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Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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177 Beiträge • Seite 10 von 12 • 1 ... 7, 8, 9, 10, 11, 12

Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Vario_TA » Mi Jun 16, 2021 9:41

anhilde hat geschrieben:Ist belegen semantisch was anderes als stützen? Deine Worte im Mund Verdreherei ist schon interessant zu beobachten.

Dann verstehst du noch weniger von Wissenschaft als ich befürchtet hatte.
Eine Beobachtung, die mit einer Hypothese übereinstimmt, kann sie nunmal nicht belegen, sondern nur stützen. Korrelation ist nicht gleich Kausalität, das weißt du selbst.
Bekanntestes Beispiel für eine Hypothese ist wahrscheinlich "alle Raben sind schwarz". Diese Hypothese wird durch die Beobachtung von schwarzen Raben gestützt, aber niemals belegt.
Ebenso stützen Klimabeobachtungen den anthropogenen Klimawandel oder diverse Experimente die allgemeine Relativitätstheorie. Beweisen kann das alles niemand.

Tatsächlich hat man bis heute keine Möglichkeit gefunden, die tatsächliche Lichtgeschwindigkeit in einer einzelnen geometrischen Richtung zu messen. Es geht einfach nicht. Dennoch arbeitet man in der Wissenschaft mit einer Konstante für die Lichtgeschwindigkeit in einzelnen geometrischen Richtungen. Und es hat bisher auch ganz gut funktioniert. Belegt werden kann es aber nicht. In dem speziellen Fall kann die Hypothese einer konstanten Lichtgeschwindigkeit nicht mal gestützt werden. Einstein hat damals einfach spekuliert, dass die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von der Ausbreitungsrichtung ist und man arbeitet bis heute sehr erfolgreich mit dieser im Grunde willkürlichen Einigung.
Über die willkürliche Annahme der Konstantheit der Lichtgeschwindigkeit beschwert sich aber komischerweise niemand. Warum nicht?

anhilde hat geschrieben:Deine Verengung der Sichtweise ist schon wirklich sehr sehr ausgeprägt. Es können Millionen Wissenschaftler Hü sagen, wenn einer Beweisen kann, das Hott richtig ist können die Herrschaften im Dreieck springen, es ändert nichts. .

Das ist keine Verengung der Sichtweise, das nennt sich Bewährungsgrad. Je öfter sich Hypothesen nicht falsifizieren lassen, desto höher ihr Bewährungsgrad.
Die allgemeine Relativitätstheorie hat einen hohen Bewährungsgrad. Der anthropogene Klimawandel ebenso. Bei dem einen glaubst du, dass es wahr ist, bei dem anderen nicht. Warum?
Es geht auch niemals darum, dass Hott richtig ist, das lässt sich nicht beweisen. Es geht nur darum zu beweisen, dass Hü nicht richtig ist. Wenn ein einziger Wissenschaftler die allgemeine Relativitätstheorie widerlegen kann, dann springen einige Wissenschaftler im Dreieck, ja. Gleiches beim anthropogenen Klimawandel. Der Punkt ist: das ist nie passiert. Es gibt keinen Grund, die Korrektheit anzuzweifeln. Warum tust du es ausgerechnet beim Klimawandel trotzdem und bei tausend anderen Dingen nicht? Das ist nicht kritisch, das ist unwissenschaftlich, unlogisch und destruktiv.
Einen Beweis für den anthropogenen Klimawandel zu fordern, ist genau so dämlich wie einen Beweis für die allgemeine Relativitätstheorie zu fordern. Es gibt schlichtweg keinen. Nur sehr viele stützende Beobachtungen und keine falsifizierende.
Wissenschaft arbeitet nunmal deduktiv. Es wird immer zuerst eine Vermutung in Form einer prinzipiell widerlegbaren Hypothese aufgestellt und danach wird versucht, sie durch Beobachtungen zu falsifizieren. Letzteres ist beim anthropogenen Klimawandel genau wie bei der allgemeinen Relativitätstheorie nie geschehen, obwohl es sehr oft versucht wurde.
Die allgemeine Relativitätstheorie ist aber genau so wenig belegt wie der anthropogene Klimawandel.

anhilde hat geschrieben:Ich kann gut damit leben unrecht zu haben, deswegen erlaube ich mir auch, auch andere Erklärungen in Erwägung zu ziehen und Zweifel an dem zu haben was alle Wissenschaftler sagen und darüber nachzudenken ob die Dinge auch ganz anders sein könnten, auch wenn das bei Leuchten wie Dir verpönt ist. Die Geschichte hat nicht nur einmal gezeigt, dass es nicht verkehrt ist skeptisch zu bleiben.

Das ist das Problem: Du ziehst zwar in Erwägung, dass etwas auch anders sein könnte (wie tausende Wissenschaftler und co auch), du kannst aber weder den anthropogenen Klimawandel falsifizieren noch kannst du ein alternatives Modell liefern, das sich nicht falsifizieren lässt. Und es kann auch kein anderer.
An etwas zu zweifeln, nur um zu zweifeln, ist nicht kritisch oder skeptisch, es ist einfach nur dumm. Bezweifelst du die Kugelgestalt der Erde? Wahrscheinlich nicht. Warum nicht? Wäre Skepsis da nicht auch "nicht verkehrt"?
Anscheinend bezweifelst du nicht mal die allgemeine Relativitätstheorie. Warum nicht? Würde mich wirklich sehr interessieren. Was ist am anthropogenen Klimawandel anders als an der allgemeinen Relativitätstheorie dass du das eine für belegt hältst und das andere nicht? Ich hatte schon mal nach den Experimenten gefragt, die angeblich die allgemeine Relativitätstheorie verifizieren. Was unterscheidet diese angeblichen Beweise von klimatischen Beobachtungen, die mit den Modellen übereinstimmen?


anhilde hat geschrieben:Das aber das Klima Thema nicht so eindeutig geklärt ist, wie immer behauptet wird, glaube ich nicht.

Leider ist es aber keine Glaubensfrage.

anhilde hat geschrieben:Ein Artikel, der das ganz gut anhand der Frage wie die globale Temperatur ermittelt wird aufzeigt, ist dieser hier:

https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltu ... rmung.html

Wenn man den aufmerksam liest, stellt man fest, dass die Ermittlung dieser Temperatur so genau noch gar nicht ist, mir den Jahren aber immer genauer wird. Das lässt den Schluss zu, dass basierend darauf zu argumentieren sicher mit Ungenauigkeiten (vorsichtig ausgedrückt) zu rechnen ist.

Der Artikel ist recht oberflächlich und für manche sogar irreführend. Durch Temperaturmessungen an der Oberfläche wird keine globale durchschnittstemperatur bestimmt, sondern nur Temperaturänderungen. Wer sich minimal damit beschäftigt, weiß das und kann den Artikel bzw die darin genannten Ursachen für Unsicherheiten besser einordnen. Sie sind sehr gering und werden (wie du ja selbst erkannt hast) immer geringer.
Oder wie es im Artikel formuliert ist:
Deshalb ist die globale Temperaturkurve stets eine Schätzung und nie ganz exakt. Das bedeutet aber nicht, dass das Resultat unzuverlässig ist – immerhin stimmen verschiedene Temperatur-​Rekonstruktionen sehr gut überein. Aber Details daran werden sich auch in Zukunft ändern, wenn neues Wissen dazukommt. Lange Beobachtungsdatensätze kombinieren effektive Beobachtungen und Messungen mit Instrumentenverständnis und Kalibrationen. Das bringt zwangsläufig Unsicherheiten mit sich. Aber wir haben gut gelernt, damit umzugehen.


anhilde hat geschrieben:Das man für dieses Hintergragen als Spinner bezeichnet wird, lässt tief blicken. Das halte ich persönlich für gefährlicher als den Klimawandel an sich. Die Wissenschaft lebt davon, immer wieder zu hinterfragen und zu prüfen. Immer und immer wieder. Das scheint aber immer mehr aus der Mode zu kommen bzw. wird als unangenehm empfunden. Das halte ich persönlich für falsch. Darum geht es mir.

Niemand wird für das Hinterfragen als Spinner bezeichnet. Das wird tagtäglich von tausenden Wissenschaftlern gemacht und es ist amüsant, dass du glaubst, das würde nicht oder weniger passieren oder wäre gar unerwünscht.
Für Spinner werden von mir all diejenigen bezeichnet, die etwas bestreiten, ohne irgendeine Begründung oder alternative Erklärung der Beobachtungen zu nennen.
Ich finde es eher bedenklich, dass sich absolut Fachfremde erdreisten, ganze Wissenschaftszweige als Hokuspokus abzutun und das dann als "kritisches Hinterfragen" zu bezeichnen. Das ist keine Kritik, das ist Wissenschaftsleugnung.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Zement » Mi Jun 16, 2021 10:04

Südheidjer hat geschrieben:
Vario_TA hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:Es ist technisch unmöglich auf der Erdoberfläche jährlich soviel Palmöl zu erzeugen,
daß man das Erdöl aus Jahrmillionen kompensieren könnte.

Dann nimm halt keine Palmen :mrgreen:

Schafft man es als Otto-Normal-Verbraucher problemlos, Produkte mit Palmöl zu vermeiden?
In Diesel ist es wohl z.B. noch drin. Also kein Produkt mehr konsumieren, was per LKW transportiert wurde, wäre die Konsequenz.

Kein Motor verwenden, das Diesel braucht.
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Südheidjer » Mi Jun 16, 2021 10:28

Vario_TA hat geschrieben:
anhilde hat geschrieben:Ein Artikel, der das ganz gut anhand der Frage wie die globale Temperatur ermittelt wird aufzeigt, ist dieser hier:

https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltu ... rmung.html

Wenn man den aufmerksam liest, stellt man fest, dass die Ermittlung dieser Temperatur so genau noch gar nicht ist, mir den Jahren aber immer genauer wird. Das lässt den Schluss zu, dass basierend darauf zu argumentieren sicher mit Ungenauigkeiten (vorsichtig ausgedrückt) zu rechnen ist.

Der Artikel ist recht oberflächlich und für manche sogar irreführend. Durch Temperaturmessungen an der Oberfläche wird keine globale durchschnittstemperatur bestimmt, sondern nur Temperaturänderungen. Wer sich minimal damit beschäftigt, weiß das und kann den Artikel bzw die darin genannten Ursachen für Unsicherheiten besser einordnen. Sie sind sehr gering und werden (wie du ja selbst erkannt hast) immer geringer.


Vario, haste dem Reto Knutti, Prof. für Klimaphysik, schon mitgeteilt, daß sein Artikel oberflächlich und irreführend sei? Bisher hielt ich die ETH Zürich für eine der renommiertesten technischen Hochschulen, die wir in Europa haben, quasi die Crème de la Crème.
Für mich als Mathematiker beschreibt der Artikel sehr gut, wo überall Ungenauigkeiten in unseren Klimamodellen liegen.
In den Medien wird aber immer das schwärzeste Bild gemalt, was auf uns bezüglich des Klimawandels zukommen kann. Immer nach der Devise "hpyer, hyper". Wenn man dann noch bedenkt, daß in diesem Schwarzmalen auch ein Geschäftsmodell steckt, dann sollte man eigentlich wachsam werden, ob die in den Medien verbreiteten Prognosen seriös sind.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Vario_TA » Mi Jun 16, 2021 11:35

Südheidjer hat geschrieben:Vario, haste dem Reto Knutti, Prof. für Klimaphysik, schon mitgeteilt, daß sein Artikel oberflächlich und irreführend sei? Bisher hielt ich die ETH Zürich für eine der renommiertesten technischen Hochschulen, die wir in Europa haben, quasi die Crème de la Crème.
Für mich als Mathematiker beschreibt der Artikel sehr gut, wo überall Ungenauigkeiten in unseren Klimamodellen liegen.

Der Artikel ist auch recht gut. Nur eben ziemlich kurz und teils missverständlich, wenn der Leser keine Ahnung hat, was mit den Daten passiert.
Kein Artikel dieser Länge (bzw Kürze) kann mehr als Oberflächlich sein, das dürfte klar sein.
Irreführend ist er für Leute, die absolut keine Vorstellung davon haben, wofür die Temperaturen gemessen werden.
Es wird eben NICHT die Durchschnittstemperatur aller Messpunkte der Oberfläche als mittlere Oberflächentemperatur definiert. Dass im Artikel von der Ermittlung einer globalen Durchschnittstemperatur die Rede ist, ist für die, die es nicht genauer wissen, irreführend.
Die Messpunkte auf der Oberfläche sind dazu da, die Veränderungen zu dokumentieren. Veränderungen zu messen ist deutlich einfacher als eine aufwändige Auswahl potentiell repräsentativer Messpunkte für eine Durchschnittsbildung. Deshalb wird man auch nur sehr selten absolute Temperaturangaben in Sachen Klimawandel finden.
Dass sich zb die Messorte ändern, ist weitaus weniger schlimm als der Artikel womöglich suggeriert. Die Temperaturänderung ist im Gegensatz zur Temperatur weitgehend unabhängig von lokalen Gegebenheiten. Wenn es im Tal 2°C wärmer ist als vor 20 Jahren, ist es auch auf dem Berg ziemlich genau 2°C wärmer, obwohl sich die absoluten Temperaturen deutlich unterscheiden können.
Der Einfluss der Änderung des Messpunktes beträgt eben nicht die Temperaturdifferenz zwischen den Messpunkten, sondern die Differenz der Änderungen der Temperaturen der Messpunkte. Und die sind extrem klein, die Temperaturänderungen sind vielfach größer.

Will sagen:
Ja, es gibt eine Menge Faktoren, die die Messungen und Berechnungen beeinflussen, das beschreibt der Artikel gut. Das ändert aber nichts daran, dass sie sehr gering sind und/oder sehr gut rausgerechnet werden können, weil die absolute Temperatur für diesen Zweck völlig egal ist. Nur die Änderung ist interessant.
Und ein Grund am anthropogenen Klimawandel zu zweifeln, sind sie erst recht nicht.

Südheidjer hat geschrieben:In den Medien wird aber immer das schwärzeste Bild gemalt, was auf uns bezüglich des Klimawandels zukommen kann.

Interessant. Wie kommst du zu dieser Behauptung? Persönliches Gefühl? Na dann muss es ja stimmen.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Jun 16, 2021 11:35

Südheidjer hat geschrieben:Vario, haste dem Reto Knutti, Prof. für Klimaphysik, schon mitgeteilt, daß sein Artikel oberflächlich und irreführend sei? Bisher hielt ich die ETH Zürich für eine der renommiertesten technischen Hochschulen, die wir in Europa haben, quasi die Crème de la Crème.
Für mich als Mathematiker beschreibt der Artikel sehr gut, wo überall Ungenauigkeiten in unseren Klimamodellen liegen.
In den Medien wird aber immer das schwärzeste Bild gemalt, was auf uns bezüglich des Klimawandels zukommen kann. Immer nach der Devise "hpyer, hyper". Wenn man dann noch bedenkt, daß in diesem Schwarzmalen auch ein Geschäftsmodell steckt, dann sollte man eigentlich wachsam werden, ob die in den Medien verbreiteten Prognosen seriös sind.


Gutes Beispiel ist doch Al Gore. Dessen Film wurde doch auch von Wissenschaftskoryphäen begleitet/erstellt. Darf/durfte in GB im Schulunterricht nur mit korrigierenden Kommentaren gezeigt werden. Al Gore verdient scheinbar sehr viel Geld im Zertifikatehandel.
Im IPCC arbeiten zB auch Leute von Gr€€np€ace mit. Die sind selber bei den erneuerbaren Energien dabei.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Südheidjer » Mi Jun 16, 2021 12:11

Vario_TA hat geschrieben:Dass sich zb die Messorte ändern, ist weitaus weniger schlimm als der Artikel womöglich suggeriert. Die Temperaturänderung ist im Gegensatz zur Temperatur weitgehend unabhängig von lokalen Gegebenheiten. Wenn es im Tal 2°C wärmer ist als vor 20 Jahren, ist es auch auf dem Berg ziemlich genau 2°C wärmer, obwohl sich die absoluten Temperaturen deutlich unterscheiden können.

Warum ist das weniger schlimm, als der Artikel "suggeriert"? Wenn ich einen Messort verlagere und anschließend die neuen Messdaten mit den alten Messdaten am alten Standort in Bezug zueinander setze, dann habe ich einen Fehler, den ich rausrechnen muß. Wie groß dieser Fehler ist, ist aber immer nur eine Abschätzung, es sei denn, ich habe bereits am neuen Standort alte Messdaten vorliegen. Dann liegt man etwas genauer. Und deine Aussage, daß die Temperaturen auf dem Berg sich analog zu den Temperaturen im Tal verändern ist eine Hypothese, die nicht haltbar ist.
Wenn ich die Umgebung eines Messortes ändere, dann hat das eventuell Einflüsse auf die gemessenen Temperaturen. Je nach Veränderung (z.B. der Bebauung oder auch die Entfernung/Anpflanzung von umstehendem Wald) mal mehr mal weniger, aber wer sagt mir, wieviel ?
Ich arbeite täglich seit Jahrzehnten in einem Bereich, in dem alles auf Messungen basiert. Da ist es vorgeschrieben, daß in festgelegten Intervallen die Messkette immer wieder zu kalibrieren ist. Macht man keine Zwischenjustierung, so ist die Messung ungültig. Ein Prüfintervall beginnt immer mit einer Einjustierung und endet mit einer Ausjustierung, jeweils mit dem gleichen Kalibrierkörper. Stimmen die Werte von Einjustierung und Ausjustierung nicht überein, so sind alle Messungen dazwischen für die Tonne.
Kleinste Veränderungen in der Messkette haben große Auswirkungen auf die Aussagekraft der Messungen.

Vario_TA hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben:In den Medien wird aber immer das schwärzeste Bild gemalt, was auf uns bezüglich des Klimawandels zukommen kann.

Interessant. Wie kommst du zu dieser Behauptung? Persönliches Gefühl? Na dann muss es ja stimmen.

Ja, persönliches "Gefühl". Und jetzt komm mir nicht mit Loriot und "mit meinem Gefühl" stimmt was nicht.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon anhilde » Mi Jun 16, 2021 12:29

Genau dieses persönliche Gefühl habe ich u.A. auch bei der Sache. Ich habe durchaus verstanden, dass nur das Delta der Temperatur ermittelt wird. Wenn aber der Bereich so klein ist, um den es geht, und da so viele Variablen sind, die dann noch heuristisch korrigiert werden, ja dann kann da am Ende Mist bei rauskommen. Wer sagt mir, dass die Korrekturen wirklich Objektiv passieren und nicht so, dass die Ergebnisse zu den Thesen passen? Das muss nichtmal böswillig passieren. Und genau das ist mein Punkt. Da mich die Schlüsse die gezogen werden in meinem täglichen Leben beeinflussen, darf ich Fragen stellen, auch wenn ich nicht die Antworten oder Gegenbeweise oder sonst was habe. So klar und eindeutig wie es immer behauptet wird, ist das alles nicht…
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Botaniker » Mi Jun 16, 2021 12:44

Das Problem ist doch, wenn wir bis zum endgültigen Beweis warten, liegt das Kind im Brunnen und lässt sich nicht mehr retten.
Ich könnte ja sagen, gerechnet nach Durchschnittswert habe ich noch 22-23 Sommer vor der Brust, dafür wirds schon noch reichen, nach mir die Sintflut.
Aber ich habe Kinder und die vielleicht auch mal welche und da hätte ich schon gerne, dass die auch noch ne Chance auf ein vernünftiges Leben bekommen.
Warum tun wir uns so schwer?
Weil es so schön bequem ist, weil wir uns eingerichtet haben.
Durch das schwarze Zeug aus der Erde können wir uns so billig einrichten, tausend Herumstehomaten aus China kaufen, für 30 EUR in ferne Länder fliegen, 300PS Autos und Traktoren fahren usw.
Im Wissen, dass der Verzicht auf fossile Energieträger, Verzicht auf Wohlstand bedeutet, weigern wir uns, wieder besseres Wissen.
Davon nehme ich mich gar nicht aus.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Vario_TA » Mi Jun 16, 2021 13:03

Südheidjer hat geschrieben:Warum ist das weniger schlimm, als der Artikel "suggeriert"? Wenn ich einen Messort verlagere und anschließend die neuen Messdaten mit den alten Messdaten am alten Standort in Bezug zueinander setze, dann habe ich einen Fehler, den ich rausrechnen muß.

Nochmal.
Es werden keine absoluten Temperaturen, sondern nur die Änderungen der Temperatur gemessen. Damit sind jegliche Abweichungen durch die Umgebung vielfach kleiner als wenn man aus den gemessenen Temperaturen einen Durchschnitt bilden würde.
Das Konzept dahinter nennt sich Mathematik. Sagt dir das was?

Südheidjer hat geschrieben:Und deine Aussage, daß die Temperaturen auf dem Berg sich analog zu den Temperaturen im Tal verändern ist eine Hypothese, die nicht haltbar ist.

Dann widerlege sie doch.

Südheidjer hat geschrieben:Wenn ich die Umgebung eines Messortes ändere, dann hat das eventuell Einflüsse auf die gemessenen Temperaturen. Je nach Veränderung (z.B. der Bebauung oder auch die Entfernung/Anpflanzung von umstehendem Wald) mal mehr mal weniger, aber wer sagt mir, wieviel ?

Alle anderen Messpunkte.

Südheidjer hat geschrieben:Kleinste Veränderungen in der Messkette haben große Auswirkungen auf die Aussagekraft der Messungen.

Das ist eine Frage der Präzision.
Wenn ich Laminat verlegen will, brauche ich keinen Messtechniker, um ein vernünftiges Ergebnis zu bekommen.

anhilde hat geschrieben:Ich habe durchaus verstanden, dass nur das Delta der Temperatur ermittelt wird. Wenn aber der Bereich so klein ist, um den es geht, und da so viele Variablen sind, die dann noch heuristisch korrigiert werden, ja dann kann da am Ende Mist bei rauskommen.

Die Messgröße ist RIESIG im Vergleich zu potentiellen Fehlern. Genau das kommt in dem Artikel leider nicht gut rüber.

anhilde hat geschrieben:Wer sagt mir, dass die Korrekturen wirklich Objektiv passieren und nicht so, dass die Ergebnisse zu den Thesen passen?

Tausende Male, weltweit und vollkommen unabhängig voneinander kommen Wissenschaftler zu identischen Ergebnissen und du fragst nach einem gigantischen Bias? Wow.
Und erneut die Frage: wieso glaubst du bei der Klimaforschung an so grobe Fehler und bei anderen Dingen wie der allgemeinen Relativitätstheorie nicht? Sind Klimaforscher vielleicht dümmer als Physiker?

anhilde hat geschrieben:Da mich die Schlüsse die gezogen werden in meinem täglichen Leben beeinflussen, darf ich Fragen stellen, auch wenn ich nicht die Antworten oder Gegenbeweise oder sonst was habe.

Klar kannst du Fragen stellen. Du darfst dich nur nicht wundern, wenn die Antworten nicht zu deiner Meinung passen.

anhilde hat geschrieben:So klar und eindeutig wie es immer behauptet wird, ist das alles nicht…

Für dich persönlich nicht, das haben jetzt wohl alle verstanden. Das sagt aber nichts über die reale Situation aus.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Südheidjer » Mi Jun 16, 2021 13:16

Vario, ich gab es auf. Wir scheinen aneinander vorbei zu diskutieren. Lies dir meine Beiträge nochmal durch, aber ich glaube, du hast den Inhalt schon verstanden, aber er paßt nicht ganz in deine Theorie äh Weltbild.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Vario_TA » Mi Jun 16, 2021 13:24

Südheidjer hat geschrieben:Wir scheinen aneinander vorbei zu diskutieren.

Also eigentlich hast du gerade einfach aufgehört zu diskutieren :regen:

Südheidjer hat geschrieben:du hast den Inhalt schon verstanden, aber er paßt nicht ganz in deine Theorie äh Weltbild.

Ich habe dir bereits geantwortet. Wenn ich das Konzept von Diskussionen richtig verstanden habe, bist du am Zug.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Südheidjer » Mi Jun 16, 2021 13:35

Vario, ich könnte jetzt versuchen, dir meine obigen Aussagen nochmal in andere Worte zu packen, falls sie nicht verständlich genug waren. (Mathe)Lehrer erklären Schülern manchmal auch Zusammenhänge auf verschiedene Artz und Weise, falls sie merken, daß die erste Erklärung nicht verständlich war. Aber diese Zeit habe ich nicht und ist mir auch zu Schade, wenn ich den Eindruck habe, daß mein Gegenüber mich nicht verstehen will. Folglich wäre so eine Diskussion eine unendliche Geschichte. Ein Fortführen würde dir keine neuen Erkenntnisse bringen und mir auch nicht. Schlicht verknallte Zeit.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Vario_TA » Mi Jun 16, 2021 14:22

Das ist sehr schade. Ich würde wirklich gerne verstehen, wo es bei dir hakt.

Ich für meinen Teil habe eher den Eindruck, du weißt nicht wovon du redest und merkst das jetzt.
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Neo-LW » Mi Jun 16, 2021 14:23

Moin,

gestern habe ich einen Tankeinfüllstutzen
in China bestellt.

Hätte ich auch in GB kaufen können.
Dann wären aber 12,- EUR Frachtkosten
hinzu gekommen.

Für Null EURO Frachtkosten lasse ich mir den lieber per Luftfracht kommen.

Ginge es nach Führerin Baerbock müsste ich jetzt 12,- EUR Ökosteuer an den Staat zahlen.
Für das Geld kann ich jetzt Schnitzel aus Freilandhaltung kaufen.
Sonst wären nur Schnitzel aus Massentierhaltung möglich gewesen.

Olli
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Re: Der Klimawandel hat Deutschland erwischt

Beitragvon Falke » Mi Jun 16, 2021 14:37

Mich stört in der Diskussion schon der Begriff "Klimawandel".
Wurde der so gewählt, dass die "Experten" später sagen können "Ich wußte, es gibt den Klimawandel", auch wenn es kälter werden sollte? :roll: :?

Wir schreiben hier über die Erderwärmung (global warming), oder?

A.
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