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ganzjährige Freilandhaltung von Mutterkühen

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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89 Beiträge • Seite 1 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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ganzjährige Freilandhaltung von Mutterkühen

Beitragvon NordlichtSH » Di Jan 06, 2009 13:28

Moin, moin,

bin neu hier, habe aber das Rinderforum seit längerem verfolgt. Wir haben die Landwirtschaft vor ein paar Jahren aufgegeben, jedoch möchte ich die Hauskoppel (ca. 3 ha) gern dazu nutzen, 2-3 Rinder in ganzjähriger Freilandhaltung zu halten. Ich weiß selbst, dass in dieser Größenordnung damit kein Geld zu verdienen ist, sondern das ein Zusatzgeschäft für mich wird. Möchte das ja aber auch als Hobby machen, etwas fürs Auge auf der Koppel habel sowie was leckeres in der Tiefkühltruhe und damit nicht meinen Lebensunterhalt bestreiten....

Zu meiner Frage: Welche Rasse würdet ihr mir empfehlen. Ich suche eine Rasse, die schon auch eine gute Ausschlachtung hat, sich aber auch für die ganzjährige Freilandhaltung eignet (also keine Highland oder Galloway). Soweit ich das verstanden habe, hat sich die Meinung der "Experten" dahingehend geändert, dass eigentlich jede Rasse für die ganzjährige Freilandhaltung im Grunde geeignet wäre. Eine Art Unterstand als Schutz werde ich trotzdem bauen - muss mir aber noch überlegen, in welcher Form genau. Die Rasse sollte jedoch natürlich robust und leichtkalbig sein. Zudem sollte es auch ein friedliches Gemüt haben, da auch meine Frau, die selbst keine Erfahrung mit Rindern hat, mal einspringen kann, wenn ich nicht da bin.

Bis jetzt sympatisiere ich mit Deutsch Angus oder aber Blonde d'Aqutaine. Insbesondere über die Blonden habe ich hier noch kaum etwas gelesen.... Was meint ihr?

Schönen Gruß
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Beitragvon SHierling » Di Jan 06, 2009 13:37

Also wenns n Hobby sein soll, und nicht zu aufwändig, könntest Du es auch mit Deutsch Shorthorn versuchen (wenn Du welche bekommst), die gehören nach da oben und nach dem, was ich bisher gesehen habe, machen die sich da auch gut.
Guckst Du zB da:
http://www.g-e-h.de/geh-rind/shorth.htm
http://www.vieh-ev.de/Rassen/Rinder/shorthorn.html
Hätte den Vorteil, daß Du den ein oder anderen Absetzer auch an andere Züchter loswerden kannst und sozusagen einen "ideellen Zusatznutzen" hast ;)
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Beitragvon Klaus0r » Di Jan 06, 2009 19:04

ich würde angus bevorzugen , aber so schlecht wie die allgemeine meinung über galloways sind kann ich absolut nicht bestätigen ! Habe selber eine Gallo zucht , und ich kann eins dazu sagen , es gibt einmal die in dackelgröße , das sind die schottischen , wir aber haben die kanadischen , die fast vergleichbar sind mit angus !
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Beitragvon turnschuh » Di Jan 06, 2009 23:05

Hallo,

habe vor ein paar Jahren selbst mit Mutterkühen angefangen, erst reine Angus, dann Kreuzungstiere (etwas Charolaisblut und auch BA).
Sind alle draussen (auch jetzt bei - 14 Grad) und beschweren sich nicht (natürlich ordentlich eingestreut und windgeschützt).
Denke für deine Zwecke sind die Angus sehr gut geeignet, da umgänglich ,leichtkalbig und auch vom Futter nicht so anspruchsvoll.
Ich habe nur "hellere" Kreuzungstiere mit reingenommen, weil sich die Absetzer bei uns leichter vermarkten lassen.
Hol dir ein paar schöne dunkelrote Angus und du wirst Freude daran haben.
Blonde haben einen wesentlich grösseren Rahmen, brauchen besseres Futter und haben (meistens) ein Geweih :( !
Aber wenn du damit auch leben kannst und sie dir besser gefallen, dann machst du sicher auch nicht viel verkehrt.

Gruß turnschuh
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Beitragvon NordlichtSH » Mi Jan 07, 2009 15:38

Vielen Dank schon mal für die Beiträge!
Die bekommen bei mir natürlich nen ordentlichen eingestreuten Unterstand, frostsichere Tränken, etc.
Ich denke auch, dass ich eher zu den Deutsch Angus tendiere. Die sind bei uns auch leichter zu beschaffen und natürlich auch nicht ganz so schwer wie die BA und trampeln somit nicht so viel kaputt. Falls ihr noch weitere Tipps habt, bin ich dankbar. Habe bei mir in der Gegend zwar viele Kuhbauern. Dabei sind auch einige Nebenerwerbler, die ein paar Mutterkühe halten - jedoch keiner, der diese ganzjährig draußen hält.
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Beitragvon SHierling » Mi Jan 07, 2009 15:54

Ich weiß ja nicht, wo in SH Du sitzt - n Bekannter von mir hält da oben auch so bummelig 100 Mutterkühe + mästet auch selber (Rotbunt x Charolais, hat auch schon alles mögliche an Rassen und Kreuzungen versucht). Da liegt das Problem bei der ganzjährigen Freilandhaltung nicht am Halter oder an den Tieren, sondern da ist einfach im Winter keine Fläche fest genug, der Boden in der Marsch ist halt egal wie groß ruck zuck schwarzgetreten, und das Befahren (zum Füttern) erledigt den Rest.
Deine Nachbarn werden ja auch nicht alles Dumme sein, sondern ihre Gründe haben, weswegen sie das Vieh im Herbst aufstallen?
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Beitragvon NordlichtSH » Mo Jan 12, 2009 13:50

Vielen Dank SHierling. Ich wohne südlich von Eckernförde. Ja, das Problem ist mir bekannt. Ich habe jedoch die Hoffnung, dass man durch eine geringe Tieranzahl weniger Trittschäden haben wird. Außerdem liegt die Weide auch nicht in einer Senke, vielleicht passt es ja. Notfalls muss man sich halt dann doch überlegen, in einer Art kleinem Offenstall mit befestigtem Untergrund die Tiere dann über Winter von der Weide zu nehmen. Das wird sich vielleicht doch nicht vermeiden lassen....
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Beitragvon Schieber » Mo Jan 12, 2009 14:26

NordlichtSH hat geschrieben:Vielen Dank SHierling. Ich wohne südlich von Eckernförde. Ja, das Problem ist mir bekannt. Ich habe jedoch die Hoffnung, dass man durch eine geringe Tieranzahl weniger Trittschäden haben wird. Außerdem liegt die Weide auch nicht in einer Senke, vielleicht passt es ja. Notfalls muss man sich halt dann doch überlegen, in einer Art kleinem Offenstall mit befestigtem Untergrund die Tiere dann über Winter von der Weide zu nehmen. Das wird sich vielleicht doch nicht vermeiden lassen....


ich hab eine charolai kuh und ihr kalb seit oktober draußen mit nem unterstand wo sie rein und raus laufen können vom prinzip her geht es ganz gut vor allem jetzt wo es gefrohren ist. aber die koppel hatten sie nach 2 wochen total schwarz getrampelt .
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Beitragvon ChrisB » Mo Jan 12, 2009 17:44

Hallo Nordlicht.
Shierling hat es 100% ausgedrückt
Betreibe seit gut 15 Jahren kleine Mutterkuhhaltung (5 Mk), seit 3 Jahren nur noch Rinder (10), ganzjährig im Freien.
Mittelgebirge ca 300 m über N.N. Nordbayern, hügelig, keine Talsenke.
Aber trotzdem geht es nicht ohne befestigten Untergrund :cry:
Habe 14 Fang und Freßplätze, (2 große Rundballen 1,80 dm) und Laufweg in Offenhütte mit Ziegelschotter gut 60 cm befestigt und funktioniert schon seit über 10 Jahren.
Ohne versinken die Kühe in ihrem eigenem Morast.
Viel Glück
Chris
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Beitragvon mondmann » Sa Jan 24, 2009 21:55

Hallo Nordlicht,

habe selber eine kleine Mutterkuhherde - 4 Kühe, ein Bulle. Kann mich nur anschließen - ohne Befestigung ist es im Winter eine Katastrophe.

Zur Rasse: wie wärs mit Hereford - nicht zu massig - gute Fleischqualität ohne Zufütterung von Maissilage oder Kraftfutter - absolut robust - und was auch noch sehr vorteilhaft ist: sehr brav und ruhig im Umgang!
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Beitragvon Klaus0r » Sa Jan 24, 2009 23:30

kommt eigentlich nur auf die vorhandene Fläche drauf an , dann sind kaputte stellen auch nicht so schlimm , spreche aus erfahrung ! Solltest natürlich auf deinen Boden achten wir haben bei uns sand boden wo das alles noch im erträglichen liegt .Wenn es rau wird , dann wird halt die Futterstelle umgesetzt .
Habe noch einen Beitrag hier im Rinderforum , mit dem thema :

Futterraufen wo aufstellen ? GESETZLICH !!!
Vielleicht ja interesant
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Beitragvon DeadlyNightshade » So Jan 25, 2009 20:45

Wie siehts fuer den Winter mit einem Hackschnitzelauslauf aus?

Das ist bei uns seit ein paar Jahren in der Mast gelaeufig, allerdings ohne Unterstand und jeglichen Windschutz.

Die Rinder fuehlen sich sehr wohl und wir haben wesentlich weniger Gesundheitsprobleme als unter anderen Haltungsbedingungen.

Wir haben auch einige, die auf riesigen Flaechen ihre Mutterkuehe ganzjaehrig halten (einer mit ca 80 Kuehen, die haben ueberhaupt garkeinen Stall oder Unterstand, aber ich denke so 100 ha minimum), die bruachen irgendwie seltenst einen Tierarzt :shock:
An manchen Tagen ist man Hund und an anderen Tagen Baum
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Beitragvon SHierling » So Jan 25, 2009 20:54

Kannst Du vergessen. Wenn der Boden für "netto"-Freilandhaltung zu weich und naß ist, nutzen Dir die Hackschnitzel auch nichts, weil die sich nur reintreten und vermischen im Lauf der Zeit (eben drum nimmt man da dann die teuren Netze drunter, und dann hast Du wieder das Problem mit dem Futter in der Laufschicht). Und - mit Verlaub .- wer soll das denn zahlen? Die sch... ja keine Goldstücke, so Mutterkühe ;)

Wo es trocken und sandig genug ist, ist das alles kein Problem - hier laufen auch so ~~250 STück Fleckvieh draußen "ohne alles" rum (allerdings dann auch mit Bodenfütterung, um die Belastung möglichst zu verteilen), und an anderer Stelle nochmal reichlich das Doppelte an Kreuzungen mit Unterstand - aber eben auch auf Sand.
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Beitragvon NordlichtSH » Sa Feb 07, 2009 20:46

Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich denke, es wird wohl nötig sein, einen befestigten Untergrund für die nasse Jahreszeit vorzuhalten. Mal sehn wie ich das mache - bin mir da noch nicht sicher. Auf jeden Fall vielen Dank für die vielen Tipps und Denkanstöße!
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Beitragvon flower-bauer » Sa Feb 07, 2009 21:32

...
Zuletzt geändert von flower-bauer am Do Mai 03, 2018 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
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