Aktuelle Zeit: Do Feb 19, 2026 14:46
Manfred hat geschrieben:Gerresheimer scheint mir nach dem Bafin-Short-Schreck noch günstiger bewertet als vorher schon.
Ob von 2 Mrd. Umsatz ein paar Millionen evtl. formal falsch noch in 2024 statt in 2025 gebucht wurden, ist doch für die Bewertung völlig egal.
Dazu sollen das Unternehmen laut Prognosen am Ende eines zyklischen Tiefs stehen.
Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet
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Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP
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Werte schätzen
]Manfred hat geschrieben:Wird sich zeigen.
Interessant finde ich, dass jetzt ein zweites Wirtschaftsprüfungsunternehmen hinzugezogen wurde.
War das erste nicht in der Lage, die Bilanzmängel aufzudecken?
Das Handelsplatt schreibt zu der Bilanz 2024 (die seinerzeit der Auslöser war):
"Der Umsatz für 2024 sinkt nach den Korrekturen um 35 Millionen Euro, der Gewinn um 24 Millionen Euro."
"Bereits im September hatte die Finanzaufsicht Bafin Gerresheimer gerügt, Umsätze 2024 vorzeitig verbucht zu haben, obwohl die Waren noch nicht ausgeliefert waren. Es ging um sogenannte „Bill-and-hold“-Vereinbarungen, bei denen eine Firma Ware in Rechnung stellt, obwohl sie zunächst beim Verkäufer bleibt – etwa, weil der Käufer die Ware aus logistischen Gründen erst später haben möchte."
Sprich der Umsatz 2024 wurde um 35 Mio. reduziert, im Gegenzug der Lagerbestand um 11 Mio. erhöht,
was unter dem Strich zu einem 24 Mio. geringeren Gewinn und damit auch einer geringeren Steuerlast führte.
Der Gewinn aus diesen Geschäften wurde dann 2025 mit Auslieferung nachgeholt.
Das Unternehmen hatte sich 2024 also sozusagen selbst betrogen, zum Vorteil des Staatskasse, und musste nach der Korrektur weniger Steuern zahlen.
Mal sehen, was diesmal zum Vorschein kommt.
Es keimt der Verdacht, dass die Vorschriften für die Bilanzierung derart verworren sind, dass einfach keiner mehr durchblickt, zumindest weder Teile der eigenen Mitarbeiter noch das erste Wirtschaftsprüfungsunternehmen.
schakschirak hat geschrieben:Anlagen in Immobilien sollte man meiden sagt Immobilienexperte Klaus Keller.
Höffti hat geschrieben:Wie ich letztens hier schon schrieb: sowas fasse ich nicht mit der Kneifzange an.
Einmal Wirecard reicht.
bauer hans hat geschrieben:schakschirak hat geschrieben:Anlagen in Immobilien sollte man meiden sagt Immobilienexperte Klaus Keller.
Es kommt immer drauf an,wie immer im Leben
meyenburg1975 hat geschrieben:Wie schätzt ihr die Pläne der Niederlande ein, nicht realisierten Wertzuwachs zu besteuern, vor allem, wenn das in mehreren europäischen Ländern um sich greift...
schakschirak hat geschrieben:Sowas wie in Holland geplant haben wir teilweise schon bei der Vorabpauschale. Da werden jedes Jahr nicht realisierte Gewinne bei Fonds oder ETF doch schon besteuert und von der Depotbank im Januar abgezogen. Das könnte man auf alle Aktien und Immobilien ausdehnen.