http://www.ted.com/talks/donald_sadoway ... nergy.html
Dazu kam letztens ein Bericht auf Arte, scheint ein interessanter Ansatz zu sein...?
Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 14:20
meyer wie mueller hat geschrieben: Biogas, also Methan, muss man nicht im Moment der Erzeugung sofort verbrauchen. Die Energieproduktion kann somit "auf Halde" erfolgen oder als Primärenergie gespeichert werden. Die Biogasproduktion muss nicht dem aktuellen Verbrauch angepasst werden.
Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, den Biogasverbrauch diskontinuierlich zu gestalten, also das in Gaskesseln oder unterirdischen Lagern zwischengespeicherte Biogas in Spitzenzeiten zu verstromen. Dieser Weg ist jedenfalls sinnvoller, als Strom aus Sonne und Wind zunächst in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln und währenddessen die in Biogasanlagen erzeugte Energie als Grundlast kontinuierlich einzuspeisen.
Gruß
Kormoran2 hat geschrieben:Strom in Bewegungsenergie speichern hieße z.B. ein gigantisches Schwungrad auf immense Drehzahlen zu bringen um bei Bedarf diese Rotation einer großen Masse zur Stromerzeugung zu nutzen. In der DDR hat man z.B. mal intensiv über Schwungrad-Motoren als Autoantriebe nachgedacht. Es liefen sogar Omnibusse mit großem Schwungrad.
Kormoran2 hat geschrieben:Das ist ja das Problem bei der ganzen Sache: Die Energieverluste bei den einzelnen Umwandlungsstufen.
Kormoran2 hat geschrieben: Die Busse sollten an jeder Haltestelle wieder mit Rotationsenergie aufgeladen werden.
War es nicht so, dass die Energie, die sonst durch das Abbremsen verloren gehen würde, im Schwungrad gespeichert wurde?!
Ein Nachteil ist das Gewicht. Ein Gyrobus für circa 20 Personen und einen Aktionsradius von 20 Kilometern benötigt bei herkömmlichen Schwungrädern aus Stahl etwa 1,5 Tonnen Schwungradmasse, um die nötigen etwa 9,15 kWh zu speichern. Außerdem erfordert die rotierende Scheibe besondere Sicherheitsmaßnahmen. So beträgt die Umfangsgeschwindigkeit einer Scheibe mit 1,6 Meter Durchmesser bei 3000 Umdrehungen pro Minute etwa 900 km/h. Zusätzlich muss das Schwungradgehäuse evakuiert werden, um die Luftreibung und den damit einhergehenden Energieverlust zu verringern. Diese Maßnahmen erhöhen das Gesamtgewicht um etwa drei Tonnen gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug. Moderne Schwungräder aus aufgewickeltem kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff wären nicht ganz so schwer und würden deshalb das Eigengewicht des Gyrobusses deutlich weniger erhöhen.
Ein weiterer Nachteil ist das Fahrverhalten eines Gyrofahrzeugs. Das um eine senkrechte Achse rotierende Schwungrad bewirkt bei Änderungen der Steigung der Straße Kippkräfte auf das Fahrzeug.
Die Rotoren fortgeschrittener Systeme werden aus Kohlenstofffaser-Verbundwerkstoffen gefertigt und rotieren mit 20.000 bis über 50.000 Umdrehungen pro Minute.[2] Um die Reibungsverluste gering zu halten, werden luftleere Gehäuse und Magnetlager verwendet.
Zu den Vorteilen zählen die ultrakurzen Zugriffszeiten, die mögliche Tiefentladung, ein guter Wirkungsgrad als Kurzzeitspeicher (95 %), geringe Betriebskosten und die gute Umweltverträglichkeit.
Der große Nachteil war die hohe Selbstentladung (50 % in ca. 1 Stunde), die durch die Luftreibung und die Verluste des Lagers begründet war. Magnetische Lagerung und der Verbau des Schwungrades in einem Vakuumtank konnten diese Verluste drastisch minimieren (auf 0,1 % bis 10 % bei Schwungrädern aus aufgewickeltem CFK und 80.000 Umdrehungen pro Minute). Ein weiterer Nachteil war das hohe Gewicht der Schwungradspeicher älterer Bauart aus Stahl. Für die Speicherung von 10 kWh wurden ca. 1,6 Tonnen Schwungradmasse benötigt. Moderne Schwungräder kommen auf Grund der leichteren Materialien und einer wesentlich höheren Umdrehungsgeschwindigkeit mit weit weniger Masse aus. Für 10 kWh wird nur mehr ca. 160 kg Schwungradmasse benötigt.
Paule1 hat geschrieben:Biogas zu speichern ist nur sinnvoll wen es direkt ins Gasnetz möglich ist, doch dann ist der Landwirt wie bei allen anderen Produktioen wieder voll abhängig
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