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Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Englberger » Fr Jun 03, 2022 14:43

Südheidjer hat geschrieben: Kohle ist nicht gewünscht und Kernkraft auch nicht.

Hallo,
was mich überrascht hat war die Info , dass sogar Frankreich einen hohen Anteil seiner Kernenergiebasis aus Russland bezieht/bezog.
Die werden jetzt Afrika umgraben um mehr von dem Zeug zu kriegen.
Woher würde Germany neue Brennelemente beziehen?
Gruss Christian
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon langer711 » Fr Jun 03, 2022 15:23

Ich halte einen Stromspeicher für Jahreszeiten für nicht praktikabel.
Er würde im Sommer geladen, um im Winter ins Netz zu speichern.
Damit hätte man in 20 Jahren genau 20 Zyklen.
Wenn jetzt die kWh Sommer/Winter eine Preisdifferenz von 50 Cent (!) hätte, und der Speicher einen Wirkungsgrad von 80%, dann hätte man etwa 5-6 Euro für jede kWh Speicher als Budget.
In der Übergangszeit kann der vielleicht auch noch teilweise genutzt werden, dann kämen wir vielleicht auf 15 oder 20€, was der Speicher maximal kosten dürfte.
Da sehe ich keine Chancen.
Aber man könnte was anderes machen:
Das Gas in der Biogasanlage nicht direkt durch den Motor verstromen und auch nicht ins Gasnetz drücken.

Statt dessen das Gas mit „kostenlosem, weil überschüssigem PV Strom im Sommer verdichten/verflüssigen.
Dieses Gas dann im Winter entweder verstromen und die Abwärme nutzen, oder ins Gasnetz einleiten.

Gas speichern dürfte deutlich günstiger sein, als Strom speichern

Der Lange
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Englberger » Fr Jun 03, 2022 16:52

langer711 hat geschrieben:Gas speichern dürfte deutlich günstiger sein, als Strom speichern

Hallo,
wirklich grosse Gasspeicher die überirdisch sind dürften auch schwierig werden. Vermutlich geht die Industrie dann gleich Richtung Methanol/ Ammoniak. Da ist das Lagern einfacher und die Energiekonzentration hoch.
Hitzespeicher haben halt 0 Umweltrisiko, und geringe Verluste.ich seh die Hitzespeicher eher als Alternative zu Pumpspeicherkraftwerken.
Stell dir ein paar so eingebuddelte Würfel im Tagebau vor, da ist Platz, und keiner würde sich aufregen.
Grossen Gasspeicher wollte ich nicht in der Nachbarschaft haben.
Gruss Christian
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neuland79 » Fr Jun 03, 2022 16:56

Ich hab grad mal ein wenig gestalkt. Ist ganz schön was los aktuell.
Marktstammdatenregister.JPG
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Pegasus_o » Fr Jun 03, 2022 17:03

Englberger hat geschrieben:Flüssigsalzspeicher



Ach her je.

Die Flüssigsalzspeicher sind für 24 Stundenspeicherung geeignet, nicht für 6 Monate, sonst muß man Zusatzheizungen einbauen um die Kristallisation zu verhindern. Dazu sind die relativ teuer, deine Mio m3 kannst du da vergessen.

Das sind alles so Spinnereien, die nach den zweiten Rotwein super klingen. Für die Frage, wie man jetzt den Gasverbrauch reduziert und zum Jahresende die AKW kompensieren will, nützen sie gar nichts.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Kormoran2 » Fr Jun 03, 2022 20:05

Wir sind jetzt in der Jahresmitte. Gewöhnlich wird bei mir der Holzvergaser im September wieder angefeuert. Die Heizsaison ist also nicht mehr weit weg, sondern sie steht quasi vor der Tür. Ich habe das Gefühl, als ob alle Beteiligten sich darüber nicht so recht im Klaren sind. Anscheinend ist der nächste Winter noch Kilometer weit entfernt. Nein, ist er nicht!

Ich kann mir schon jetzt die Verteilungskämpfe vorstellen, wenn die ersten frischen Tage kommen. Und plötzlich steht das "Volksfrieren" jeden Tag in den Schlagzeilen. Man sollte es so angehen, als würde ab Montag früh das erste Frieren schon beginnen. Vielleicht kommt dann mehr Nachdruck in die Sache.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Südheidjer » Fr Jun 03, 2022 20:19

Kormoran, der größte deutsche Erdgasspeicher in Rheden wird jetzt zügig gefüllt. Allerdings ist er auch so gut wie komplett leer. Genau, leer!

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Gasspeicher-in-Rehden-Habeck-macht-Weg-frei-fuer-Befuellung,rehden266.html

Was ist, wenn der Putin den Deutschen plötzlich das Gas abdreht....oder drossel? Kann man genug Gas auf dem freien europäischen Markt einkaufen und kriegt's auch angeliefert, entladen und gebunkert bzw. verbraucht? Ich bin da ein bischen skeptisch.

Spätestens wenn es im Winter in den Wohnungen kalt wird ist es dann mit der derzeitigen Regierung zu Ende.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Kormoran2 » Fr Jun 03, 2022 21:08

Auch anhand der Tatsache, die du erwähnt hast, sieht man, dass Putin seinen Überfall von ganz langer Hand geplant hat. Zunächst mal war es Aufgabe von Gazprom, das Eigentum an den deutschen Speichern zu erlangen, was dank dem obersten Volksverdummer Merkel vorzüglich gelang.
Danach mußte der neue Eigentümer nur noch dafür sorgen, dass zum Zeitpunkt des Überfalls die Speicher möglichst leer sind um die Attacke auch von dieser Seite her zu unterstützen. Sprich: Das deutsche Volks zu erpressen.
Nun sind die Speicher wieder in deutscher Hand und solch ein Fehler wird nie wieder passieren. Aber der größte Speicher ist nun leider leer und in wenigen Wochen beginnt der Herbst.

In den letzten Tagen habe ich mich mit mehreren Leuten unterhalten, die nun verzweifelt überlegen, wie sie auf die Schnelle einen Kaminofen in ihre Wohnung einbauen können. Wird so schnell aber nicht klappen. Was ist also angesagt? Entweder frieren....oder frieren.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon tyr » Fr Jun 03, 2022 23:52

Das nenn ich mal eine Verschwörungstheorie... :lol:
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Kormoran2 » Sa Jun 04, 2022 0:46

Aber faktenbasiert. Neuerdings kommen Bekannte auf mich zu wegen Brennholz. Ha, die bekommen Brennholz. Aber nur, wenn sie am Spalter mitarbeiten. Einfach nur zwei Scheinchen hergeben, das reicht nicht. Zwei Stunden am Spalter mitarbeiten, dann kann der Freund das Ergebnis in seinen Kofferraum laden.
Leute: Wir sind am Drücker! :D
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Südheidjer » Sa Jun 04, 2022 1:21

Gestern sehe ich ein Auto mit Anhänger an einem Polter mit gerückten Sturmholz. Zwei ältere Leute, Männlein und Weiblein. Ich bin dann hingefahren und hab nachgehakt. Sie hatten das Holz korrekt gekauft, Name stand auch auf dem Polter (Ausweis habe ich mir NICHT zeigen lassen...übertreiben muß man es ja nicht). Aber die Leute sollen ruhig wissen, daß Auge gemacht wird.

In dem Sinne sind unsere aktuellen Brennholzer die Ü70-Leute, einen anderen hatte ich letztes Jahr schon und diese Jahr macht der ältere Herr auch wieder was. Auf Treu und Glauben. Er holt sich seine Raummeter raus und kommt dann rum und rechnet ab. Was will man mehr?

Obiges Ehepaar, die vom Polter her einluden, fragte ich was die bezahlt hätten (Abrechnung läuft ja über FBG, wo die Erntekosten nicht aufgeführt sind). Ich glaub, da war mehr über als der Polter mit IS-Holz, für den es immerhin diesmal ein paar Euros pro RM gab.

Polter an die Brennholzer verkaufen ist glaube ich zukünftiges halbwegs gutes Geschäft, bevor wieder was ins Industrie-Holz geht und man noch drauflegen muß. Und Vorteil kann sein, daß keiner im Bestand am rumsägen ist und es beim Unfall Ärger mit der BG gibt. Polter verkaufen und gut ist.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon tyr » Sa Jun 04, 2022 7:40

Kormoran2 hat geschrieben:Aber faktenbasiert. ....[...]
#
Ja, sogenannte alterbnative Fakten. Wir haben für die Privatisierung seit Jahrzehnten als Ideologie vorangetrieben, und alles mögliche privatisiert...wohl schon vergessen?
Energiewirtschaft stand dabei ganz oben auf der Agenda, denn nur de Freie Markt, und so weiter... und es ist der westlichen Arroganz gegenüber den Ländern des ehemaligen RGW geschuldet, zu glauben, bnur Amerika und China reibt sich die Hände und kauft....
Im gegenzug für die Gasspeicher haben "wir" in Russland Erdgasfelder erworben..... das war ein Tauschdeal zwischen der deutschen Energiekonzern Wintershall DEA und Gasprom, also ein normales Geschäft zu den durch die diversen Regierungen auch lange vor Merkel beschlossenen Rahmenbedingungen... :roll:
Es ist überhaupt interessant, das ausgerechnet Merkel, die sich nie als besonders russlandfreundlich bekannt war, Schuld sein soll... aber wir brauchen ja immer einen, der gehängt werden kann
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Uranversorgung

Beitragvon adefrankl » Sa Jun 04, 2022 23:08

Englberger hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben: Kohle ist nicht gewünscht und Kernkraft auch nicht.

Hallo,
was mich überrascht hat war die Info , dass sogar Frankreich einen hohen Anteil seiner Kernenergiebasis aus Russland bezieht/bezog.
Die werden jetzt Afrika umgraben um mehr von dem Zeug zu kriegen.
Woher würde Germany neue Brennelemente beziehen?
Gruss Christian

Also nach meiner Kenntnis hat Frankreich vor allem die Urananreicherung in Russland machen lassen, bzw. von dort angereichertes Uran bezogen. Ansonsten hat Frankreich in Afrika seine traditionellen Uranlieferanten.
Hauptgrund dürfte gewesen sein, dass die Anreicherung in Russland offensichtlich günstiger war. Frankreich hatte ja mit Tricastin eine große Anreicherungsanlage. Die hat man 2012 stillgelegt, weil es damit recht aufwendig war (Diffusionsverfahren). Anstatt da in eine neue anlage zu investieren, hat man das halt nach Russland ausgelagert. Ansonsten verfügt die Urenco über die entsprechende Analgen in Gronau (D), Almelo (NL) und Capenhurst (GB). Insofern ist das entsprechende Know-how in Europa verfügbar. Analog verfügen die USA aktuell auch kaum noch über zivile Anreicherungskapazität. Immerhin ist da eine neue Anlage in Planung/Bau.
Ansonsten, wenn Uran knapp ist, dann könnte man rein technisch gesehen auch noch die abgebrannten Brennelemente aus Deutschland wiederaufarbeiten. Und wenn man etwas mehr Geld ausgibt, dann kann man auch Uran aus Phosphaterzen(*) gewinnen (so 100 $/Pfund) oder aus dem Meerwasser (so 300 $/Pfund). Auf den Strompreis würde sich das kaum auswirken (selbst wenn da ein Faktor 2 noch dazu kommen sollte). Insofern ist das Problem mit der Uranversorgung gut lösbar, wenn es den entsprechenden politischen Willen gibt.
Deutschland könnte das Uran bei Urenco in Gronau anreichern lassen.

(*) Dies hätte den Vorteil, dass sich der Urangehalt von Phosphatdüngern stark verringert. Insofern wäre das ein Beitrag zum Umweltschutz
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Uranversorgung

Beitragvon Neo-LW » Sa Jun 04, 2022 23:44

Moin,

adefrankl hat geschrieben:
Ansonsten, wenn Uran knapp ist, dann könnte man rein technisch gesehen
auch noch die abgebrannten Brennelemente aus Deutschland wiederaufarbeiten.



Deswegen wird es ja auch niemals ein Brennelemente-Endlager in Deutschland geben.

Warum soll man auch 'abgebrannte' Kernbrennstäbe mit 99% Resturan wegwerfen ?


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Re: Uranversorgung

Beitragvon tyr » So Jun 05, 2022 7:56

adefrankl hat geschrieben:
Englberger hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben: Kohle ist nicht gewünscht und Kernkraft auch nicht.

Hallo,
was mich überrascht hat war die Info , dass sogar Frankreich einen hohen Anteil seiner Kernenergiebasis aus Russland bezieht/bezog.
Die werden jetzt Afrika umgraben um mehr von dem Zeug zu kriegen.
Woher würde Germany neue Brennelemente beziehen?
Gruss Christian

Also nach meiner Kenntnis hat Frankreich vor allem die Urananreicherung in Russland machen lassen, bzw. von dort angereichertes Uran bezogen. Ansonsten hat Frankreich in Afrika seine traditionellen Uranlieferanten.
Hauptgrund dürfte gewesen sein, dass die Anreicherung in Russland offensichtlich günstiger war. Frankreich hatte ja mit Tricastin eine große Anreicherungsanlage. Die hat man 2012 stillgelegt, weil es damit recht aufwendig war (Diffusionsverfahren). Anstatt da in eine neue anlage zu investieren, hat man das halt nach Russland ausgelagert. Ansonsten verfügt die Urenco über die entsprechende Analgen in Gronau (D), Almelo (NL) und Capenhurst (GB). Insofern ist das entsprechende Know-how in Europa verfügbar. Analog verfügen die USA aktuell auch kaum noch über zivile Anreicherungskapazität. Immerhin ist da eine neue Anlage in Planung/Bau.
Ansonsten, wenn Uran knapp ist, dann könnte man rein technisch gesehen auch noch die abgebrannten Brennelemente aus Deutschland wiederaufarbeiten. Und wenn man etwas mehr Geld ausgibt, dann kann man auch Uran aus Phosphaterzen(*) gewinnen (so 100 $/Pfund) oder aus dem Meerwasser (so 300 $/Pfund). Auf den Strompreis würde sich das kaum auswirken (selbst wenn da ein Faktor 2 noch dazu kommen sollte). Insofern ist das Problem mit der Uranversorgung gut lösbar, wenn es den entsprechenden politischen Willen gibt.
Deutschland könnte das Uran bei Urenco in Gronau anreichern lassen.

(*) Dies hätte den Vorteil, dass sich der Urangehalt von Phosphatdüngern stark verringert. Insofern wäre das ein Beitrag zum Umweltschutz


Nicht zu vergessen, das wir in Deutschland Uranlagerstädten besitzen, siehe WismutAG
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