perterle hat geschrieben:
Oberpfälzer hat geschrieben:
Ein Kumpel von mir hat zum 16ten einen nigelnagelneuen 80PS-Schlepper gekriegt (Moped sowieso). Er sollte im Winter nicht frieren müssen, wenn er zur Lehrstelle muss... Solche Leute braucht unsere Volkswirtschaft doch!
Wer kauft rein nach wirtschaftlichem Bedarf? Habt ihr keine Hobbies die mehr Kosten als sein Einbringen (wer hat ein Sportmotorrad, eine kleines Segelboot oder gar zwei Autos auf dem Hof?)? Mein teuerstes Hobby ist meine Frau !
Jeder gibt sein Geld unterschiedlich aus. Wenn ich höre was Bekannte und Kunden für Cluburlaub ausgeben fass ich mir auch an den Kopf. Mir reicht eine Fewo und ansonsten ist mir mein Heim lieb.
Ich wollte dir ja damit sagen, kauf dir was du willst. Es steht dir völlig frei. Ich finde es sogar gut, wenn die Leute, die Geld haben, ihr Geld auch ausgeben und nicht horten. Bloß schade, das es in diesem Segment keine deutschen Schlepper bzw. Schlepper aus deutscher Produktion mehr gibt.
Auf dem elterlichen Milchviehbetrieb laufen übrigens seit über 20 Jahren nur noch Zetor als Neuschlepper und das weitestgehend problemfrei. Wenn mal was kaputt sein sollte, sind die Ersatzteile und Werkstattstunden wirklich recht günstig. Zudem haben diese Schlepper von Haus aus eine Druckluftanlage. Du kriegst einen Frontladerschlepper, mit Allrad, mit Kabine, mit FH und FZ, mit 85 PS und Druckluftanlage für 35 Tausend inkl. Märchensteuer. Da kriegst für das Geld einen richtigen brauchbaren Schlepper und kein Spielzeug wie bei anderen Herstellern (Deutz Agrolux oder John Deere 5e, Case JX...).
Echt schade, dass die 33er,44er IHCs, Fendt 100er oder die 07er Deutz nicht mehr gebaut werden. Das wären heutzutage richtige Verkaufsschlager...
Was halt das wichtigste ist, ist die Sicherheit im Wald. Wobei ich finde, das dafür Entscheidende sind Vorsicht und kühler Kopf, und weniger jahrzehntelange Erfahrung. Ich hab mal einen beobachtet, der schon jahrzehntelang im Wald zugange war, als er auf einen Baum geklettert ist und dort Äste abgesägt hat. Auf einen Baum, den er später eh fällen wollte... Gerade die alten Bauern stellen meines Wissens nach die statistische Risikogruppe Nummer eins bei Waldarbeitsunfällen dar.
Als Selbstwerber kriegst ja normalerweise eh nur Stangerlholz oder liegendes Holz.
Aber wer behauptet, nicht schon mal Glück gehabt zu haben bei der Waldarbeit, der lügt... Man muss sich halt überlegen, ob es einem die "Faszination Waldarbeit" (die ich eh nicht nachvollziehen kann, aber das ist ja hier nicht die Frage...) als Privatmann wert ist, das Risiko einzugehen, einen schweren Unfall zu haben. Bei dem dann nicht mal eine berufliche Unfallversicherung greifen würde. Also überlegs dir gut, wobei Motorradfahren zum Beispiel gefährlicher ist.
Ich würde mich ja in meiner Freizeit lieber um die holde Weiblichkeit kümmern oder Sport treiben, aber jedem das seine...



