Mein neues Feld
Ich stehe hier auf rissger Erde,und frag mich, was aus morgen werde.
Mein alter Weizen bricht im Wind,weil alle Quellen trocken sind.
Die Angst fraß mir die Nächte raub,mein ganzer Schweiß zerfiel zu Staub.
Doch Tränen säen keine Frucht,ich habe nach neuem Weg gesucht.
Ein neues Korn leg ich ins Beet,das fest im heißen Winde steht.
Hirse, Sorghum, Emmer-Pracht –sie trotzen bald der Dürremacht.
Ich passe meine Hoffnung an,fang mutig neu zu säen an.
Zwar bleibt der alte Schmerz im Blick,doch hol ich mir mein Feld zurück.
Das neue Getreide bricht das Leid,ich rüste mich für diese Zeit.
Caramba

