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Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Piraterie » Fr Jun 27, 2014 18:24

Nordhesse hat geschrieben:Und die Produktivität bei mir am Hof beim Kehren, Heckeschneiden, aufräumen ist nun mal nicht so hoch, dass ich 8,50 € dafür bezahlen will. Aus den 8,5 werden für mich ja sehr schnell 15 €. Also werden manche Arbeiten, die man sonst zum Füllen des Stundenkontos hat machen lassen halt nicht mehr gemacht.


Wie misst du "Produktivität"? Das muss erstmal geklärt werden.

Anmerkung:
Natürlich ist das alles ein Dilemma, desswegen schrieb ich ja #Systemfehler.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Nordhesse » Fr Jun 27, 2014 18:44

Produktivität= Verhältnis von Input zu Output.

Bsp. 5 Stunden Hof kehren für 15 € Arbeitgeberkosten= 75 € Input. Output ?
VW Werk: 10 h Arbeit a 50 € Arbeitgeberkosten für ein Getriebe = 500 € plus Materialwert 2000 € Output Getriebe = 4000 € passt

Schwierig wird das in allen Bereichen, die sehr Lohnkostenintensiv sind. Wenn also der Grukenpflücker aus Polen hier 8,50 € bekommt- und in Polen die Ukrainer für 1 € pflücken, und der Lohnanteil an den Herstellungskosten bei ca. 70 % liegt, dann hat einer gelitten :D
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon xyxy » Fr Jun 27, 2014 18:53

kürzlich: TUI zahlt seinen Mitarbeitern in den Urlaubsgebieten schlecht....hmm, in D Mindestlohn und für lau im Urlaub bespasst werden?
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Piraterie » Fr Jun 27, 2014 19:39

Nordhesse hat geschrieben:Produktivität= Verhältnis von Input zu Output.

Bsp. 5 Stunden Hof kehren für 15 € Arbeitgeberkosten= 75 € Input. Output ?
VW Werk: 10 h Arbeit a 50 € Arbeitgeberkosten für ein Getriebe = 500 € plus Materialwert 2000 € Output Getriebe = 4000 € passt

Schwierig wird das in allen Bereichen, die sehr Lohnkostenintensiv sind. Wenn also der Grukenpflücker aus Polen hier 8,50 € bekommt- und in Polen die Ukrainer für 1 € pflücken, und der Lohnanteil an den Herstellungskosten bei ca. 70 % liegt, dann hat einer gelitten :D


Diese Definition von "Produktivität" ist eine ziemlich verquere....weil sie auf das Geld abzielt und nicht darauf was das Wort "PRODUKTivität" aussagt.
Sie definiert sich laut deiner Beschreibung rein über das Geld....welches sowieso nur eine reine fiktive Zahl ist und keinen Wert darstellt.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Nordhesse » Fr Jun 27, 2014 19:55

Gut Piraterie- wenn es ja so wäre, mit der fiktiven Zahl, dann könnte es dem Empfänger des Geldes auch egal sein- ob 83,5 oder 28 oder 1,5.

Es müssen aber auch nicht alle Menschen die gleiche Meinung haben. Eins hab ich gelernt- und dies gilt zumindest für mich: Geld ist nicht alles, aber ohne ist es auch sch...

@ xy: das ist ja das verlogene bei vielen Leuten: Immer am jaulen, von wegen "sozialer Gerechtigkeit" aber das eigene einkaufsverhalten ist mittlerweile bei vielen Leuten schlimmer als bei Ignatio Lopez in seinen besten Zeiten.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon frank1973 » Sa Jun 28, 2014 6:41

Piraterie hat geschrieben:
Nordhesse hat geschrieben:Produktivität= Verhältnis von Input zu Output.

Bsp. 5 Stunden Hof kehren für 15 € Arbeitgeberkosten= 75 € Input. Output ?
VW Werk: 10 h Arbeit a 50 € Arbeitgeberkosten für ein Getriebe = 500 € plus Materialwert 2000 € Output Getriebe = 4000 € passt

Schwierig wird das in allen Bereichen, die sehr Lohnkostenintensiv sind. Wenn also der Grukenpflücker aus Polen hier 8,50 € bekommt- und in Polen die Ukrainer für 1 € pflücken, und der Lohnanteil an den Herstellungskosten bei ca. 70 % liegt, dann hat einer gelitten :D


Diese Definition von "Produktivität" ist eine ziemlich verquere....weil sie auf das Geld abzielt und nicht darauf was das Wort "PRODUKTivität" aussagt.
Sie definiert sich laut deiner Beschreibung rein über das Geld....welches sowieso nur eine reine fiktive Zahl ist und keinen Wert darstellt.
Produktivität sagt doch aus was ein Mensch oder eine Maschine oder ein Mensch und eine Maschine in einer gewissen Zeit leisten können und somit Geld erwirtschaften.Ich muss Nordhesse widersprechen wenn er sagt er möchte keine 8,50 Euro fürs Hof kehren bezahlen.Entweder muss er es dann selbst machen oder die vorrausetzungen schaffen z.b. in Form eines breiteren Besen´s damit es sich für ihn lohnt den Hof kehren zu lassen,oder die Arbeit fremdvergeben einen qmPreis für den Hof vereinbaren und dann ist der Unternehmer für den breiten Besen zuständig.(Nix für ungut Nordhesse ist nur ein Beispiel denn ich sehe die Diskussion um den Mindestlohn etwas mehr von der Arbeitnehmerseite).
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon automatix » Sa Jun 28, 2014 6:56

vor allem frag ich mich, warum produziert man sowas, wo die Stückkosten im Vergleich zum Stundenlohn so schlecht sind, daß eine Erhöhung dieses Stundenlohnes die ganze Produktion unrentabel macht?
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Jun 28, 2014 7:03

Nordhesse hat geschrieben:Die Frage war: wie reagiert ihr auf den Mindestlohn. Darauf habe ich geantwortet. Einer macht weniger, andere werden durch Technik ersetzt.
Ich versteh die dann immer nicht, die dann schimpfen und zetern, was die Unternehmer für schlechte Menschen sind. Es steht doch jedem aber auch jedem frei, eine Firma aufzumachen und die Leute zu beschäftigen und ihnen was weis ich für ein Gehalt zu zahlen. Hier im VW werk ist die Produktivität von Teilen der Arbeitnehmerschaft so hoch, dass auch 25 € bezahlt werden. Die haben aber in den letzten 15 Jahren auch 6000-8000 von den weniger produktiven Arbeitsplätzen "outgesourced".

Und die Produktivität bei mir am Hof beim Kehren, Heckeschneiden, aufräumen ist nun mal nicht so hoch, dass ich 8,50 € dafür bezahlen will. Aus den 8,5 werden für mich ja sehr schnell 15 €. Also werden manche Arbeiten, die man sonst zum Füllen des Stundenkontos hat machen lassen halt nicht mehr gemacht.



Gar nicht, für 8,50 kriege ich keinen. Abgesehen vom Azubi.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Jun 28, 2014 7:10

Piraterie hat geschrieben:Nun, dazu würde es erstmal einer Neudefinition von "Arbeit" benötigen und eines anderen Geldsystems, wo das Geld nicht durch Schuld entsteht. Danach kann man durchaus über eine andere Verteilungsregel für Güter und Dienstleistungen nachdenken.

Unter unserem heutigen System ist die Verwahrlosung und auch das Sterben von vielen Menschen...hmmm durchaus gewollt.


Es spielt keine Rolle, ob man als Lohn Euros, Golddukaten oder Zigaretten austeilt. Es gibt nun mal Menschen deren geistige/mentale und oder körperlichen Eigenschaften nur unterdurchschnittliche Tagwerke entstehen lassen.
Und eine Verteilung ohne Bezug zur eigenen Leistungsfähigkeit wird nicht zu mehr Wohlstand führen.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Skai » Sa Jun 28, 2014 7:54

Nordhesse hat geschrieben:Produktivität= Verhältnis von Input zu Output.

Bsp. 5 Stunden Hof kehren für 15 € Arbeitgeberkosten= 75 € Input. Output ?
VW Werk: 10 h Arbeit a 50 € Arbeitgeberkosten für ein Getriebe = 500 € plus Materialwert 2000 € Output Getriebe = 4000 € passt

Schwierig wird das in allen Bereichen, die sehr Lohnkostenintensiv sind. Wenn also der Grukenpflücker aus Polen hier 8,50 € bekommt- und in Polen die Ukrainer für 1 € pflücken, und der Lohnanteil an den Herstellungskosten bei ca. 70 % liegt, dann hat einer gelitten :D


Wirklich gelitten hat da der Saisonarbeiter des Deutschen Betriebes, da die Wareneinkäufe mittlerweile Europaweit vonstatten gehen und die Einkäufer dann zur poln. Gurke greifen, da sie schlichtweg weniger kosten wird.
Der dt. Betrieb kann dementsprechend weniger Gurken absetzen, verringert die Anbaufläche und benötigt entsprechend weniger AKs.

Lässt sich so praktisch auf jede Branche übertragen.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Nordhesse » Sa Jun 28, 2014 9:02

@ Frank- Das kehren war ein Beispiel für folgendes: So lange die Kosten für mich "im Rahmen bleiben" hab ich mir halt manche Sachen gegönnt, auch wenn sie sich "nicht rechnen"- Ich konnte den Mitarbeiter nicht voll mit "produktiven" Arbeiten auslasten. Da hat man halt, wenn noch nicht Feierabend war gesagt- räum da noch mal auf, mäh noch mal das Gras. Das wird auch in Zukunft noch erledigt, aber nicht mehr so oft. Deshalb ist es hier immer noch ordentlich.

@ Automatix: Das liegt am hohen Arbeitsanteil am Endprodukt, und daran, dass es halt Wettbewerber ( z.Zt. in Polen) gibt, die zu einem Bruchteil unserer Kosten produzieren können.

@ Meyernburg: Hier in der Gegend herrscht aus meiner Sicht mittlerweile auch fast Vollbeschäftigung ( Arbeitslosenquote ca. 4,5 %) Und bei der 8,50 € Diskussion geht es um die Leute, die sich z.B. wegen mangelnder Spachkenntnisse oder leichten körperlichen und geistigen Problemen nicht in industrielle Produktionsprozesse einbinden lassen.

Und noch mal: Unter den hier Beschäftigten herrscht eine hohe Zufriedenheit. Ich werde zeitweise z.B. von Berufskollegen angefeindet, weil bei mir der Azubi auch nur das arbeitet, was im Vertrag steht. :D
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon dappschaaf » Sa Jun 28, 2014 9:18

Hallo,

wie machts die Industrie? Verlagert Personalintensive, angelernte Tätigkeiten Richtung Osten, weil die dass kostengünstiger hinkriegen als wir. Transportkosten fallen so gut wie nicht ins Gewicht.
Produkte oder Baugruppen mit viel Know How, wenig Lohnintensiv bleiben im Land.

Geht halt beim Bauern schlecht...

Gruß
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Ferengi » Sa Jun 28, 2014 12:55

Kannst ja den Hof gen Osten verlagern.
Zuletzt geändert von Ferengi am Sa Jun 28, 2014 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon frank1973 » Sa Jun 28, 2014 13:45

Nordhesse hat geschrieben:@ Frank- Das kehren war ein Beispiel für folgendes: So lange die Kosten für mich "im Rahmen bleiben" hab ich mir halt manche Sachen gegönnt, auch wenn sie sich "nicht rechnen"- Ich konnte den Mitarbeiter nicht voll mit "produktiven" Arbeiten auslasten. Da hat man halt, wenn noch nicht Feierabend war gesagt- räum da noch mal auf, mäh noch mal das Gras. Das wird auch in Zukunft noch erledigt, aber nicht mehr so oft. Deshalb ist es hier immer noch ordentlich.
Schon klar.
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