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DIE LINKE....

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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132 Beiträge • Seite 2 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 9
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Crazy Horse » So Mär 21, 2010 14:34

tike hat geschrieben:
hans g hat geschrieben:....will den KAPITALISMUS überwinden.
meldung im handelsblatt---siehe auch gespräch mit SARAH WAGENKNECHT im STERN.


Dann sind wohl die SED Millarden schon futsch *g


Die Linken geben auf ihrer Homepage umfassend Auskunft, was mit den SED-Milliarden geschehen ist. Ich hab's mal rauskopiert für die, die zu faul sind, dort nachzuschauen. CDU und FDP haben übrigens auch große Teile des Vermögens ihrer Kaderparteien aus dem Osten (Ost-CDU, LDPD) einverleibt.

http://die-linke.de/partei/geschichte/f ... er_linken/


8. Was ist mit dem Altvermögen der LINKEN?

Das Vermögen der SED wurde auf der Grundlage des Parteiengesetzes der DDR (§§ 20 a und 20 b) vom Februar 1990 mit dem Stichtag 7. Oktober 1989 unter treuhänderische Verwaltung gestellt. Eine Unabhängige Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen der DDR hatte die Aufgabe, den materiell-rechtsstaatlichen Erwerb des Parteivermögens zu prüfen und festzustellen.

Unabhängig davon hat die PDS auf eigenen Beschluss Anfang 1990 aus dem Parteivermögen eine Summe von 3,041 Mrd. Mark der DDR an den Staatshaushalt der DDR für soziale und kulturelle Zwecke abgeführt. Große Teile des vorhandenen Geldvermögens der Partei mussten für Abwicklungsmaßnahmen eingesetzt werden – nach Verfügung der treuhänderischen Verwaltung jeweils auf der Grundlage von Freigaben durch die Treuhandanstalt. Die SED hatte immerhin rd. 44.000 hauptamtliche Beschäftigte, deren Arbeitsverhältnisse aufzulösen waren. Auch die Verwaltung von rd. 750 Immobilien bis zur Übergabe an neue Träger bzw. Betreiber verlangte größere Aufwendungen.

Bereits 1990 hat die PDS den Verzicht auf das Auslandsvermögen der SED erklärt, ohne dass dieses dem Präsidium des Parteivorstandes zu diesem Zeitpunkt konkret bekannt war. Am 14. Mai 1992 wurde dieser Verzicht auf der Grundlage eines Vertrages zwischen der Treuhandanstalt und der PDS notariell beurkundet. In der Bundestagsdrucksache 12/5575 vom 19. August 1993 ist das der PDS nach intensiven Recherchen bekannt gewordene Auslandsvermögen als Nachtrag zum Rechenschaftsbericht der PDS veröffentlicht worden. Es gab 1990 Versuche von Funktionären der SED/PDS, Parteivermögen an der Treuhand vorbei für die Partei zu sichern. So wurden rd. 107 Millionen DM ins Ausland transferiert, die durch die Treuhandanstalt zurückgeholt wurden. Im ersten Halbjahr 1990 wurden von der Partei ohne Zustimmung der Treuhandanstalt Darlehen zur Gründung von GmbH ausgereicht, mit denen auch Arbeitsplätze für ehemalige MitarbeiterInnen der Partei gesichert werden sollten. Diese Verfahrensweise hatte letztlich keine rechtliche Grundlage, so dass in der Regel eine Rückabwicklung durch die Treuhandanstalt erfolgte.

Zum 31. August 1991 wurden auf der Grundlage eines Verwaltungsaktes der Treuhandanstalt die Geldbestände auf den Bankkonten der PDS eingezogen, so dass faktisch mit dem 01.September 1991 eine finanzielle Neugründung der PDS stattfand. Von da an konnte die Partei nur noch über die ab diesem Zeitpunkt eingenommenen Mitgliedsbeiträge, Spenden und staatlichen Mittel verfügen.

Am 18. Juli 1995 wurde vor dem Berliner Oberverwaltungsgericht ein Vergleich zwischen PDS, Treuhandanstalt ( BvS) und Unabhängiger Kommission zur endgültigen Regelung der Vermögensfragen abgeschlossen. Auf der Grundlage dieses Vergleichs hat die PDS kein Geldvermögen zurückerhalten, da der Erwerb dieses Vermögens nicht als materiell-rechtsstaatlich anerkannt wurde. Das traf auch auf die von der SED eingenommenen Mitgliedsbeiträge zu. Der PDS wurden vier Immobilien insbesondere aus dem früheren Eigentum der KPD (darunter das Berliner Karl-Liebknecht-Haus als Sitz des Parteivorstandes) zugesprochen. Außerdem konnte die PDS die in den Geschäftsstellen vorhandenen Ausstattungen behalten.

Aus der treuhänderischen Verwaltung entlassen wurden auch die "Neues Deutschland Verlag und Druckerei GmbH" und die "Karl Dietz Berlin Verlag GmbH", bei denen die PDS Gesellschafter war.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon hans g » So Mär 21, 2010 15:03

Crazy Horse hat geschrieben:
hans g hat geschrieben:....will den KAPITALISMUS überwinden.
meldung im handelsblatt---siehe auch gespräch mit SARAH WAGENKNECHT im STERN.


Ich weiß jetzt nicht, ob Du gegen die Linken agitieren willst (was ich sehr schade fände) oder Du das lediglich als Aufhänger für eine sachliche Diskussion heranziehen willst.

unter menschen kann man NICHT sachlich diskutieren,die agieren NUR emotional :!:
die LINKEN gehören für mich zu unserer DEMOKRATIE,wie auch andere parteien.
ich hatte hier ja schon öfter kund getan hatte,dass ich es als positiv ansehe,wenn parteien sich gegenseitig kontrollieren.
was ich gar nicht verstehe ist,dass man den KAPITALISMUS abschaffen will,ohne ne funktionierende alternative zu haben---demokratischer SOZIALISMUS :roll: :roll: :roll:
und was soll dabei rauskommen,wenn man private banken verstaatlicht---dass parteien deren führung übernehmen---siehe landesbanken.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon fridolin » So Mär 21, 2010 15:10

Cairon schreibt:
die Arbeiter sollen am Besitz der Betriebe beteiligt werden. Irgendwie ist das auch nichts Neues.


Richtig , diese Forderung ist nichts Neues. Ja selbst die CDU/ CDA ( Christlich Demokratische Arbeitnehmer in der CDU) in Westdeutschland vertrat und forderte in den 1970iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Beteiligung der Werktätigen am Betriebsvermögen. An diesen Verhandlungen mit den Gewerkschaften und der SPD war ich damals persönlich beteiligt. Die SPD blockierte, daher kam nur das abgespeckte Modell des 312,-, später 624,- DM Gesetz heraus.
Wer ist da wohl sozialistischer gewesen? :D

@ hans g : Die LINKE will den Neoliberalismus auch in Gestalt der Banken lediglich zähmen und Grenzen setzen. An der Misere der Landesbanken waren die LINKEN wohl nicht beteiligt.

Eines ist für die LINKEN unabdingbar: Die unmittelbaren Lebensbedürfnisse dürfen auf keinen Fall privatisiert werden. Dazu gehört die Gesundheits- und Rentenvorsorge, das Bildungssystem, die Wasser- und Stromversorgung, das Straßen und Schienensystem usw.. Soweit diese schon privatisiert sind, sind diese zu rekommunalisieren.
Merke Rekommunalisieren ist etwas völlig anderes als verstaatlichen.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Cairon » So Mär 21, 2010 15:29

@Fri dolin

Wie gesagt ich habe Euer neues Grundsatzprogramm noch nicht in Schriftform vorliegen. Die Aussage, dass alle privaten Banken verstaatliche werden sollen, wurde über die öffentlich-rechtlichen Medien so verbreitet. Du als Mitglied der Linken wirst doch sicher genauere Unterlagen oder Veröffentlichungen haben. Ich weiß auch, dass es sich dabei nur um einen Entwurf handelt der wohl noch Änderungen Erfahren wird, aber nach den Aussagen der Medien liege ich doch gar nicht so verkehrt:

Spiegel

SWR

FAZ

TAZ

Wenn du es besser weißt dann erläutere uns doch bitte die genauen Vorstellungen deiner Partei und bemühe dich um etwas mehr Objektivität, denn meine politischen Ämter haben mit meiner Meinung zu den Linken relativ wenig zu tun. Aber ich denke du wirst dich in üblicher Weise um klare Aussagen drücken und wieder auf reine Polemik zurück greifen. Habt ihr den Entwurf denn schon irgendwo veröffentlicht? Gib uns doch mal einen Link damit wir nachlesen können was ihr wirklich wollt, denn wahrscheinlich haben euch die Medien ja nur falsch wiedergegeben.
Zuletzt geändert von Cairon am So Mär 21, 2010 15:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Quattro » So Mär 21, 2010 15:30

Habe gerade auf n-tv den Artikel "Linke will Verstaatlichung" gelesen und stelle fest; es ist momentan schwer vorstellbar-aber ich sehe auch keinen anderen Weg aus der "Geld, Geld,Geld" Geselschaft.
Was mir am besten gefallen hat, ist der Satz von Lafontain; Im Gegensatz zu anderen Parteien haben wir Vorschläge, wie der Lobbyismus eingeschränkt werden könnte!
Das ist doch die Krankheit an der die Politik zur Zeit leidet. Es regiert nicht mehr der Wähler, sondern das Kapital!
Und das kotzt mich an. :evil:
Übrigens ist in meinen Augen eine Parteispende nichts anderes als eine Bestechung, für die ein normaler Bürger bestraft wird.
Parteispenden gehören sofort abgeschaft denn Geld haben die Parteien genug. Es muß doch nicht an jeder Ecke ein Plakat hängen.
Das beeinflußt doch sowieso fast niemanden mehr. Oder wer von Euch legt Wert auf die Sprüche?
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon amwald 51 » So Mär 21, 2010 16:01

servus mitanand
Quattro hat geschrieben:... Es muß doch nicht an jeder Ecke ein Plakat hängen.
Das beeinflußt doch sowieso fast niemanden mehr. Oder wer von Euch legt Wert auf die Sprüche?

... bestimmte parteien brauchen die visagen auf den plakatständern, um nach mehr oder weniger erfolgreich (über-)bestandenen wahlen sich mittels "Danke"-aufklebern für für sie (nicht) gegebene stimmen zu bedanken. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
grüße vom alpenrand
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon fridolin » So Mär 21, 2010 16:31

Auf Bitten von Cairon hier der Link zum Entwurf eines Parteiprogrammes der Partei DIE LINKE :

http://die-linke.de/fileadmin/download/programmdebatte/100320_programmentwurf.pdf

Wohlgemerkt, es handelte sich um eine Programmdebatte. Bis zur entgültigen Fassung werden wohl noch einige Jährchen vergehen. Bis dahin gelten die Programmatischen Eckpunkte der Partei DIE LINKE.

Übrigens in Kürze wird es eine bundesweite Mitgliederbefragung zur Bestimmung eines Bundesvorstandes geben. Das ist Basispolitik wie ich sie verstehe!
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Crazy Horse » So Mär 21, 2010 16:58

hans g hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:
hans g hat geschrieben:....will den KAPITALISMUS überwinden.
meldung im handelsblatt---siehe auch gespräch mit SARAH WAGENKNECHT im STERN.


Ich weiß jetzt nicht, ob Du gegen die Linken agitieren willst (was ich sehr schade fände) oder Du das lediglich als Aufhänger für eine sachliche Diskussion heranziehen willst.

unter menschen kann man NICHT sachlich diskutieren,die agieren NUR emotional :!:
die LINKEN gehören für mich zu unserer DEMOKRATIE,wie auch andere parteien.
ich hatte hier ja schon öfter kund getan hatte,dass ich es als positiv ansehe,wenn parteien sich gegenseitig kontrollieren.
was ich gar nicht verstehe ist,dass man den KAPITALISMUS abschaffen will,ohne ne funktionierende alternative zu haben---demokratischer SOZIALISMUS :roll: :roll: :roll:
und was soll dabei rauskommen,wenn man private banken verstaatlicht---dass parteien deren führung übernehmen---siehe landesbanken.



Hans, häng Dich bitte nicht an dem Wörtchen "Sozialismus" auf. Ich weiß, dieses Wort ist für Dich negativ konnotiert, aber eigentlich ist Sozialismus nur eine Geisteshaltung und sowas wie ein Oberbegriff für sämtliche soziale Strömungen und gesellschaftliche Ausrichtungen, von der Sozialdemokratie bis hin zum Kommunismus. Auch die SPD bekennt sich in ihrem Grundsatzprogramm zum demokratischen Sozialismus.

Demokratisch heißt, dass der Bürger auf allen Ebenen ein Mitspracherecht haben muss, sei es selbst als Amts- oder Mandatsträger oder eben durch Volksentscheide. Es reicht eben nicht aus, dass man nur alle 4 Jahre zur Wahl geht aber sonst keinerlei Einflussmöglichkeiten auf politische Entscheidungen hat. Demokratie lebt vom Mitmachen. Das fängt auf unterster Ebene, in der Gemeinde an und zieht sich so nach oben hin fort.

Du kannst als Bürger nur mitreden und mitbestimmen bei Dingen, die einem selbst, sprich der Kommune, gehören. Wenn beispielsweise der öffentliche Personennahverkehr privatisiert wurde, kannst Du nicht hergehen und verlangen, dass der Bus an der abgelegenen Haltestelle in Deiner Nähe hält und Dich mitnimmt, weil Du aufgrund Deines Alters oder Deiner Behinderung nicht allzu weit zu Fuß laufen kannst, sich dieser Haltepunkt für den Betreiber aber nicht lohnt.
Wenn die städtischen Sozialwohnungen privatisiert wurden und Du zufällig in einer wohnst, musst Du eben kündigen oder die höheren Preise in Kauf nehmen. Gleiches gilt fürs Schwimmbad, die Sportanlagen, die Theater und Museen, Spielplätze usw. Immer verlierst Du ein Stück öffentliches Eigentum und das damit verbundene Mitspracherecht.

Um mal Volker Pispers zu zitieren: Wir sind nicht Papst, wir sind Staat!
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Quattro » So Mär 21, 2010 17:10

Bisher gilt doch; "Demokratie ist-wenn man wählen kann, wer einen nach der Wahl verarschen tut"
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Cairon » So Mär 21, 2010 17:34

1. Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE Seite 12 hat geschrieben:DIE LINKE tritt für ein Bankensystem aus drei Säulen ein: Sparkassen, Genossenschaftsbanken und staatliche Großbanken. Ein funktionierender Finanzsektor ist ein öffentliches Gut, seine Bereitstellung daher eine öffentliche Aufgabe. Die Zentralbanken sollen sich nicht nur an der Geldwert- und Währungsstabilität, sondern gleichberechtigt auch am Beschäftigungsziel und dem Ziel nachhaltiger Entwicklung orientieren.


1. Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE Seite 15 hat geschrieben: Die privaten Banken sind für den Spekulationsrausch der vergangenen Jahre und die entstandenen Milliardenverluste wesentlich verantwortlich. Private Banken müssen deshalb verstaatlicht, demokratischer Kontrolle unterworfen und auf das Gemeinwohl verpflichtet werden. Durch strikte Regulierung ist zu gewährleisten, dass der Bankensektor in Zukunft wieder seinen öffentlichen Auftrag erfüllt: die zinsgünstige Finanzierung wirtschaftlich sinnvoller Investitionen insbesondere auch kleiner und mittlerer Unternehmen, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und Bereitstellung eines kostenlosen Girokontos für jedermann, sichere Anlage privater Ersparnisse. Das in den vergangenen Jahren explosiv angewachsene Investmentbanking ist abzuwickeln, der Eigenhandel mit Wertpapieren und die Spekulation mit Derivaten sind Banken zu verbieten, ebenso jegliche Geschäfte außerhalb der eigenen Bilanz und Geschäfte mit Unternehmen oder Personen, die rechtlich in Steueroasen registriert sind. Dringend erforderlich
sind Rahmenvorgaben für Kredit- und Guthabenzinsen. Banken müssen gesetzlich verpflichtet werden, einen festgelegten Mindestanteil ihrer Bilanzsumme in Form von Kleinkrediten zu niedrigen Zinsen an mittelständische Unternehmen zu vergeben.


Also hier steht es doch ganz klar drin, die privaten Banken sollen verstaatliche werden, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

1. Entwurf für ein Programm der Partei DIE LINKE Seite 14/15 hat geschrieben:Die Arbeitszeiten müssen gemäß den Bedürfnissen der Menschen bei vollem Lohnausgleich verkürzt werden. Gute Arbeit für alle, aber weniger Arbeit für die Einzelnen– das wollen wir als neue Vollbeschäftigung. Die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit mit Kindererziehung und Pflege muss verbessert werden. Die Beschäftigten brauchen zudem größere Selbst- und Mitbestimmungsrechte
in Bezug auf ihre Arbeitszeit und genügend freie Zeit für Erholung, Muße und selbstbestimmte Tätigkeiten. Durch die Reform des Arbeitszeitgesetzes soll die höchstzulässige durchschnittliche Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden begrenzt werden. Perspektivisch streben
wir eine Obergrenze von 35 Stunden, längerfristig von 30 Stunden an. Wir wollen, dass dabei für die Beschäftigten ein voller Lohnausgleich gesichert wird.

IV. Linke Reformprojekte –
Schritte gesellschaftlicher Umgestaltung vor allem im Hinblick auf Personal- und Stellenpläne zu erweitern. So ist zu erreichen, dass die Verkürzung der Wochenarbeitszeit zu mehr Beschäftigung führt und der Leistungsdruck nicht weiter ansteigt. Den betrieblichen
Arbeits- und Gesundheitsschutz und das Jugendarbeitsschutzgesetz wollen wir verbessern. Die Ansprüche der Beschäftigten auf Weiterbildung wollen wir ausweiten. Gute Arbeit für jede und jeden erfordert erweiterte Mitbestimmung der Beschäftigten im Betrieb und im Unternehmen. Starke Gewerkschaften sind notwendig. DIE LINKE unterstützt sie in ihren Anstrengungen. Das ungehinderte Streikrecht, einschließlich des Rechts auf den politischen Streik und den Generalstreik, muss gewährleistet werden.


Das ist doch toll wir arbeiten alle 30 Stunden und bekommen dafür das gleiche Geld wie vorher. Nur hat sich dann keiner überlegt wie das bezahlt werden soll. Wenn ich für 30 Stunden das gleiche Gelde bekomme wie für 40 Stunden muss der Geldwert im Gegenzug fallen. Ein politisches Streikrecht ist auch schön, wenn mir das Ergebnis einer Wahl nicht gefällt gehe ich eben Streiken. Es mag sich ja stellenweise ganz schön lesen, ich halte es aber zum größten Teil für Linke Utopie die nicht finanzierbar und schon gar nicht realisierbar ist. Wenn man mal annimmt das System würde eingeführt, dann käme dabei meiner Meinung nach folgendes heraus: Ein Teil der Bevölkerung würde sich auf ihren Lorbeeren ausruhen und mit minimalem Aufwand über die Runden kommen. Wozu sollte man noch tüchtig sein, wenn doch alles das gleiche bekommen und Leistung sich nicht mehr lohnt. Möglicherweise gibt es dann noch einen Orden für Plansollübererfüllung.
Die anderen werden sich Wege suchen das System zu umgehen und ihre Energie darauf verwenden sich Werte zu schaffen. Der Schwarzmarkt wird blühen und die guten hochqualifizierte Fachkräfte werden abwandern und im Ausland Stellen annehmen die entsprechend vergütet werden. Wo dann wieder die Frage ist ob wir die Grenzen dicht machen um den Abzug von wirtschaftlich starken Bürgen zu verhindern. Irgendwie habe ich das im Geschichtsuntersicht alles schon mal gehört.

Ich habe da noch ein schönes Lied zum Thema gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=UDDpV50-lZA
Zuletzt geändert von Cairon am So Mär 21, 2010 19:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Fendtfreak » So Mär 21, 2010 18:48

In paar Wochen droht ein politisches Erdbeben in Berlin, ausgelöst durch die Landtagswahl in der SPD-Kornkammer NRW.
Die SPD will nach 5 Jahren Opposition ihre Kornkammer zurück erobern, während die CDU nicht schon nach 5 Jahren NRW-Regierung wieder für 40 Jahre auf die Oppositionsbank verbannt werden will.
Es drohen Zustände wie in Hessen. Für Schwarz-Gelb wird es wohl kaum reichen, für Rot-Grün aber auch nicht. Ampel- oder Jamaika-Koalition sind womöglich mit der FDP nicht zu machen. Rot-Rot-Grün wird von der NRW-SPD abgelehnt. Bei einer Großen Koalition droht bei nächstbester Gelegenheit Neuwahl.
Fehlt nur noch, daß die Protestwähler außer der Linkspartei als zweite Protestwählerpartei REP, DVU oder NPD in den Landtag wählen.
Dann wird es wohl wie in Hessen enden, Neuwahlen bis eine von den Politikern gewünschte Koalition möglich ist.

Bereits die letzte NRW-Landtagswahl löste in Berlin auf Bundesebene ein politsches Erdbeben aus.

Damals profitierte die CDU davon durch die als Folge vorgezogene Bundestagsneuwashl, diesmal könnte es genau umgekeht sein.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon H.B. » So Mär 21, 2010 19:31

Cairon sieht das völlig richtig.

Nur ich glaub da haben zwei scheidende Parteimitglieder der Partei einen Denkzettel verpassen wollen. Selbst dem linksten Schmarotzer (Gilt nicht für Arbeitslose und auch nicht für Ha(r)tz IV-Empfänger, nur eben für Schmarotzer - weit weniger als 1% in Deutschland) wird einleuchten, wenn seine fütternde Hand abgehackt wird, kommt am Ende vollommene Armut und Hunger.

Links wird deshalb auch von dieser Schicht kaum mehr gewählt werden. Da bleiben nur noch die Protestwähler und Rentner ohne Nachkommen.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon amwald 51 » So Mär 21, 2010 20:18

servus mitanand
Fendtfreak hat geschrieben:... Bereits die letzte NRW-Landtagswahl löste in Berlin auf Bundesebene ein politsches Erdbeben aus.

... mit ausnahme eines ggf. rot-dunkelrot-(grünen) versuchs zur übernahme der regierungsverantwortung in nrw wird es in berlin kein erdbeben geben. allenfalls GU IDO wird vermutlich etwas toben, wenn die fdp abgehängt wird. ansonsten wird man sich in berlin darauf einrichten, man hat ja für alles was nun nicht geht eine 'entschuldigung'.
grüße vom alpenrand
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon Crazy Horse » So Mär 21, 2010 21:01

Ich glaub, ich muss jetzt doch noch ein paar Sätze zu Cairon schreiben;

1.) Ja, die LINKE will private Großbanken verstaatlichen. Die Gründe hast Du ja netterweise mitkopiert, so dass ich da nicht mehr groß drauf eingehen muss. Diese Forderung erheben auch viele kleine und mittelständische Unternehmen, weil sie sich günstigere Kredite davon versprechen, zumal der Staat durch das Bankengeschäft keine großen Gewinne erwirtschaften muss. Es reicht vollkommen aus, wenn er kostendeckend wirtschaftet.

2.) Ich kann Dir nicht sagen, wieviele Arbeitslose es in Deutschland wirklich gibt, weil die offizielle Arbeitslosenstatistik eine reine Mogelpackung ist.

Nicht erfasst in dieser Statistik sind:
- Arbeitslose über 58 Jahre
- Arbeitslose, die von privaten Arbeitsvermittlern betreut werden
- Arbeitslose, die einer Arbeit mit "Mehraufwandsentschädigung" (sog. 1-Euro-Jobs) nachgehen
- Arbeitslose, die sich in einer Umschulung befinden
- Arbeitslose, die ein unentgeltliches Praktikum machen
- Arbeitslose, die kein Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und sich auch nicht arbeitslos melden, weil sie für den Bezug von ALG II nicht dem Repressionssystem Hartz IV aussetzen wollen. Hartz IV schreckt nun mal ab. Man spricht hier von der stillen Reserve
- Arbeitslose, die sich mit einem Mini- oder Midijob über Wasser halten und aufstocken müssen

Ich schätze mal, dass wir nicht 3,5 Mio. Arbeitslose, sondern mind. 6-7 Mio haben. Und wenn die alle einen vernünftigen, anständig bezahlten, sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob wollen, dann muss die vorhandene Arbeit gleichmäßiger verteilt und die Wochenarbeitszeit verkürzt werden - natürlich bei vollem Lohnausgleich, weil die Kaufkraft ja nicht zurückgehen soll. Natürlich ist nicht jeder Arbeitslose vermittelbar, aber die Zahl der Arbeitslosen würde sich doch drastisch reduzieren.
Bei der jahrelangen Lohnzurückhaltung sind 2-3 Wochenstunden weniger bei vollem Lohnausgleich durchaus zu vertreten. Wenn man gleichzeitig, wie DIE LINKE das fordert, die Spitzengehälter auf das 20-fache der untersten Lohngruppe im Betrieb begrenzt, und man bedenkt, dass durch die niedrigeren Arbeitslosenzahlen gleichtzeitig die Sozialausgaben gesenkt werden können, dann entsteht der Volkswirtschaft dadurch keinerlei Schaden.
Die von Dir genannte Wochenarbeitszeit von 30 Stunden wird sich wohl erst in 20-30 Jahren realisieren lassen und setzt natürlich einen weiteren Produktivitätsanstieg voraus. Das ist aber alles Zukunftsmusik und soll Dich jetzt nicht weiter verunsichern.
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Re: DIE LINKE....

Beitragvon hans g » So Mär 21, 2010 21:03

Crazy Horse hat geschrieben:Hans, häng Dich bitte nicht an dem Wörtchen "Sozialismus" auf.
Das fängt auf unterster Ebene, in der Gemeinde an und zieht sich so nach oben hin fort.
Du kannst als Bürger nur mitreden und mitbestimmen bei Dingen, die einem selbst, sprich der Kommune, gehören.
Wenn die städtischen Sozialwohnungen privatisiert wurden und Du zufällig in einer wohnst, musst Du eben kündigen oder die höheren Preise in Kauf nehmen.

ich wollte eigentlich keine THEORIEN hören,sondern konkrete vorschläge,wies denn besser ginge.
hier vor ort hat die SPD das sagen(65%,bayrische verhältnisse),die sind hier eigentlich pleite,aber investieren weiter in dinge,die nicht so gebraucht werden,ABER GUT ANKOMMEN.
da kann ich mich z.b. nur einbringen,dass ich mit der gemeinde DANN verhandele,wenn DIE von MIR etwas brauchen,sonst hab ich keine chance---weil kein PARTEIBUCH.
die sache mit den städtischen wohnungen ist ja so,dass die deshalb die günstigen mieten anbieten können,weil da auch jahrelang NIX investiert wird und anschliessend wird privatisiert,damit dann der neue eigentümer alles wieder auf den stand bringt---siehe DDR.
Zuletzt geändert von hans g am Mo Mär 22, 2010 8:31, insgesamt 3-mal geändert.
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