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der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Manfred » Fr Dez 29, 2017 10:22

stamo hat geschrieben:und was stellst du gegen den DAX? Den bestimmten Zeitpunkt eines kleinen bayerischen Betiebs. Wenn der bayerische Betrieb mit einem ha 1987 anfing und jetzt bei 5 ha Eigenland ist, dann hat er deine Eigenkapitalverzinsung locker überschritten.


Nein. Der kann auch die ganze Zeit ohne einen Pfenning/Cent Eigenkapitalverzinsung gearbeitet haben, und für deutlich unter 5 Euro pro Stunde. Um von 0 auf 5 ha zu kommen, brauchst du nur 5 ha zu kaufen, egal, wie du diese finanzierst.

Wenn er die Eigenkapitalverzinsung der Dax-Unternehmen Babkock Borsig und Karstadt erreicht hätte, wäre er jetzt pleite.


Wie schon geschrieben. Im Zweifel Indexfonds.

@Lonar:
Daxfonds, die den Querschnitt des deutschen Großkapitals abbilden, eine Risikoanlage?
Im Vergleich zu einer Branche, die inzwischen fast komplett von politischer Willkür abhängig ist, und wo die Zukunft alle fünf Jahre neu ausgewürfelt wird, je nach aktueller Propagandalage?
Evtl. solltest du noch mal über die Risikostreuung nachdenken. Zumal wir hier ja nicht mal von Boden reden (siehe oben), sondern vom sonstigen Betriebskapital. Und der Boden alleine ist schon mit ähnlich hohem Risiko behaftet wie ein Indexfonds. Auch der Boden kann von heute auf morgen nur noch die Hälfte wert oder gar mit Zwangsanleihen behaftet sein. Oder z.B. im Kriegs- oder Katastrophenfall oder bei einem "Systemchange" komplett verloren gehen.
Großanleger streuen ihr Vermögen nicht ohne Grund weltweit und in verschiedenste Anlageformen, während Bäuerlein sich an den neuen Stall krallt, der in 25 Jahren wertlost ist.
Es sagt ja niemand, dass du den Hof verkaufen und das Geld an der Börse verzocken sollst.
Es geht darum, die eigene unternehmerische Leistung ehrlich zu bewerten und die Augen nach Alternativen und Risikostreuung offen zu halten.
Schau dir den T5060 an. Der verwertet seine Arbeitszeit und sein Wissen in seinem Gutachter- und Beratungsunternehmen, weil er da deultich mehr pro Stunde verdient als in seinem Landwirtschaftsbetrieb. Und das Kapital verteilt er auf Betrieb, Boden und Aktien, statt einseitig auf die Milchviehhaltung zu setzen, wo er inzwischen wohl viele 100 Kühe haben könnte, aber diesen dann auf Gedeih und Verderb ausgeliefert wäre. Er hat dabei ständig die Oma im Hinterkopf, die zwar den Boden verlor, bei der Flucht nach Westelbien, die Aktien aber retten konnte.
Natürlich ist nicht jeder mit einem Geldscheißerle zur Welt gekommen. Aber das heißt ja nicht, dass man nicht von denen lernen könnte, die mit ihrem klug umzugehen wissen. Reiche Leute investerien in Anlagen, die Rendite abwerfen und nicht in einen Fendt. Den Fendt kaufen sie sich zur Gaudi, von den Zinsen des gut investierten Kapitals. Wohl wissend, dass er nicht bei den Wertanlagen sondern auf der Kostenseiten zu bilanzieren ist (ich rede nicht von Buchhaltungsregeln, sondern von der ehrlichen Bilanz des Kapitalisten). Und sie kaufen ihn niemals privat, wie mancher Hobbyholzer, sondern im Rahmen eines ihrer Unternehmen, weil sie ihn dann von unversteuertem statt von verteuertem Gewinnen kaufen und zudem die Umsatzsteuer absetzen können. Genauso wie ihre "Geschäftsessen" und "Geschäftsreisen" und das "Betriebsfahrzeug" betriebliche Ausgaben sind.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Fr Dez 29, 2017 12:25

Ihr müsst so rechnen :

Die Eigenkapitalbildung muss abdecken

die Preissteigerung der vorhandenen und zukünftig benötigten Maschinen + Gebäude um etwa 2- 3 %
und halt den Rest dann fürs Wachstum
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Estomil » Fr Dez 29, 2017 13:03

Wachstum wird zunehmend unwichtiger. Ab einem gewissen Punkt tendieren die Synergieeffekte und kosteneinsparungen gegen null. An dem Punkt bin ich aktuell bereits.

Problematisch ist vor allem, dass die Kosten für gülle und hochquallifizirte Mitarbeiter ab einem gewissen Punkt gradezu explodieren und sämtliche kosteneinsparungen direkt auffressen.

Dank luftwäschern und sehr aufwändigen baugenehmigungen ist heute bereits so mancher kleinere neubau viel wirtschaftlicher als ein grosser stall.

Es macht also durchaus Sinn mal zehn Jahre nur in Instandhaltung zu investieren und das sauer verdiente Geld in Tilgung oder ausserlandwirtschaftliche Investitionen zu packen.

Zumal der nächste aktiencrash eh überfällig ist und dann günstige einstiege möglich werden.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Lonar » Fr Dez 29, 2017 13:06

Ich würde mit dem rechnen was ich momentan bei der Bank an Zins zahlen muss. Die werden wohl Wissen wie sicher ihr Geld in meinen Händen ist. :mrgreen:
Ich will dir ja gar nicht wiedersprechen. Ich sag nur warum der "Durchschnittsbetrieb" so aussieht.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Fr Dez 29, 2017 13:27

Lonar hat geschrieben:Ich würde mit dem rechnen was ich momentan bei der Bank an Zins zahlen muss. Die werden wohl Wissen wie sicher ihr Geld in meinen Händen ist. :mrgreen:
Ich will dir ja gar nicht wiedersprechen. Ich sag nur warum der "Durchschnittsbetrieb" so aussieht.


Quatsch, du musst mit der regulären Preissteigerung rechnen und der Preissteigerung wegen techn. Fortschritt, das sind so über die Jahrzehnte 3 % pro Jahr.

Interne Kalkulation und irgendwas mit Banken sind grundsätzlich zweierlei paar Schuh, da die Bankzinsen als Aufwand kalkulatorisch schon im Gewinn berücksichtigt sind.
Zuletzt geändert von T5060 am Fr Dez 29, 2017 15:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Manfred » Fr Dez 29, 2017 14:56

Lonar hat geschrieben:Ich würde mit dem rechnen was ich momentan bei der Bank an Zins zahlen muss. Die werden wohl Wissen wie sicher ihr Geld in meinen Händen ist. :mrgreen:


Dir ist aber schon klar, wie die Geldschöpfung funktioniert?
Das Geld erhälst du nicht deshalb, weil die Bank ihr Kapital nicht besser anlegen könnte,
sondern weil die Bank das Geld durch den Kredit an dich aus dem Nichts, bzw. unter Aufwendung minimaler Sicherheiten, schöpfen kann.
Das rentiert sich für die Bank schon, sobald du mehr Zinsen einspielst als der dazu notwendige Verwaltungsakt kostet.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon stamo » Fr Dez 29, 2017 19:04

Manfred hat geschrieben:Wie schon geschrieben. Im Zweifel Indexfonds.

Im Zweifel Indexhof, oder was?

Was ist denn das für eine sinnlose Rechnung? Wenn du die 5% an der Börse gewinnst, muss es irgendwen geben, der die 5% verliert oder mehr an der Börse bezahlt. Du bist doch scheinbar der große Geldschöpfungsexperte. Ein bayerischer Hof kann nur um 5% wachsen, wenn ein anderer um die gleiche Fläche/den gleichen Marktanteil (ausgenommen absolute Nischen) kleiner wird. Mehr Einwohner wollen die Obergrenzenbayern doch nicht.

Und als Ergänzung zu dem schon genannten Mini-Vollerwerbshof gibt es sogar landwirtschaftliche Betriebe mit NULL ha, die davon leben können. Die haben dann z.B. Bienen.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Manfred » Fr Dez 29, 2017 19:42

stamo hat geschrieben:Wenn du die 5% an der Börse gewinnst, muss es irgendwen geben, der die 5% verliert oder mehr an der Börse bezahlt.


Da solltest du zwischen kurzfristigen Spekulationen und der langfristigen Wertentwicklung und Gewinnausschüttung der Unternehmen unterscheiden.

Was die Effekte kurzzeitiger Preisschwankungen angeht: Das ist bei einem Rind oder einem Tank voll Milch aber auch nicht anders. Irgendwer zahlt die Zeche.

Deine Aussage zum Wachstum passt nur für den Wettbewerb um gegrenzte Ressourcen. Wenn ich 5% in der Flächen wachsen will, muss dafür jemand Fläche abgeben.
Wenn ich 5% im Umsatz wachsen will, brauche ich dafür nicht zwingend mehr Fläche. Und auch nicht zwingend mehr Menge.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Fr Dez 29, 2017 21:22

Hinter einem Hektar Fläche müssen 3.000 € Umsatz stehen
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon 210ponys » Fr Dez 29, 2017 21:46

ja ist den mal wieder Märchenstunde :lol:
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Fr Dez 29, 2017 23:12

210ponys hat geschrieben:ja ist den mal wieder Märchenstunde :lol:


Wären 20 Mastschweine oder 8.000 - 10.000 kg Milch... also eher niedrig gewählt
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Nuffield » Fr Dez 29, 2017 23:24

T5060 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:ja ist den mal wieder Märchenstunde :lol:


Wären 20 Mastschweine oder 8.000 - 10.000 kg Milch... also eher niedrig gewählt


Oder 200 dz/ha Weizen... :klug:
"Jesus war ein Moslem das weiß jeder. Wenn er keiner war dann erklär mir bitte mal warum er einen Vollbart hatte? Und das er 5 mal am Tag gebetet hat. Zu wem hat er wohl gebetet?" Kommentar eines Moslem bei Youtube
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon Qtreiber » Sa Dez 30, 2017 0:42

T5060 hat geschrieben:Hinter einem Hektar Fläche müssen 3.000 € Umsatz stehen

Was nützt mir der Umsatz, wenn unterm Strich nichts übrigbleibt. :?
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon T5060 » Sa Dez 30, 2017 1:55

Qtreiber hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Hinter einem Hektar Fläche müssen 3.000 € Umsatz stehen

Was nützt mir der Umsatz, wenn unterm Strich nichts übrigbleibt. :?


Überlege mal warum da unter dem Strich nix überbleibt, weil man aus Prämiengründen Hektar hat die kein Umsatz bringen, nur Kosten.
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Re: der bäuerliche Familienbetrieb stirbt

Beitragvon wastl90 » Sa Dez 30, 2017 8:07

T5060 hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Hinter einem Hektar Fläche müssen 3.000 € Umsatz stehen

Was nützt mir der Umsatz, wenn unterm Strich nichts übrigbleibt. :?


Überlege mal warum da unter dem Strich nix überbleibt, weil man aus Prämiengründen Hektar hat die kein Umsatz bringen, nur Kosten.

Dann muss man eben bei der nächsten Antragswelle im Frühjahr die Tastatur still halten und eben den Antrag nicht ausfüllen :roll:
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