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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » Mo Jan 12, 2026 16:45

Als der Konvi milchpreis durch die Decke ging, wurde der Bio preis zt. eingeholt, da waren die Bios eingeschnappt.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon 210ponys » Mo Jan 12, 2026 20:01

michael97 hat geschrieben:
Biomilch: unverändert seit Februar 2025, weiterhin 67 Cent/kg

Warum bekommen die Biomilcherzeuger nichts mal abgezogen?
Immer muss es die konventionellen am schlimmsten treffen.

warum weil die Milchmenge konstant ist, bei den Konventionellen ist es schon seit Jahrzehnte das gleiche Spiel guter Milchpreis. Sofort Schlachtkühe Weitermelken, Kuhbestand aufstocken, Stallanbau usw.
Fraglich ob beim nächsten mal noch ne vier vorne dran ist.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Stoapfälzer » Mo Jan 12, 2026 20:17

michael97 hat geschrieben:Bayernland Auszahlung für Dezember 2025
Konventionell -4 Cent/kg zum Vormonat November
September: 54,00 Cent
Oktober: 51,00 Cent
November: 47,00 Cent
Dezember nun: 43,00 Cent

Biomilch: unverändert seit Februar 2025, weiterhin 67 Cent/kg

Warum bekommen die Biomilcherzeuger nichts mal abgezogen?
Immer muss es die konventionellen am schlimmsten treffen.


Weil Biomilch fehlt, haben einige wieder rück umgestellt da sie die Weidepflicht nicht erfüllen können.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon 210ponys » Di Jan 13, 2026 9:37

Stoapfälzer hat geschrieben:
Weil Biomilch fehlt, haben einige wieder rück umgestellt da sie die Weidepflicht nicht erfüllen können.

wen umgestellt würde auf Bio musste da kein Weideland vorhanden sein? Ist diese Regelung erst später gekommen, oder was ist da das Problem?
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Stoapfälzer » Di Jan 13, 2026 17:15

Die Regelung ist glaube ich 2025 oder jetzt zum 01.01 erst in Kraft getreten.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon 210ponys » Di Jan 13, 2026 20:22

hier wird das Problem der Bio Milchviehhalter beschrieben. Aber jetzt sind die Meisten ja wieder Konventionell.
https://youtu.be/AnSNTXW7FRI?si=zsR9PLCUFD3RSZJz
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Jan 16, 2026 14:10

Ammerland hält nochmal die 4.
Kegelbruder ist im Vorstand, Prognose aktuell sehr schwierig.
Milchmengen steigen aber nicht mehr.
Möglich wäre, dass die Tiere, die Blauzungenbedingt nicht letzten Frühjahr Sommer sondern erst im Herbst sehr massiv abgekalbt haben in diesem Frühjahr Sommer ja auch nicht kalben und die Menge im Gegensatz zu anderen Jahren sinkt im Frühjahr. Man wird sehen.
Abgekalbte jedenfalls deutlich günstiger letzte Auktion
Bild
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon JonnyD2250 » Fr Jan 16, 2026 18:45

Das ist bei mir auch das Problem.
Wegen blauzunge viele verkalbungen, Kühe schwer trächtig zu bekommen. Danach natürlich extrem viele besamungen auf einen Schlag. Wegen des hohen milchpreises die verkalbten kühe mit durch geschleift, obwohl die nicht 100%ig in die Milch gekommen sind.
Nun war es dann diesen Herbst so, dass ab Anfang ktober bis jetzt 2/3 der Herde gekalbt haben. Dementsprechend extrem viel Milch auf einen Schlag... und in allen Ecken Kälber über Kälber. Im September haben wir nicht ein einziges Kalb getränkt. Das war schon ominös. War auch schnell im Stall fertig, wegen der vielen trockensteher.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon schakschirak » So Jan 18, 2026 3:13

Wir hatten ne Feuerwehrsitzung und danach noch privates löschen am Biertisch :wink:
Zufällig dasselbe Thema da unser Großbauer anwesend war der hier alles pachtet.
Unser Großbauer hat uns am Tisch aufgeklärt : Warum kostet Weizen derzeit nur 17 Euro und wird mit Verlust verkauft ? Milch wäre im Süden noch gut bezahlt aber fällt bedenklich und weiter : warum notieren die Rindfleischpreise auf absoluten noch nie dagewesenen Rekordniveaus mit Rekordpreisen ?

Und das alles gleichzeitig unter den selben Voraussetzungen also unter den selben Rahmenbedingungen zeitgleich ? Da hatte dann keiner von uns eine Antwort und wir waren erstmal platt.
Der hat aufgeklärt das ist der Markt. Das hat nichts mit Verschwörungstheorien, Betrug oder Hirngespensten zu tun was sich manche einbilden : So läuft das bei Marktgesetzen ab und das wäre gut so. Sagt er.
Darum fährt er auf keiner Demo mehr mit.
Denn Preise würden Signale an den Markt senden und der Markt reagiert von selber auf diese Preise mit Angebot und Nachfrage. Worauf dann auch der Handel reagiert. Er braucht und will keine Politik oder Berufsverbände die sich bei der Preispolitik einmischen wie in der DDR.

Ich vermute das stimmt sogar was der sagt. Halbwegs. Der hat Landwirtschaft studiert, ich nicht, also wird er es schon wissen.
Zumindest hatte gestern keiner von uns mehr ein sinnvolles Gegenargument, was man gegen ihn noch vorbringen konnte. Im Grunde hat er alleine unseren gesamten Tisch zerlegt. Aber gegen den kommt eigentlich keiner an. Das ist so ein Typ Politiker mit Redeschaufel aber der hat zusätzlich noch jede Menge Fachwissen was durchaus sein kann. Da bin ich dann raus.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » So Jan 18, 2026 8:49

Das große Problem am Milchmarkt ist das Oligarchiat des LEH.
Seit über 40 Jahren findet ein Konzentrationsprozess statt, den das Kartellamt hätte zumindest begrenzen müssen,
aber politische Einflussnahme hat das verhindert.
Die, mittlerweile nur noch, 4 großen Ketten nutzen ihre Marktmacht ganz brutal auf dem Rücken der Erzeuger(nicht nur Milch) aus, um die Verbraucherpreise niedrig zu halten und ihre Margen groß.
Das extreme drücken der Preise zb bei Milch führt dann zu besonders starken Schwankungen, die Preise werden künstlich niedrig gehalten, sind aber auf einmal nicht mehr zu bremsen, dann gehts wieder zu hoch.
Da jedoch jedes zu tiefe Tal Milcherzeuger zur Aufgabe bewegt, und noch schlimmer, reichlich angehende Jungbauern zu Planänderungen drängt, ist der Niedergang der deutschen Milchviehhaltung imho nicht mehr zu stoppen.
Dank Mercosur werden dann in D die Qualitätsanforderungen für Milchprodukte auf flüssig und weiß gesenkt( Natürlich mur für importierte Ware)
Das haben wir dann von der Einmischung der Politik.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon BeKuB » So Jan 18, 2026 9:07

michael97 hat geschrieben:Bayernland Auszahlung für Dezember 2025
Konventionell -4 Cent/kg zum Vormonat November
September: 54,00 Cent
Oktober: 51,00 Cent
November: 47,00 Cent
Dezember nun: 43,00 Cent

Biomilch: unverändert seit Februar 2025, weiterhin 67 Cent/kg

Warum bekommen die Biomilcherzeuger nichts mal abgezogen?
Immer muss es die konventionellen am schlimmsten treffen.


Vor allem weil Bayernland schüttet einen Teil der Biomilch in die konventionelle, weil sie die nicht vermarktet bekommen. Da wird dann vom konventionellen Milchpreis abgezogen um die volle Biomilchanlieferung zum Biomilchpreis bezahlen zu können.
Fairer wäre eine Milchpreisgestaltung entsprechend der Vermarktungserlöse, also eher 44 ct konvi und 61 ct bio.
Sozialstaat statt Rüstungsstaat
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » So Jan 18, 2026 12:17

Naja die allespachtenden Großbauern haben einen gewissen Opportunismus, bekanntes Phänomen, nennt sich "Kant´scher Positivismus" - alles strebt zu dem optimalen Punkt, bei dem am meisten geht.
Funktioniert am Ende doch nicht. Oft ist genau diese Haltung, der Beginn einer Entwicklung, der zum Aus von einem Betrieb/Unternehmen führt.

Wer war 1950 Bögl, Goldbeck oder ALDI und wer war damals Holzmann oder Karstadt ?

Fakt ist das die Entwicklung in der Milcherzeugung mit höheren Milchleistungen und größeren Beständen, gleiches bei Schweinen und Ackerbau,
zugunsten von Handel und Verbraucher ging, Verlierer waren der Bauer, die dörfliche Entwicklung und die Kuh.

Das sind alles Konstrukte, die aufgrund ihrer Alleinstellungsmerkmale ihre Resilienz verlieren, damit krisenanfällig werden und eine Krise nicht mehr überstehen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon 210ponys » So Jan 18, 2026 13:15

schakschirak hat geschrieben:Wir hatten ne Feuerwehrsitzung und danach noch privates löschen am Biertisch :wink:
Zufällig dasselbe Thema da unser Großbauer anwesend war der hier alles pachtet.
Unser Großbauer hat uns am Tisch aufgeklärt : Warum kostet Weizen derzeit nur 17 Euro und wird mit Verlust verkauft ? Milch wäre im Süden noch gut bezahlt aber fällt bedenklich und weiter : warum notieren die Rindfleischpreise auf absoluten noch nie dagewesenen Rekordniveaus mit Rekordpreisen ?


wen man die Deutschen Landwirte dem Markt überlässt, braucht auch der Großbauer bald kein Feld mehr pachten. Wir mit unseren kleinen Strukturen, und benachteiligten gebieten können am Deutschlandmarkt nicht bestehen. Genau wie der Rest der Landwirtschaft nicht auf dem Weltmarkt bestehen kann.
Nehmen wir mal der Beitritt in die Eu, der kleinen Bauer wollte das nicht. Während die großen geprallt haben dann können wir Milchproduzieren ohne Ende für halb Europa.
Und wen Weizen Importiert wird von Ländern mit wenig Standards, bleibt der einheimische teure Produzent mit hohen Standards halt auf seinem Zeug sitzen. Und genau so ist es mit allen anderen Dingen auch, der Verbraucher wählt am Regal was er eben will oder nicht!
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » So Jan 18, 2026 13:23

210ponys hat geschrieben:wen man die Deutschen Landwirte dem Markt überlässt, braucht auch der Großbauer bald kein Feld mehr pachten. Wir mit unseren kleinen Strukturen, und benachteiligten gebieten können am Deutschlandmarkt nicht bestehen. Genau wie der Rest der Landwirtschaft nicht auf dem Weltmarkt bestehen kann.


Im Vergleich zu Deutschland sind 75% der anderen globalen Flächen "mehr als benachteiligtes Gebiet".
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon 210ponys » So Jan 18, 2026 18:12

T5060 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:


Im Vergleich zu Deutschland sind 75% der anderen globalen Flächen "mehr als benachteiligtes Gebiet".

ahja und was muss ich mir jetzt da vorstellen?
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