angusy hat geschrieben:Septoria-Wetter war zu dem von Dir genannten Zeitpunkt bestimmt keins. Dein und Mein Wetter liegen ja auch relativ dicht beisammen.
Heißt was?
angusy hat geschrieben:Nächste Woche dürften wir hier so bei 37 sein. Da werde ich noch einmal was Vernünftiges applizieren.
Habt ihr Vorschläge, die auch preislich nicht total aus dem Ruder laufen?
Hm. Ich würde da zusehen, ob ich irgendwie Flamenco bekomme. Wenn du es ganz zeitnah zum Fahnenblatt schaffst, kann es auch sinnvoll sein dann noch (ist ja recht ungewöhnlich) nen Liter Bravo mitzunehmen. Das bringt dir noch nen Schub Dauerwirkung mit rein. Macht allerdings natürlich nur Sinn, wenn du mit weiteren Infektionszeitpunkten rechnest, da der Kontaktwirkstoff Chlorothalonil keine kurative Wirkung hat. Also z.B. 1,5 l/ha Flamenco + 1 l/ha Bravo. Sollte Gelbrost weiter Thema sein, bietet sich zusätzlich etwas Strobilurin an.
14-21 Tage danach ist dann die dritte Behandlung notwendig. Da würde ich in so'nem extremen Fall auf die volle Aufwandmenge irgendeines prothioconazolhaltigen Mittels zurückgreifen.
Was auch denkbar wäre- dafür killen mich jetzt wahrscheinlich einige, liebe Grüße ich bin kein Bayer-Vertreter- wäre der 2-malige Einsatz von Carboxamiden, da diese äußerst potent gegen alle Septoriaarten sind und du zusätzlich den Gelbrost voll im Griff hast. Allerdings spielt die Resistenzvorbeuge eine wichtige Rolle. Solltest du mit diesem Gedanken spielen, sind folgende Punkte zu beachten:
- nur zum jetzigen Termin in EC 37, nicht in der Abschlussbehandlung, eine relativ hohe Menge Carboxamid einsetzen
- nur mit einer hohen Menge eines leistungsstarken Azoles (Epoxiconazol, Prothioconazol) einsetzen. Also einer Menge, mit der das Azol auch ALLEINE ausreichen müsste um die Stämme mit hohem Wirkungsgrad zu bekämpfen (mindestens 80 % der max. zugelassenen Azolmenge)
- ein weiterer Azoleinsatz in den 50'er/60'er-Stadien geplant ist.
Wirkstoffwechsel verstehen sich von selbst. Eigentlich gehören in deine Strategie noch der unspezifische Kontaktwirkstoff Chlorothalonil, das teilsystemische Imidazol Prochloraz und das Königstriazol Prothioconazol.
