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Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Falke » Sa Jan 25, 2020 15:09

@Paule1
Keine gleichlautenden Beiträge in unterschiedlichen Themen! post1731658.html#p1731658

Und gewöhne dir endlich an, Textteile, die nicht von dir sind, zu kennzeichnen!

z.B. so:
agrarheute hat geschrieben:Schärfere Düngeverordnung reicht der Europäischen Kommission nicht

Es kommt anscheinend noch dicker als befürchtet. Der Europäischen Kommission reichen die vorgesehenen Verschärfungen der Düngeverordnung nicht aus.


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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Paule1 » Di Jan 28, 2020 21:17

Schöner mist die EU Düngeverordnung

Pflanzen benötigen Nährstoffe in einem „ausgewogenen“ Verhältnis, damit sie optimal wachsen. Die verschärfte Düngeverordnung tritt die gute fachliche Praxis mit Füßen.


Quelle Agrarheute: https://www.agrarheute.com/pflanze/vers ... ist-564169

Es gibt nur eines, dran bleiben und wenn nötig in Brüssel Die Europäische Kommission mal über Wochenende blockieren, damit sie in ihrem schönen Brüssel bleiben dürfen :prost:
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon T5060 » Di Jan 28, 2020 23:27

Hoch interessant

https://www.susonline.de/news/managemen ... 64966.html
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Manfred » Mi Jan 29, 2020 13:27

"Bauernbund bringt Rückfallklausel für Düngenovelle in die Diskussion

…

Konkret möchte der 33jährige Landwirt einen letzten Paragraphen in den Gesetzestext eingefügt wissen, mit dem sich die Bundesregierung verpflichtet, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten ein flächendeckendes, repräsentatives, funktionierendes und unverfälschtes Meßstellennetz für landwirtschaftliche Nährstoffeinträge aufzubauen und auf Grundlage der Ergebnisse die Düngeverordnung innerhalb eines weiteren Jahres erneut zu novellieren.

…

Der Bauernbund weist seit 2016 darauf hin, dass die Meßergebnisse, auf deren Grundlage die EU-Kommission verständlicherweise eine Notwendigkeit zur Verschärfung des Düngerechts ableitet, willkürlich zusammengestellt wurden mit der erkennbaren Absicht, einen schlechten Zustand des Grundwassers unter landwirtschaftlichen Flächen vorzutäuschen."

http://www.bauernbund-brandenburg.de/in ... ovelle-vor
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » Mi Jan 29, 2020 21:19

Manfred hat geschrieben:
Konkret möchte der 33jährige Landwirt einen letzten Paragraphen in den Gesetzestext eingefügt wissen, mit dem sich die Bundesregierung verpflichtet, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten ein flächendeckendes, repräsentatives, funktionierendes und unverfälschtes Meßstellennetz für landwirtschaftliche Nährstoffeinträge aufzubauen und auf Grundlage der Ergebnisse die Düngeverordnung innerhalb eines weiteren Jahres erneut zu novellieren.

…

Der Bauernbund weist seit 2016 darauf hin, dass die Meßergebnisse, auf deren Grundlage die EU-Kommission verständlicherweise eine Notwendigkeit zur Verschärfung des Düngerechts ableitet, willkürlich zusammengestellt wurden mit der erkennbaren Absicht, einen schlechten Zustand des Grundwassers unter landwirtschaftlichen Flächen vorzutäuschen."

http://www.bauernbund-brandenburg.de/in ... ovelle-vor


Der Bauernbund weist auch darauf hin, dass sich die Landwirtschaft in Zukunft nicht verändern muss. Damit stellt sich dieser Laden ein stück weit ins Abseits.
Warum sollte die Bundesregierung dem Wunsch des Bauernbundes entsprechen? :lol: Das Anspruchsdenken dieses Bauernbundes, dürfte die Diskussion um eine Reduzierung der Auflagen aus der DüVO nicht leichter machen. Einfach überhören, diesen Laden!
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Estomil » Do Jan 30, 2020 10:33

Der Bauernbund Brandenburg bzw die Bewegung freie Bauern ist einer der wenigen Verbände der wirklich im Sinne der kleinen und mittleren Betriebe arbeitet.
Die haben verstanden, dass 80% aller Betriebe garkeine duengeverordnung brauchen da sie so klein sind bzw so wenig Vieh haben dass es kaum zu Problemen kommen kann.
Ich habe vor längerer Zeit Mal überlegt da beizutreten obwohl ich von meiner Struktur eigentlich schon zu gross bin. Zu dem Zeitpunkt waren die noch extrem auf dem Punkt, dass die Viehhaltung an den Ackerbau gekoppelt werden sollte.

Ich habe dann erläutern können dass das nicht immer notwendig ist. Als Sauenhalter muss ich heute eine gewisse groesse haben um Mitarbeiter bezahlen zu können und vernünftige Partien anbieten zu können. In Kooperation mit reinen Ackerbauern läuft das dann auch super. Zb im Bereich des Kartoffelanbaus wo immer Tauschflächen gesucht werden. Das haben die dann auch mit sehr viel Interesse aufgenommen. Genauso wie nebenerwerbler die ebenfalls gerne Gülle wollen.
Einig waren wir uns nur darin, dass rigional die Überschüsse zu hoch sind und reduziert werden müssen. Dafür würde aber ein Moratorium bei Neubauten reichen bzw in Zukunft zb biogassanlagen die abschalten.

In Summe aber sehr praxisnah der Laden.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » Do Jan 30, 2020 16:11

Estomil hat geschrieben:Die haben verstanden, dass 80% aller Betriebe garkeine duengeverordnung brauchen da sie so klein sind bzw so wenig Vieh haben dass es kaum zu Problemen kommen kann.

Als Sauenhalter muss ich heute eine gewisse groesse haben um Mitarbeiter bezahlen zu können und vernünftige Partien anbieten zu können. Genauso wie nebenerwerbler die ebenfalls gerne Gülle wollen.


Du meinst wirklich, dass der N-Saldo von immer noch über 45kg/ha/Jahr (Durchschnittswert) nur von den "Größeren" verantwortet wird? Du meinst, dass die "Kleinen" noch ein gesundes Verhältnis von Vieheinheiten zu ha haben? Dabei sind es doch vor allem die "Kleinen", die sich, vor dem HIntergrund einer evtl. unsicheren Zukunft des Betriebes, mit Investitionen sehr zurückhalten. Ausbringungstechnik und Lagerkapazitäten, sind da eher aus anderen Zeiten.
Nicht nur als Sauenhalter muss/sollte man heute eine gewisse Betriebsgröße haben.
Du brauchst also die "NE´s", um deine Gülle loswerden zu können?
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Estomil » Do Jan 30, 2020 17:10

Was soll denn der Überschuss von 45kg n sein?
Vor oder nach Ausbringungsverlusten?

Selbst wenn die schon abgezogen sind stellen 45kg in der Regel absolut kein Problem dar. Das wird im Humus festgesetzt. Es sei denn man duengt zur falschen Zeit und hat reinen Sand.

Und ja ich bin auf Abnehmer für meine Gülle angewiesen. Warum also selbst teuer pachten wenn andere meine Gülle gern nehmen und gern weiter ackern.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon marius » Do Jan 30, 2020 17:55

Einer hat mal vor einiger Zeit gesagt die Landwirte werden systematisch ausgeschaltet, weil Lobbyisten billig an die knappe und teure Fläche ran wollen.
Und wer Geld braucht muss verkaufen. Verkaufen viele sinkt der Preis.
Den hab ich damals für einen Verschwörungstheoretiker gehalten.
Aber nachdem die Düngeverordnung nun in kürzester Zeit zum x ten mal verschärft wird und den Klimawahn auch die Bauern mitausbaden müssen + immer mehr und neue zusätzliche Tierschutz, Umweltauflagen bei weiter niedrigen Erzeugerpreisen kommen wir dem schon langsam näher.

Der Grundstock für eine ruinierte Landwirtschaft hierzulande wird ja schonmal mit den weltweiten Handelsabkommen gelegt...
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Grimli » Do Jan 30, 2020 18:49

DWEWT hat geschrieben:
Estomil hat geschrieben:Die haben verstanden, dass 80% aller Betriebe garkeine duengeverordnung brauchen da sie so klein sind bzw so wenig Vieh haben dass es kaum zu Problemen kommen kann.

Als Sauenhalter muss ich heute eine gewisse groesse haben um Mitarbeiter bezahlen zu können und vernünftige Partien anbieten zu können. Genauso wie nebenerwerbler die ebenfalls gerne Gülle wollen.


Du meinst wirklich, dass der N-Saldo von immer noch über 45kg/ha/Jahr (Durchschnittswert) nur von den "Größeren" verantwortet wird? Du meinst, dass die "Kleinen" noch ein gesundes Verhältnis von Vieheinheiten zu ha haben? Dabei sind es doch vor allem die "Kleinen", die sich, vor dem HIntergrund einer evtl. unsicheren Zukunft des Betriebes, mit Investitionen sehr zurückhalten. Ausbringungstechnik und Lagerkapazitäten, sind da eher aus anderen Zeiten.
Nicht nur als Sauenhalter muss/sollte man heute eine gewisse Betriebsgröße haben.
Du brauchst also die "NE´s", um deine Gülle loswerden zu können?


Was ist an kleiner Ausbringtechnik zu bemängeln wenn die Zusätzlich zur Verfügung steht und der Lohnunternehmer den Rest macht ?
Grünland bei Regen mit Möscha düngen wenn Zeit ist und nicht auf den Lohnunternehmer warten müssen.
Zusätzliche Schlagkraft zum Lohnunternehmer wenn Felder bestellt werden und direkt eingearbeitet werden soll, es gibt noch unzählige weitere Gründe für kleine Güllefässer.
Das einzige was dagegen spricht sind die Transportkosten vom Stall zum Feld weil die Transportmenge begrenzt ist...aber das Argument ist rein wirtschaftlich. Der Spritverbrauch auf die Gesamtfläche von Deutschland verteilt fällt in der Umweltbilanz nicht ins Gewicht.
Diese bloße Pro Contra Diskussion ist an dieser Stelle reines Bashing.
Ich denke es ist immer von Vorteil wenn man alle Möglichkeiten bestmöglich und voll der jeweiligen Situation angepasst ausschöpfen kann...
Das gilt auch für Lagerkapazität, der eine braucht 9 bis 12 Monate der andere hat mit 3 Monaten keine Probleme.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Grimli » Do Jan 30, 2020 19:03

T5060 hat geschrieben:Hoch interessant

https://www.susonline.de/news/managemen ... 64966.html


KlageWasserechtÜfterMark.jpg
KlageWasserechtÜfterMark.jpg (40.61 KiB) 916-mal betrachtet


"Diese Gefahren sieht die Bezirksregierung Münster nicht. Sie erlaubt eine Förderung von maximal 8 Millionen Kubikmeter Grundwasser anstelle der von Schermbecker Seite geforderten 6.8 Mio Kubikmeter pro Jahr in der Üfter Mark. "Eine signifikante Verbesserung des ökologischen Zustands ist jedoch durch die vorgeschlagene Reduzierung der Fördermenge nicht zu erreichen" so der Bewilligungsbescheid.
...Zudem wurde festgesetzt : Falls es nachteilige Wirkungen geben sollte, sollen Entschädigungen im sogenannten Nachtragsverfahren geklärt werden - es müsse nicht gegen die erteilte Bewilligung geklagt werden. Der Wasser und Bodenverband Schermbecker Mühlenbach hat entsprechend Ansprüche beim RWW angemeldet.



Es wird gleich an 3 Stellen Interressant. Einmal die Messergebnisse.
Zweimal die Folgen wenn Brunnen nicht korrekt Messen und gleichzeitig schneller gepumpt wird als Wasser nachkommt...
Dann die Schäden die in der Landwirtschaft entstehen wenn Wasserversorger Wasser entnehmen !

Ich habe in einem Teich/Biotop 800 Kammmolche verloren der Teich ist seit 2016 (also vor der Dürre trocken) normal stand der sonst im Februar bis aufs Feld jetzt ist nicht mal die Wasserkannte vom Teich erreicht aussen herum ist dann noch 1 m Anstieg bis Feldkannte also locker nochmal 100% mehr Volumen und ich denke im März ist der wieder komplett leer gepumpt.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon DWEWT » Do Jan 30, 2020 20:20

Estomil hat geschrieben:
Das wird im Humus festgesetzt.



Du meinst wirklich, dass jährlich 45kg N/ha im Humus "festgesetzt" werden? Wie soll das gehen, wenn damit nicht die Ausgleichsdüngung für die Strohrotte gemeint ist? Und was geschieht, wenn dieser Stickstoff, durch abbau von Humus, wieder freigesetzt wird? Im Klartext heisst das, das die jährlich über die Strohrotte gebundene N-Menge spätestens im übernächsten Jahr wieder zur Verfügung steht. D.h. auch, dass max. 2x45kgN/ha vorübergehend gebunden werden können. Danach ist das ein Nullsummenspiel!
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Lonar » Do Jan 30, 2020 22:37

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... 0419666196

Link zur Humusbildung und dem damit verbunden N Pool.
Er meint nicht die Strohausgleichsdüngung, die wird hier im Putenstall zur Unterstützung der Klimaneutralität in Ackerbauregion gemacht. Er meint Zwischenfruchtanbau.
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Hmusbilanz - Zahlen nachgerechnet

Beitragvon adefrankl » Do Jan 30, 2020 23:20

DWEWT hat geschrieben:
Estomil hat geschrieben:
Das wird im Humus festgesetzt.



Du meinst wirklich, dass jährlich 45kg N/ha im Humus "festgesetzt" werden? Wie soll das gehen, wenn damit nicht die Ausgleichsdüngung für die Strohrotte gemeint ist? Und was geschieht, wenn dieser Stickstoff, durch abbau von Humus, wieder freigesetzt wird? Im Klartext heisst das, das die jährlich über die Strohrotte gebundene N-Menge spätestens im übernächsten Jahr wieder zur Verfügung steht. D.h. auch, dass max. 2x45kgN/ha vorübergehend gebunden werden können. Danach ist das ein Nullsummenspiel!

Ganz einfach. Wenn etwa 200 kg C jährlich im Humus gebunden werden(*), dann ergibt das bei einem C:N Verhältnis von 1:10 schon mal 20 kg N pro Jahr. Dann gibt es noch die Denitirfikation. So wird etwas Stickstoff unvermieldich im Boden immer abgebaut (oft sogar bis zu molekularen Stickstoff). Sind dann auch gleich noch mal 10 kg/ha. Dann gibt es selbst bei idealen Anwendungsbedingungen bei der Ausbringungen gasförmige Verluste. Dann sind wir schon bei vielleicht 35 kg N/ha Bilanzüberschuss, und das noch ohne jede Auswaschung. Bleiben gerade noch 15 kg N/ha Abstand zur zulässigen Obergrenze (Obergrenze heißt, man muss sicher darunter liegen, also darf da eigentlich gar nichts ausgewaschen werden. Und das ist chemisch-physikalisch unmöglich, erst recht wenn durch Trockenheit etc. das Pflanzenwachstum gestört ist). Auch erzwingt die Düngeverordnung eigentlich einen erhöhten Pflanzenschutzaufwand. Denn wenn durch Unkräuter, Plize oder Insekten die entzogenen Nährstoffe nicht in Ertrag umgesetzt werden, ist die Düngebilnaz im Eimer (auch wenn man da weniger gedüngt hätte, dann dann wäre da weniger gewachsen, die Verluste eber ebenso angefallen).

(*) Der Humusgehalt ist ein Flißgleichgewicht. Je nach Zufuhr und Bewirtschaftung stellt sich langsam ein bestimter Humusgehalt ein. Denn je höherder Humusgehalt ist, desto mehr wird jährlich angebaut (Hängt auch von Klma, Bodenbearbeitung, Bodenart etc. ab). Und daher sollte sich durch Strohdüngung, Gründüngung, angepasste Fruchtfolge und auch höhere Erträge der Hmusgehalt über längere Zeit erhöhen, sofern es genügend Stickstoff im Boden für die Humusbildung gibt. Der oben genannte Wert von 200 kg N/ha entsprach übrigens meiner recherischen hmusbilanz der letzen Jahre (Rechnungen sind aber recht unzuverlässig). Überschüsse bin ich so im 40 kg N/ha Bereich. Aber eine schlechte Ernte kann einen die ganze Bilanz ruinieren! Auf den Anbau von Zwischenfrüchten zur Gründüngung verzichte ich inzwischen ganz- Denn ich habe festgestellt, dass zusammen mit der Strohdüngung da nichts mehr wächst (außer an Stellen bei der es beim Düngen der Vorfrucht zu Überlappungen kam). Einen Zwischenfruchtanbau zur Gründüngung lässt bei mir die Düngebilanz nicht zu. Dazu liefern hier die Böden nicht genügend Stickstoff nach. Soweit die Ralität.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Das Umweltbundesamt und die Nitratlüge

Beitragvon Estomil » Fr Jan 31, 2020 15:15

DWEWT hat geschrieben:
Estomil hat geschrieben:
Das wird im Humus festgesetzt.



Du meinst wirklich, dass jährlich 45kg N/ha im Humus "festgesetzt" werden? Wie soll das gehen, wenn damit nicht die Ausgleichsdüngung für die Strohrotte gemeint ist? Und was geschieht, wenn dieser Stickstoff, durch abbau von Humus, wieder freigesetzt wird? Im Klartext heisst das, das die jährlich über die Strohrotte gebundene N-Menge spätestens im übernächsten Jahr wieder zur Verfügung steht. D.h. auch, dass max. 2x45kgN/ha vorübergehend gebunden werden können. Danach ist das ein Nullsummenspiel!


Wer passende Böden hat und entsprechend grosse Mengen Kohlenstoff nachliefert kann auch ohne Probleme noch deutlich größere Mengen Stickstoff düngen.

Wenn bei uns das Körnermais Stroh auf dem Acker bleibt, dann reden wir da von guten 10t Trockenmasse pro hat. Das sind gute 5t Kohlenstoff die erstmal alles an Stickstoff ziehen was verfügbar ist.
Wer auf koernermais folgend getrieden anbaut weiss somit auch wie man das getreide im Frühjahr anduengen muss damit auch eine Wirkung entsteht. Nämlich kräftig.
Wir düngen mittlerweile praktisch den ganzen Bedarf auf einmal mit der vollen Menge und müssen dann trotzdem noch hoffen, dass genügend Wasser im Mai fällt damit nochmal was mineralisiert.

Ich kann dir hier garantieren, dass wir auch schon 100kg über viele Jahre zuviel gedüngt haben und trotzdem kaum schwankende Nitratgehalte in unserem Brunnen.
Die werte schwanken zwischen 18 und 22mg bei unserem Brunnen direkt auf dem Acker und 6m tiefem Grundwasserstand.
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