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Die Bauern melken sich arm

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agrarstudent » Sa Nov 13, 2010 16:40

meyenburg1975 hat geschrieben:
agrarstudent hat geschrieben: Komischerweise produziert dann der 80er Fleckviehbetrieb am kostengünstigsten bei einem Leistungsniveau von 6500 - 8500 kg, weil hier das Grünland am besten verwertet wird. In Norddeutschland wird ganz schnell der Weidegang wieder modern und man lebt von 150 Kühen mit Windmühle bestens.

Könnte glatt vom Reinhold sein :mrgreen:
In den Grünlandregionen Norddeutschlands ist die Weidehaltung nach wie vor modern. Ausgenommen BEtriebe mit Robo und solche jenseits 300 K.


Jupp, hab mich in den Account vom Mitarbeiter eingeschlichen. Der hat bis zum Mittwoch Urlaub.

Ja, lt. der Berichte der Spezialprogramme Milchviehberatung aus dem Norden sind die Weidehalter wohl immer noch die rentabelsten und aus dem Süden hört man das die fleckviecher die bessere Grünfutterverwertung haben, und wenn ich bei meinen Bauern hier schaue ...... mit 80 Fleckvieh 127.000 € vor steuern bei 150 Schweinemastpl. und 40 ha Ackerbau, dann stimmen die Rechenmodelle der 300er Betriebe nicht ganz.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Hoschscheck » Sa Nov 13, 2010 19:36

Welchen Mittwoch denn?
Den nach Ostern?
:mrgreen:
:wink:

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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agrarstudent » Sa Nov 13, 2010 21:26

Hoschscheck hat geschrieben:Welchen Mittwoch denn?
Den nach Ostern?
:mrgreen:
:wink:

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Wobei die frage offen bleibt : Ostern in welchem Jahr ? 8) Wie ich die Mods. P+A einschätze sorgen die schon baldigst dafür, das ich nicht wieder von meiner Arbeit abgehalten werde !
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon xyxy » So Nov 14, 2010 6:03

Wieso?
Gibs hier sowas wie Sicherungsverwahrung?
Dann steht dir ja noch der EuGH (EGMR) offen :lol:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agrarstudent » So Nov 14, 2010 10:43

Schimmel hat Recht, uns fehlen in 10 - 15 jahren ausreichend gut ausgebildete Leute für den praktischen Betrieb.

Einer der es schafft einen Betrieb mit 200 Kühen + X und allem drum und dran zu managen, kann auch 200 Mann in der Industrie o.ä. führen. Körperlich und geistig fit, stressbelastbar - der ist vom Lohnansatz so mit etwa 60.000 aufwärts anzusetzen. So jetzt denkt man mal man ist Investor und kalkuliert mit diesem Lohnansatz für einen Milchviehbetrieb .... zu erst werfen die großen den Löffel weg ! wie zwischen 1960 und 1985 passiert ...... mit dem Familienbetrieb in Deutschland stirbt, die Milchviehhaltung.

Dann haben wir oft noch den rückwärtsgewandten Darwinismus in der Ldw. seit etwa 1960 ...... bei mehreren potientiellen Hofnachfolgern macht die nicht gerade der Beste, sondern eher jene/r die anderweitig die geringeren Alternativen haben und : Oftmals sind die Mädels die Besseren ( heut ist Sonntag, da muss man auch mal einwenig :klee: schleimen ) ! ..... :schleimmodus-off: nur schade das es hier keine wbl. PowerMods gibt ... 8)
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Paule1 » So Nov 14, 2010 11:39

Das farmpoint ist ja ein sehr schwach besuchtes Forum :mrgreen:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon xyxy » So Nov 14, 2010 12:32

agrarstudent hat geschrieben:Schimmel hat Recht, uns fehlen in 10 - 15 jahren ausreichend gut ausgebildete Leute für den praktischen Betrieb.


Rein statistisch gesehen, müssten in Bayern aufgrund der noch vorhandenen Vielzahl an Betrieben, die meisten Nachfolger/innen heranwachsen. Droht jetzt nach der Verholländerung noch eine Verbayerung des Nordens? :roll:
Ist BsF schon als Zukunftsausblick zu sehen, damit wir uns langsam dran gewöhnen, was noch auf uns zu kommt?

Hat sich überhaupt schon mal ein Agrarstatisker an dieses Nachwuchsproblem herangewagt?
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Paule1 » So Nov 14, 2010 12:59

Ist nicht nötig bis 100 Kühe gehts ja locker im Nebenerwerb :prost:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » So Nov 14, 2010 13:42

@xyxy, die Nachwuchsproblematik wird über die Entlohnung für die Faktoren Arbeitu & Kapital = Gewinn in der Landwirtschft entschieden. Da sind die jungen Leute, zum Glück, wesentlich kritischer geworden als die Altvorderen. Wenn dann noch unklare Verhältnisse bezüglich Hofübergabe herrschen, dann sagen viele Junge leichter nein Danke!

Meine ganz persönliche, unmassgebliche Feststellung, je besser die Ausbildung der Jugend ist, desto kritischer die Fragen und entsprechend schneller die Entscheidung den Bettel hinzuschmeissen. Hinzu kommt noch, dass kein Einziger den ich kenne, die geringsten Schwierigkeiten hatte einen (gut bezahlten) ausserlandwirtschaftlichen Job zu finden. Meistens nicht am Wohnort, aber die jungen Leute sind ja mobil!
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agrarstudent » So Nov 14, 2010 16:34

....... und weil das so ist und der landwirtschaft die Leute wegsterben, versucht die Offizialberatung auf Gedeih und Verderb in immer größere Einheiten zu treiben und der politische Druck für mehr Bioenergie wird auch noch verstärkt. Der größte Flächendruck wird über gesetzl. Auflagen oder steuerl. Regelungen erzeugt. So wird das Hamsterrad am laufen gehalten. Wenn man dann noch sieht, wieviel Kaufkraft dem flachen Land durch überzogene Abwasserauflagen entzogen wird, dann ist das was so Rande geschieht, eine Schweinerei.

übrigens Herr Paulchen : dafür das sich farmpoint nur an Aktive in der Landwirtschaft richtet und sich dort jeder mit seinem richtigen namen anmelden muss, hat sich die Sache in den letzten 8 Wochen ganz gut entwickelt. Soll ja auch kein forum sein, wo jeder postet was Zeug hält, sondern es sollen die Verbindungen der User untereinnander gestärkt werden. 2 -3 Neuanmeldungen pro Tag ist nicht übel. Aber farmpoint setzt genau dort an, wo in Zukunft die Probleme entstehen. es z.B. ein Austausch nur unter Schweinemäster möglich ohne gefahr zu laufen das Tierschützer mit lesen.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Paule1 » So Nov 14, 2010 17:09

Habe vor ein paar Tagen ein Gespräch mit einem Bullenmäster,welcher 150Bullenplätze hat und eine Neubau plant, er sagte er wolle nichts mit Biogas zu tun habe.
Er weiß daß sein Pachtkonkurenden voll bei Biogas eingestiegen sind und Pachtpreise bis 100Euro bezahlen so werden auch alle Verpächter verrückt gemacht .
Er meint viele werden in 15-20Jahren die Rechnung über den kaputten Boden erhalten, wo gerade durch abpressen nur noch das Wasser auf die Felder kommt. :klug:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon meyenburg1975 » So Nov 14, 2010 20:11

CarpeDiem hat geschrieben:@xyxy, die Nachwuchsproblematik wird über die Entlohnung für die Faktoren Arbeitu & Kapital = Gewinn in der Landwirtschft entschieden. Da sind die jungen Leute, zum Glück, wesentlich kritischer geworden als die Altvorderen. Wenn dann noch unklare Verhältnisse bezüglich Hofübergabe herrschen, dann sagen viele Junge leichter nein Danke!

Meine ganz persönliche, unmassgebliche Feststellung, je besser die Ausbildung der Jugend ist, desto kritischer die Fragen und entsprechend schneller die Entscheidung den Bettel hinzuschmeissen. Hinzu kommt noch, dass kein Einziger den ich kenne, die geringsten Schwierigkeiten hatte einen (gut bezahlten) ausserlandwirtschaftlichen Job zu finden. Meistens nicht am Wohnort, aber die jungen Leute sind ja mobil!


Volle Zustimmung.
Gibt aber noch mehr Problemfelder:
Generationenkonflikte
Angst vor der schwierigeren Partnersuche als LDW
Darstellung der Landwirtschaft in Medien und Politik, die bereits "erste Früchte" in der Gesellschaft trägt
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agrarstudent » So Nov 14, 2010 20:17

Mit einem Satz : Die Lage ist beschissen, die Chancen sind gar nicht so schlecht, jeder glaubt das Ziel zu kennen, aber den Weg dorthin kann keiner zeigen !
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon H.B. » So Nov 14, 2010 21:05

xyxy hat geschrieben:Rein statistisch gesehen, müssten in Bayern aufgrund der noch vorhandenen Vielzahl an Betrieben, die meisten Nachfolger/innen heranwachsen.
Hat sich überhaupt schon mal ein Agrarstatisker an dieses Nachwuchsproblem herangewagt?

Soweit ist es noch nicht. Auch wenn sich wie in Vergangenheit die Milcherzeuger innerhalb 20 Jahren auf ein Fünftel reduzieren, wird auch noch in 20 Jahren die Flächenknappheit Thema Nr. 1 bleiben.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon xyxy » So Nov 14, 2010 21:08

Nebenkriegsschauplatz LU:
Viele Landwirte lassen ihre Aussenwirtschaft immer mehr vom LU erledigen, was neben den Aufträgen der vielen Bgas dazu geführt hat, dass diese kräftig investiert haben, wie und womit auch immer.
Nicht zuletzt angetrieben von den Kunden wurde in geradezu exorbitante Häcksel- und Transporttechnik investiert, dazu immer neueste Sätechnik und Gülleausbringung und inzwischen auch die komplette Grünlandbewirtschaftung. Auftragsbücher voll, gute feste Fahrer wollen auf die neue Erntetechnik, Hilfen machen den Rest. Das klappt nur bedingt, da es kaum erfahrene Hobbyfahrer gibt, die man ohne Aufsicht losschicken kann.
Waren bisher die Landwirte (und Hobbylandwirte) bemüht auf kleineren Flächen und bei Nebenarbeiten noch meist selbst Hand anzulegen, werden diese Flächen auch immer mehr von flächensuchenden Viehhaltern und BGA übernommen. Dort wird dann mit dem Zehnreiher geerntet, wo bisher nur der 11er Deutz zum Einsatz kam .
Ergebniss: Durchschnittsflächenleistung geht zurück und Kosten steigen enorm.
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