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Brüssel und der Milchmarkt

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Beitragvon H.B. » Mo Feb 02, 2009 9:08

Wo hab ich was geschrieben, daß ich den BDM hasse? Es ist eher Mitleid.

Wenn zwei Verbände die milchpolitisch gesehen nur aus Fehlern bestehen, ist keine Verbesserung zu erwarten. Da gefallen mir die Gespräche zwischen UM und DBV wesentlich besser. Wenn der DBV auf Linie gebracht ist, können gerne Gespräche mit dem BDM aufgenommen werden - nur die Mitgliedschaft des BDM wird da das größte Problem sein, weil sie ja zum großen Teil - wie ich schon geschrieben habe - das BDM-Konzept bis heute nicht verstehen.
Auf eine Zusammenarbeit einigen kann man sich sowieso nicht im Netz. Wenn man sich gegenübersitzt und in die Augen sieht, ist vieles möglich was hier undenkbar ist. Am meisten erreicht man in kleinen Runden, so zB. auf Versammlungen, wo eine ganze Runde mit gespitzten Ohren zuhört. Schon mehrere tief mit dem BDM verwurzelte Bauern haben ohne viel Aufsehen am Tag darauf ihre Mitleidstafeln entfernt. Sie eignen sich sehr gut um "Flickarbeiten" bei Schalungen auszuführen, wurde mir mir gesagt.
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Beitragvon Mr.T. » Mo Feb 02, 2009 9:31

xyxy hat geschrieben:Mr.T, ich kann mich mit deiner Meinung durchaus anfreunden, aber
du wählst den mit Abstand schwierigsten Weg und du hast damit bald genau so viele Gegner wie HB :roll: Aber hast nicht Unrecht.

Aber wenn der schwierigste Weg funktioniert, wars am Ende der einfachste.
Der Bauernstand ist doch eh schon soweit zusammengeschrumpft, also wenig Wählerstimmen, daß die Regierung sich nicht groß darum schert.
Darum ist die Grundvoraussetzung daß die Verbände zusammenarbeiten, aber das geht aktuell weder mit BV, nóch mit BDM.
Eine Gewerkschaft kampft mit allen Mitteln für Verbesserungen der Arbeitnehmern, sowas brauchen wir auch.
der BDM beginnt zumindest mal langsam den Markt zu verstehen. Sein Problem, er müßte endlich seinen Hass gegenüber dem BV ablegen, aber das wär mit einer anderen Spitze machbar.
Das größere Prob. liegt beim BV, die ganzen Bürokratenheinis die dort beschäftigt sind, werden von Staatsgeldern finanziert. Sollte sich jetzt der BV mit dem BDM verbünden und aufmucken, wird denen der Geldhahn zugedreht. Somit haben die besagten Heinis Zukunftsängste. Sie werden somit lieber nach der Pfeiffe der EU oder D. tanzen und weiterhin Gelder einstreichen :evil:.
Darin sehe ich das größere Problem. Die BDM Probleme könnten in kürzester Zeit beseitigt werden. Beim BV, wäre eine Verhaltensänderung sehr viel schwieriger umzusetzen, aus dem besagten Grund.

HB wen sich alle, die dem BDM kündigen im Gegenzug dem BV oder UM anschließen gehts natürlich auch. Aber vorallem der BV braucht einen Arschtritt sonst macht der überhaupt nichts. Da wäre der BDM als Antreiber unverzichtbar.
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Beitragvon H.B. » Mo Feb 02, 2009 9:35

Der BDM wird bis zur Umbenennung politisch nieeeee mehr ernst genommen. Da nutzen keine Ausreden wie "Wir wussten doch nicht, daß wir den Bauern mit unseren Forderungen schaden".
Eine Interessenvertretung sollte über ihren Wirkbereich mindestens sogut wie die Allgemeinheit informiert sein.
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Beitragvon Mr.T. » Mo Feb 02, 2009 9:44

H.B. hat geschrieben:Der BDM wird bis zur Umbenennung politisch nieeeee mehr ernst genommen. Da nutzen keine Ausreden wie "Wir wussten doch nicht, daß wir den Bauern mit unseren Forderungen schaden".
Eine Interessenvertretung sollte über ihren Wirkbereich mindestens sogut wie die Allgemeinheit informiert sein.

UM erricht alleine Nichts, weil sie viel zu klein sind
Der BV erreicht alleine nichts, aus dem oben erklärten Grund
Der BDM erreicht alleine nichts, aus dem oben erklärten Grund.

Deshalb hab ich ja geschrieben, es geht NUR zusammen, oder man läßt es einfach. Dann sollte man aber die nutzlosen Verbände allesamt auflösen und die Gelder direkt an die Landwirte verteilen, dann bringen die Gelder wenigstens den Bauern was.
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Beitragvon Hessen-Sibirier » Mo Feb 02, 2009 14:59

War jetzt ein paar Tage nicht online und hab das erst jetzt mal alles quergelesen :shock:
Meiner Meinung sind die Verbände egal welcher color auch immer, dabei
gar nicht mal so entscheidend.
Die Voraussetzung für eine wie auch immer geartete Mengensteuerung ist doch, daß man das Instrument dafür in der Hand hat.
Und da ist der Riss quer durch alle Verbände genauso repräsentativ, wie
z.B. allein schon in den deutschen Bundesländern, von den EU-Mitgliedsstaaten gar nicht zu reden.
Hoscheck hat es genau treffend beschrieben.
Es wird 2010 und 12 nochmals helth-checks zur Zukunft der Quote geben.
Je nachdem, wie sich der Milchmarkt bis dahin entwickelt, sind da auch noch einige überraschende Entscheidungen möglich.
Und ob die Quote bis dahin "wertlos" sein wird, wage ich mal zu bezweifeln.
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Beitragvon Hoschscheck » Mo Feb 02, 2009 16:03

H.B. hat geschrieben:Mäxchen, der Lieferstop hätte genutzt werden können. Zudem wollte ich nicht zu denen gehören, die für das Scheitern des BDM verantwortlich sind. Ich hab das auch während des Lieferstops klar und deutlich formuliert und auch noch versucht, andere zum Mitmachen zu bewegen, allerdings ohne Druck.

Wir hätten vieles bewegen können, wären nicht DIESE leidigen Forderungen gestellt worden. Ich war immer der Hoffnung, auch der BDM kratzt noch die Kurve. Wochen zuvor hab ich noch mit dem Schaber in kleiner Runde diskutiert.


Das ist doch Mist.
Du hattest Angst vor möglichen Repressalien, das hattest du schon geschrieben.
Entweder hast du Arsch genug in der Hose oder nicht.
Lässt du deinen Nachwuchs auch besoffen Auto fahren nur weil die BDMler das so machen. Das sind doch nur Ausreden.
Als Troll bist du ja in eineigen LdwForen unterwegs und verbreitest dein Kleinzänkisches Gehabe die "dummen BDMler".
Meinst du so führt man einen Disput oder baut man so ÖSi-Brücken?
Und die Devise fressen oder gefressen werden immer laut vor sich hin zu brabbeln zeugt ja von einer enormen verbandspolitischen Verantwortung deinerseits.

Wovor hast du eigentlich Angst?
Niemand wird, deinen Aussagen nach, auf den BDM hören, lehne dich zurück und schmunzele über die Andersdenkenden.
(Du wirst uns ja doch alle fressen :wink: )

Die meisten politischen Mandatsträger haben den Grundgedanken einer Marktpflege längst verstanden.
Hinderlich für eine Umsetzung sind zu einem guten Teil die personellen Ränkespielchen in unseren beiden Verbänden. Hier ist die Verantwortung jedes Milcherzeugers bei anstehenden Wahlen im BDM, aber auch im DBV, sich Sach- und Personalzwängen nicht zu verschließen.
Wir treten in dem Bereich noch immer auf der Stelle.
Sorge mache ich mir um die augenblickliche Nähe des BDM zur ABL. Das ist ein No-Go für etliche Mandatsträger.
(obwohl aktuell auch schon einiges an grünem Gedankengut mit in die zukünftig "verbesserte Finanzaufsicht" geflossen ist).

Das Unternehmen Milch ist doch nur eine Tochter das DBV. Dem ganzen liegt doch kein einziger eigener Gedanke zu Grunde. Nur der eine, bei einer etwaigen Verschmelzung, aufzuzeigen wie viel Liebreiz bei den "guten" Milcherzeugern inne herrscht. Das ist nur Show.

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Beitragvon H.B. » Mo Feb 02, 2009 16:46

Mr.T. hat geschrieben: Dann sollte man aber die nutzlosen Verbände allesamt auflösen

Nutzlosen Verband gibt es keinen, aber leider einen schädlichen. Ich glaub aber nicht daß man den auflösen sollte. Unser Ziel sollte sein, den auf den richtigen Weg zu navigieren.

Hessen Sibierer, die Quote wird viel früher wertlos sein.
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Beitragvon Mr.T. » Mo Feb 02, 2009 17:20

H.B. hat geschrieben:[
Hessen Sibierer, die Quote wird viel früher wertlos sein.

Das denke ich auch, da ändert auch kein Health Check was drann.
Wie es jetzt aussieht ist die Quote in wenigen Jahren weg, der Health Check soll wohl die Milchviehhalter etwas beruhigen, mehr nicht. Aber ab April wird die Quote doppelt erhöht, da wär ja auch noch die geänderte Fettkorrektur, dann darf nochmal kräftig mehr geliefert werden. :roll:
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Beitragvon H.B. » Mo Feb 02, 2009 21:10

Wird aber sehr unwahrscheinlich der Fall sein. Nur im Moment kann wirklich niemand mehr eine sichere Prognose abgeben. Es kann die nächsten Monate noch viel passieren, und alles was übers Jahr hinausgeht ist ungewiss. Nur eins ist ziemlich sicher, der Durchschnittspreis im Jahr 2009 wird in Deutschland netto 25ct wahrscheinlich nicht überschreiten. Und das "Beste" ist, es gibt keine Lösung, außer Strukturwandel weltweit oder Nachfragesteigerung weltweit. Nur die Vermarktungsprofis können sich ein wenig absetzen - und da hat der BDM viel Porzellan zerschlagen. Die Exporterstattungen greifen nicht, denn sie decken nur die Hälfte der Differenz zum Weltmarkt - die Intervention könnte sich als Eigentor entpuppen.
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Beitragvon trucker450 » Mo Feb 23, 2009 21:05

unsere Regierung hat in manchen Teilen NULL Ahnung,
www.agribell.com

Der kostenlose Marktplatz für die Landwirtschaft in Internet
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Beitragvon LW.BW. » Mo Mär 23, 2009 20:39

Fischer Boel heute:

EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel nannte die Forderung nach einem Aufschub der Quotenerhöhung "eine Totgeburt". "Das löst das gegenwärtige Problem nicht", sagte sie. Die Milchproduktion bleibe im Jahr 2008/09 ohnehin um 4 bis 5 Prozent unter der Quote. Das gleiche werde für 2009/10 geschätzt. "Wir sollten diese rein politische Diskussion deshalb beenden und uns auf das wirkliche, wirtschaftliche Problem konzentrieren."


weiter sagte Sie:
"Ich weigere mich, zu akzeptieren, dass die Milchbranche so grundlegend anders sein soll als jeder andere Agrarsektor, dass ihm eine Sonderbehandlung gewährt werden müsste."


Die Forderungen von Ilse Aigner wurden mehr oder weniger zunichte gemacht. Wir sind dem Quotenaustieg wieder ein Stück näher. :roll:
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