Jupp1303 hat geschrieben:julius hat geschrieben:Die Verpächter müßten laut Bauernverband mit Anwalt und handfesten Beweisen ( mehrere aktuelle Pachtverträge aus dem Ort ) vor Gericht ziehen. Das ist doch lächerlich und macht eh keiner. Wer rückt schon seine aktuell abgeschlossenen Pachtverträge raus ?
Nennt sich Pachtwertgutachten, anversich kein Problem, einen Beweis zu führen. Dieses Thema ist auch höchstrichterlich durch und die bisher geübte Methodik zur Ermittlung eines angemessenen Pachtpreises wurde aktuell durch den BGH bestätigt. Wenn es der klassische Pachtervertrag ist, muss man nicht mal vor Gericht, da reicht meist ein Schiedsgutachten.
Zwei mir sehr gut bekannte Austragsbauern, die es direkt betrifft haben mir unabhängig voneinader erzählt, beim BV vor Ort wurde ihnen mitgeteilt sie müßen mindestens 3 aktuelle und verschiedene Pachtverträge aus dem Ort vorlegen um das aktuelle ortsübliche Pachtniveau überhaupt erst nachweisen zu können.
Ansonsten : keine Chance.
Sie haben vorgedruckte Pachtverträge von dem besagten BV verwendet, eben mit einer Preis-Anpassungsklausel falls sich das ortsübliche Pachtniveau ab 2 Jahre nach Abschluß maßgeblich ändern sollte.
Alle beiden meinten, diese Preisklausel im Vertrag sei für den A.... und das sie nun nichts unternehmen würden da die geforderte Nachweispflicht unmöglich sei und die betreffenden Pächter keinesfalls für die restliche Laufzeit freiwillig mehr bezahlen werden, trotz Preisanpassungsklausel.
Ist aber klar das die betreffenden Pächter die Grundstücke nachher nicht mehr bekommen.
Andererseits haben die betreffenden Pächter somit nochmal für 5 Jahre die Grundstücke um 66 % günstiger und das wissen die auch.
Ich finde das wie gesagt nicht o.k. Eben aus dem Grund weil die Verpächter praktisch mit der Pistole auf der Brust gesetzlich gezwungen wurden diese lange Vertragdauer bei Rentenbeginn abzuschließen. Ansonsten : keine Rente.
Wenn diese lange Vertragdauer ein Verpächter selber gewählt hätte, wäre er selber Schuld. Was hier nicht der Fall ist.
Um wieder auf das Hauptthema zurückzukommen : Aus diesen Gründen werde ich mich bei dieser geplanten Unterschriftenaktion gegen die Hofabgabeklausel beteiligen, weil sie für mich absoluter Unfug ist.
Was dann dabei rauskommt muß man sehen.
Hab heute im Wochenblatt gelesen das es aus diesen Gründen bereits mehrere Arbeitskreise mit Rechtsanwälten gegen diese Hofabgabeklausel vorgehen wollen. Ich vermute das sie so oder nicht mehr lange zu halten und fallen wird. Auch die Politik denkt langsam in diese Richtung.
