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Die Lügen des Bauerverbandes

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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169 Beiträge • Seite 1 von 12 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 12
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Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon BMWi3 » Sa Dez 15, 2018 9:21

https://www.topagrar.com/management-und ... 28208.html
Bei Statistiken gilt nicht nur der Grundsatz: "Glaube nur der Statistik die du selbst gefälscht hast",
sondern hier liegt ein besonders schwerer Fall der "Unstatistik" vor.

Wir wissen nicht, wie viele Bauern es in Deutschland noch gibt. Es fängt schon damit an, dass es oft Ermessensentscheidungen der Statistiker sind, ob es sich um einen oder zwei Höfe handelt. Es gibt Betriebsteilungen. 51 a Gesellschaften oder Gewerbebetriebe.

Das klassische Beispiel:
Ein Ferkelerzeuger (meistens mit wenig Fläche) baut einen steuerlich gewerblichen Maststall auf dem Namen der Frau oder Sohn = 2 Höfe

Man pachtet ganzen Betrieb mit Schweinemast. Ergegbnis: Einer gibt auf und ein anderer wird größer = Ein Bauer weniger aber nicht in der Statistik

Ältere Hähnchenmast Batterie mit z.B. 4 Ställen nebeneinander. Land oder Vieheinheiten kann gepachtet werden und Halle 1 und 2 wird landwirtschaftlich = Zwei neue Höfe in der Statistik

Dass das so ist, erkennt man an der Tatsache, dass z.B. in Niedersachsen in vergangenen Jahren die Anzahl der Höfe unter 5 Hektar gestiegen ist (Gewerbe).

Dies unterstreicht die Unseriösität des Bauernverbandes mit einem bauernfeindlichen Glaubwürdigkeitsproblem
Zuletzt geändert von BMWi3 am Sa Dez 15, 2018 15:56, insgesamt 1-mal geändert.
BMWi3
 
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon elchtestversagt » Sa Dez 15, 2018 11:52

Wenn man die Pauschlierung aufhebt, dann haben wir alleine im LK CLP innerhalb eines Jahres 90% weniger Betriebe....
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon elchtestversagt » Sa Dez 15, 2018 11:57

Nachtrag um das zu verdeutlichen: Wir haben in der Landvolkortsgruppe im Ort 23 Mitgliedsbetriebe, aber nur 8 "wirkliche" Betriebe.
Die sind deshalb alle Mitglied im Landvolk, weil unsere Kreisgruppe den Strom/ Gaseinkauf ausschreibt und regelmässig sehr günstige Konditionen aushandeln kann, um in den Genuss zu kommen muss man Mitglied sein ( Gewerbebetriebe zahlen nur den Grundbeitrag, ansonsten geht das nach ha..)
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon Nordhesse » Sa Dez 15, 2018 14:53

Der Bauernverband fälscht doch keine Statistik- er interpretiert die nur. Und die Interpretation kann ich zumindest nachvollziehen. Hier ist die große welle, wo sehr viele Betriebe aufgegeben haben seit 5, eher 10 Jahren durch. So lange das statistische Bundesamt nichts an der Erfassungsmethoden ändert, kann man die zahlen schon vergleichen. Den letzten Schnitt, den es da gab, war vor ca. 10 Jahren, als z.B. bei den Zuchtsauen alle unter 10 Tiere aus der Statistik gefallen sind. ( Was ja auch Sinn macht) Die gewerblichen Betriebe ohne Fläche werden meines Wissens nach nicht erfasst. Das wäre ja auch nach der Feststellung vom Vorschreiber richtig so.
Was das mit unseriosität und "Bauernfeindlichen Glaubwürdigkeitsproblem" zu tun hat möge uns der Threadersteller erklären
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon BMWi3 » Sa Dez 15, 2018 15:54

@Nordhesse
Es hat keiner gesagt, dass der BV was fälscht. Er benutz aber Zahlen die falsch sind und die Realität wurde vom Elchtest richtig geschildert.
Des Weiteren erheben die Bundesländer die Zahlen unterschiedlich, sodass das Statistisch Bundesamt da kein Einfluss hat.

Es gab genau zu diesem Thema einen Wochenblattartikel mit dem Hinweis, dass in NRW und Niedersachsen gewerblich Tierhaltung mit drin ist und so Betriebe unter 5 ha anzahlmäßig gewachsen sind.

Ich glaube es besteht Einvernehmen hier, dass man nicht weiß wie viele Bauern es im Land gibt und der BV ist gut beraten, keine Schönwetterpolitik zu machen. Das gibt es in keiner anderen Branche, dass sich Interessenvertreter die Lage schön reden.
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon Todde » Sa Dez 15, 2018 17:32

Keine Ahnung, was Du Dir da wieder zusammenspinnst...

Alle Daten sind vom DBV genau erläutert, anscheinend willst Du überhaupt nicht wissen, wie diese zusammen kommen, sondern einfach trollen oder gar einfach Lügen verbreiten. Deine Verbitterung ist krankhaft, hattest Du nicht vor 1, 2 Jahren noch verlauten lassen in Deinem BV etwas machen zu können?

3 AGRARSTRUKTUR
3.3 Betriebe und Betriebsgrößen

https://www.bauernverband.de/33-betrieb ... sen-807290


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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon fedorow » Sa Dez 15, 2018 18:06

BMWi3 hat geschrieben:Dies unterstreicht die Unseriösität des Bauernverbandes mit einem bauernfeindlichen Glaubwürdigkeitsproblem


Man kann den BV schon kritisieren. Teilweise zurecht.
Trotzdem hat der Bauernverband viel nationales Unheil und Steuern wie die Erbschaftssteuer deutlich abgemildert.
Wenn die Grünen in Zukunft Gesetze mitgestalten wird der BV noch wichtiger.
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon T5060 » Sa Dez 15, 2018 19:03

Naja die allgemein verkündeten Betriebsergebnisse sind schön gerechnet.
Die liegen so um 20 - 25 % niedriger, besonders in NRW und Niedersachsen wird am meisten geschummelt.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon cerebro » Sa Dez 15, 2018 19:06

Todde hat geschrieben:Keine Ahnung, was Du Dir da wieder zusammenspinnst...

Alle Daten sind vom DBV genau erläutert, anscheinend willst Du überhaupt nicht wissen, wie diese zusammen kommen, sondern einfach trollen oder gar einfach Lügen verbreiten. Deine Verbitterung ist krankhaft, hattest Du nicht vor 1, 2 Jahren noch verlauten lassen in Deinem BV etwas machen zu können?

3 AGRARSTRUKTUR
3.3 Betriebe und Betriebsgrößen

https://www.bauernverband.de/33-betrieb ... sen-807290


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Gibt's die Aufteilung der verlinkten Grafik auch mit Zuwachs bzw Verluste der verschiedenen beteiebsgrössen über die Jahre? Mein Eindruck ist das viele prämienbedingt wieder einsteigen oder prämienbedingt nicht aussteigen (Bewirtschaftungsverträge nehmen radikal zu hier in meiner Gegend, und auch diese Betriebe sind weiterhin Teil der Statistik )
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon T5060 » Sa Dez 15, 2018 19:22

cerebro hat geschrieben:
Gibt's die Aufteilung der verlinkten Grafik auch mit Zuwachs bzw Verluste der verschiedenen beteiebsgrössen über die Jahre? Mein Eindruck ist das viele prämienbedingt wieder einsteigen oder prämienbedingt nicht aussteigen (Bewirtschaftungsverträge nehmen radikal zu hier in meiner Gegend, und auch diese Betriebe sind weiterhin Teil der Statistik )


In deiner Region gibt es auch noch die hohen Steuern bei der Betriebsaufgabe ....
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon BMWi3 » Sa Dez 15, 2018 19:55

fedorow hat geschrieben:
BMWi3 hat geschrieben:Dies unterstreicht die Unseriösität des Bauernverbandes mit einem bauernfeindlichen Glaubwürdigkeitsproblem


Man kann den BV schon kritisieren. Teilweise zurecht.
Trotzdem hat der Bauernverband viel nationales Unheil und Steuern wie die Erbschaftssteuer deutlich abgemildert.
Wenn die Grünen in Zukunft Gesetze mitgestalten wird der BV noch wichtiger.


Bitte komm jetzt nicht auch noch mit §13 a ...
Kein Mensch behauptet, dass der BV nur Mist baut. Aber manchmal ist auch für BV Bosse Schweigen Gold. Heute wird der BV zitiert, dass man 2017/18 65000€ Gewinn im Schnitt erzielt hat. Im gleichen Artikel wird erklärt, dass man die Dürrehilfe nicht abruft weil man zu viele Daten als Bauer preis geben müsse.

Also, mir scheint, die reiten uns immer tiefer in die Schei..

Natürlich ist auch hier die Kritik so sinnvoll wie Stroh dreschen und es ändert sich nichts. Oder hat sich der BV schon mal geändert, wie er das von Bauern verlangt ?
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon BMWi3 » Sa Dez 15, 2018 20:14

Nachtrag zur "Steuerpolitik" des BV, die ja ohne müde zu werden eine "steuerliche Ausgleichsrücklage" fordert. Ist das aktuell klug?
Wenn die Gewinne 17/18 gestiegen sind, zahlt man ja aufgrund der Ergebnisse auch hohe Vorauszahlungen. Diese möchte der BV glätten...
Zu hohe Vorauszahlungen sind bei derzeitigen Nullzinsen doch das beste was einem passieren kann. Ein möglichst späte Rückerstattung beschert einem 6% Zinsen und ist eine gute Festgeldanlage. Vielleicht noch mal drüber nachdenken, Bauernverband, als größte Steuerberatung im Lande...

Es bekommt uns auch nicht gut, wenn sich Bauernverband über zu hohe Steuern beklagt, und gleichzeitig 1 Mrd. Dürrehilfe fordert, dann nur 340 Mio. bewilligt werden und diese dann nicht abgerufen werden :o
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon T5060 » Sa Dez 15, 2018 22:07

BMWi3 hat geschrieben:
Es bekommt uns auch nicht gut, wenn sich Bauernverband über zu hohe Steuern beklagt, und gleichzeitig 1 Mrd. Dürrehilfe fordert, dann nur 340 Mio. bewilligt werden und diese dann nicht abgerufen werden :o


Die Verfahren sind so komplex, wenn die Verhältnisse im Hof sich in den letzten Jahren geändert haben. Ich wollte eigentlich mal ab Montag vier Wochen Pause machen, weil ich echt platt bin, aber das geht ja nun nicht und sonst will es niemand machen. Hier hat die Bundesrepublik Deutschland gezeigt, dass sie aber wirklich nichts mehr für ihre Bauern übrig hat.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon Estomil » So Dez 16, 2018 11:25

Deine 6% Zinsen bei Steuernachzahlungen bekommt so gut wie keiner.
Denn erstens hat so gut wie jeder Steuerberater gewisse "Lieferfristen" für seine Kunden und zweitens erfolgt aufgrund dessen dann immer ein Aufschub der zinsfrei ist.

Sprich die Steuerberater dürfen sich Zeit lassen, Zinsen gibt's dann aber nicht.
Die Alternative lautet, dass der Steuerberater zum Stichtag x alle Buchabschlüsse seiner Kunden fertig haben muss.
Da macht die Finanzverwaltung schon sehr genaue Vorgaben.
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Re: Die Lügen des Bauerverbandes

Beitragvon Nordhesse » So Dez 16, 2018 11:29

Mir fehlt immer noch die Antwort auf die Frage an welcher Stelle der Bv da was schönredet. Die Aussage war: Der Strukturwandel hat sich verlangsamt, bei der Tierhaltung geht es weiter bergab. Das deckt sich zumindestens hier in der Gegend 1 zu 1 mit der Realität. Der Trend zu Betriebsausgründungen ist lang vorbei- das einzige was jetzt noch läuft ist, dass größere Ackerbauern noch nen Bio-Betrieb nebenher laufen haben.

Zum Thema Steuern und Argumentation Dürrebeihilfe:

Die Dürrebeihilfe gestaltet sich zum Teil schwierig, weil bei Kapitalgesellschaften die Gesellschafter ihr Vermögen offen legen sollen- auch wenn sie im Betrieb gar nix machen.

Zum Thema Steuern: Frag mal die Milchviehbetrieb, viel sie von ihrem Einkommen aus 2016 in diesen Tagen ans Finanzamt abdrücken. Das hat sich durch die Spezialisierung der Betriebe und die Schwankungen der Märkte enorm verschärft. Deshalb benötigen wir da ein Gesetzesänderung. Man kann das Minus aus dem einen Jahr ja nicht sinnvoll mit dem plus aus dem anderen verrechnen
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