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Die Bauern melken sich arm

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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1051 Beiträge • Seite 45 von 71 • 1 ... 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48 ... 71
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon julius » Fr Nov 12, 2010 18:00

schimmel hat geschrieben:.....Leute geht einfach davon aus, dass die Milch in unserem Land mittelfristig noch mal ganz knapp wird....wers nicht glauben will muss sich nur mal umsehen und erkennen wie viele Betriebe keinen Nachfolger haben....die Geburtenstarken Jahrgänge 1959 bis 1964 sind in spätestens 20 Jahren weg und es kommt nichts nach...Biogas tut sein Übriges...die Prognosen gehen schon länger davon aus, dass die Milcherzeugung gen Osten zieht ......weit gen Osten.....also n8

Reini

Wenn ein sogenannter Zukunftsbetrieb auf 1000 Kühe aufstockt können schonmal um die 25 kleinere Betriebe aufhören. Weltweit gesehen ist ein Betrieb mit 1000 Kühe noch nichtmal groß und die Technik verbessert sich weiter was noch größere Betriebe zur Folge haben wird.
Somit wird sich die Milch die nächsten Jahre kaum verknappen. Die angesprochenen Biogas sind nur regional begrenzt. Somit dürfte insgesamt auf dem Globus die Milch über Jahrzehnte nicht knapp werden.
Ist aber möglich das unsere Molkereien die Milch wesentlich günstiger aus dem Ostblock zukaufen können. Allein schon wegen der dort geringeren Lohnkosten und dort herrscht nur 1/10 unseres Pachtpreisniveaus.
Bedeutet kein höherer Milchpreis und somit werden viele hiesige Milchproduzenten zur Aufgabe gezwungen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon xyxy » Fr Nov 12, 2010 19:46

Wieso gezwungen, hä?
Beim letzten Börsentermin wurden doch die Nachfrager mit Milch zugeschi.... :roll:


"Mehr als ein Drittel der deutschen Milchkühe steht in Betrieben mit Bestandsgrößen von 100 und mehr Tieren, das sind 8 % aller Milchviehbetriebe. Von 2008 zu 2010 ist die Anzahl der Betriebe mit 100 bis 200 Milchkühen um 17 % gestiegen.

Deutschlandweit liegt die durchschnittliche Bestandsgröße in der Milchviehhaltung bei 45 Tieren. Im Süden Deutschlands befinden sich traditionell die kleinsten Milchbauernhöfe: 32 Kühe pro Halter in Baden-Württemberg und 29 Tiere in Bayern. Im Norden werden für einen durchschnittlichen Tierhalter Herdengrößen von rund 70 Kühen in Schleswig-Holstein bzw. 56 Tieren in Niedersachsen ausgewiesen."

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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agrarstudent » Fr Nov 12, 2010 20:13

Also in Osteuropa ist nicht so ein melkgeiles Volk wie in DK, D, A, CH oder NL, vielleicht noch in Lettland. Dort sind die Höfe eher kleiner strukturiert wie hier, bei einem höheren Zinsniveau. So dann haben Investoren ein Problem : Mitarbeiter finden und dann solche die einem nicht bescheissen. Vor dem osten braucht uns keine Angst zu sein, die produzieren zur Selbstversorgung, Gemüse, Obst und getreide. Aber keine Milch und keine Schweine. Wie aus Kreisen der geflügelwirtschaft zuhören ist, sind die Knickeierverluste und der Futterverbrauch höher, wie auch die immer noch den Löchern im dach suchen wo die Puten rausfliegen. Wenn der Osten so toll wäre, würden die sonst gerade so massiv in Ostniedersachsen investieren ? ..... hahahaha...
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon julius » Fr Nov 12, 2010 20:44

xyxy hat geschrieben:Wieso gezwungen, hä?

Meine Aussage galt der Zukunft nicht der Gegenwart.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Nov 12, 2010 20:54

schimmel hat geschrieben:.....mir egal, wie viel eine AK produzieren kann. Fakt bleibt aber, dass die Molkereien zukünftig eher Schwierigkeiten bekommen werden im eigenen Land Milch zur Verarbeitung zu erhalten....da wird dann eben aus dem östlichen Ausland zugekauft werden müssen. Und das wiederum stachelt alle Investoren an, im Osten zu investieren....dann beginnt die Spirale richtig loszulegen und die letzten lassen auch bei uns die Melkgeschirre hängen....
Auch die jetzt wachsenden Betriebe werden die notwendige Milchmenge nicht produzieren können, das scheitert allein an der Fläche und der notwendigen AK....meine Meinung.
Es sei denn die Molkereien gehen den gleichen Weg wie die Bauern und machen den Laden zu.....dem Verbraucher ist es eh Wurscht, woher die Milch kommt. Bis auf die, die fair und regional kaufen..

Reini

Mein Beitrag war eher ironisch gemeint. Im Prinzip stimme ich dir zu, wird sich aber regional sehr unterschiedlich entwickeln.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Paule1 » Fr Nov 12, 2010 22:06

Schau mer mal welche Betriebe die nächste Weltweite Finanzkrise übeleben :wink:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agrarstudent » Fr Nov 12, 2010 23:36

Als Tschechien, Polen, die Balten und Ungarn zur EU kam, zogen die Viehhändler durchs Land und haben prophezeit das Fleisch wird billig. Das Gegenteil passierte, es stieg.

Die deutsche landwirtschaft hat 3 Probleme : Gesellschaftliche Akzeptanz ( Umweltschutz, Tierschutz ), eine zu große Abhängigkeit von den Futtermärkten und die Arbeitsplätze sind im Vergleich zur Industrie zu wenig attraktiv, dann wären da noch "deutsche Kosten", Pachten die nicht über Erträge zu rechtfertigen sind und die Einkaufsmacht des LEH ! ansonsten stehen wir top da. Bei einem starken Anstieg der futterpreise ( und das ist recht wahrscheinlich ) purzeln zuerst die Biogaser, dann die großmelker. Komischerweise produziert dann der 80er Fleckviehbetrieb am kostengünstigsten bei einem Leistungsniveau von 6500 - 8500 kg, weil hier das Grünland am besten verwertet wird. In Norddeutschland wird ganz schnell der Weidegang wieder modern und man lebt von 150 Kühen mit Windmühle bestens. Tja Paule, wer sein Geld in Aktien angelegt hatte, hat es Dank der Finanzkrise verdoppelt !
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon euro » Sa Nov 13, 2010 0:46

Paule und Holdi, Vegangenheit und Zukunft des Landtreffs...omg, hab Brigitta vergessen...
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon xyxy » Sa Nov 13, 2010 9:04

euro hat geschrieben:Paule und Holdi, Vegangenheit und Zukunft des Landtreffs...omg, hab Brigitta vergessen...

Na dann sind ja Alle beisammen, die Tage werden kürzer, der Winter steht vor der Tür, da trifft man sich halt wo es warm ist...
Wo ist Hill? :roll:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Hoschscheck » Sa Nov 13, 2010 9:57

Nach wie vor werden von Holländern Milchviehbetriebe in Norddeutschland gekauft.
Viele wollen nicht bis nach Kleinpommern oder an den Ural.
Es dauert zu lange wenn sie einen Abstecher von dort nach Hause machen wollen. :wink:
Ob die "paar" Holländer die deutsche Milchproduktion retten können ist aber auch fraglich. Nur scheinen deiner Aussage nach ja auch in Zukunft keine Erlöse ins Haus zu stehen. Weniger idealistische Komamelker kann das dann auch keine "freude" mehr bereiten und sie zum Aufbau/Ausbau des Betriebszweiges Milchproduktion überzeugen.
Vielleicht rettet ja die deutsche Industrie-Kuh die heimische Milchproduktion.
Wobei ich das nicht kritisiere. Die Menge wird es wohl richten. Wird sie das wirklich?
:wink:


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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » Sa Nov 13, 2010 10:29

Die Sache mit einem Zukunftsszenario ist keine leichte Angelegenheit. Aus der allgemeinen Lebenserfahrung wissen wir, dass alle Prognosen eines gemeinsam haben, nämlich dass sie nicht zutreffen. Nur zwei Beispiele, vor etwa 30 Jahren geisterte durch die landwirtschaftliche Fachpresse der Begriff der "Sozialbrache". Die schlimmsten Auguren schilderten das entstehen einer Wüstenei, alles grau, bestenfall Büsche, Leere soweit das Auge reicht. Eingetroffen ist, dass sich heute die Leute wegen einem Fetzen Land (fast) die Köpfe einschlagen.

Vor ca. 150 Jahren hat ein Engländer mehrere wissenschaftliche Abhandlungen geschrieben und nachgewiesen, dass spätestens zur Jahrhundertwende das Land unter einer meterhohen Schicht aus Rossäpfeln begraben sein würde!!! Die Leute dort waren völlig aufgeschreckt und stellten allerlei Unfug an um diese Entwicklung zu verhindern. Wir wissen heute, es wäre nicht nötig gewesen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Hoschscheck » Sa Nov 13, 2010 10:44

Nur die Demografen irren deutlich weniger. Und von daher stimme ich Reini zu. Ich hab es im Bekantenkreis mehrmals erlebt, dass die Hofnachfolger im Studium gemerkt haben "Eh, der alte spinnt doch. Was soll der ganze Mist?" Alle Höfe hatten schon vor Jahren über 1oo Kühe.
Einer ist jetzt bei BASF, einer bei Mercedes und einer auf dem Finanzamt. Sicherlich subjektiv.
Nur wenn in der Milchviehhaltung kein Geld zu verdienen ist warum weitermachen fragen sie gerade die jungen Betriebsleiter im Generationswechsel.

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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Hoschscheck » Sa Nov 13, 2010 10:50

schimmel hat geschrieben:....ich würde es nicht Größenabhängig betrachten. Wirklich große Betriebe ohne Nachfolger werden wohl von Investoren übernommen, die sich kalkulatorisch etwas ausrechnen. Aber gute Familienbetriebe ohne Nachfolger verschwinden auch ohne dass sie es aus wirtschaftlicher Not heraus tun müssen. Die Kontinuität der Betriebe ist durch Demographie und wirtschaftlich/gesellschatliche Randbedingungen gefährdet.... Die Landwirtschaft hat ihren Besitz und ihr Tun über Generationen weitervererbt. Diese Option fällt nun zunehmend weg. zudem hat sich die Landwirtschaft nie nach außen geöffnet und Außenstehenden die Vorteile und die Chancen offenbart. Nun muss man sich dem Resultat stellen....


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Wollte ich auch nicht. Das einzige was hier Gegensteuern kann: Ein Auskommen mit dem Einkommen aus der Milchproduktion.


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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon xyxy » Sa Nov 13, 2010 12:12

xyxy hat geschrieben:http://www.topagrar.com/index.php?optio ... Itemid=519

Wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mitteilt, müssen laut der neuen Vorgabe die Landwirte durch ein Brandschutz-Gutachten nachzuweisen, dass sie die Tiere im Brandfall rechtzeitig aus dem neuen Stall retten können.
:mrgreen:

Hat hier wohl nicht geklappt...
http://www.n-tv.de/panorama/26-Tiere-ve ... 25691.html
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Nov 13, 2010 16:23

schimmel hat geschrieben: zudem hat sich die Landwirtschaft nie nach außen geöffnet und Außenstehenden die Vorteile und die Chancen offenbart. Nun muss man sich dem Resultat stellen....Reini

Na, das is auch ein schwieriges Unterfangen. Zu meiner Schulzeit galt man als angehender Landwirt als rückständig (beim letzten Klassentreffen sagte mein Klassenlehrer: "Is dir denn wirklich nix besseres eingefallen mit deinen Noten?". Heute gilt man als notorischer Massentierhalter und Weltuntergangsverantwortlicher.
Hoschscheck hat geschrieben: Ich hab es im Bekantenkreis mehrmals erlebt, dass die Hofnachfolger im Studium gemerkt haben "Eh, der alte spinnt doch. Was soll der ganze Mist?" Alle Höfe hatten schon vor Jahren über 1oo Kühe.
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Gut ausgebildet kann man ausserhalb der LDW immer noch gut verdienen. Mit weniger Verantwortung, Risiko und persönlichem Einsatz. Das merken aber nicht nur potenzielle Hofnachfolger, damit haben viele Branchen zu kämpfen.
agrarstudent hat geschrieben: Komischerweise produziert dann der 80er Fleckviehbetrieb am kostengünstigsten bei einem Leistungsniveau von 6500 - 8500 kg, weil hier das Grünland am besten verwertet wird. In Norddeutschland wird ganz schnell der Weidegang wieder modern und man lebt von 150 Kühen mit Windmühle bestens.

Könnte glatt vom Reinhold sein :mrgreen:
In den Grünlandregionen Norddeutschlands ist die Weidehaltung nach wie vor modern. Ausgenommen BEtriebe mit Robo und solche jenseits 300 K.
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