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Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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12631 Beiträge • Seite 206 von 843 • 1 ... 203, 204, 205, 206, 207, 208, 209 ... 843
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Vario_TA » Mo Jun 13, 2022 17:38

langer711 hat geschrieben:Also ich halte es für deutlich einfacher, z.B. eine Seilwinde zu bauen, die eine Last von 200 kg heben kann, als Blumen zu züchten oder Weizen anzubauen.

Das Erste ist im Kern Maschinenbau, wenn auch sehr einfach.
Beim Anbau von Pflanzen kommen aber viel mehr Variablen mit ins Spiel, wie Temperaturen, Wasserhaushalt, Krankheiten, Sonneneinstrahlung etc.

Insbesondere in einem Forum, welches der Landwirtschaft entsprungen ist, sollte man meiner Meinung nach nicht so abwertend über bestimmte Tätigkeitsfelder urteilen.

Der Lange

Es ging nicht darum, was einfacher ist.
Da wird jeder eine andere Vorstellung von haben, das kann und will ich nicht beurteilen. Ich urteile auch nicht abwertend über irgendein Tätigkeitsfeld, schon garnicht bei Dingen, von denen ich nicht besonders viel Ahnung habe (Gärtnerei). Da will ich mich auf keinen Fall missverstanden wissen!

Der Punkt ist, dass Gärtnerei und Maschinenbau extrem unterschiedlich sind. Weissnich meint, die Produktion von Maschinen und Blumen wäre fast gleich.
Und während du es so formulierst als müsste ein Gärtner viel mehr Variablen berücksichtigen als ein Maschinenbauer, ist es tatsächlich wohl eher so, dass es vollkommen andere Variablen sind, die nicht ansatzweise vergleichbar sind.

adefrankl hat geschrieben:Ansonsten, dass mit dem Wasserstoff ist doch eine realitätsfremde Spinnerei. Günstigenfalls produziert man den Wasserstoff den man sowieso bracht eben nicht mehr aus Erdgas, sondern aus anderen Quellen. Aber die Umwandlung ist so ineffizient und Wasserstoff so schwer handhabbar, dass das Projekt Wasserstoff ähnlich erfolgreich sein dürfte wie der Zeppelinbau (Projekt Hindenburg).

Wasserstoff hat gegenüber Strom den Vorteil, dass man ihn viel besser speichern kann. Und über Pipelines ist der Transport auch effizienter als bei Strom. Noch besser wären natürlich flüssige Kohlenwasserstoffe, aber die sind ja böse. Die Emissionen der Wasserstoffherstellung sind dagegen genau wie die Emissionen der Stromerzeugung egal. Was nicht direkt vor der eigenen Nase ist, existiert nicht.

Das Handling von Wasserstoff hat sich in den letzten 15 Jahren massiv verbessert. Einige Unternehmen glauben, dass sich die Kosten für Wasserstoffspeicher (im Fahrzeugbau) in den nächsten 10 Jahren um 75% reduzieren lassen. Selbst wenn das nur ansatzweise erreicht wird oder vielleicht 5 Jahre länger dauert, würde das zum Beispiel bei LKW einen enormen Boom auslösen... denn dort wird die Politik als nächstes die Emissionen drastisch begrenzen und wenn das genau so unsinnig durchgezogen wird wie es bei den PKW und LNF jetzt geplant ist, ist Wasserstoff eine der sehr wenigen Alternativen zur Batterie. Und dass Batterien in schweren Nutzfahrzeugen weitgehend fehl am Platz sind, sehen sogar hardcore-Elektromobilisten ein.
Also was bleibt dann noch übrig? Wasserstoff wird die günstigste Variante sein.
An dem Punkt ist es auch tatsächlich egal, wie umweltfreundlich Wasserstoff ist. Solange der Betrieb mit Wasserstoff für die einzelnen Unternehmen billiger ist als mit Strom und auch billiger als der Betrieb konventioneller Diesel samt Strafzahlungen, wird man bei entsprechenden Fahrzeugen Wasserstoffantriebe sehen.
Derzeit gibt es glaube ich keinen einzigen Hersteller von Verbrennungsmotoren, der nicht an Wasserstoffverbrennern arbeitet. Manche tun das öffentlichkeitswirksam wie zum Beispiel Toyota oder bei Nutzfahrzeugen Deutz, andere treten es nicht so breit (Ford, GM, MAN, FPT...).

Angeblich plant Toyota für den Prius ab 2025 einen Wasserstoffverbrenner. Das würde die Technik sicher viel stärker in den öffentlichen Fokus rücken, der Prius ist weltweit sehr bekannt und ein volumenstarkes Modell.
Auch in Richtung Politik wäre das ein sehr starkes Signal.
Selbst mit einem Verbot kohlenstoffhaltiger Kraftstoffe (und selbst das plant ja bisher niemand) bekäme man den Verbrennungsmotor nicht tot.
An den Reaktionen der Medien auf die EU-Abstimmung zu den Flottenemissionsvorgaben sieht man sehr deutlich, dass das kaum jemand auf dem Schirm hat. Die gesamte deutsche Medienlandschaft ist mit Meldungen zu einem vermeintlichen Verbrennerverbot geflutet worden, obwohl das überhaupt nicht Gegenstand der Abstimmung war.

Barbicane hat geschrieben:Anscheinend hat man die Technologie doch nicht so gut im Griff.

Doch, hat man.
Man hat nur die ganzen Sicherheitsvorschriften in den letzten Jahren und Jahrzehnten enorm verschärft und es stehen heute auch ganz andere Möglichkeiten der Sicherheitsüberprüfung zur Verfügung.
Seit in Deutschland die Autobahnbrücken genauer überprüft werden, sind die auch ganz plötzlich alle marode.
Das kommt halt davon, wenn man die Sicherheitsvorgaben schneller verschärft als man die Sachen verbessern kann.

Grundsätzlich ist es natürlich wichtig und richtig, die Sicherheitsvorgaben laufend anzupassen und zu verschärfen.
Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass manche Sachen plötzlich nicht mehr ganz so sicherheitskritisch sind, wenn die Alternative zum Beispiel ein gewaltiger Energieengpass ist.

Wieso wird eigentlich dauernd von Frankreich erzählt? Frankreich ist seit Ewigkeiten Nettoexporteur von Strom.
Italien ist seit Ewigkeiten auf Importe angewiesen und trotzdem kommt von den Frankreich-Alarmisten hier im Forum nie ein Sterbenswörtchen zu drohenden Blackouts in Italien. Immer heißt es "in Frankreich gibt's Probleme" Wieso?

Das Problem in Frankreich ist ja überhaupt nicht, dass zu wenig Strom erzeugt werden kann. Das ist nicht der Fall, Frankreich ist nach wie vor Nettoexporteur.
Das Problem ist, dass in Frankreich viel mit Strom geheizt wird, was im Winter an einzelnen Stunden eine enorme Spitzenlast verursacht. Darüber hinaus ist der Stromverbrauch in Frankreich ungefähr null flexibilisiert. An diesem Problem kann durch den Ausbau von WKA und PV aber nichts geändert werden, die Versorgungssicherheit steigt durch den Ausbau um ungefähr 0%.
Selbst wenn 95% der AKW-Leistung ausfallen würde, würde das viel mehr gesicherte Leistung bedeuten als wenn man in Frankreich so viel WKA und PV bauen würde wie in Deutschland.
Man kann zu Atomkraft stehen wie man will aber man kann sie nicht allein durch Wind- oder Solarkraft ersetzen.


Was die Personenschäden durch Atomkraft angeht:
Man wird keine sinnvollen Zahlen dazu finden.
Direkte Todesopfer durch Atomkraft gibt es fast keine, was das angeht hat Olli recht. Andererseits haben zum Beispiel unter Tschernobyl viel mehr Menschen schwer gelitten und auch viele Lebensjahre verloren als durch direkte Folgen gestorben sind. Das lässt sich nicht in "Todesopfer pro kWh" oder so umrechnen. Trotzdem ist Kernkraft (bisher) tatsächlich vergleichsweise menschenfreundlich.
Wenige große Katastrophen bekommen halt mehr Aufmerksamkeit als mehrere kleinere Unfälle.

Für die größte Gefahr halte ich aber eher den Atommüll. Der wird zwar (wenn nicht irgendwas extrem dramatisches im globalen Maßstab passiert) nicht in den nächsten paar Generationen zum Problem, aber ein Teil des Zeugs strahlt halt verdammt lange...
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neuland79 » Mo Jun 13, 2022 18:01

Auch das Wetter macht der Atomkraft zu schaffen.

https://www.spiegel.de/panorama/hitzewe ... 7b46966770

Der Energiekonzern EDF kündigte unterdessen an, das Atomkraftwerk Saint-Alban an der Rhone wegen des niedrigen Wasserstandes im Fluss erneut zu drosseln. Dort war bereits Anfang Juni die Produktion von 1300 Megawatt zeitweise auf 260 Megawatt abgesenkt worden.

Um die Artenvielfalt im Fluss zu schützen, ist die Entnahme und das Zurückleiten des Kühlwassers streng geregelt. Schon in der Vergangenheit mussten französische Atomkraftwerke in Hitzeperioden gedrosselt werden, üblicherweise geschieht dies jedoch im Hochsommer. Anfang Mai war auch das AKW Blayais am Fluss Garonne wegen niedrigen Wasserstandes zurückgefahren worden.
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neo-LW » Mo Jun 13, 2022 18:29

Moin,

ja. Deswegen haben die Japaner ihr Kraftwerk ja auch am Pazifik gebaut.

Hätten sie 10 Meter Kellerraum druntergesetzt, wäre auch der Tsunami
schadlos drunterdurch gerauscht.


Olli
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Trecker-fahrer » Mo Jun 13, 2022 18:44

Frankreich exportiert seit letztes Jahr keinen Strom mehr.
Es stehen mehr als die Hälfte der Atomkraftwerke wegen Problemen in Frankreich still.
Deswegen liefern wir seit letztem Jahr Strom ohne Ende nach Frankreich. Genau wie alle anderen Nachbarländer. Sonst wäre der Eifelturm schon lange dunkel.
Nur Österreich und die Schweiz haben in der Zeit noch mehr Strom von uns gekauft.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Isarland » Mo Jun 13, 2022 18:51

Trecker-fahrer hat geschrieben:Frankreich exportiert seit letztes Jahr keinen Strom mehr.
Es stehen mehr als die Hälfte der Atomkraftwerke wegen Problemen in Frankreich still.
Deswegen liefern wir seit letztem Jahr Strom ohne Ende nach Frankreich. Genau wie alle anderen Nachbarländer. Sonst wäre der Eifelturm schon lange dunkel.
Nur Österreich und die Schweiz haben in der Zeit noch mehr Strom von uns gekauft.


Quelle?
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Trecker-fahrer » Mo Jun 13, 2022 19:13

Bitteschön
https://taz.de/Strom-Export-aus-Deutschland/!5843624/
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neo-LW » Mo Jun 13, 2022 19:17

Moin,

Trecker-fahrer hat geschrieben:
Deswegen liefern wir seit letztem Jahr Strom ohne Ende nach Frankreich.



Insbesondere den Nachtstrom aus den neuen PV-Elementen.

Deutschland liefert meistens Schrottstrom aus Überschuss-Wind.


Olli
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon germane » Mo Jun 13, 2022 19:19

Neuland79 hat geschrieben:Auch das Wetter macht der Atomkraft zu schaffen.

https://www.spiegel.de/panorama/hitzewe ... 7b46966770

Der Energiekonzern EDF kündigte unterdessen an, das Atomkraftwerk Saint-Alban an der Rhone wegen des niedrigen Wasserstandes im Fluss erneut zu drosseln. Dort war bereits Anfang Juni die Produktion von 1300 Megawatt zeitweise auf 260 Megawatt abgesenkt worden.

Um die Artenvielfalt im Fluss zu schützen, ist die Entnahme und das Zurückleiten des Kühlwassers streng geregelt. Schon in der Vergangenheit mussten französische Atomkraftwerke in Hitzeperioden gedrosselt werden, üblicherweise geschieht dies jedoch im Hochsommer. Anfang Mai war auch das AKW Blayais am Fluss Garonne wegen niedrigen Wasserstandes zurückgefahren worden.


Da kannste doch das ganze Trallala der Energiewende erkennen. Wir bremsen mit den Windrädern die Regenwolken vom Atlantik und der Nordsee aus. Darum kann mehr heiße und trockene Saharaluft nach Europa vordringen. Dann trocknen die Flüsse aus und wir müssen die Atomkraftwerke auch noch abschalten.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Isarland » Mo Jun 13, 2022 19:23

Trecker-fahrer hat geschrieben:Bitteschön
https://taz.de/Strom-Export-aus-Deutschland/!5843624/


So ein Revolverblatt liest du? das sagt alles über deine Beiträge.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Vario_TA » Mo Jun 13, 2022 19:24

Trecker-fahrer hat geschrieben:Frankreich exportiert seit letztes Jahr keinen Strom mehr.

Falsch.
Der Nettoexport Frankreichs seit Anfang 2021 liegt bei gut 43TWh und damit sogar höher als der Nettoexport Deutschlands mit knapp 38TWh im gleichen Zeitraum.
Frankreich ist damit über den Zeitraum der letzten 17 Monate der größte Nettoexporteur von Strom in Europa.
https://www.energy-charts.info/charts/i ... &year=2021

Zwar liegt der Nettoexport Frankreichs in diesem Jahr nur knapp über Null aber von generellem Strommangel kann absolut nicht die Rede sein. Deutschland hat im Jahr 2022 mehr Strom importiert als Frankreich.
Gut, jetzt kann man sich noch streiten, ob man die physikalischen Stromflüsse nimmt oder die gehandelten Mengen. Betrachtet man die gehandelten Mengen, sehen die Daten natürlich etwas anders aus, macht aber keinen gravierenden Unterschied für die Kernaussagen.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neo-LW » Mo Jun 13, 2022 19:26

Moin,

germane hat geschrieben:
Da kannste doch das ganze Trallala der Energiewende erkennen. Wir bremsen mit den Windrädern die Regenwolken vom Atlantik und der Nordsee aus. Darum kann mehr heiße und trockene Saharaluft nach Europa vordringen. Dann trocknen die Flüsse aus und wir müssen die Atomkraftwerke auch noch abschalten.


Mein Reden.

Die WKA trocknen Deutschland aus.


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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Trecker-fahrer » Mo Jun 13, 2022 19:30

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

Trecker-fahrer hat geschrieben:
Deswegen liefern wir seit letztem Jahr Strom ohne Ende nach Frankreich.


Insbesondere den Nachtstrom aus den neuen PV-Elementen.
Deutschland liefert meistens Schrottstrom aus Überschuss-Wind.
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Das ist den Franzosen egal woher der Strom kommt. Hauptsache die Heizung wird warm. Und der meiste deutsche Strom kam übrigens aus den Windkraftanlagen aus der Nordsee.
Und da kannst du sehen wie unterschiedlich die Meinungen sind. Du bezeichnest es als „Schrottstrom“, und andere Länder sind darauf angewiesen. Und wir verdienen auch noch Geld damit :wink:
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Neo-LW » Mo Jun 13, 2022 19:41

Moin,

Trecker-fahrer hat geschrieben:
Du bezeichnest es als „Schrottstrom“, und andere Länder sind darauf angewiesen. Und wir verdienen auch noch Geld damit :wink:


Inbesondere die Österreicher.

Die nehmen den von uns subventionierten Schrottstrom gegen Bezahlung.

Damit befüllen sie ihre Pumpspeicherwerke.

In Lastspitzen verkaufen sie den Strom wieder an Deutschland.

Macht für Österreich eine win-win-Situation.


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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Trecker-fahrer » Mo Jun 13, 2022 19:42

Vario_TA hat geschrieben:
Trecker-fahrer hat geschrieben:Frankreich exportiert seit letztes Jahr keinen Strom mehr.

Falsch.
Der Nettoexport Frankreichs seit Anfang 2021 liegt bei gut 43TWh und damit sogar höher als der Nettoexport Deutschlands mit knapp 38TWh im gleichen Zeitraum.
Frankreich ist damit über den Zeitraum der letzten 17 Monate der größte Nettoexporteur von Strom in Europa.
https://www.energy-charts.info/charts/i ... &year=2021

Zwar liegt der Nettoexport Frankreichs in diesem Jahr nur knapp über Null aber von generellem Strommangel kann absolut nicht die Rede sein. Deutschland hat im Jahr 2022 mehr Strom importiert als Frankreich.
Gut, jetzt kann man sich noch streiten, ob man die physikalischen Stromflüsse nimmt oder die gehandelten Mengen. Betrachtet man die gehandelten Mengen, sehen die Daten natürlich etwas anders aus, macht aber keinen gravierenden Unterschied für die Kernaussagen.

Ich denke es ist klar das es hier nicht um das ganze Jahr 2021 geht. Sondern erst Ende des letzten Jahres als die massiven Probleme mit den AKWs aufgetreten sind und deshalb über die Hälfte der Kraftwerke abgestellt werden müssen. Und es wird wohl noch einige Zeit dauern bis sie wieder am Netz sind.
Und natürlich war Frankreich im Jahr 2021 und auch davor ein Netto Stromexporteur. Das hilft aber dieses Jahr garnichts.
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Re: Energiewende politisch geistesgestört! oder ins Nichts

Beitragvon Trecker-fahrer » Mo Jun 13, 2022 20:03

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

Trecker-fahrer hat geschrieben:
Du bezeichnest es als „Schrottstrom“, und andere Länder sind darauf angewiesen. Und wir verdienen auch noch Geld damit :wink:

Inbesondere die Österreicher.
Die nehmen den von uns subventionierten Schrottstrom gegen Bezahlung.
Damit befüllen sie ihre Pumpspeicherwerke.
In Lastspitzen verkaufen sie den Strom wieder an Deutschland.
Macht für Österreich eine win-win-Situation.

Olli

Das sind Märchen die du schreibst. Das trifft für 1 Stunde im Jahr vielleicht zu.
Die Preise für ver- und zugekauften Strom sind in Deutschland im Mittel fast gleich. Hier mal Zahlen von 2020.
„ Eingeführter Strom kostete durchschnittlich 42,87 Euro/MWh und ausgeführter Strom 45,27 Euro/MWh.“
Da ist also nix mit verschenken.
https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse ... ozent.html
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