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Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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119 Beiträge • Seite 4 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Kyoho » Do Mär 27, 2014 17:08

agrarbetriebswirt hat geschrieben:Traurig, das dafür hier extrea ein Thema aufgemacht wird . . . . :oops:

Sicherlich gibt es Sonderfälle, wie Cairon ihn schildert, aber ansonsten sehe ich keinen Grund, warum nicht auch 8,50 € in der Landwirtschaft gezahlt werden sollte - JEDER sollte von seiner Arbeit leben können und nicht noch von der ARGE gestützt werden müssen oder noch Pfandflaschen sammeln müssen, nur weil irgendwelche "Unternehmer" meinen sich die Taschen auf Kosten ihrer Mitarbeiter voll zu machen !

Mag hart klingen - ist aber so !!!!!!!!!!!!!!


Ich verstehe nicht, warum das Pfandflaschensammeln immer so als negativ und sozial anrüchig dargestellt wird. Wer Pfandflaschen sammelt, sortiert vernünftig Müll und recycelt. Die Rohstoffe wandern wieder in den Stoffkreislauf zurück und man tut vor allem was für die Sauberkeit in der Stadt und auf dem Land. Jeder Automat nimmt die Dosen und Flaschen anonym an und das dabei erlöste Geld ist völlig steuer- und abgabenfrei. Welcher Zuverdienst ist das heute noch? Dosenpfand ist eine klassische Umverteilung von oben nach unten oder besser von faul nach fleißig. Das erneuerbare Energiengesetz ist das Gegenteil davon, da zahlt der Mieter und der Vermieter mit dem Solardach streicht ein und trotzdem wird es von der Politik gefeiert.
Zumindest ist Flaschensammeln sozialer und ehrenwerter, als in der Fußgängerzone die Passanten anzubetteln.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Moody » Do Mär 27, 2014 17:21

Nur doof das der Schuss gewaltig nach hinten losgehen wird.

Ich hab mich heute mit einem größeren Unternehmer über den Mindestlohn unterhalten.
Er meinte, wenn der Mindestlohn so kommt wie er aktuell geplant ist, werden von 100 Leuten 90 entlassen und die restlichen 10 bekommen 8.50 €/h bei doppeltem Arbeitspensum.
Was dann noch nicht erledigt wird, wird mechanisiert und der rest durch Minijobber (450€) aufgefüllt.

Unterm strich hat man dann genau das gegenteil erreicht. Anstatt das es den Arbeitern besser geht, dürfen sie nun zu 100% ALG2 beziehen und nebenher für 450€ (bei wahrscheinlich dem gleichen AG) jobben.

Das wird dann in der LW nicht anderst ablaufen.
2 minijobber ersetzen dann zb. einen Stallhelfer und Melker werden durch Melkroboter ersetzt.

Zudem, wo kann man von 8,50€/h brutto gut leben?
Nach abzug der Steuern liegt man nur noch marginal über dem Aufstockerbereich..
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon JORA » Do Mär 27, 2014 18:03

Wenn die ganzen Unternehmer dann ihre Arbeiten mechanisieren, kommen die Leute dann ja beim Maschinen- und Gerätebau wieder unter. Und das für 8,50€/h plus Urlaubsgeld und Lohnfortzahlung bei Krankheit.
Die Maschinen werden dadurch teurer, die Leute verdienen mehr und können sich dann auch mal öfter ein Schnitzel oder Anderes leisten. Das kurbelt die Wirtschaft an und die Landwirtschaft kann weiterhin noch billigere Nahrungsmittel produzieren, da sie nun ja alles maschinell erledigen kann.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon buntspecht » Do Mär 27, 2014 18:06

Hallo Kyoho,

das sag mal einem Bankschläfer. Ich finde es nicht eben erhebend, in der Mülltonne nach Pfandflaschen zu suchen :wink:

Nebenbei bemerkt empfinde ich die Tatsache überhaupt nur auf den Gedanken zu kommen, Pfandgut in die Mülltonne oder gar Landschaft zu entsorgen, einfach nur als eines der armseligen "Zeugnise" unserer Gesellschaft.

Gruß,
der buntspecht
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Kyoho » Do Mär 27, 2014 18:21

JORA hat geschrieben:Wenn die ganzen Unternehmer dann ihre Arbeiten mechanisieren, kommen die Leute dann ja beim Maschinen- und Gerätebau wieder unter. Und das für 8,50€/h plus Urlaubsgeld und Lohnfortzahlung bei Krankheit.
Die Maschinen werden dadurch teurer, die Leute verdienen mehr und können sich dann auch mal öfter ein Schnitzel oder Anderes leisten. Das kurbelt die Wirtschaft an und die Landwirtschaft kann weiterhin noch billigere Nahrungsmittel produzieren, da sie nun ja alles maschinell erledigen kann.


Leider sind diese Leute nicht dafür qualifiziert und können es in den meisten Fällen auch nicht werden. Maschinen kaufen übrigens keine Maschinen, so wie Autos keine Autos kaufen können. Ein Traubenvollernter ersetzt in der Kampagne mindestens 30 Handleser. Für den Bau einer Maschine braucht man aber nur einen Bruchteil der menschlichen Arbeitskraft, vor allem aber Ingenieurkräfte und keine Hilfsschweißer.
Fakt ist doch einfach, die unqualifizierten Arbeiter und Minderleister sitzen auf der Straße oder treten bei der Arge an, weil ihre Jobs wegrationalisiert werden. Warum geht das nicht in die Köpfe rein?
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Kyoho » Do Mär 27, 2014 18:31

buntspecht hat geschrieben:Hallo Kyoho,

das sag mal einem Bankschläfer. Ich finde es nicht eben erhebend, in der Mülltonne nach Pfandflaschen zu suchen :wink:

Nebenbei bemerkt empfinde ich die Tatsache überhaupt nur auf den Gedanken zu kommen, Pfandgut in die Mülltonne oder gar Landschaft zu entsorgen, einfach nur als eines der armseligen "Zeugnise" unserer Gesellschaft.

Gruß,
der buntspecht


Beim Pfandflaschensammeln entwickeln sich bereits großstädtische Subkulturen, das ist sogar ein Trendsport: http://www.tagesspiegel.de/berlin/initiativen-fuer-berliner-beduerftige-die-pfandkoenige/7290250.html
Flaschensammlern gehe es aber nicht nur ums Geld, hat Jonas Kakoschke beobachtet. Viele bräuchten das Gefühl, eine Beschäftigung zu haben. Bei seinem Abholservice gehe es auch um Kommunikation: „Wir machen möglichst viel von Mensch zu Mensch.“


Eine selbstbesimmte Tätigkeit ist als Antriebsfeder nicht zu unterschätzen, Arbeit ist nicht nur Maloche, sondern auch Lebenserfüllung und Kommunikation. Auch wenn man keinen Mindestlohn erhält.


Auch Juristen haben sich bereits damit beschäftigt: http://www.hertener-allgemeine.de/behalten/serien/darf-man-das/darf-man-das-herten/Die-Pfandflasche-aus-dem-Muell;art343214,669119
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Fassi » Do Mär 27, 2014 18:43

Fakt ist doch einfach, die unqualifizierten Arbeiter und Minderleister sitzen auf der Straße oder treten bei der Arge an, weil ihre Jobs wegrationalisiert werden. Warum geht das nicht in die Köpfe rein?


Ja und? Sie laufen dann in der Statistik als Arbeitslos und nicht mehr als Aufstocker. Finanziell für den Staat ändert sich dadurch wenig, der muss in die Leute dasselbe Geld aufbringen, nur heißt es dann anders.

und der rest durch Minijobber (450€) aufgefüllt.


Hier liegt doch der Hund begraben. Diese Regelung gehört sofort gestrichen für alle über 18 Jahre (oder wegen mir 21), wenn der Mindestlohn eingeführt wird. Wenn man dann geringere Arbeiten hat, dann arbeitet die zuständige Arbeitskraft halt nur ein paar Stunden die Woche für die 8,50€. Die 450€ Jobs sind doch nur die Legalisierung der Ausbeutung von Arbeitskräften.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Kyoho » Do Mär 27, 2014 18:57

Fassi hat geschrieben:
und der rest durch Minijobber (450€) aufgefüllt.


Hier liegt doch der Hund begraben. Diese Regelung gehört sofort gestrichen für alle über 18 Jahre (oder wegen mir 21), wenn der Mindestlohn eingeführt wird. Wenn man dann geringere Arbeiten hat, dann arbeitet die zuständige Arbeitskraft halt nur ein paar Stunden die Woche für die 8,50€. Die 450€ Jobs sind doch nur die Legalisierung der Ausbeutung von Arbeitskräften.

Gruß


Und der Rest der Zeit drehen diese Leute dann Däumchen, warten auf den nächsten ungewissen Arbeitsauftrag und verdienen am Ende weniger als vorher pro Monat? Wer bezahlt denn die ganzen Kontrolleure, da nachschauen, ob die Arbeitskraft nicht doch einige Stunden für weniger Geld arbeitet? Das Ganze endet in einem Wust an Prozessen, Streitigkeiten und Bürokratie wegen ein paar verdienten Euros pro Arbeitskraft. Ein Arbeitnehmer, der nur 20 Stunden die Woche für 8,50€ beschäftigt ist, wird bestrebt sein, die Restarbeitszeit auch mit Verdienst auszufüllen. Auch wenn er dafür nur 7,50 € bekommt, wird er malochen, schließlich kommt es drauf an, was am Ende des Monats in der Lohntüte ist, und nicht, was er pro Stunde bei geringer Auslastung verdient.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon buntspecht » Do Mär 27, 2014 19:09

Hallo Kyoho,

Du hast offenbar den Bankschläfer überlesen :wink:

Gruß
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Fassi » Do Mär 27, 2014 19:12

Und wie soll er für 7,5€/h legal arbeiten, bei 8,5€ Mindestlohn? Auf Dauer wird es kein Unternehmen schaffen, permanent Schwarzarbeiter zu beschäftigen. Zur Not wird halt der Zoll noch ein wenig aufgestockt. Ich frag mich echt, wieso etwas, was es in fast jedem anderen europäischen Land und auch anderen Industrienationen funktioniert in D zum Rückfall ins Mittelalter führen soll. Nur weil sich dann die Managerbande nicht mehr ganz so ungehemmt die Taschen vollstopfen kann?

Gruß
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Kyoho » Do Mär 27, 2014 19:19

Fassi hat geschrieben:Und wie soll er für 7,5€/h legal arbeiten, bei 8,5€ Mindestlohn? Auf Dauer wird es kein Unternehmen schaffen, permanent Schwarzarbeiter zu beschäftigen. Zur Not wird halt der Zoll noch ein wenig aufgestockt. Ich frag mich echt, wieso etwas, was es in fast jedem anderen europäischen Land und auch anderen Industrienationen funktioniert in D zum Rückfall ins Mittelalter führen soll. Nur weil sich dann die Managerbande nicht mehr ganz so ungehemmt die Taschen vollstopfen kann?

Gruß

Die Buchführung macht's möglich. Die 8,50€ bekommt er nach der Lohnbuchhaltung schon, aber er ist länger in der Firma, bekommt einfach längere Pausenzeiten ausgewiesen, die unbezahlt sind oder man bezahlt gleich nach Akkordlöhnen.
Besser für die Wirtschaft ist, am stockt beim AN auf als beim Zoll.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Kyoho » Fr Mär 28, 2014 10:12

Der Mindestlohn gilt für alle,
die ihn bekommen.
Alle anderen bekommen ihn nicht
oder werden freigesetzt oder machen sich selbständig..
Ihre GroKo. Zum Wohle der Bürger und im Namen des Volkes

http://www.welt.de/wirtschaft/article123545004/Hunderttausende-Chefs-verdienen-nicht-mal-Mindestlohn.html
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Piraterie » Fr Mär 28, 2014 14:36

Kyoho hat geschrieben:
Fassi hat geschrieben:Und wie soll er für 7,5€/h legal arbeiten, bei 8,5€ Mindestlohn? Auf Dauer wird es kein Unternehmen schaffen, permanent Schwarzarbeiter zu beschäftigen. Zur Not wird halt der Zoll noch ein wenig aufgestockt. Ich frag mich echt, wieso etwas, was es in fast jedem anderen europäischen Land und auch anderen Industrienationen funktioniert in D zum Rückfall ins Mittelalter führen soll. Nur weil sich dann die Managerbande nicht mehr ganz so ungehemmt die Taschen vollstopfen kann?

Gruß

Die Buchführung macht's möglich. Die 8,50€ bekommt er nach der Lohnbuchhaltung schon, aber er ist länger in der Firma, bekommt einfach längere Pausenzeiten ausgewiesen, die unbezahlt sind oder man bezahlt gleich nach Akkordlöhnen.
.

Nicht rechtens, leider sind viele Arbeitnehmer schlicht zu verängstigt um ihr Recht einzufordern. Aber bei jeder Firma welche das so handhabt ermuntere ich die Mitarbeiter dagegen vorzugehen. Und bei solchen Tricksereien ist es egal ob der Mitarbeiter 8.5€ oder 85€ die Stunde bekommt/verdient.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Moody » Fr Mär 28, 2014 17:46

Arbeitnehmer die gegen den Arbeitgeber klagen, waren kurz darauf die längste Zeit Arbeitnehmer :mrgreen:

Noch einfach ist es für die AG einfach Werkverträge abzuschliesen oder eben nach Stücklohn zu zahlen.
Ist doch im Transportgewerbe jetzt schon so. Da drängt man die Fahrer in die Selbstständigkeit, schließt langfristige Verträge mit denen ab und man ist alles los. Der AN trägt nun das volle Risiko, inklusive der Sozialversicherungen.

Es gibt immernoch genug Generalunternehmer in der Baubranche die das so handhaben.
Da werden dann Leute regelrecht rekrutiert und mit ein paar schmankerln in die Verträge gelockt.
Man wird da zwar nicht gezwungen zu unterschreiben aber wer unterschreibt nicht, wenn das Geld knapp ist?
Die Gewerkeabstimmung ist dann auch so eng getaktet und mit Verzugsstrafen versehen, dass oft nichtmal was beim Auftragnehmer hängen bleibt.
So schummelt man sich ja jetzt schon um den Mindestlohn aufm Bau herum.
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Re: Der Mindestlohn kommt und wie geht ihr damit um?

Beitragvon Piraterie » Fr Mär 28, 2014 17:54

Moody hat geschrieben:Arbeitnehmer die gegen den Arbeitgeber klagen, waren kurz darauf die längste Zeit Arbeitnehmer :mrgreen:

Noch einfach ist es für die AG einfach Werkverträge abzuschliesen oder eben nach Stücklohn zu zahlen.
Ist doch im Transportgewerbe jetzt schon so. Da drängt man die Fahrer in die Selbstständigkeit, schließt langfristige Verträge mit denen ab und man ist alles los. Der AN trägt nun das volle Risiko, inklusive der Sozialversicherungen.

Es gibt immernoch genug Generalunternehmer in der Baubranche die das so handhaben.
Da werden dann Leute regelrecht rekrutiert und mit ein paar schmankerln in die Verträge gelockt.
Man wird da zwar nicht gezwungen zu unterschreiben aber wer unterschreibt nicht, wenn das Geld knapp ist?
Die Gewerkeabstimmung ist dann auch so eng getaktet und mit Verzugsstrafen versehen, dass oft nichtmal was beim Auftragnehmer hängen bleibt.
So schummelt man sich ja jetzt schon um den Mindestlohn aufm Bau herum.


Nun sicher, aber es ist schonm ziemlich dämlich soetwas wie verlängerte Pausen mit sich machen zu lassen. Aber das ist nunmal die generelle Unterwürfigkeit hier und der fehlende Mut.

Ich hatte nun nicht von diesen Scheinselbstständigkeiten gesprochen, sondern von klassischen Angestelltenverhältnis, welches ja hierzulange immer noch die verbreiteste Art der Bewirtschaftung des Humankapitals ist, um mal die entmenschlichte Form der Sprache des Finanzfaschismus zu bemühen.
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