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Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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99 Beiträge • Seite 7 von 7 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7

Sollte die Hofabgabklausel abgeschafft werden?

Ja, sie macht absolut keinen Sinn mehr.
25
40%
Nein, sie wirkt sich positiv auf die Betriebsnachfolge aus.
16
26%
Die Abgabeklausel hat Vor- und Nachteil.
12
19%
Das ist mir vollkommen egal.
9
15%
 
Abstimmungen insgesamt : 62

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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon heico » Di Aug 27, 2013 8:44

Noch mal dazu wie "unflexibel" ältere Bauern sein können :D
Mein Onkel hatte nach dem Krieg mit Schulden angefangen aber gut gewirtschaftet und jedes Jahr seinen Betrieb gefestigt.
Als er dann 50 wurde, hat er sich einen viel zu großen Traktor gegönnt, um nicht so viele Stunden mehr zu machen.
Ab dem Zeitpunkt hatte er auch seine Ställe modernisiert und mit Computerfütterung aufgerüstet.
Danach hat er dann bis 70 ordentlich Geld verdient, wie kein anderere in der Gegend und Land gekauft.
Seine Fläche hat er in der Zeit verdreifacht und Reserve geschaffen für die nächsten Flächenkäufe.
Obwohl wir immer wie Katz und Maus waren, musste ich ihm am Ende bestätigen, dass er ein sehr erfolgreicher Landwirt war.
Er hat immer die Junglandwirte bedauert, die ihm das Land verkauft haben, weil sie sich meistens mit Maschinenkäufen übernommen hatten. :)

So viel zur Altersschwäche der 50 bis 70-jährigen.
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon Welfenprinz » Di Aug 27, 2013 8:52

Eine gesunde Struktur wäre -wie in der freien Wirtschaft oder wie du es skizzierst Wenn die EU ale Subventionen auf einmal gekappt hätte- ein Mix aus Klein, Mittel und grossbetrieben. Der Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft , wie es so schön heisst.

Dass einzige was dieser "abgefederte Strukturwandel" der letzten 30 Jahre produziert hat ist Ideenlosigkeit.
Immer weiter mit Getreide/Rüben(resp Grünland/Kühe) , aber eben immer grösser, grösser , grösser.
Alles andere sind Hobys, Nischen und Spinner.

Beruflich (!) hab ich mehr Respekt vor meinem Nachbarn mit 15 ha Gemüse und Hofladen als vor einem Pachtenjäger, der seinen Betrieb von 1980 30 ha auf heute 180 ha "entwickelt" hat.Und wenn die Subventionen dann tatsächlich wegfallen ist ersterer sowieso der überlebensfähigere.

(man kann hier gemüse/hofladen auch durch anderes ersetzen ..... Pensionspferdehaltung,Ideen, Kreativität)
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon CarpeDiem » Di Aug 27, 2013 9:28

@Sikubauer, du wirst doch nicht hoffentlich einen landwirtschaftlichen Unternehmer, was sein Können, seinen Einsatz, seine Erfahrung und seine langjährige Schaffenskraft betrifft, nicht mit einem "durchschnittlichen Rentner" gleichsetzen wollen.

Da sollte man doch, sowohl bei den aktiven Einkünften, als auch bei denen in der Ruhezeit etwas andere Masstäbe ansetzen. Im übrigen hat ein Facharbeiter, in einem ordentlichen Unternehmen, wesentlich mehr Renten als der "Durchschnitt", dazu kommt in aller Regel noch eine betriebliche Altersversorgung. D.h. er kommt locker auf mehr als 2.000 Taler. Das schafft der sogar ohne Meisterbrief.
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon Sikubauer » Di Aug 27, 2013 11:00

Eine Facharbeiterrente von "Locker über 2000€" ist schlicht utopisch. Woher hast Du Deine Zahlen?

2 kurze Beispiele aus meiner unmittelbaren Umgebung:

Industriekaufmann, 45 Beitragsjahre, mit zusätzlicher betrieblicher Altersversorgung : 1500€.

Schlossermeister, 44 Beitragsjahre, mit 60 wegen Berufsunfähigkeit (Bandscheiben) in Rente geschickt: 1200€.
Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und klare Ansage.
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon steel. » Mi Aug 28, 2013 10:13

Die Hofabgabeklausel ist ein anderes Wort für kalte Enteignung.
Ein veraltetes Überbleibsel aus fast noch diktatorischen Tagen, die sich keiner mehr zurückwünscht.

Kein Wunder also das der Bauernverband und seine Politikfreunde daran festhalten.
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon steel. » Do Aug 29, 2013 10:21

Nordhesse hat geschrieben:Jupp, beim Bauernverband muss ich dir widersprechen, dort finanzieren über den ha- basierenden Beitrag die großen die kleinen mit. Zumindest bei uns im Kreis. Hier gibt es keine Beitragsobergrenze. Da hat ja auch keiner ein Problem mit, aber es ist auch Fakt.


Da muß ich widerprechen. Meistens läuft es so das der ha bezogene Beitrag den Großbetrieben zu hoch ist und sie deshalb aus dem Verband austreten. Die kleinen Betriebe zahlen weiter ein und finanzieren so die Großen mit.
Das ist beim Bauernaverband nichts anderes.
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon fridolin » Do Aug 29, 2013 11:32

Die Beiträge zur Alterskasse brauchen ja nicht mehr bezahlt zu werden , nach erreichen der Altersgrenze, das macht pro Nase ca 222€ aus(ohne evtl. beihilfen)
Bei genug Beitragsjahren kommen ca 420€ Rente zusammen,
Was ist denn das für ein Blödsinn von Einhorn64?
Solange der Hof/Betrieb nicht verkauft, verpachtet oder übergeben wird, muß fleißig in die LAK in voller Höhe weiter eingezahlt werden. Notfalls bis zum Ableben und ganz ohne die Minirente. Das ist der Unterschied zur Rentenversicherung Bund! Dort kann nach Erreichen der Altersgrenze hinzuverdient werden soviel er will. Auch der Betrieb kann weiter unter dem Namen des Rentners betrieben werden ohne Einzahlung in die Rentenkasse.
Allein aus diesem Grund muß die Hofabgabeklausel in die Papiertonne wandern!
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon Welfenprinz » Do Aug 29, 2013 13:02

Bei uns wurde extra wegen der Austrittsdrohung eines grossgrossbetriebes eine Obergrenze bei der Beitragsstaffelung fürs Landvolk eingeführt. :shock:
Natürlich zahlen da die Kleinen für die grossen. Alles total solidarisch wie bei der Krankenkasse.
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Re: Dir Rot-Grün will die Hofabgabeklausel kippen

Beitragvon Nordhesse » Do Aug 29, 2013 13:08

Es mag ja sein, das mancherorts eine Obergrenze eingeführt worden ist. Dann ist immer noch die Frage in welcher Höhe. Bei uns gibt's das nicht. Wir haben Betriebe, die zahlen über 4000 € Bauernverbandsbeitrag im Jahr, und nehmen die Geschäftsstelle eher selten in Anspruch. Andere mit 120 € Jahresbeitrag sitzen jede zweite Woche auf der Geschäftsstelle und haben ein Problem- Das nennt sich dann Solidargemeinschaft, ist ja auch nicht schlimm- man muss es aber auch mal sagen dürfen.

Das ist wie bei der Steuerzahllast: 50 % der Einkommenssteuerzahler zahlen 92 % der steuer und die 10 % Höchstzahler zahlen 50 % des gesamten Steueraufkommens. Und die anderen 90 % beschweren sich dann, das sie bei einer Steuersenkung nur 5 € im Monat mehr haben und "der Reiche " 500 € im Monat spart


@ welfenprinz- ich hoffe eure ehrenamtlichen Vertreter waren weitsichtig genug, die Beitragsobergrenze nicht zu weit unten anzusiedeln- das ist für einen Verband irgendwann tödlich. Steigende Kosten bei stagnierenden Einnahmen :oops:
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