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Fusarium Winterweizen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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86 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon elchtestversagt » Do Mai 22, 2014 11:58

Wir haben das ganze Thema Fusarien doch schon in unserem Nicht-Pflüger-Arbeitskreis bis zum Erbrechen durchgenommen; mit allen Experten und Expertiesen.
Fusarien kann man nicht vorbeugend bekämpfen.
Man kann Fusarien vermindern; den Don-Gehalt verringern; aber nichts vorbeugend.
Fusarien enstehen; wenn in der Hauptblüte mehr als 20 Grad herschen sowie entweder Niederschlag kommt oder aber starker Tau verbunden mit leichtem Wind; und selbstverständlich infiziertes Material da ist oder am Rand liegt. Sporen können bis zu 100 mtr weit fliegen; deshalb reichen in "guten" Jahren auch Reste an Feldrändern aus; auch z.b. eigentlich gesunden Pflug-Rapsweizen zu infizieren.
Wenn o.g. Faktoren in der Hauptblüte auftreten ( die im übrigen nur 10 Tage dauert); dann hat man fünf tage nach Infektion Zeit; gegen Fusarien zu behandeln.
Mit genannten Mitteln kann man dieses um bis zu 80% mindern; kommt man aufgrund von Wetterkapriolen nicht zur Behandlung; dann kann man zur Not auch Toxin-Verminderer spritzen; wie Don-Q.
Aber wie gesagt; vor der Blüte zu behandeln gegen Fusarien; oder eine Mitnahme der Fusarienwirkung ist genauso nonsens wie nach Saat einer Winterzwischenfrucht Bodenherbizide für den darauffolgenden; sechs Monate später wachsenden Mais zu behandeln.
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Do Mai 22, 2014 13:08

julius hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:
julius hat geschrieben:karglich wirkendes Prosaro zur Fusariumbekämpfung ists auch nicht.
Ausserdem hab immer wenig Lust irgendwelche Mixungen aus mehreren Produkten herzustellen.


Was gibt dir Grund zur Annahme dass Prosaro im Vergleich zum Input "karglich" sei?


Man sieht in dem Link unten doch, dass Input Classic dem Prosaro überlegen ist. Neben Mehltau besonders bei den wichtigen Weizenkrankheiten wie DTR oder Septoria.
Bekannt ist auch, das Ramularia zunehmend in allen Getreidearten, also auch im Weizen ein Problem werden kann, hier ist ebenfalls Input dem Prosaro überlegen. Wobei hier selbst Input keine berauschende Wirkung zeigt aber eben doch etwas besser als Prosaro.
Gehört zwar in einen anderen Thread : Aber bei den wichtigen Gerstenkrankheiten wie Netzflecken, Rhynchosporium ist Input ebenfalls dem Prosaro überlegen. Input kann ich somit flexibel im Weizen und der Gerste jederzeit anwenden, während ich Prosaro aufgrund der dürftigeren Wirksamkeit eigentlich nur bei der Weizen-Ährenbehandlung angewendet habe. Aber dafür ist mir der Preis zu teuer.
Wenn ich, wie auch dieses Jahr, im Weizen leistungsstarke Fungis mit voller Aufwandmenge verwende, kam ich bisher immer mit nur 2 Fungi-Überfahrten incl Fusariumbehandlung klar. Ansonsten muß ich 3 x rein.
Wenn die Bestände die Blüte, Milchreife schnell durchlaufen dürfte auch ein Prosaro zur Abschlußbehandlung ausreichen. Aber wenn sichs durch Regenperioden verzögert, bietet Input den besseren Schutz.

http://www.lallf.de/Getreidefungizide.518.0.html



Das ist irgendwie eine komische Argumentation!

Input classic hat gegenüber dem Prosaro sicher seine Vorteile in der Bekämpfung von Septoria und Mehltau, und falls Du bei der Ährenbehandlung noch Mehltau zu bekämpfen hast, ist Input sicher das Mittel der Wahl.

Was Septoria angeht, ist die erstmalige Behandlung zum Zeitpunkt der Blüte aber deutlich zu spät. Da wirst Du auch mit Input, das etwas mehr Prothioconazol enthält, nicht mehr viel ausrichten können. Prosaro hat hingegen deutliche Vorteile gegenüber Braunrost, der oftmals sehr spät erst auftritt, aber noch zu massiven Ertragseinbußen führen kann.

Input würde ich vorzugsweise in der Gerste einsetzen (in Kombination mit Credo oder Amistar Opti) oder als Frühbehandlung im Weizen mit Schwerpunkt auf Septoria, Halmbruch und Mehltau.
Crazy Horse
 
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon julius » Do Mai 22, 2014 13:45

Crazy Horse hat geschrieben:Was Septoria angeht, ist die erstmalige Behandlung zum Zeitpunkt der Blüte aber deutlich zu spät. Da wirst Du auch mit Input, das etwas mehr Prothioconazol enthält, nicht mehr viel ausrichten können. Prosaro hat hingegen deutliche Vorteile gegenüber Braunrost, der oftmals sehr spät erst auftritt, aber noch zu massiven Ertragseinbußen führen kann.

Input würde ich vorzugsweise in der Gerste einsetzen (in Kombination mit Credo oder Amistar Opti) oder als Frühbehandlung im Weizen mit Schwerpunkt auf Septoria, Halmbruch und Mehltau.


Das Rostproblem hatte ich vorhin ebenfalls auf das vorgeschlagene Proline angesprochen, weshalb ich dieses zur Abschlußbehandlung nicht anwende. Proline hat nur eine Nebenwirkung gegen Roste, Input Classic und Prosaro beide die Einstufung "gut".

Zu Mehltau, Septoria, DTR : Es wurde mit Skyway bereits vorgelegt. Ich hatte ja geschrieben das ich bei Weizen immer 2 x behandle. Und bei der Abschlußbehandlung mit Input ist die Wirkung gegen diese eben genannten Erreger besser als z.b. bei Prosaro. Das ist ein Grund warum ich Prosaro gegen Input Classic ausgetauscht habe und ich Prosaro als " karglich " bezeichnete. :lol:

Da laut Hersteller Bixafen zusätzlich den Trocken.- und Hitzestress sowie die Assimilationsleistung verbessern soll, wende ich das Bixafen im Weizen bei der Erstbehandlung, in ca EC 37-41 an. Meine Vermutung ist daher, dass diese Merkmale zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr bringen, u.a. in einem vermehrten Wurzelwachstum, vitalere Pflanze, als wenn ich das Bixafen erst zur Abschlußbehandlung, also erst kurz vor oder zur Blüte anwende. Dann hätte ich diese positiven Eigenschaften weitgehend verschenkt.
Das wäre dann der Grund, warum ich zuerst ein Bixafen, und erst danach das Input anwende.

Und 2 x mit Bixafen/Jahr fahr ich wie gesagt aus Resistenzgründen nicht rein.

Ich will damit aber niemand zum nachahmen überzeugen, sondern das war nur die ausführliche Antwort auf Nobbys Frage, warum ich Prosaro als karglich bezeichnete und aussortiert habe. Und warum ich Input im Weizen nur als Zweitbehandlung und eben ein Bixafen als Erstbehandlung anwende.
Was dann denke ich ausführlichst beantwortet wäre.
julius
 
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon Landwirt_R » Do Mai 22, 2014 14:35

Letztes Jahr habe ich allen Maisweizen gegen Fusarium behandelt weil ich mich noch nicht so richtig auskenne und auf Nummer sicher gehen will. Ich mulche die Stoppeln und dann pflüge ich. Auch habe ich mit Impression eine gute Sorte gegen Fusarium. Mittlerweile denke ich mir warum soll ich gegen Fusarium behandeln egal ob es in der Blüte regnet oder nicht. Dann wären ja alle Maßnahmen die ich eh schon mache für die Katz oder sehe ich das falsch?
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon julius » Do Mai 22, 2014 14:49

Landwirt_R hat geschrieben:Letztes Jahr habe ich allen Maisweizen gegen Fusarium behandelt weil ich mich noch nicht so richtig auskenne und auf Nummer sicher gehen will. Ich mulche die Stoppeln und dann pflüge ich. Auch habe ich mit Impression eine gute Sorte gegen Fusarium. Mittlerweile denke ich mir warum soll ich gegen Fusarium behandeln egal ob es in der Blüte regnet oder nicht. Dann wären ja alle Maßnahmen die ich eh schon mache für die Katz oder sehe ich das falsch?


Kommt auf die Sorte drauf an. Kenne einige, die trotz mulchen und pflügen jede Menge Stoppelreste an der Oberfläche haben. Die umgefahrenen Stoppel erwischt der Mulcher eh nicht, ist dann der Pflug nicht richtig eingestellt, werden die nicht sauber eingearbeitet.

Ich mulche die Maisstoppel ebenfalls ab und pflüge. Bisher hatte ich meist anfällige Sorten, wie z.b. Tobak. Deshalb hatte ich trotz mulchen und Pflug nach Mais natürlich eine Fusariumbehandlung durchgeführt.
Dieses Jahr beim Elixer ( BSA 4 ) sollte das nicht nötig sein, da Elixer gegen Fusarium recht gut eingestuft ist. Da Elixer aber relativ neu ist, trau ich dem Braten nicht so recht und führe dieses Jahr trotzdem eine Ährenbehandlung durch.
Wenn er seine gute Einstufung bis nächstes Jahr halten oder verbessern kann, verzichte ich vielleicht nächstes Jahr drauf.

Andererseits, so schlimm finde ich die Ährenbehandlung auch nicht. 2 Durchfahrten brauch ich sowieso, ich muß halt mit der zweiten Behandlung etwas länger warten. Wenn du hingegen aufgrund ungünstiger Witterung einen Fusariumweizen erntest, kannst den als Sondermüll entsorgen da er nichtmal als Tierfutter verwendet werden kann. Die Fusariumstämme werden ja auch immer resistenter und aggressiver und überdauern auf allen möglichen Ernteresten ( Gerste, Weizen ), nicht nur auf Maisstoppel.
julius
 
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon angusy » Do Mai 22, 2014 15:59

NobbyNobbs hat geschrieben:Ich bin ja absoluter Osirisfan. Dieses Produkt hat mich immer überzeugt, ist fantastisch formuliert.
Ich setze es jetzt auch ein. 1,5 - 2 l/ha Osiris + 0,6 l/ha Skyway


Ich würde im Asano gerne etwas Strobi mitnehmen zur Ährenbehandlung. Ziel wäre es die Rostwirkung etwas zu verstärken.

Mach doch bitte mal einen wirkungsvollen und bezahlbaren Mischungsvorschlag von Osiris + Credo.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Do Mai 22, 2014 22:16

angusy hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:Ich bin ja absoluter Osirisfan. Dieses Produkt hat mich immer überzeugt, ist fantastisch formuliert.
Ich setze es jetzt auch ein. 1,5 - 2 l/ha Osiris + 0,6 l/ha Skyway


Ich würde im Asano gerne etwas Strobi mitnehmen zur Ährenbehandlung. Ziel wäre es die Rostwirkung etwas zu verstärken.

Mach doch bitte mal einen wirkungsvollen und bezahlbaren Mischungsvorschlag von Osiris + Credo.



Credo nicht, lass das Bravo weg und nimm gleich Acanto. Würde ich das Skyway durch Strobilurin ersetzen wollen, kämen mir 0,5 -0,7 l/ha Acanto oder 0,3 l/ha Twist zum Osiris dazu. Das macht durchaus Sinn. Mit der halben Aufwandmenge Osiris rasiert du erst mal jeglichen Rost raus. Die Mischung wirkt- grade auch wegen der Formulierung- pervers auf Rost. Das Strobi bringt dir noch Dauerwirkung rein.
Da das dritte Bierchen grad so a bissel Wirkung zeigt: Falls du noch kein Osiris eingesetzt hast, steig zwischendurch mal aus und schau dir diese wunderbare Formulierung an. Da hast du astrein lackierte Blätterchen. Mit maschineller Präzision legt sich da ein fantastischer Spritzfilm über die Pflanzen. Aber vergiss ja nicht die Gasmaske, denn sowas Abartiges wirst du noch nicht gerochen haben :lol: :mrgreen: . Spaß bei Seite: Bei deiner 3-Fach-Strategie würde ich im Normalfall zu 1,5 - 2 l/ha Osiris + 0,5 l/ha Acanto raten. Aber in diesem Jahr will ich nicht mal behaupten, dass das ausreichen muss. Evtl. wie gesagt das Strobilurin noch etwas erhöhen. Leider sind die Strobis nach wie vor recht teuer, aber in diesem Jahr eben irgendwo auch viel wert. Es ist halt verrückt, aber es wird sich heuer rechnen.
Dateianhänge
Kontrolle Asano.JPG
Kontrolle Asano.JPG (239.11 KiB) 1288-mal betrachtet
JB Asano Kontrolle zu A + B-Variante (1).JPG
JB Asano Kontrolle zu A + B-Variante (1).JPG (263.27 KiB) 1288-mal betrachtet
JB Asano A und B behandelt .JPG
JB Asano A und B behandelt .JPG (228.15 KiB) 1288-mal betrachtet
20.5 JB Asano Rapsweizen 2-fach behandelt .JPG
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon angusy » Fr Mai 23, 2014 9:19

Vielen Dank für die Infos.

Wahrscheinlich hast Du völlig Recht.

Was bin ich froh, dass es nur rd. 15ha Asano sind. Kostenmäßig läuft das z.Zt. völlig aus dem Ruder. Mein Ziel, möglichst nahe an den 100 EUR/ha für Fungizide zu bleiben, habe ich schon lange aufgegeben. Nun entwickelt sich das Ganze mehr in Richtung 200 EUR/ha. Auf der anderen Seite sind das rd. 5dt/ha. Die hätten wir bei weniger Aufwand bestimmt verloren - eher noch mehr.

Du schwärmst von der Formulierung. Eigentlich wollte ich noch ein Additiv mitnehmen. Sollte ich besser darauf verzichten?
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Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Mai 23, 2014 9:35

angusy hat geschrieben:Vielen Dank für die Infos.

Wahrscheinlich hast Du völlig Recht.

Was bin ich froh, dass es nur rd. 15ha Asano sind. Kostenmäßig läuft das z.Zt. völlig aus dem Ruder. Mein Ziel, möglichst nahe an den 100 EUR/ha für Fungizide zu bleiben, habe ich schon lange aufgegeben. Nun entwickelt sich das Ganze mehr in Richtung 200 EUR/ha. Auf der anderen Seite sind das rd. 5dt/ha. Die hätten wir bei weniger Aufwand bestimmt verloren - eher noch mehr.

Du schwärmst von der Formulierung. Eigentlich wollte ich noch ein Additiv mitnehmen. Sollte ich besser darauf verzichten?


Das ist es eben. Im Prinzip spielt keine Rolle wie viel du ausgibst, solange du es wieder reinholst. Den Verlust hast du eh und wenn du nichts machst, eben in Form von Weizen den du nachher nicht abrechnen kannst. Ich glaube im JB Asano wird mir die 3-Fach-Strategie um die 30 - 40 dt/ha Ertragsssicherung gebracht haben. Glaubst du, da schaue ich auf die paar Euro für's Mittel? Da kann ich mich vor Lachen ja nicht halten, wenn einige so argumentieren. Da könntest du ja 3 mal Flüssiggold spritzen :lol:
Bei Skyway und Osiris denke ich nicht, dass zusätzliche Netzmittel weitere Vorteile bringen.

Um meinen Beitrag von gestern noch mal zu ergänzen: Es geht dir bei der Abschlussbehandlung mit Strobilurin im JB Asano um Gelbrost? Du willst nichts gegen Fusarium machen bzw. denkst daran, den Tobak bei diesem Schmuddelwetter in die Ähre so zu behandeln? Denn dort würde ich dir von dem Strobi abraten.
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon angusy » Fr Mai 23, 2014 9:57

Ich habe zwar nicht das hohe Fachwissen, wie einige Andere hier, da mir einfach die Ausbildung fehlt und ich für den Pflanzenschutz erst seit kurzem zuständig bin. Dennoch halte ich mich für durchaus lernwillig und vor allem für lernfähig.

Nein, ich käme nie auf die Idee, die Strobi/Osiris-Variante im Tobak einzusetzen. Hierfür stehen die Kanister Skyway/Osiris schon im Schrank. Ggf. werde ich über die Mittelkonzentration nochmals nachdenken, je länger wir Regenwetter haben werden. Denn bis Ende kommender Woche wird auch der Tobak blühen.

Ich messe dem Rostproblem im Asano die gleiche Bedeutung bei wie dem Fusarium-Problem - vor allem mögliche Braunrost-Infektionen in ein paar Wochen. Daher die Überlegung Skyway durch Strobi zu ersetzen.

Mein Fusarium-Risiko würde ich dabei durchweg als Mittel einstufen. Auch wenn ich nicht Winis-Pflug besitze, der alle ackerbaulichen Problem wie durch ein Wunder zu lösen vermag, so ist der diesjährige Weizen dennoch zu 100% Pflugweizen und ohne Maisvorfrucht.

Apropos Flüssiggold: Den Regen von gerade eben würde ich mal so bewerten. Auf einigen Teilflächen Asano war der Wassermangel schon akut. Auf diesen Schlägen muss man schon mal überlegen, ob weitere 70 EUR/ha für Fungizide richtig angelegt sind.
Welfenprinz hat geschrieben:
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Mai 23, 2014 10:06

angusy hat geschrieben:Ich habe zwar nicht das hohe Fachwissen, wie einige Andere hier, da mir einfach die Ausbildung fehlt und ich für den Pflanzenschutz erst seit kurzem zuständig bin. Dennoch halte ich mich für durchaus lernwillig und vor allem für lernfähig.


Bezweifelt wohl auch keiner :wink: .

angusy hat geschrieben:Denn bis Ende kommender Woche wird auch der Tobak blühen.


Ich weiß nicht, wie es grade bei dir aussieht. Aber hier schmuddelt es seit zwei Tagen. Immer wieder Schauer, dann ganz gediegener "Fisselregen"- das passt mir überhaupt nicht in den Kram. Der Tobak wird sobald es geht behandelt, da ich- insbesondere im Direktsaat-Stoppeltobak- um Fusariuminfektionen fürchte. Warte nicht zu lange wenn das bei dir auch so ist. Tendenziell wird immer zu spät gefahren.

angusy hat geschrieben:Ich messe dem Rostproblem im Asano die gleiche Bedeutung bei wie dem Fusarium-Problem - vor allem mögliche Braunrost-Infektionen in ein paar Wochen. Daher die Überlegung Skyway durch Strobi zu ersetzen.


Halte ich für in Ordnung, zumal hohe Mengen Carboxamid so weit hinten erst recht nichts verloren haben.
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon julius » Fr Mai 23, 2014 10:27

Laut Empfehlung der Ämter sollte die Fusariumbehandlung zwischen EC61-65(69), und kurz vor oder nach einem Regen stattfinden, weil hier das Infektionsrisiko am höchsten ist.
Ich halte mich aber auch nicht drann. Sobald ich die ersten Staubbeutel sehe und das Wetter passt wird losgelegt.
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon elchtestversagt » Fr Mai 23, 2014 11:07

Super; dann hat man bei Behandlung der ersten Staubbeutel 5% ohne Fusarien; und 95% mit Fusarien; wenn das Wetter "mitspielt".
Egal; anscheinend wird nächstes Jahr keiner mehr Asano anbauen; gut für mich; denn es ist und bleibt meine beste Sorte.Da können sich Sorten wie Elixer oder Anapolis ( die hab ich daneben stehen) eine Scheibe von abschneiden.
Mag auch wohl am Betrieb liegen; alles Mulchsaaten; alle nach Mais; alle in den letzten Oktobertagen gedrillt; alle mit 160 kg N aus Gülle mitte Februar; und dann 80 kg mineralisch ende März.
Ich fahr viermal mit PBM durch; einmal mehr wie sonst; aber immer aufgebaut wegen Fusarien.
Das erste Mal mitte April mit 0,4 ltr.Alto (plus Vegas); dann kurz vorm 1. Mai mit 1ltr Credo ( macht zusammen 17 Euro plus (16) plus 20 Euro. Vergangenes WE dann 1,2 ltr Adexar (45 Euro) und in zwei Wochen 2,5 ltr Osiris (52 Euro; alle Preise zzgl MwSt.)
Es bringt in Jahren wie diese einfach nichts; mit teuren Mitteln zu behandeln; wenn der Zuwachs enorm ist; denn die allermeisten bringen nicht bei Neuzuwachs; die sind ungeschützt.Und der Druck war von Anfang an da.
Also; ich hoffe auf Saatgutpreise von 30 Euro/dt gebeizt; wenn anscheinend kein Schwein mehr Asano haben will...Hab schon die ersten 40 ha bestellt...
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Mai 23, 2014 11:15

elchtestversagt hat geschrieben:Super; dann hat man bei Behandlung der ersten Staubbeutel 5% ohne Fusarien; und 95% mit Fusarien; wenn das Wetter "mitspielt".
Egal; anscheinend wird nächstes Jahr keiner mehr Asano anbauen; gut für mich; denn es ist und bleibt meine beste Sorte.Da können sich Sorten wie Elixer oder Anapolis ( die hab ich daneben stehen) eine Scheibe von abschneiden.
Mag auch wohl am Betrieb liegen; alles Mulchsaaten; alle nach Mais; alle in den letzten Oktobertagen gedrillt; alle mit 160 kg N aus Gülle mitte Februar; und dann 80 kg mineralisch ende März.
Ich fahr viermal mit PBM durch; einmal mehr wie sonst; aber immer aufgebaut wegen Fusarien.
Das erste Mal mitte April mit 0,4 ltr.Alto (plus Vegas); dann kurz vorm 1. Mai mit 1ltr Credo ( macht zusammen 17 Euro plus (16) plus 20 Euro. Vergangenes WE dann 1,2 ltr Adexar (45 Euro) und in zwei Wochen 2,5 ltr Osiris (52 Euro; alle Preise zzgl MwSt.)
Es bringt in Jahren wie diese einfach nichts; mit teuren Mitteln zu behandeln; wenn der Zuwachs enorm ist; denn die allermeisten bringen nicht bei Neuzuwachs; die sind ungeschützt.Und der Druck war von Anfang an da.
Also; ich hoffe auf Saatgutpreise von 30 Euro/dt gebeizt; wenn anscheinend kein Schwein mehr Asano haben will...Hab schon die ersten 40 ha bestellt...



10 % bleiben draußen. Ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem JB Asano. Er steht wie immer hervorragend. Es gibt für mich mit Elixer und Tobak allerdings noch ertragreichere Sorten, weshalb ich größtenteils auf diese beiden setze.
Wegen Rost sortiere ich jedenfalls keine Sorte raus, den kriegt man in den Griff. Also da ist das Fusariumproblem beim Tobak wesentlich relevanter. Und wenn mal ein Jahr kommen sollte, in dem Fusarium so heftig auftritt wie heute Gelbrost, schimpfen alle auf Tobak und werden ihn nie wieder anbauen. Dann erntest du nämlich sogar mit 18 Behandlungen nur Sondermüll. Es ist und bleibt ein Risiko.

Häufig stehen die gesünderen Sorten heuer übrigens wesentlich schlechter da als JB Asano, weil die Resistenzausprägung überschätzt und der richtige Zeitpunkt verschlafen wurde. Beim Asano hat jeder früh gemerkt, "okay, ich muss was tun" und seine Bestände sauber gehalten.
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Re: Fusarium Winterweizen

Beitragvon Wini » Fr Mai 23, 2014 12:59

Der Biobauer nebenan hat übrigens derzeit den schönsten, saftiggrünen Weizen.
Der erzählte mir was von Adultpflanzenresistenz gegenüber Gelbrost und meinte, ich
sollte bei meinen Elixer und Julius gar nichts fungizidmäßig machen.
Die würden von alleine damit fertig werden, durch die höhere Widerstandskraft in den weiteren Entwicklungsstadien.

Mit Fusarium habe ich als Pflüger sowieso nichts zu tun.
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