Welfenprinz hat geschrieben:LUV hat geschrieben:Nicht Arbeitende sind nur in einem System, in dem Arbeit die Religion, die Identitätsstiftung darstellt ein Dorn im Auge der Anderen.
Du missverstehst mich.
Jede Gemeinschaft und Lebensform bringt ihre Normierungen hervor,denen der Einzelne sich mehr oder minder stark anpassen muss. Egal ob Jäger und Sammler oder Kloster.
Und es gibt auf grund der Bandbreite menschlicher Eigenschaften und Schicksale(ich spreche nicht von schuld) immer Individuen,die diese Anpassung nicht schaffen. A-sozial,gemeinschaftsunfähig.
Und hier kommt die spannendste Frage ins Spiel: Wären das 100% der jetzt "Ausgestoßen"? Oder wären evtl. einige der "anderen" Seite dabei? Wäre evtl. der eine Hartzer im Kloster der angesehene Gärtner, weil er die reelle Chance dazu bekommt? Während der jetzige Arbeiter der Ausgestoßene wäre, weil seine Intrigen bzw. das Geschmeichel im Kloster nix hilft? Wäre der eine Hartzer uU der perfekte Hirschjäger ( was ihm heute halt nix bringt), während der Deutschlehrer am Rande der Gesellschaft lebt, weil er nicht mal ein Feuer in Gang bringt (was heute ja auch keine Notwendigkeit ist).
Faire Chancenverteilung haben wir jedenfalls am deutschen Arbeitsmarkt schon lange nicht mehr. Und die Flüchtlinge ändern da auch nicht viel dran. Die bekommen nämlich genauso wenige Chancen.
Gruß
