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Die Bauern melken sich arm

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » Sa Jul 10, 2021 13:41

DWEWT hat geschrieben: wenn die Preise für ldw. Flächen zu bröckeln beginnen.


Was verleitet dich zu dieser Aussage? Die Nachfrage nach landw. Flächen ist riesengross, dabei spielt die landw. Nutzung eine völlig untergeordnete Rolle!
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 10, 2021 13:42

Mal ´ne Gegenfrage. Warst du schon mal in einem aktuellen Außenklimastall mit überdachtem oder offenem Außenbereich? Einem Stall der Tierhaltungsstufe 4. Das sind wohl die Ställe, die zukünftig mit viel öffentlicher Förderung gebaut werden und die dann langfristig nur im Ökolandbau überleben können. Denn Verbraucher, die diese Tierhaltung als konv. Produktion am Leben erhalten werden, die sind dünn gesät.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 10, 2021 13:55

CarpeDiem hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben: wenn die Preise für ldw. Flächen zu bröckeln beginnen.


Was verleitet dich zu dieser Aussage? Die Nachfrage nach landw. Flächen ist riesengross, dabei spielt die landw. Nutzung eine völlig untergeordnete Rolle!


Bisher kann man sich eine Wirtschaftlichkeit für teuer gekaufte ldw. Flächen immer noch schönrechnen. Wertstabilität ist da das Zauberwort. Sinkt allerdigns die Sinnhaftigkeit der ldw. Tätigkeit, ist es auch mit hohen Pachten vorbei. Die Pachten bewegen sich schon seit ca. 1 Jahr noch seitwärts und erste Verpachtungsangebote liegen unterhalb der bisher gezahlten Pacht! Wenn dann Grabenabstände mit Düngungs- und PSM-Vrrbot dazukommen und diese Fläche, aufgrund einer recht geringen Gesamtgröße einen erheblichen Teil ausmachen, werden Pachtangebote zukünftig schmaler ausfallen. Im aktuellen Förderantrag sind viele Flächen aufgrund der Angrenzung an einen Graben mit Sperrbereichen für Düngung und PSM ausgewiesen. Ob die Untere Wasserbehörde da noch mit sich reden lässt, steht in den Sternen. Vollfinanzierungen, wie sie vor 10 Jahren noch gang und gäbe waren, sind heute nur noch für solide dastehenden Betriebe möglich. Die Vorzeichen haben sich geändert. Was den Preis (noch) recht hochhält sind die vielen Reinvestierer. Aber die angestrebte Flächenversiegelungsbegrenzung wird auch da Wirkung zeigen. Der Mitarbeiter einer Bundesfirma deutete an, dass geplante Flächenverkäufe vorgezogen werden sollen. Warum wohl?
Hier in meinem Umfeld haben in der Zeit von Mai bis Ende Juni zwei Reinvestierer bei unmöglichen Flächen zugeschlagen. Sie hatten zu lange gewartet und nach dem 1. Juli hätte sie der Fiskus heftig zur Kasse gebeten. Die Verkäufer reiben sich die Hände.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon CarpeDiem » Sa Jul 10, 2021 15:31

Das mag alles richtig sein, was du da schreibst, aber du beleuchtest die Situation ganz allein von der landwirtschaftlichen Nutzung. Aber die Konkurrenten bei uns sind was landw. Flächen angetrifft keinesfalls die Lw, sondern Kommunen als Ausgleichs- und Vorratsflächen, der Staat ebenfalls für Ausgleichsflächen für die gigantischen Rüstungsvorhaben, Solarparks im Moment kann man die Anzahl der Interessenten gar nicht alle behalten. In Nachbargemeinden spricht man von Parks mit 16, 10 und 8 ha. Da werden Preise bezahlt die die Lw entweder auch zahlen müssen oder aber aussteigen!
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 10, 2021 15:46

CarpeDiem hat geschrieben:Das mag alles richtig sein, was du da schreibst, aber du beleuchtest die Situation ganz allein von der landwirtschaftlichen Nutzung. Aber die Konkurrenten bei uns sind was landw. Flächen angetrifft keinesfalls die Lw, sondern Kommunen als Ausgleichs- und Vorratsflächen, der Staat ebenfalls für Ausgleichsflächen für die gigantischen Rüstungsvorhaben, Solarparks im Moment kann man die Anzahl der Interessenten gar nicht alle behalten. In Nachbargemeinden spricht man von Parks mit 16, 10 und 8 ha. Da werden Preise bezahlt die die Lw entweder auch zahlen müssen oder aber aussteigen!


Wenn diese Preise an die Landwirte und die werden wohl die angesprochenen Eigentümer (gewesen) sein, gezahlt werden, dann müssen diese Landwirte die Erlöse reinvestieren. Das machen, bei den erheblichen Summen, nur noch wenige dort wo man nur kleine Flächen kaufen kann. Ein mir sehr gut bekannter Immobilienmakler sagte, dass er in den beiden Monaten April und Mai fast die Hälfte der ldw. Immobilienverkäufe tätigt. Reinvestierer unter Zeitdruck! Übrigens scheiden nicht alle aus der Landwirtschaft aus, die in den ABL ihre Betriebe aufgeben. Nicht wenige von denen sind ganz leise "Großgrundeigentümer" in den NBL geworden. Die Jagdgenossenschaften der Dörfer hier, laden jedes Jahr im Herbst zu einer kleinen Feierlichkeit ein. Da werden alle Flächeneigentümer eingeladen. Die Kennzeichen auf dem Parkplatz reichen dann vom hohen Norden bis in den tiefen Süden. Und es werden immer mehr. Dass daneben auch Flächen für z.B. Photovoltaik und anderes nachgefragt werden ist schon klar. Läuft aber eher nebenher. Straßen- und Gewerbeprojekte sucht man hier vergebens.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Jul 10, 2021 18:20

CarpeDiem hat geschrieben:Das mag alles richtig sein, was du da schreibst, aber du beleuchtest die Situation ganz allein von der landwirtschaftlichen Nutzung. Aber die Konkurrenten bei uns sind was landw. Flächen angetrifft keinesfalls die Lw, sondern Kommunen als Ausgleichs- und Vorratsflächen, der Staat ebenfalls für Ausgleichsflächen für die gigantischen Rüstungsvorhaben, Solarparks im Moment kann man die Anzahl der Interessenten gar nicht alle behalten. In Nachbargemeinden spricht man von Parks mit 16, 10 und 8 ha. Da werden Preise bezahlt die die Lw entweder auch zahlen müssen oder aber aussteigen!

Im Nordwesten gibt es auch den ein oder anderen gutsituierten Bürger, der mittlerweile 4stellige Hektarzahlen sein eigen nennt. Reine Geldparkerei.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Südheidjer » Sa Jul 10, 2021 18:58

meyenburg1975 hat geschrieben:
CarpeDiem hat geschrieben:Das mag alles richtig sein, was du da schreibst, aber du beleuchtest die Situation ganz allein von der landwirtschaftlichen Nutzung. Aber die Konkurrenten bei uns sind was landw. Flächen angetrifft keinesfalls die Lw, sondern Kommunen als Ausgleichs- und Vorratsflächen, der Staat ebenfalls für Ausgleichsflächen für die gigantischen Rüstungsvorhaben, Solarparks im Moment kann man die Anzahl der Interessenten gar nicht alle behalten. In Nachbargemeinden spricht man von Parks mit 16, 10 und 8 ha. Da werden Preise bezahlt die die Lw entweder auch zahlen müssen oder aber aussteigen!

Im Nordwesten gibt es auch den ein oder anderen gutsituierten Bürger, der mittlerweile 4stellige Hektarzahlen sein eigen nennt. Reine Geldparkerei.

Nicht nur im Nordwesten.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Peter North » So Jul 11, 2021 14:25

Seit Anfang Mai hat sich mein Betriebsgirokontostand nicht mehr vermehrt. EKST hat ein Eck mitgenommen, aber sonst nichts besonderes gekauft. Was ist da los? :regen:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon T5060 » So Jul 11, 2021 14:42

Peter North hat geschrieben:Seit Anfang Mai hat sich mein Betriebsgirokontostand nicht mehr vermehrt. EKST hat ein Eck mitgenommen, aber sonst nichts besonderes gekauft. Was ist da los? :regen:


Sei froh, normal wird es weniger
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agri10 » So Jul 11, 2021 16:46

T5060 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Mal ne blöde Frage, hast Du jemals in deinem Leben eine neue 3.000 er Mastschweineanlage gesehen ? und verstehst auch wie die bau-und produktionstechnisch läuft ?


Ja!
Allerdings unterscheiden sich die 3000er Ställe aus den frühen 90ern doch sehr von den heutigen. Hast du jemals eine aktuelle 30.000er Anlage gesehen? Falls nicht und davon gehe ich mal aus, könnte ich dir einen Besichtigungstermin verschaffen. Natürlich nach ASP; wenn es sie dann noch gibt. :wink:


Ich kenne auch das Schweinehochhaus in Neustadt, allerdings für mich keine Alternative. Aber ich kenne viele 3.000 er Anlagen und ein Bioferkelprojekt in CZ, die wir begleitet haben und die heute alle ganz ordentlich laufen. So und jetzt muss ich zu einem Mobilhühner-Vorhaben.

Du bist der beste !! bist ständig online, und schreibts du müsstest jetzt was arbeiten
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon T5060 » So Jul 11, 2021 19:27

agri10 hat geschrieben: Du bist der beste !! bist ständig online, und schreibts du müsstest jetzt was arbeiten


Och mit Tablet, Headset und Spracherkennung geht das ganz gut von überall.
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon Peter North » Mo Jul 12, 2021 4:47

agri 10, was machst du beruflich?
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon agri10 » Mo Jul 12, 2021 10:56

Peter North hat geschrieben:agri 10, was machst du beruflich?

Ich bin bei der CSU , und vermittle FFP2 Masken
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon T5060 » Mo Jul 12, 2021 11:12

agri10 hat geschrieben:
Peter North hat geschrieben:agri 10, was machst du beruflich?

Ich bin bei der CSU , und vermittle FFP2 Masken


und fährst fendtgrün lackierte Zetors .... :mrgreen:
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Re: Die Bauern melken sich arm

Beitragvon julius » Di Jul 20, 2021 9:28

Re: Die Bauern melken sich arm


Hier eine Reportage über das immer weitere Wachstum in der Landwirtschaft bei schlechten Preisen da kommen auch Bauern zu Wort :
https://www.youtube.com/watch?v=KiOosBPVo4U
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