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Brauchen wir noch eine CMA ?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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126 Beiträge • Seite 2 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 9

Brauchen wir noch eine CMA ?

ja, ohne Einschränkung
13
18%
ja, aber nur für das Exportmarketing
7
10%
nein, brauchen wir nicht
52
72%
 
Abstimmungen insgesamt : 72

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Beitragvon Feli-X-Berlin » Di Jun 19, 2007 14:35

Hallo Herr Steinert,

Nach dem bekannten Motto: der Köder muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken.

Nur sehe ich als "Fisch" gar keinen Köder. Sorry .... mir ist keine Werbung in Errinnerung.

Gruß Mario

PS: Seit gut 2 Jahren nehme ich an 3 - 4 Laufveranstaltungen im Jahr teil. Berliner Firmenlauf, 5 x 5 km Staffel, 10 km Silvesterlauf etc. Da sehe ich (fast) immer nur Bier und Mineralwasser Werbung. Wäre dochmal was, dort einen netten Stand mit Milch/Milcherzeugnissen aus dt. Lande und von unseren Landwirten zu sehen ... und zu schmecken. ;)
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Beitragvon Feli-X-Berlin » Di Jun 19, 2007 14:54

jaaaa ....

.... Wasser macht dünn - Milch macht fett?

Ist doch sauber gelöst diese Marketing-Aufgabe von der "Wasser-Industrie" Oder? Zumindest besser als die der "Milch-Seite" :roll:

Ich kenn mich zwar super im Vertrieb von IT Produkten aus ... aber leider nicht bei Agrar-Produkten. Aber so einiges wüsste ich schon das man anders, plakativer und sicher auch besser machen könnte/sollte.

Will mich hier aber nicht als Klugs***** betätigen. Findes es nur sehr schade das bei mir als Verbraucher keiner Agrar-Produkt-Werbung ankommt. Was nicht is ... kann ja noch werden.

Mario
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Beitragvon SHierling » Di Jun 19, 2007 15:43

[/quote]Ich kenn mich zwar super im Vertrieb von IT Produkten aus ... aber leider nicht bei Agrar-Produkten. Aber so einiges wüsste ich schon das man anders, plakativer und sicher auch besser machen könnte/sollte.

Will mich hier aber nicht als Klugs***** betätigen. Findes es nur sehr schade das bei mir als Verbraucher keiner Agrar-Produkt-Werbung ankommt. Was nicht is ... kann ja noch werden. [/quote]
Das Problem im Vergleich zur IT-Branche ist, das man bei Lebensmittel einen nicht nur gesättigten, sondern sogar schon übersättigten Markt hat (etwa so, als hätte jede Familie in Deutschland schon 4 PCs und jeder würde über den Elektrosmog (=die Fettleibigkeit) klagen.
Dazu kannst Du werben, soviel Du willst, eine AbsatzSTEIGERUNG ist immer nur auf Kosten eines Absatzeinbruches bei einem alternativen Produkt möglich. Wirbst Du für Butter, bauen die Margarinehersteller ab, und wirbst Du für Apfelsaft, jaulen die Milchbauern rum. Du ißt nur Kartoffeln ODER Brot, und trinkst nur Bier ODER Wein, ein Plus bei dem einen macht IMMER ein Minus beim anderen Produkt, ganz einfach, weil niemand noch mehr essen und trinken kann als er eh schon tut. Ausgerechnet da, wo alles wächst, ist "Wachstum" im Sinne von Mehrverkauf nicht möglich.
Die einzige Chance, die man als Lebensmittel-Marketingler hat, sind also diese Verschiebungen (was dazu führt, daß immer die ein oder andere Gruppe der Produzenten unzufrieden ist) - dafür hat man andererseits die Garantie, daß die Leute auch nie NICHTS essen und trinken werden ;-)

Bleibt nur "aus deutschen Landen", um die Importe so gering wir möglich zu halten, und danach geht eigentlich nur "umschichten", z.B. von Fett auf Mager, von Fleisch auf Ei, von konventionell auf Bio, und wer weiß, was danach kommt, dann sollen wir vermutlich alle widernatürliches Rapsöl mit "Omega3" saufen, weil das hier so gut wächst nachdem die Bitterstoffe wegmanipuliert wurden. Fallen ja auch genug Leute drauf rein.

Ich hoffe ja, daß bald mal wieder fettes Fleisch dran ist - aber da werd ich wohl auch noch eine Weile warten müssen, wenn ich mir die Eltern von heute und die fettwanstigen Kinder dazu so anseh...

Grüße
Brigitta
Zuletzt geändert von SHierling am Di Jun 19, 2007 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon SHierling » Di Jun 19, 2007 16:00

Wieso bewertest Du denn einen Mini-Marktanteil als "gut"?

Gesunde Produkte (oder das, was ich jetzt mal annehme das Du dafür hältst) sind nun mal nicht bei mehr als 10% der Leute "in", und letzten Endes geht es um ABSATZ.

Wenn 90% aller Verbraucher nach wie vor Convenience KAUFEN, dann kannst Du in einer Marktwirtschaft nicht einfach sagen, der Erzeuger, oder gar der Marketingler hätte da irgendeine erzieherische Aufgabe zu erledigen, sowas geht im Sozialismus, da konnte die Regierung die Plakate mit "Nimm ein Ei mehr!" drucken - aber bei UNS doch nicht. ;-)

Verkauft ist verkauft, und ob die Möhre dann im Veganer-Nachwuchs landet, oder bei Maggi in der Tüte landet oder beim Karnickel im Stall, ist in der Marktwirtschaft PER SE egal. Jeder, der sich danach nicht richtet, geht kaputt, und zum Erziehen des Volkes haben wir Lehrer und Schulen mit Lehrküchen, dazu ist NICHT die CMA da!

(und selbst wenn - wäre das ganze immer noch eine doofe Idee,
denn auch von gesundem Essen paßt nicht ja MEHR! in Deinen Bauch, das kostet nur mehr Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie)
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Beitragvon gerd gerdsen » Mi Jun 20, 2007 9:33

brigitta hätte gut marketingexpertin in der DDR werden können: auto ist auto und hose ist hose, wenn jeder eines/eine hat ist der bedarf gedeckt, und gibts nur trabis is man auch damit zufrieden .
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Beitragvon gerd gerdsen » Mi Jun 20, 2007 10:09

ich wohne in der nähe von flensburg, dort hat die fa. motorola ein handywerk, mal mußten sie ein paar tausend leute entlassen, weil motorola nicht mehr angesagt war, dann brachten sie das razzr (oder wie das heißt) und schon mußten sie wieder leute einstellen .
oder nehmen wir mal müllermilch, so bescheuert die werbung auch ist, aber die produkte sind ( im wahrsten sinne) in aller munde .
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Beitragvon Bauernbub » Mi Jun 20, 2007 11:04

Allerseits einen schönen guten Tag!

Sie haben alle so fleißig und so viele interessante Aspekte in die Diskussion gebracht - da wird es schwer, nichts zu vergessen. Deshalb versuche ich es mal der Reihe nach.

zu Herrn Marios Aussage, doch mal Milch bei Marathonläufen anzubieten: haben wir bereits ausprobiert, denn die Kombination ist reizvoll - Sport und Ernährung passen eigentlich gut zueinander (deshalb auch unser Engagement bei der Sportschau). Aber das - Milchprobierstände - hat nicht funktioniert, oder besser: Aufwand und was am Ende dabei rüberkommt stehen in keinem Verhältnis zueinander. Die Läufer erreichen sie damit nur am Rande. Das Publikum an der Strecke freut sich über einen kostenlosen Milchshake, nimmt aber (in Bezug auf Einstellungswandel) nicht viel mit nachhause. Kurz: bei der Veranstaltung selber bekommt man nur sehr wenig transportiert. Bleibt also noch der Weg über die Medien, die berichten - oder eben nicht, da ihnen natürlich vor allem an der Berichterstattung über den Lauf selber und weniger über das, was am Streckenrand passiert, gelegen ist. Zumal sie bei solchen Veranstaltungen immer nur von lokaler / regionaler Relevanz ausgehen können, also auch keine große Reichweiten erreichen. Nachdem wir das zwei Jahre hintereinander beim Bonn-Marathon ausprobiert haben und der Output eher dürftig war, haben wir gesagt, das Geld lieber in andere Aktionen zu stecken.

Zum Beispiel in Aktionen, wo direkte Absatzwirkung zustande kommt, wie etwa bei Kooperationen im Bereich Systemgastronomie - womit ich zu Herrn Reinis Anmerkung bezgl. Milchpreis bei McDonalds komme. Hier lässt sich tatsächlich - trotz weitgehend gesättigter Märkte - durchaus ein Mehr an Absatz erreichen. Doch wie gemeinhin bekannt sein dürfte, stand bei McD viele Jahre das Soft-Drink-Programm vorne. Es soll jetzt wirklich nicht überheblich klingen, aber es ist Fakt: erst nachdem die CMA mit Pilotprojekten in einigen ausgewählten McD-Filialen McD davon überzeugen konnten, dass Milch-Shakes gut auf die Zielgruppe passen und diese durchaus bereit sind zuzugreifen (also für McD Umsatz damit zu machen ist), hat McD in allen Filialen (den eigenen sowie bei den Franchisenehmern) Milch auf der Karte!
Gegenwärtig versuchen wir analog das Thema Milch in der Schule anzupacken. Wie vielleicht manchen bekannt ist, dümpelt Schulmilch seit Jahren immer vor sich hin. Klar, es ist politisch und gesellschaftlich gewollt, dass Schulkinder eine Milchmahlzeit zu sich nehmen. Aber der Teufel steckt in vielen Details - die da lauten: die politischen Schulmilchprogramme werden zurechtgestutzt, der Vertrieb an die Schulen - müssen ja kleinere Einheiten sein - durch die Molkereien ist nicht wirtschaftlich zu organisieren, und wenn gibt es da noch das Problem mit denjenigen, die an der Schule den Verkauf organisieren. Wird da nicht genug Kasse gemacht, schwindet das Interesse ziemlich bald, wird nicht nicht genug Menge umgesetzt, wird der Rest schlecht und lässt sich nicht mehr verkaufen etc. pp.
Um all diese Schwierigkeiten mal - da musste auch mal quergedacht werden, weil sich in der Vergangenheit die Diskussionen immer wieder um die selben Facetten gedreht haben aber nie weitergekommen sind - anders aufzugreifen, versuchen wir uns jetzt an einem, wie ich meine durchaus vielversprechendem Weg. Was wollen wir genau erreichen? Vielfach stehen an Schulen heutzutage schon Getränkeautomaten. Das möchten wir ausnutzen, damit dort auch Milchprodukte reinkommen. Daher haben sind wir gerade jetzt dabei, den Vending-Verband (das ist der, in dem sich die Aufsteller von Getränkeautomaten zusammengeschlossen haben) von dem Konzept zu überzeugen. Probeläufe in einigen Schulen zeigen: das Logistik- und Verderbnis-Problem lässt sich damit in den Griff bekommen; und entsprechende Milch-Shake-Produkte gibt es auch auf dem Markt, die zu dem Konzept passen.

Zu Mario: "bei mir als Verbraucher kommt keine Agrar-Produkt-Werbung an". Mag sein, dass Mario nicht zu den Kernzielgruppen gehört, auf die unsere Werbeaktivitäten abzielen. Aber auch hier wieder der Hinweis: wir tanzen auf mehreren Hochzeiten, da wir mit einem Instrument nicht alle Botschaft transportieren und nicht alle Mitbürger gleichermaßen erreichen können. Vieles, wohinter Aktivitäten der CMA stehen, verweist auch nicht unbedingt auf die CMA. Informationen, die wir z.B. über die Pressearbeit an Medien streuen, etwa zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln, was man leckeres daraus machen kann usw., wird von Medien aufgegriffen, ohne die CMA zu nennen. Das ist auch gut so - schließlich will jede Redaktion möglichst neutral informieren. Aber über 90% aller Medienredaktionen (unabhängig davon welche Mediengattung!) ist heilfroh, wenn sie gut aufbereitetes Material bekommt, um auch ihren Kunden (Leser, Zuhörer, Zuseher) in Dingen das alltäglichen Lebens mit gutem Rat zur Seite stehen zu können. Nur um einen Eindruck zu vermitteln: allein über die Pressearbeit der CMA konnten in 2006 3,6 Mrd. Kontakte erzielt werden (d.h. rein rechnerisch hat somit jeder Bundesbürger - vom Neugeborenen bis hin zu den Senioren - über 40 Mal Informationen, die auf die CMA zurückgehen, über die Medien erhalten). Dahinter stehen etwas mehr als 33.000 Medienbeiträge, die zu 80 % eindeutig positiv im Sinne der Absatzförderung waren, weil sie sachlich-informativ waren; richtig negativ bzw. tendenziös waren dagegen lediglich 5 %. Weil uns immer wichtig ist abzuwägen, welches Instrument am effizientesten Arbeit, erfassen wir auch den so genannten Anzeigenäquivalenzwert (aus Pressesicht nich unbedingt der Parameter, der am besten geeignet ist - aber zur Beurteilung der Effizienz in Ansätzen schon mal ganz gut): Mit den Beiträgen haben wir in 2006 einen Anzeigenäquivalent von bereinigt 85 Mio. Euro erzielt - heißt: hätten wir, was wir darüber kommuniziert haben, in Form von Werbung machen müssen, hätten wir 85 Mio. Euro nehmen müssen - oder anders ausgedrückt: wir haben mit der Pressearbeit alleine einen Gegenwert ind der Höhe erwirtschaft - und das mit einem Bruchteil an Kosten, die aus den Absatzfondsbeiträgen zu finanzieren waren, da wir dafür (Pressearbeit) nur einen Bruchteil ausgeben mussten (Relation ist ungefähr 1:150).

Thema gesättigte Märkte. Klöar, die CMA darf nicht dazu beitragen, dass Marktanteile eines Produktes auf Kosten eines anderen erhöht werden (z.B. mehr Butter auf Kosten von Margarine, in der Rapsöl ist). Aber darum kann es heutzutage auch nicht gehen. Lebensmittel sind leider als Produkte des täglichen Lebens - tschuldigung, das ist Wortschatz der Betriebs- und Volkswirtschaftler - inferiore Güter. Sie stecken in einer Banalitätsfalle - sie tragen nicht wie Autos oder Klamotten dazu bei, den Status des Einzelnen höher erscheinen zu lassen. Sie sind überall verfügbar und so (Ergebnis der hohen Leistung der Landwirtschaft, aber auch der internationalierten Warenströme) selbstverständlich. Weil selbstverständlich, fehlt ihnen die Wertschätzung. Und genau darum geht es uns: auf einem mehr oder weniger gesättigten Markt den Menschen zu vermitteln, dass Lebensmittel eben eine höhere Wertschätzung verdienen, weil Sorgfalt der Erzeuger dahinter steckt, weil sie einen Beitrag leisten zu körperlichem Wohlbefinden des Einzelnen, weil sie Genuss bieten, weil sie - allerdings leider nur in Nischenmärkten - auch dazu beitragen können, den Status des einzelne zu heben. Nur wenn es gelingt, mehr Wertschätzung zu erzeugen, besteht auch die Chance, eine höhere Wertschöpfung zu erzielen - und das muss meines Erachtens Ziel der Absatzförderung sein!!! Lebensmittel stehen heute weniger gegeneinander in Konkurrenz, sondern mehr in Konkurrenz zu anderen Konsummöglichkeiten - hier müssen wir anknüpfen und den Leuten deutlich machen, dass es doch nicht sein kann, dass z.B. Klingeltöne fürs Handy mehr Wertschätzung genießen als die Mittel zum Leben. Wertschätzung erhöhen ist daher ein zentrales Ziel der CMA.

Nichts desto trotz, es gilt auch im Interess der deutschen Erzeugnisse Marktverschiebungen zu verhindern - gerade im Hinblick auf Marktanteile, die sich Konkurrenzprodukte zu erarbeiten versuchen, die nicht aus deutscher Erzeugung stammen. Hier muss zum Beispiel - was auch geschieht - im Blick behalten werden, dass etwa Milchprodukte auf Sojabasis eine ernst zunehmende Konkurrenz für unsere klassischen Milchprodukte isnd. Und hier gilt es auch generell die Fahne der Milch hochzuhalten - im Übrigen ein Sachverhalt, der nicht nur einzelne Molkereien betrifft, sondern die ganze Branche, also sehr wohl eine Aufgabe ist, die besser bei einer Institution des Gemeinschaftsmarketings aufgehoben ist als bei einem einzelnen Markenunternehmen - vorausgesetzt es ist das Ziel, den Milchmarkt für deutsche Erzeuger zu erhalten!

Mit freundlichen Grüßen

Detlef Steinert
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Beitragvon Komatsu » Mi Jun 20, 2007 11:17

Ich hab gestern SojaMilch mit Vaniliegeschmack von Norma ausprobiert. Schmeckt wie Katzenklo fl. Wir haben den Mist dann im Klärwerklabor ins Testaquarium geschüttet und heute morgen schwamm der Fisch mit dem bauch nach oben.
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Beitragvon Feli-X-Berlin » Mi Jun 20, 2007 11:23

... war das Mischungsverhältniss ev. zu strong für den Fisch????? :lol:
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Beitragvon Bauernbub » Mi Jun 20, 2007 11:41

Thema Sojamilch - es ist leider eben nicht nur Geschmackssache, da spielen auch andere Aspekte eine Rolle, etwa das Argument Milchunverträglichkeit ... Sojamilch und Milchimitate muss man daher ernst nehmen und entsprechend unsere Milch positionieren - nicht nur, indem man Produkte mit demselben Nutzen (Lakstosefreie Milch) auf den Markt bringt, sondern auch die Nutzenargumente von Milch herausstellt. Und das nicht nur gegenüber den Konsumenten selbst, sondern etwa auch gegenüber den Leuten, die qua Beruf als besonders berufen gelten, um Rat in Ernährungsfragen zu geben - also z.B. Ärzten und Ernährungsberatern - auch ein Feld, auf dem die CMA sehr aktiv ist, festgefahrene Klischees gegenüber bestimmten Lebensmitteln (vor allem tierischer Herkunft!) aufzuarbeiten und auf der Basis gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse richtig zu stellen.

Noch ein Wort zu Soja und Milchimitate: 2003 hatten diese eine Käuferreichweite von 5,3 % aller deutschen Haushalte, 2006 bereits über 11 %. Und die abgesetzten Mengen sind inder Zeit von 20 Mio. Litern auf knapp unter 50 Mio. Litern angestiegen - zwar im Verhältnis zu Trinkmilch eine geringe Menge, aber steigend. Es ist also schon wichtig, hier gegenzusteuern.

Mfg

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Beitragvon Bauernbub » Mi Jun 20, 2007 11:57

Hallo Reini,

sie haben das Problem mit der Schulmilch sehr treffend dargestellt. Und genau deshalb wollen wir den Weg in puncto Schulmilch nun sogehen, die Milch per Automat bereits abgepackt anzubieten. Bei den Projektschulen hat das gut geklappt. Bin gespannt, ob wir die Automatenaufsteller (und dann natürlich auch die Hausmeister) überzeugen können.

Thema Kommunikationsproblem. Auch hier haben Sie den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Aber leider gibt es keinen Kommunikationsweg, über den sie am Ende alle Beitragszahler gleichermaßen erreichen. Ideal wäre es, jeden Beitragszahler direkt per Brief - meinetwegen alle halbe Jahre - anzuschreiben und ihm darzulegen, was alles gemacht wurde. Hat aber zwei Haken.
Haken 1: die Kosten - grob kalkuliert je Brief (Porto, Papier, Arbeitszeit für Erstellung der Inhalte) sicher nicht unter 150.000 Euro je Aussendung zu machen (immerhin wären potenziell 380.000 Landwirtschaftsbetriebe anzuschreiben)
Haken 2: vielleicht noch ein geringeres Problem - an die Anschriften der Betriebe zu kommen und zwar flächendeckend.
Haken 3: die Information müsste so umfänglich sein (schließlich müsste jeder seinem eigenen Erzeugungsschwerpunkt gemäß informiert werden - also was tun wir für Milch, was für Fleisch, was für Obst und Gemüse, was für Zuckerrübenbauern, was für Kartoffelanbauer, was für Biobetriebe etc. pp.), dass am Ende die Flut so groß sein wird, das die meisten resigniert die umfänglichen Infos zur Seite legen - Effekt gutgemeint, aber nicht angekommen.
Wir haben es ja über die unterschiedlichsten Schienen ja in den vergangenen Jahren versucht - manche wie die direkte Präsenz bei den Landwirten zu Vorträgen / Seminaren u.a. durchaus mit dem gewünschten Effekt Transparenz zu schaffen - , unsere Arbeit darzulegen (allerdings immer mit der Prämisse: die Information darüber, was wir tun, darf im Verhältnis zu dem was wir dafür aufwenden, um es zu tun, zu teuer werden ), etwa Blickpunkt Agrar, den sich jeder aus unsere HP herunterladen kann.

Kurz: das Ei des Kolumbus bezgl. Information haben wir noch nicht gefunden - und es wird dies auch nicht geben, weil die Ansprüche und die Gruppen, die es zu informieren gilt, zu unterschiedlich sind. Aber auch kleine Schritte - wie sich etwa hier der Diskussion zu stellen - können dazu beitragen, mehr Einblick zu schaffen.

Mfg

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Beitragvon gerd gerdsen » Mi Jun 20, 2007 12:35

eigentlich ja lobenswert das sich hier mal jemand von der cma selber zu wort meldet, aber wenn ich mir das abstimmungsergebnis oben anschaue, wird der gute sich wohl bald nach nem anderen job umsuchen müssen .
ich hab auch dagegen abgestimmt, in zukunft möchte ich selber bestimmen für was mein gutes geld ausgegeben wird . die cma ist doch in sachen geld ein einziger selbstbedienungsladen, sowas können und wollen wir uns nicht mehr leisten .
also bauernbub .... die lizenz zum geld drucken wird euch bald entzogen ... hoffentlich !
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Beitragvon Carsten » Mi Jun 20, 2007 13:47

Hallo,

naja, eine repräsentative Umfrage kann dies wohl nicht sein :roll: .
Es zeigt eher eine Tendenz.

Wie ich mal gehört habe scheint es auch ein großes Problem zu sein das der einbehaltene Absatzfond nicht von allen abgeführt wird, und teilweise in die eigenen Taschen der Händler wandert.
Gruß
Carsten
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Beitragvon SHierling » Mi Jun 20, 2007 15:01

Was mir bei den CMA-Kritikern noch fehlt, ist eine Alternative. Ich seh eigentlich auch keinen Mehrbedarf an Kommunikation - dazu schafft man sich schließlich eine Vertretung an, weil man selber die nötige Fachkunde nicht hat. Wenn ich mir einen Berater nehme, dann sag ich dem auch nicht, wie er mich zu beraten hat - und wenn ich mir eine Werbe"agentur" halte, dann gilt das selbe.

@Gerd: Solange Du Handys mit Milch vergleichst, hast das Problem am Lebensmittelmarkt einfach noch nicht kapiert, so leids mir tut. Selbst wenn Du extrem gut bist, kannst Du evtl jemand ein Zweithandy aufschwatzen, oder sogar ein Dritthandy in modischem schwarz für Telefonate auf Beerdigungen. Aber auch wenn Du Dich auf den Kopf stellst und die Nationalhymne singst wird der selbe Mensch keine 3 Liter Milch kaufen wenn er nur einen braucht - ganz einfach, weil ein Handy zuviel nicht anfängt zu stinken, wenn mans mal länger liegen läßt - ein überschüssiger Liter Milch aber schon.
Und wenn die Schulkinder mehr Milch trinken, werden eben die Rübenbauern weniger Zucker für die Cola los - es verkauft aber niemand ein Auto weniger, weil sich jemand anderes ein Handy mehr zulegt. Ihr vergleicht dauernd Äpfel mit Birnen, auch beim Charming. Für den Erzeuger ist es doch völlig Banane, ob er den Zellstoff an Charming, Tempo oder die Billig-Marken verkauft, die Diversifikation (und damit auch die unterschiedliche Gewinnspanne) liegt doch auf Verarbeiterseite! Oder glaubt jemand von euch im, ernst, Procter&Gamble kauft mehr oder teurere Rohstoffe für Charming? Was da an Umsatzplus ist, hat ein anderer eben weniger, egal ob man das Papier oder das Schwachholz dafür anguckt.

Grüße
Brigitta
Zuletzt geändert von SHierling am Mi Jun 20, 2007 17:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Manfred » Mi Jun 20, 2007 15:07

Ohne jetzt alles im Detail gelesen zu haben:

Die Frage kann doch nicht sein, ob die Arbeit der CMA irgendwie sinnvoll ist. (Das ist ja wohl das allerwenigste, was man für sei Geld erwarten kann.)

Die Fragen sind:
a) Kann das Geld nicht sinnvoller investiert werden?
b) Ist die Zwangsmitgliedschaft zu rechtfertigen?

Zu a): Wenn ich in den vorherigen Beiträgen lese, dass Geld verprasst wird, um männlichen Jugendlichen die Milch nahezubringen, dann kann ich diese Frage klar mit ja beantworten.
Was glaubt ihr, wie lange der Marketingchef von Sony seinen Job behält, wenn er das Budget für die Playstation-Werbung an die Zielgruppe über 70 jähriger Nicht-Computer-Nutzer richtet?
Evtl. werden aus den Jungs mal gutverdienende auf ihre Ernährung achtende Jungmänner, wie in der Generation vorher auch. An der CMA wird es aber nicht liegen.

Zu b): Nein, weil siehe a).

Grüße,
Manfred
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