Grimli hat geschrieben:
Die derzeitigen und Zukünftigen Nachteile durch jeden Baum oder Wald hinsichtlich Naturschutz, Beschattung usw. sind aber schon bekannt ?
Es gibt dann auch noch Regionale unterschiede! Hier in Westfalen mit 20-30-40% Waldanteil beneiden wir jeden Rheinländer mit unter 10% Waldanteil an der Betriebsfläche.
Von Wald und Hecken in Hofnähe alten Eichen oder Buchen direkt am Hof noch gar nicht zu sprechen.
Das sind alles freiwillige Naturschutzleistungen ohne Gegenleistung die aber jedesmal Strafgeld kosten wenn sie nicht mehr eingehalten würden oder Baugenehmigungen behindern (Ersatzaufforstung).
Dazu kommt das diese Ackerflächen oftmals über Jahrhunderte hinweg Streifenweise gerodet und mit Plaggen Esch kultiviert wurden. Wer nun mit einer 36 m Pflanzenschutzspritze auf einem 15 m breiten Plaggeneschstreifen drehen will und noch 3 m Hecke haben will
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Ich wohne direkt mittig auf meinem Betrieb und mir ist eine attraktive Landschaft um mich herum sehr wichtig. Dazu gehören Baumreihen mit z.T. sehr alten Bäumen (z.B. Weißdorn), große alte Eichen als Solitärbäume, Holzungen, dicke und dichte Hecken, Kopfweiden entlang von Gräben und ansatzweise Bruchwäldchen. Trotzdem bleibt noch "genügend Wirtschaftsfläche. Wer sein vor allem ökonomisches Heil in einer ausgeräumten Landschaft sucht, muss evtl. räumlich flexibel sein. Auch soetwas gibt es in D.
In meiner ehemaligen Heimat (OWL) sind mir allerdings kaum ldw. Betriebe mit Waldanteil bekannt. Wer Wald hat und ihn nicht braucht, kann ihn verkaufen und dafür andere ldw. Fläche erwerben. Überhaupt kann man sich einen Betrieb nach seinen Wünschen aufbauen/gestalten (siehe oben). Das braucht aber mehr als Gerede! Ich weiß, wovon ich spreche.
Warum fährt jemand der "Handtücher" hat, eine 36m-Spritze?
Übrigens, bei Immobilien ist nur die Sache selbst immobil. Die damit verbundenen Vermögenswerte sind sehr flexibel verwertbar!
