Servus, eine kurze Frage hätte ich noch zum Getriebe. Das Getriebe ist ja teilsychnorisiert, richtig? Das heißt die einzelnen Gänge kann ich während der Fahrt wechseln, die Ganggruppen aber nicht. Für das Wechseln der Ganggruppen muss ich stehen und dann erst wechseln.
Und zum Wechseln der einzelnen Gänge muss ich nicht Zwischenkuppeln, oder? Also einfach Last wegnehmen, Kupplung treten, gang wechseln, Kupplung kommen lassen und gas geben.
Beim 45-66 von meinem Cousin sind die Gänge 1-4 synchronisiert und die schaltet man wie beim Auto, ohne Zwischengas und Doppelkuppeln. Die Gruppen muss man an Stand schalten denn die sind stark unterschiedlich schnell. Sprich Gruppe 1 ist im 4. Gang langsamer als Gruppe 2 im 1. Gang, Gruppe 2 ist im 4. Gang langsamer als Gruppe 3 im 1. Gang. Daher kannst du während der Fahrt nur in der gewählten Gruppe schalten. Anders ist es zB. bei meinem Steyr Plus 650, der hat zwei Gruppen und die sind als Halber Gang ausgelegt, Sprich Vorwärts Normal 2 ist von der Geschwindigkeit schneller als Vorwärts Schnell 1 und langsamer als Vorwärts Schnell 2. Da kann ich während der Fahrt sehr wohl hin und her wechseln und habe 8 Gänge zur Verfügung. Für Ackergänge gibt es eine separate Untersetzung, die muss im Stand geschalten werden dann sind wiederum die 8 Gänge als langsame Ackergruppe verfügbar.
Jepp. Hab' ebenfalls zwei STEYR Plus. Im Grunde sollte jeder Traktorist das Fahren und Schalten mit einem gänzlich unsynchronisierten Getriebe erlernen. Das schont später dann auch die Synchrongetriebe ...
@ salve magister: ich habe den 45-66 , es geht , die Gruppe und den Gang zu wechseln. Brauchst dabei 2 Hände. Und es sollte zügig gehen: mit der linken Hand den Gruppenhebel in die neue Gruppe legen, während die rechte vorher den Gang rausnimmt und dann wenn die neue Gruppe eingelegt ist , danach den gewünschten Gang einlegen. das alles ziemlich zügig. Ich müßte es wieder mal durchführen, weil bei mir läuft das inzwischen intuitiv. Es benötigt eben beide Hände gleichzeitig -keine Hand am Lenkrad für diese Aktion
Vielen Dank Euch, das Forum ist wirklich eine Macht. In diesem Zusammenhang hätte ich auch noch eine Frage.
Ich habe mich jetzt erstmalig mit Bulldog und der Oehler SW 5000 in den Wald getraut. Das Waldstück liegt recht weit oben, die Straße dorthin ist sicherlich steil, aber auch nicht „unfassbar steil“. Der Großteil ist Schotter, aber nicht im Sinne einer klassischen Forststraße, sondern wirklich grober Schotter, teils auch mit größeren Steinen. Der andere Teil ist geteert. Den Weg kreuzen in kurzen Abständen Querrinnen, die teils einen deutlich erhöhten Buckel darstellen.
Die rauffahrt lief völlig problemlos, 2. Gruppe 2. Gang und der Fiat ist mehr oder weniger alleine raufgefahren, null Probleme, kein durchdrehen oder ähnliches. Oben beim Seilen hat’s auch einwandfrei geklappt, viel besser als erwartet für mich als Anfänger.
Jetzt zur runterfahrt: Ich bin in selben Gang runtergefahren und bereits auf den ersten Metern kommt der Traktor ins Rutschen, kurzes Bremsen bringt dann auch nichts sondern verursacht nur ein ausbrechen des Hecks. Abfangen konnte ich den Bulldog dann nur mit leichtem Gas geben und ausrollen in einem folgenden Flachstück. Bei jedem steilstück kam er ins Rutschen. Ich habe dann auch mal Gruppe 2 1. Gang probiert aber das war teilweise noch schlimmer. So lange er nicht rutscht dreht er auch nicht hoch sondern um die 1000 Umdrehungen, wenn er ins Rutschen kommt dreht er natürlich rauf. Insbesondere die Querrinnen verursachen ein Rutschen, nachdem die hinterreifen drüber sind kommt er.
Was kann ich denn machen dass er nicht mehr rutscht? Ohne Hänger bin ich jetzt noch irgendwie runtergekommen, aber ich möchte das jetzt nicht mit einem 4to Kipper machen, das geht sicherlich in die Hose. Dazu sagen muss man, dass ich mit FroLa und einer 1m Schaufel gefahren bin, hinten hing die Winde, vielleicht hatte er zu viel Last auf der Vorderachse? Die Schaufel war aber leer, ich bin völlig ohne zuladung gefahren. Zu dem Zeitpunkt waren vorne auch noch die völlig alten Reifen drauf, habe etwas die Hoffnung, dass es jetzt mit den neuen besser geht.
Die Teerstraße - auch ein sehr steiles Stück - ging ohne Probleme zum runterfahren - auch bei den Querrinnen.
Beim Abwärts fahren auf losen Untergrund (oder eben dem schottig steinigen Weg) mach den Allrad rein. Dafür hast du ihn. Mit dem Frontlader hast du zusätzlich Gewicht vorne und entlastest die Hinterachse. Dadurch du keinen Allrad drin hattest ist die Hinterachse vom Gewicht der Maschine bergab gezogen worden und beim Bremsen hat er die Sturtreue verloren. Bergab immer einen Gang kleiner als Bergauf. Um die Motorbremswirkung besser zu nutzen.
Wenn du mit einem Anhänger (Einachs - egal ob Kipper oder nicht) abwärts unterwegs bist kannst du mit dem Hubwerk unter die Deichsel des Anhängers heben und die Hinterachse des Traktors mit dem Hubwerk - Anhänger als Gegengewicht - in den Boden drücken und die Traktion so erhöhen. Geht natürlich auf die Lenkbarkeit weil die Vorderachse entlastet wird. Das ist eine Technik die man bei einem Hinterradtraktor des öfteren mal anwendet.
Mir wird Angst ! Eine solche "Beratung" möchte ich nicht in einem Forum durchführen. Noch nicht mal telefonisch oder per Handy. Salvemagister, hast du keinen erfahrenen Schlepperfahrer im Bekanntenkreis ? Der soll mal mit dir üben und dir wenigstens grundsätzliche Hinweise zum Schlepperfahren geben. Sowas kann man nicht im Forum machen, dazu brauchts Praxis. Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
Die hinteren Räder sind sauhart und uralt, das mit Sicherheit. Radgewichte sind keine dran und auch kein Wasser im Reifen.
Aber kann das sein dass der dann so brutal ins Rutschen kommt ohne zuladung und bei Allrad? Normalerweise hätte ich ja dann beim rauffahren schon Probleme kriegen müssen.
Beim hinauf fahren warst Kopfschwer mit dem Frontlader das Gewicht hat Dich in den Hang gedrückt. Beim Hinunterfahren bist Kopfschwer und das hebt dich hinten aus. Im Zweifel bei solche Steigungen vorwärts rauf, rückwärts herunter.