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Die drei Probleme der Landwirtschaft

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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92 Beiträge • Seite 2 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 7
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Cptn Care » Do Dez 19, 2019 23:28

freddy55 hat geschrieben:
Cptn Care hat geschrieben:Was nützen die Demos wenn sich die Betriebe mitm Pachtpreis gegenseitig ruinieren. Wenn der Weizen auf einmal wieder 21€ kostet ziehen sofort wieder die Pachtpreise an. Schön und gut dass zusammengehalten wird, aber daran wird sich nie was ändern. Wenn man liest dass der Pachtpreis um wirtschaftlich zu sein nicht mehr als 10-15% vom Deckungsbeitrag ausmachen soll, wie viele Regionen gibts denn noch wo es so ist?


Und wie passt dann daß die Pachthöhe mindestens 3% vom Verkehrswehrt erreichen sollte. :shock: Hier kostet das Hektar 40 - 50 Tausend.



Bei uns in der Region kostet der ha 10.000€. Da stellt man sich auch die Frage ob sich kaufen lohnt bei 150-200€ Pacht je ha kann ich 50 Jahre pachten und hab zudem die Pacht noch als Aufwandsposition in der Bilanz. Kaufen lohnt sich ein hier nur wenn man die Flächen ansonsten verlieren würde. Stellt sich halt die Frage wie bei der Pacht, ob der Acker auch wirklich 40-50.000€ wert ist, oder ob da das gleiche Spiel wie mit den Pachten getrieben wird. Wertanlage kann’s ja eigentlich nicht so wirklich sein wenn Landwirte Vorkaufsrecht haben.

https://www.agrarheute.com/management/finanzen/viel-darf-pacht-kosten-464535

Unsre Region deckt sich mit dem Beispiel der Rapsfruchtfolge, da hier weder Sonderkulturen noch Zuckerrüben angebaut werden. Erträge stimmen im Mittel auch mit denen da überein nur eben die Preise nimmer und dann sind 400€ Pacht oder so schon ne fragwürdige Sache.
Zuletzt geändert von Cptn Care am Do Dez 19, 2019 23:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon freddy55 » Do Dez 19, 2019 23:36

Cptn Care hat geschrieben:
freddy55 hat geschrieben:
Cptn Care hat geschrieben:Was nützen die Demos wenn sich die Betriebe mitm Pachtpreis gegenseitig ruinieren. Wenn der Weizen auf einmal wieder 21€ kostet ziehen sofort wieder die Pachtpreise an. Schön und gut dass zusammengehalten wird, aber daran wird sich nie was ändern. Wenn man liest dass der Pachtpreis um wirtschaftlich zu sein nicht mehr als 10-15% vom Deckungsbeitrag ausmachen soll, wie viele Regionen gibts denn noch wo es so ist?


Und wie passt dann daß die Pachthöhe mindestens 3% vom Verkehrswehrt erreichen sollte. :shock: Hier kostet das Hektar 40 - 50 Tausend.



Bei uns in der Region kostet der ha 10.000€. Da stellt man sich auch die Frage ob sich kaufen lohnt bei 150-200€ Pacht je ha kann ich 50 Jahre pachten und hab zudem die Pacht noch als Aufwandsposition in der Bilanz. Kaufen lohnt sich ein hier nur wenn man die Flächen ansonsten verlieren würde. Stellt sich halt die Frage wie bei der Pacht, ob der Acker auch wirklich 40-50.000€ wert ist, oder ob da das gleiche Spiel wie mit den Pachten getrieben wird. Wertanlage kann’s ja eigentlich nicht so wirklich sein wenn Landwirte Vorkaufsrecht haben.


Also die schlimmsten Preistreiber sind hier eine Handvoll Landwirte. :mrgreen: :mrgreen:
freddy55
 
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Cptn Care » Do Dez 19, 2019 23:49

freddy55 hat geschrieben:Also die schlimmsten Preistreiber sind hier eine Handvoll Landwirte. :mrgreen: :mrgreen:



Dann sind sie aber an ihrem Schicksal leider Gottes selbst dran schuld. Wenn ich jetzt am Beispiel Niedersachsen 1.500€/ha zahle um die Gülle wegzubekommen oder diese in der Bilanz nicht mehr mit ihren Nährstoffkosten sondern als Abfallprodukt mit 5-7€/m3 Entsorgungskosten aufführe, dann läuft da gewaltig was schief. Sowas kann auch unter keinen Umständen gewinnträchtig sein, sonst könnte ich mir ja rein rechnerisch hier n Stall hinstellen und alleine durch die geringeren Pachtpreise schon einen Mehrerlös vom 1.300€/ha erzielen im Gegensatz zu denen. Wären ja bei 100ha ein Gewinn von 130.000€ vor Steuern der denen fehlt.
Zuletzt geändert von Cptn Care am Do Dez 19, 2019 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
Cptn Care
 
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon wespe » Do Dez 19, 2019 23:50

Der allergrößte Anteil dieser Ausgleichsflächen wurde "freiwillig", abgepolstert mit Ausgleichszahlungen zur Verfügung gestellt. Einen Nachteil für die Landwirtschaft, kann ich da nicht erkennen.

Schämst du dich wenigstens ein bißchen für das was du schreibst?
Mit freundlichen Stachel
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Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Dez 20, 2019 0:38

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:2.) Die Landwirtschaft muss die ökologischen Nachteile, des wahnsinnigen Flächenverbrauchs seit 1980 alleine schultern


Als da wären?


Das willst du von mir kleinem Hansel, als Bio-Berater und Dipl.Ing.agr. erklärt haben ?
Sorry ..... jede/r Andere hätte jetzt von mir eine saubere Antwort bekommen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Dez 20, 2019 7:10

Und, gefallt ihr euch indem ihr euch im Selbstmitleid suhlt? Natürlich ist nur die Gesellschaft verantwortlich für eure z.T. miesliche Situation. Alle außerhalb des Berufsstandes sägen an eurer Existenz, indem sie eure "hochwertigen" und doch minderpreisigen Produkte nachfragen. Da muss man sich doch mal mit dem Vorzeigeschlepper den Frust von der Seele fahren/demonstrieren. Dass dabei die Aktion zum Selbstzweck wird, was soll´s. Wo ist der Unternehmergeist? Wo ist das, was hier bisweilen als "Bauernstolz" durch die Diskussionen geistert? Wo ist die Kreativität zur Erhaltung der Existenz? Alles Fehlanzeige! Ihr seid bemitleidenwerte Jammerlappen; nicht mehr! "Die drei Probleme der Landwirtschaft", sind fast immer die Bauern selbst.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Dez 20, 2019 7:11

T5060 hat geschrieben:Sorry ..... jede/r Andere hätte jetzt von mir eine saubere Antwort bekommen.


Deine Beiträge/Antworten haben für mich schon lange die Relevanz des Umfallens eines Sackes Reis, in China.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Family Guy » Fr Dez 20, 2019 8:26

DWEWT hat geschrieben:Der allergrößte Anteil dieser Ausgleichsflächen wurde "freiwillig", abgepolstert mit Ausgleichszahlungen zur Verfügung gestellt. Einen Nachteil für die Landwirtschaft, kann ich da nicht erkennen.


Es ist eine erzwungene Freiwilligkeit, ich erlebe es jetzt gerade bei einer Autobahnplanung.
Welche Flächen als Ausgleichflächen beplant werden, entscheidet die Behörde, ebenso den Flächenpreis.
Der Landwirt hat sehr wenig Möglichkeiten der Einflußnahme, und gerade die öffentliche Hand trennt sich extrem schwer vom Geld.
Hier zieht der alte Spruch von Marius, angebliches Gemeinwohl geht vor Privateigentum.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Family Guy » Fr Dez 20, 2019 8:33

Cptn Care hat geschrieben:...Da stellt man sich auch die Frage ob sich kaufen lohnt bei 150-200€ Pacht je ha kann ich 50 Jahre pachten und hab zudem die Pacht noch als Aufwandsposition in der Bilanz. Kaufen lohnt sich ein hier nur wenn .....


Wenn ich es wuppen kann, würde ich kaufen, nach einigen Jahren Jahren ist der Kredit abbezahlt.
Land ist nun mal "ewig", so was hast du mit keinem anderem Gut.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Fr Dez 20, 2019 8:44

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Sorry ..... jede/r Andere hätte jetzt von mir eine saubere Antwort bekommen.


Deine Beiträge/Antworten haben für mich schon lange die Relevanz des Umfallens eines Sackes Reis, in China.

Das allerdings bezweifle ich ganz massiv (wenn ich mir deine Reaktionen auf seine Beiträge so ansehe) .
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Fr Dez 20, 2019 8:48

Family Guy hat geschrieben:
Cptn Care hat geschrieben:...Da stellt man sich auch die Frage ob sich kaufen lohnt bei 150-200€ Pacht je ha kann ich 50 Jahre pachten und hab zudem die Pacht noch als Aufwandsposition in der Bilanz. Kaufen lohnt sich ein hier nur wenn .....


Wenn ich es wuppen kann, würde ich kaufen, nach einigen Jahren Jahren ist der Kredit abbezahlt.
Land ist nun mal "ewig", so was hast du mit keinem anderem Gut.

Ein Freund von mir hat zu Zeiten, als die Verpächter hier in der Gegend froh waren, wenn sich Jemand fand, der ihre Flächen mehr oder weniger kostenlos bearbeitete, gekauft, was er kaufen konnte. Für mich war das unverständlich, weil pachten so viel günstiger war. Heute, wo sich die Landwirte um jede (einigermaßen zu bewirtschaftende) Fläche kloppen, kann ich nur sagen: Er hat es wohl richtig gemacht.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Kartoffelbluete » Fr Dez 20, 2019 9:08

Bei uns früher in der Meisterschule wurde auch dringend davon abgeraten Land zu kaufen,
einfach weil die Rendite in dem damaligen Zeitraum zu gering gewesen ist, im Vergleich zum
in die Veredlung investieren. Die wo damals das Gegenteil getan haben, was die Beratung empfohlen
hat, sind heute weniger erpressbar! ;-)
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Dez 20, 2019 9:23

Land was an den zum Hof arrondiert liegenden Flächen liegt, muss man kaufen. Ich kenne keinen, der das irgendwann bereut hätte. Auch nicht, wenn der Kaufpreis für die jeweiligen Verhältnisse zu teuer war. Die Gelegenheit zum Landkauf bietet sich meist nur einmal an.
Bei weiter weg liegenden Flächen seh ich das als Futterbaubetrieb anders.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon anhilde » Fr Dez 20, 2019 9:43

Wenn ich sehe, was man als Quereinsteiger ohne Subventionen von weniger als 2ha Land an Umsatz generieren kann, wenn man keine Eschenholzalergie hat und das Wohl nicht im Vario fahren sieht, sondern im direkten Kontakt mit seinen Kunden (ausschließlich Endkunden), sind für mich die lächerlichen aggressiven Grossagrarier eigentlich nur ein Auslaufmodell. Und selbst anständig auf zwei Beinen demonstrieren ist für die Herren nicht möglich, da muss auch der Grosstraktor an den Start.

Es wird noch ein bisschen dauern, aber es wird sich was ändern müssen, was den Punkt angeht.
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Re: Die drei Probleme der Landwirtschaft

Beitragvon Estomil » Fr Dez 20, 2019 10:16

Land kaufen war schon immer schwierig. Aus heutiger Sicht waren das natürlich oftmals Schnäppchen. Nur darf man nicht vergessen, dass vor 20jahren der Zinssatz auch noch ganz anders war. Da zahlte man schnell Mal 7% und bekam für Anlagen 5-6%. Wer geld liegen hatte kam damit sehr gut klar.

Zudem ist die Wertentwicklung beim acker im Vergleich zu anderen Anlagen jetzt auch nicht überragend.
Immobilien, Aktien und selbst gold haben sich mindestens genauso gut entwickelt bzw sogar noch besser.

Wer vor 20 Jahren in die Hähnchenmast investiert hat hat damit sogar deutlich deutlich mehr verdient als mit anderen Anlagen. Man darf auch nie vergessen, dass so mancher heute einen erheblichen investitionsrueckstau hätte wenn er früher alles Geld in den Acker investiert hätte.

Gut das kann man natürlich heute alles billig finanzieren. Aber da bin ich dann doch lieber schuldenfrei wie aktuell und kann jederzeit selbst entscheiden ob ich weitermache oder den Schlüssel umdrehe.
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