Schweinehaltung: Kritik an Hormoneinsatz
Nach einer aktuellen Studie der Umweltschutzorganisation BUND, die dem NDR exklusiv vorliegt, setzen viele Sauenhalter in Deutschland Hormone ein, um die Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebe zu verbessern. Die Organisation warnt vor negativen Folgen für Tiere und Umwelt. Deshalb fordert der BUND ein Verbot von Hormonen, die zu nicht-medizinischen Zwecken eingesetzt werden.
Denn bei diesem Hormoneinsatz gehe es nicht darum, kranke Tiere zu behandeln, sondern nur darum, einen "Industrialisierungsprozess in der Tierhaltung mit Hormonen zu schmieren", sagt BUND-Landwirtschaftsexpertin Reinhild Benning. Der Studie zufolge werden Hormone auch eingesetzt, um die Leistung der Sauen zu steigern. Die Tiere sollten demnach mehr Eizellen entwickeln, die befruchtet werden können, um so mehr Ferkel zu gebären. Die Gesundheit der Sauen würde durch die hohe Ferkelzahl belastet, so Reinhild Benning vom BUND.
Die Organisation befürchtet außerdem, dass die verabreichten Hormone über die Ausscheidungen der Tiere in die Umwelt gelangen, und so Böden und Gewässer belasteten.
Morgen soll die "Studie" offiziell veröffentlicht werden

