Bioprodukte haben nicht nur einen simplen Gebrauchswert für Konsumenten. Dahinter steht oft eine bestimmte Wertewelt, ein moralisches Bewusstsein und/oder die Illusion, den Zauber des vorindustriellen Lebens zu kaufen und/oder einfach etwas für Körper und Gesundheit zu tun. Fehlt der Glaube an diese (Vertrauens)Eigenschaften, entfällt der empfundene Mehrwert und lediglich der preisliche Nachteil wird wahrgenommen.
Interessant ist auch sowas:
Der Bio-Konsum wird bis heute im Wesentlichen von einer relativ kleinen Kerngruppe der
Intensivkäufer getragen. Dies trifft nicht nur für den deutschen Markt, sondern für viele
Länder mit relativ entwickeltem Bio-Segment zu (Richter 2005; Geen/Firth 2006). Je nach
Abgrenzungskriterium wird die Größe dieses Segments für Deutschland unterschiedlich
angesetzt – zwischen 3 % und 10 % der Bevölkerung.
http://tinyurl.com/28x3dl5Eine
Auswertung der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) aus dem Jahr 2004 zeigt z. B.,
dass 36 % des Umsatzes mit Bio-Lebensmitteln in den Bundesländern Bayern und Baden-
Württemberg erzielt werden – bei einem Bevölkerungsanteil von rund 27 %
Was ich noch bezeichnen fand, war eine STudie, nach der Bio-Kunden zwar Abitur und STudium haben, aber zu über 90% in der Stadt wohnen, und KEINERLEI Bezug zu Landwirtschaft, Tierhaltung oder sonst irgendwelche Kenntnisse haben, also ganz überwiegend völlig Fachfremde und Ahnungslose sind.

