich morgen im unteren Bereich wieder wenn er nicht weiter Gas gibt. Herrliches Opfer sind Familienbetriebe, die auch mal vorübergehend mit geringster Liquidität auskommen und die austauschbare Erzeugnisse herstellen welche bei uns im Überfluß vorhanden sind.
So gesehen ist mir jede Nische recht so lange sie Chancen bietet .
Genug geschrieben, wünsche eine gute Prüfung im Abi!
visus
 
Beiträge: 63
Registriert: Mi Jul 29, 2009 10:55
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon wäldervieh » Di Jun 22, 2010 5:56

wäldervieh hat geschrieben:
schimmel hat geschrieben:Genau Brigitta, warum wird eigentlich den Ländern nicht auch vorgehalten, sie würden 1000% über dem Selbstversorgungsgrad produzieren...ist doch immer wieder ein gern genommenes Argument der Gutmenschen - Szene...

Reini

P.S. : Neuseeland denkt stark über Stallhaltungssyteme nach - aus Umweltschutzgründen...merkt ihr was?

Hä ?ich merk nichts !Warum soll das umweltfreundlicher sei ? Dieselkraftstoff pro erzeugten Liter Milch wird jedenfalls mit Stallhaltung mehr verbraucht als wenn sich die Kuh das Futter selbst auf der Weide holt .
Oder wollen die mit der Scheisse gleich noch Biogasanlagen betreiben ?

Ich merk immer noch nichts :!:
wäldervieh
 
Beiträge: 1208
Registriert: So Mär 29, 2009 21:12
Wohnort: heiss ists hier
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon H.B. » Di Jun 22, 2010 8:26

Bodenseefarmer hat geschrieben:Mich wundert's eh, dass du noch nicht umstellst, Fläche hast ja nun genug und deine Molkerei zahlt auch ganz gut für Biomilch... mal schnell 30% mehr Milchgeld, ohne am Stall anbauen zu müssen, und im Kopf hast's auch, damit die Erträge stimmen, deine Milchleistung müsstest eigentlich problemlos halten können.

Stimmt, nur ich bin nicht käuflich. Ich mach, was ich für richtig halte. Der ehrliche Weg hat sich in Vergangenheit ausgezahlt, und wird sich auch in Zukunft. Wenn ich durch Bio-Auflagen irgendwo eine Qualitätsverbesserung sehen könnte und auch die höchstleistenden Tiere ihren Bedürfnissen gerecht halten könnte, gäbs einen Rechtfertigungsgrund.

Daß ich als "Deckbetrieb" die Leistung im großen und Ganzen halten könnte ist mir bewusst, aber ich will auch den besten Kühen eine optmale Versorgung zukommen lassen. Jede zweite Kuh die kalbt, überschreitet die 50kg-Marke, jede 20te die 60 kg-Marke. Wie sollte ich diesen Kühen "Artgerechte Tierhaltung" und zeitgleich dem Verbraucher "Bio" bieten?
Benutzeravatar
H.B.
 
Beiträge: 15806
Registriert: Sa Sep 23, 2006 20:54
Wohnort: BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon SHierling » Di Jun 22, 2010 9:51

Wo bleibt denn der Aufschrei der konventionellen Bauern gegenüber Produkten wie dem Antiblähbauchjoghurt Activia ?

Wenn Du hier im Forum irgendeine Ecke findest, in der noch nicht darauf hingewiesen wurde, das man kein Essen mit Bakterien aus anderer Leute Scheiße essen soll, dann schick mal den link.

Mal davon abgesehen hat das mit Bio oder nicht nichts zu tun, die Stämme, die in solchen Joghurts drin sind, sind im Zuge der Medikamentenforschung (Krebsforschung) in Frankreich isoliert und gezüchtet worden und nicht in irgendeiner Molkerei. Und der ANteil Kunden, die Activia & Co kaufen, kauft *suprise* auch einen hohen Anteil Bioprodukte. Die halten das beides für "gesund" und es ist ihnen bei beiden egal, auf wessen Kosten es hergestellt wird.

Was die Neobiota angeht, solltest Du ggf noch mal nachlesen: es hat keiner was gegen Kartoffen und Mais, und es halt auch niemand gesagt, daß in Nord- oder Südamerika die selben Bedingungen herrschen wie in Europa, mit DEM Vergleich kann man die Natur ja gleich den Bach runtergehen lassen - wer so naiv ist sollte sich von Land und Boden doch bitte ferne halten :shock:

Es ist aber auch egal, wie lange wir das Diskutieren - Fakt ist, daß das Bio-Marketing darauf aufgebaut ist, den Leuten zu suggerieren, sie bekämen bei diesen Produkten "etwas besseres", und das ist schlicht und ergreifend falsch (und außerdem hart an der Grenze zu unlauterem Wettbewerb)

Wo wir grade beim Joghurt sind:
Irrtümlich wird Bio-Joghurt manchmal mit Natur-Joghurt gleichgesetzt. Es gibt aber sowohl Natur-Joghurt (also Joghurt aus reiner Milch ohne Fruchtzusätze) als auch Fruchtjoghurt in konventioneller und - eben besserer - Bio-Qualität.
(Naturkost Aktiv)

@Kerrrin: Viel Glück morgen - 10 Minuten Präsentation - und wie lange dauert dann die Prüfung dazu?
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bioprodukte als Chance für deutsche Bauern - Präsentation

Beitragvon hans g » Di Jun 22, 2010 10:50

SHierling hat geschrieben:
Es ist aber auch egal, wie lange wir das Diskutieren - Fakt ist, daß das Bio-Marketing darauf aufgebaut ist, den Leuten zu suggerieren, sie bekämen bei diesen Produkten "etwas besseres", und das ist schlicht und ergreifend falsch (und außerdem hart an der Grenze zu unlauterem Wettbewerb)


VOLLKOMMEN egal---BIO marketing zielt darauf ab,dass die,die sich angesprochen fühlen,ALLES materielle haben,was in ihrer vorstellungskraft liegt und nun nach dem weg suchen,ihr leben GESUND zu verlängern,obwohl sie komischerweise andere lebensumstände NICHT infrage stellen---seltsam sind die menschen :mrgreen:
hans g
 
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
148 Beiträge • Seite 9 von 10 • 1 ... 6, 7, 8, 9, 10

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], freddy55, Google [Bot], Google Adsense [Bot], MikeW

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki