Südheidjer hat geschrieben:µelektron, und was denkst du, wenn du die Politiker und auch "Fachleute" hörst, die die Meinung vertreten, daß die angedachte Energiewende machbar wäre?
Ich hab nur mal auf die Schnelle in die CSV reingeschaut und da dann in die Spalte mit der PV. Was ich da so gesehen habe, war, daß im Januar 5% PV-Leistung gegenüber Juni zur Verfügung stand, also 1/20.
Aber gerade im Januar will man doch mit seiner Wärmepumpe und seiner PV-Anlage die gewünschte Wärme im Haus erzeugen. Mmmhhhh.....
Was ich dann denke?
Also um eines klar zu stellen, ich hab selber PV, Akku dran, Wärmepumpen (mehrere), E-nur n Roller und ne kleine Windkraftanlage auf dem Hof.
Insgesamt sind die EE für sich gesehen eine gute Sache, auch die E-Mobilität, wenn es richtig gemacht und ehrlich damit umgegangen wird.
Wie Du schriebst, 5% sind praktisch die Bemessungsgrundlage bei PV was man als gesichert tagsüber verfügbar erachten kann. Bei Wind verhält es sich ähnlich, irgendwo bei 7-8%. Die installierte Leistung ist als Bemessungsgröße glatt fürn Arsch wenn die eben nur alle Jubeljahre mal tatsächlich auch da ist.
Die Ausgestaltung der EE-Vergütungen sind ähnlich bekloppt, wie ich ja darlegte, es müsste ein massiver Überbau stattfinden und jede Menge zeitweise anstehende Überproduktion VERNICHTET werden, vernichtet deshalb, die tollen Balkonsolaranlagen können ja nicht abgeschaltet werden, die gingen nur offline bei Überfrequenz oder Überspannung am Netz, dann würde es aber ganz böse Konsequenzen haben.
Die Ausfallarbeit wären in des Szenario also 2,3PWh pro Jahr, nur mal zum Verständnis, Kilo -> Mega -> Giga -> Tera -> Peta ...
Deutschland hat einen Strombedarf von 1,5TWh pro Tag, macht 547TWh im Jahr, es müsste mehr als die VIERFACHE Menge des Stromes den wir benötigen VERNICHTET werden ... vom Geld her, wären das bei 8ct/kWh Vergütung 184 MILLIARDEN pro Jahr an Wegwerfenergie für die Einspeisevergütung + das was an Redispatch + den negativen Exportpreis (davon mal abgesehen, dass unsere Interkonnektoren (Grenzkuppelstellen) nur gerade mal 20GW sowohl rein wie raus aus dem Land ab können).
Dann kommen Leute und erzählen: "Da machen wir eFuel oder H2 oder sonst was schönes draus."
Das ist Schwachsinn im Quadrat, das Problem dabei ist, diese immensen Überschüsse sind nur gerade mal ~1500 Stunden vom Jahr, das bekanntlich 8760 Stunden hat. Die Anlagen dafür müssten geradezu gigantisch sein, so in der Größenordnung 50-60mal BASF Stammwerk LU, stünden aber 7000 Stunden im Jahr dumm herum und kosten Geld, da beißt gnadenlos die BWL in Form des Gesetzes der Massenproduktion, sprich der nach oben schnellende Fixkostenanteil dem Trottel in den Arsch. Auch wenn wir das denzentralisieren und übers Land verteilen wirds ja nicht besser, im Gegenteil, der Ressourcenverbrauch wird insgesamt mit Aufteilung auf kleinere Anlagen natürlich größer.
Wir sehen es doch heute temporär schon, im Sommer temporär Überproduktion, was machen die Kohlemeiler oder Gaskraftwerke denn dann? Schicken die ihre Belegschaft in Kurzarbeit? Wird das Kraftwerk derweil abgerissen? Will der Investor / die Bank dann kein Geld? Brauchen die für den StandBy dann keinen Strom?
Nein, diese Bereitstellungskosten bekommen wir entweder auf den Strompreis drauf oder dem der noch arbeitet letztlich vom Fiskus eingetrieben, kannst Dir aussuchen, aber umsonst wird das kein Energieversorger tun.
Die Ausweisung der EEG-Umlage wurde ja abgeschafft ... warum wohl? Ich denke manche "da oben" wissen, dass diese mit weiterem Zubau explodieren würde.
Bei den Speichern verhält es sich simultan, ewige Stillstandzeiten auch wenn wir die als H2-Generatoren ausführten, die Maschinenauslastung wäre einfach unterirdisch und damit die Stückkosten immens.
nein, so wie wir es da fabrizieren funktioniert es weder physikalisch noch wirtschaftlich.
Ich frage mich selbst wie es so kommen konnte ... Da haben wir einerseits eine Presselandschaft, die es nicht müde wird Bullshit wie der stromerzeugenden Fernseher zu propagieren oder irgendwelche "Windzäune", was mich irgendwie an die Wunderwaffen oder Vergeltungswaffen erinnert. Dann haben wir eine Politklasse, die von der Jounaille entweder hochgeschrieben oder in die Pfanne gehauen wird, andererseits haben wir willfährige Wissenschaftler die was von "Noch und Nöcher" faseln und in den TV-Formaten Stammgast sind und Politiker die selbst keinen blassen Schimmer aber Staatssekretäre haben die denen einflöten ...
Such Dir was aus, ich weiß nicht wo da der Hund genau begraben ist ... üblicherweise führt "folge dem Geld" zur Wurzel.


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