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Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon T5060 » So Aug 26, 2018 22:53

Du redest von Erzählungen,
ich sehe die Jahresabschlüsse seit 1998.
Geldverdienen geht anders.
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon marius » So Aug 26, 2018 22:56

T5060 hat geschrieben:Du redest von Erzählungen,
ich sehe die Jahresabschlüsse seit 1998.
Geldverdienen geht anders.


Dann träum mal schön weiter in der seeligen Vergangenheit....aber verbrenn nicht zuviel Cash in deinem Betrieb ... vor der Aufgabe.
Ist ein gutgemeinter Tipp. :mrgreen:
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon T5060 » So Aug 26, 2018 23:12

Och passt scho .... so wie wir es haben, Milchtank ist halt zu klein mittlerweile, die gibts aber bis 5.000 l gut gebraucht und bezahlbar :mrgreen:

Ich stehe schön um 6 im Melkstand, geniesse die aufgehende Sonne, tue was für meine Gesundheit, die Kühe sind gut gelaunt, ich auch
dann guck ich meinen Haufen Kälber durch und hab mein Spass und das Schwätzchen mit dem Milchfahrer würde mir auch fehlen

Lieber Marius, so geht das vielen, die haben einfach Spass an ihrer Arbeit und die fühlen sich zu blöd mit dem Fahrrad und vor dem Eiscafe den Affen zu machen .....

Wenn man sein Leben vollständig ökomomischen Zwängen unterwirft, wird man nie reich, da ist man arm und arm dran :mrgreen:
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon LUV4.0 » Mo Aug 27, 2018 8:19

Eben, und was auch keiner dieser "Zukunftsbetriebe" erzählt ist, wie das alles bezahlt wurde. In den meißten Fällen gehört der Betrieb der Bank...noch ein oder zwei solcher Jahre und es wird wieder Ackerland frei... n8.
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon T5060 » Mo Aug 27, 2018 9:27

LUV4.0 hat geschrieben:Eben, und was auch keiner dieser "Zukunftsbetriebe" erzählt ist, wie das alles bezahlt wurde. In den meißten Fällen gehört der Betrieb der Bank...noch ein oder zwei solcher Jahre und es wird wieder Ackerland frei... n8.


Die haben vielfach weniger Schulden als allgemein geglaubt wird. Basel II hat das Fremdkapital auf den Höfen doch sehr begrenzt.
Die Abschreibungen vom Stall finanzieren ja die Tilgung und 1 - 2 % Zinsen sind ja kein Thema mehr, das ist weniger wie die Preissteigerung, entspricht dann den eingesparten Steuern.

Doof nur, wenn du eine Molkerei wie Hochwald oder Schwälbchen hast...... da fehlen halt 3 Cent und das ist in Hessen überwiegend der Fall
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon µelektron » Mo Aug 27, 2018 9:49

marius hat geschrieben:Stimmt so nicht.
ich kenn persönlich einen Milchviehhalter mit mittlerweile knapp 1000 Milchkühen der bei 3 Melkungen und 12 000 kg / Kuh inzwischen über 10 Millionen kg Milch abliefert und erhält von seiner Molkerei einen Staffelzuschlag von 2,5 cent netto über dem Grundpreis wegen seiner Größe, wären dann 2,77 Cent brutto.
Grob Überschlagen :
10 000 000 x 0,0277 = 277 000 Euro

Mit den 277 000 Euro alleine an Zuschlag pro Jahr bezahlt er sein gesamtes Personal.

Und zuzsätzlich hat er deutlich günstigere Einkäufe aufgrund großer Mengen.
Und wenn er den Lohner mit Flotte morgen um 10 Uhr will, kommt er bei dem auch um 10 Uhr und nicht um 11 Uhr.

Noch dazu eine Biogasanlage die nur mit der Gülle seiner 1000 Kühe läuft. Also teurer Strom mit hofeigenem Abfall. Ob er auch noch Häuser mit der Abwärme beheizt weiss ich garnicht.

Sind wir mal ehrlich und legen die rosarote Brille ab : Da könnt ihr mit euren 60 oder 90 Kühen im Familienbetrieb einpacken.

Mir persönlich hat er zumindest gesagt, dass er mit derzeit 30 Cent Milchpreis Grundpreis, mit seinem Betrieb bestens zurecht kommt.


Gesetz der Massenproduktion eben ... BWL Grundkurs und das mein ich wertungsfrei.
... ich mag keine Gäste die erst die Tür eintreten und dann nicht merken wenn die Party vorbei ist.
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon Ulikum » Mo Aug 27, 2018 9:49

LUV4.0 hat geschrieben:Eben, und was auch keiner dieser "Zukunftsbetriebe" erzählt ist, wie das alles bezahlt wurde. In den meißten Fällen gehört der Betrieb der Bank...noch ein oder zwei solcher Jahre und es wird wieder Ackerland frei... n8.


:mrgreen:

das Ackerland findet schnell neue Käufer die in einer anderen Liga spielen.
Die so genanten Zukunftsbetriebe sind nur die Handlanger für z.B. Reemtsma, Viessmann, Rethmann und andere.
Also Obacht geben das nicht zuviel Cash in den sogenanten "Zukunftsbetrieben" ... vor der Pleite verbrannt wird.
Und wenn keine Wetterereignisse kommen wird die Politik eben nachhelfen.

Wir gehen mit großen schritten wieder zurück in die Zeit der Reformation - die Bauernkriege waren also ein sinnloses Opfer.

µelektron hat geschrieben:
Gesetz der Massenproduktion eben ... BWL Grundkurs und das mein ich wertungsfrei.


:mrgreen:

gilt aber für die landwirtschaftliche Produktion (Produkte) nur bedingt da gewisse Faktoren die die Landwirtschaft teilweise elementar von der Industrie unterscheiden nicht berücksichtigt werden.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon LUV4.0 » Mo Aug 27, 2018 13:59

Ein Hof muss ohne nennenswerte Schulden an die nächste Generation übergeben werden, sonst macht das weiter machen keinen Sinn. Und das geht, entgegen vieler "Expertenmeinungen" sehr wohl. Aber dafür muss man sich halt anpassen....an die Politik,die Verbraucher,das Klima,die Umgebung......
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon Wini » Mo Aug 27, 2018 14:30

T5060 hat geschrieben:Existenzfähig .... Zukunftsbetrieb ..... Wachstumsbetrieb ....... alles doof, bürokratisch, unversitär; dein Hof muss ...... enkelfähig ...... sein


Volle Zustimmung. Ich sehe hier viele, die sich nur aufarbeiten auf Ihren Wachstumsbetrieben
Viele der Baby-Boomer haben noch nicht einmal einen Hof-Nachfolger.
Und die Rente kommt immer schneller daher.

Ich werde vermutlich einfach den Stilllegungsanteil erhöhen.
Da spielen fehlende Niederschläge dann keine Rolle mehr.
Wieviel % der Ackerfläche darf man eigentlich maximal stilllegen ohne Prämie zu verlieren ?

Gruß
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon Estomil » Mo Aug 27, 2018 15:08

marius hat geschrieben:Stimmt so nicht.
ich kenn persönlich einen Milchviehhalter mit mittlerweile knapp 1000 Milchkühen der bei 3 Melkungen und 12 000 kg / Kuh inzwischen über 10 Millionen kg Milch abliefert und erhält von seiner Molkerei einen Staffelzuschlag von 2,5 cent netto über dem Grundpreis wegen seiner Größe, wären dann 2,77 Cent brutto.
Grob Überschlagen :
10 000 000 x 0,0277 = 277 000 Euro

Mit den 277 000 Euro alleine an Zuschlag pro Jahr bezahlt er sein gesamtes Personal.

Und zuzsätzlich hat er deutlich günstigere Einkäufe aufgrund großer Mengen.
Und wenn er den Lohner mit Flotte morgen um 10 Uhr will, kommt er bei dem auch um 10 Uhr und nicht um 11 Uhr.

Noch dazu eine Biogasanlage die nur mit der Gülle seiner 1000 Kühe läuft. Also teurer Strom mit hofeigenem Abfall. Ob er auch noch Häuser mit der Abwärme beheizt weiss ich garnicht.

Sind wir mal ehrlich und legen die rosarote Brille ab : Da könnt ihr mit euren 60 oder 90 Kühen im Familienbetrieb einpacken.

Mir persönlich hat er zumindest gesagt, dass er mit derzeit 30 Cent Milchpreis Grundpreis, mit seinem Betrieb bestens zurecht kommt.


Da ist auch nicht alles Gold was glänzt. Das garantiere ich dir.

Die wirtschaftlichen Vorteile in dieser Größe sind nicht so hoch wie du immer behauptest.
2,77 Cent Zuschlag klingen zwar gut, der 150kuh Betrieb bekommt die 2cent aber auch schon wenn er sich nicht ganz dumm anstellt.

Dafür kann sich der 1000er Betrieb mit ganz anderen Kosten rumschlagen. Wie zb nen guter Herdenmanger der 70000€ im Jahr kostet. Die Melker die im drei Schicht system arbeiten, die explodierenden Grundfutterkosten aufgrund der langen wege, die explodierenden Güllekosten aufgrund der langen wege etc.

Alleine die bei dieser Größe nötige zusätzliche Tierseuchen Versicherung kostet den Betrieb locker 20-30000€. Da steigen die Prämien mit der Größe extrem schnell an.
Bei 3mio Schulden zu 1,5% sind zudem schon 135000€ an Zinsen die jedes Jahr fällig werden. Bei der Größe sinds vielleicht aber auch schon 2,5%. Das Risiko steigt schliesslich für die bank...

Und deine hochgelobte Gülle Biogasanlage hat in der Regel eh sehr zweifelhafte wirtschafflichkeiten wenn der Betrieb nicht Grade auf schieberentmistung setzt und eh in poette investieren musste.

Die Kosten in der Regel 8000€/kW und sind nicht einfach stabil zu betreiben. Und Wärme bleibt da im Winter eh nicht übrig......
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon wastl90 » Mo Aug 27, 2018 16:02

Estomil hat geschrieben:
marius hat geschrieben:
Alleine die bei dieser Größe nötige zusätzliche Tierseuchen Versicherung kostet den Betrieb locker 20-30000€. Da steigen die Prämien mit der Größe extrem schnell an.
Bei 3mio Schulden zu 1,5% sind zudem schon 135000€ an Zinsen die jedes Jahr fällig werden. Bei der Größe sinds vielleicht aber auch schon 2,5%. Das Risiko steigt schliesslich für die bank...

Sorry aber wie kommst du auf 135.000€ Zinsen? Bei 3.mio komme ich gerade einmal auf 45.000€ und das dann auch nur im 1. Jahr bzw. solange nichts getilgt wurde.
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon T5060 » Mo Aug 27, 2018 17:51

wastl90 hat geschrieben:Sorry aber wie kommst du auf 135.000€ Zinsen? Bei 3.mio komme ich gerade einmal auf 45.000€ und das dann auch nur im 1. Jahr bzw. solange nichts getilgt wurde.


Unsereins macht immer mal einen Fehler rein um festzustellen wer hier beim lesen noch mit rechnen kann :mrgreen:

Es gibt Betriebe da passt das, da kannste nur sagen BAUEN
Es gibt Betriebe, die verzocken Bauplatzkohle ....... oder liefern an eine Leuchtturm - oder BD(S)M Molkerei, da musste verdammt gut sein im Melken
Wenn die Ackerlandpreise und Mieten über 7 € / qm liegen, braucht man auch keinen Kuhstall mehr bauen,
da muss der Junior ins duale Studium bei einer Baufirma und nach Feierabend eigene Wohnsilos bauen.
Ok, Oma kriegt dann einen Durchtreibemelkstand mit Aussenfressbereich für ihre 30 Muhs gebaut.
Solang die Alten melken, stellen die sonst nix an und liegen nicht doof vorm Eiscafe und verzocken am Handy das Ersparte.
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon agrarflächendesigner » Mo Aug 27, 2018 18:04

Find ja intressant was aus der grundsätzlichen Fragestellung geworden ist.
Grundsätzlich gibt es bei einer gewissen größe immer eine Kostenersparniss, diese effekte lassen sich aber nichts ins unendliche Rechnen. Irgendwo ist immer das maximum erreicht, danach wird es aber nicht mehr sonderlich besser. Wenn ich bsp. einen Zug Kraftfutter abnehme sind zwei nicht mehr soviel Billiger bzw. auch die Verkaufspreise steigen nicht weiter an. Gleichzeitig kommt aber durch die menge an Fremd-AKs auch ein massiver Organisationsaufwand hinzu bis hin zur Vorarbeitern und Bürokräften. Der 1000-Kuh Betrieb wird nicht unter 20 Fremd-AKs durchkommen. Dann ist der Großbetrieb auf einmal in der Rentabilität schlechter als ein kleiner.
Gleichzeitig bin ich der Meinung das die Produktivitätssteigerung/AK in der LW am ende ist. Wenn man sich auf der Agritechnica oder Eurotier umsieht gibt es momentan nicht die Bahnbrechenden errungenschaften die die Produktivität vervielfachen wie vom Junior zum Lexion, es geht in kleinen schritten, und gleichzeitig wird die neue Technik (Precision Farming, Schlagkartei, Herdenplaner,..) auch für kleine erschwinglich. Gleichzeitig ist die Zeit vorbei wo man in der LW hauptsächlich hilfsarbeiter hatte - es sind für den einsatz der komplexen technik Fachkräfte notwendig - und die kosten auch Geld.
Der einzige denkbare schritt der mir einfällt ist eine höhere Automatisierung der Außenwirtschaft bzw. des Pflanzenbaus mit Robotern. Das sind dann aber eher kleine Maschinen und die bieten dann für großbetriebe wiederum keine Vorteile gegenüber einem Kleinbetrieb.

Nichtsdestotrotz muss man aber in der LW sehen dass wir hier in Deutschland ein Industrieland sind. Die Landwirtschaft wird bei einer Vollbeschäftigung nie einen Stellenwert genießen, einfach weil wir die Devisen haben uns auf dem Weltmarkt mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Das wird sich auch bei einer Weltweiten Nahrungsmittelverknappung nich bedeutend ändern sondern nur wenn der Motor Wirtschaft nicht mehr brummt - dann stottern auch Handwerk und Dienstleistungsgewerbe, dann sieht die Welt wieder anders aus.
So hinkt da auch jeder vergleich mit anderen Ländern, die eine relativ kleine Wirtschaft haben und eben traditionell schon immer auf Landwirtschaftlichen Export angewiesen sind.
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon wastl90 » Mo Aug 27, 2018 18:50

agrarflächendesigner hat geschrieben:Find ja intressant was aus der grundsätzlichen Fragestellung geworden ist.
Grundsätzlich gibt es bei einer gewissen größe immer eine Kostenersparniss, diese effekte lassen sich aber nichts ins unendliche Rechnen. Irgendwo ist immer das maximum erreicht, danach wird es aber nicht mehr sonderlich besser. Wenn ich bsp. einen Zug Kraftfutter abnehme sind zwei nicht mehr soviel Billiger bzw. auch die Verkaufspreise steigen nicht weiter an. Gleichzeitig kommt aber durch die menge an Fremd-AKs auch ein massiver Organisationsaufwand hinzu bis hin zur Vorarbeitern und Bürokräften. Der 1000-Kuh Betrieb wird nicht unter 20 Fremd-AKs durchkommen. Dann ist der Großbetrieb auf einmal in der Rentabilität schlechter als ein kleiner.
Gleichzeitig bin ich der Meinung das die Produktivitätssteigerung/AK in der LW am ende ist. Wenn man sich auf der Agritechnica oder Eurotier umsieht gibt es momentan nicht die Bahnbrechenden errungenschaften die die Produktivität vervielfachen wie vom Junior zum Lexion, es geht in kleinen schritten, und gleichzeitig wird die neue Technik (Precision Farming, Schlagkartei, Herdenplaner,..) auch für kleine erschwinglich. Gleichzeitig ist die Zeit vorbei wo man in der LW hauptsächlich hilfsarbeiter hatte - es sind für den einsatz der komplexen technik Fachkräfte notwendig - und die kosten auch Geld.
Der einzige denkbare schritt der mir einfällt ist eine höhere Automatisierung der Außenwirtschaft bzw. des Pflanzenbaus mit Robotern. Das sind dann aber eher kleine Maschinen und die bieten dann für großbetriebe wiederum keine Vorteile gegenüber einem Kleinbetrieb.

Nichtsdestotrotz muss man aber in der LW sehen dass wir hier in Deutschland ein Industrieland sind. Die Landwirtschaft wird bei einer Vollbeschäftigung nie einen Stellenwert genießen, einfach weil wir die Devisen haben uns auf dem Weltmarkt mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Das wird sich auch bei einer Weltweiten Nahrungsmittelverknappung nich bedeutend ändern sondern nur wenn der Motor Wirtschaft nicht mehr brummt - dann stottern auch Handwerk und Dienstleistungsgewerbe, dann sieht die Welt wieder anders aus.
So hinkt da auch jeder vergleich mit anderen Ländern, die eine relativ kleine Wirtschaft haben und eben traditionell schon immer auf Landwirtschaftlichen Export angewiesen sind.


Du hast eins vergessen..... Die Erlöse! Warum nicht an dieser Schraube drehen und immer weiter versuchen billiger und mehr zu produzieren? Natürlich muss man die Kosten und Leistungen auch bei höheren Erzeugerpreise im Auge behalten aber man hat eben noch eine weitere Schraube. Die ganze Technik ist ganz schön aber das ist teuer erkaufte Produktivität für den durchschnittlichen Betrieb
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Re: Die Landwirtschaft muss sich Anpassen

Beitragvon agrarflächendesigner » Mo Aug 27, 2018 19:00

Natürlich ist die Technik teuer erkaufte Produktivität, ich möchte nur mit dem Märchen aufräumen dass größer = niedrige Kosten bedeutet. Der kliene Betrieb kann sich sowas dann viel eher auch über Maschinengemeinschaft oder Lohner reinholen.
Wenn du von den Erlösen sprichst sehe ich aber kleine Betriebe klar im Vorteil. Die Möglichkeit eine Nische zu besetzten ist da einfach bessesr gegeben. Wenns ansonsten an die Erlöse geht helfen nur alternative Vermarktungswege - und da hat die Menge auch schnell grenzen.
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