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Gen-Mais in der landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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713 Beiträge • Seite 3 von 48 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 48
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Beitragvon criZt » So Feb 26, 2006 12:13

Fakt ist Folgendes: Die Genlobby drängt mit allen Mitteln darauf, dass "deren" Fläche expandiert. Stufe 1 (beispielsweise ein bt-Mais mit Maiszünslerresistenz) bietet weder für Verbraucher, noch für Erzeuger nennenswerte Vorteile. Bei Stufe 2 (Kartoffel mit Vitamin C der Karotte) werden die Verbraucher hellhörig und fangen diesbezüglich damit an, sich für die Thematik zu interessieren. Stufe 3 beinhaltet dann das Nonplusultra: es wird ein Brot gebacken, welches mit 2 Scheiben pro Tag den Tagesverbrauch an Vitaminen und Mineralstoffen deckt!

So und jetzt der "worst case", der bei allen kontrovers geführten Diskussionen unabdingbar ist: genmanipulierte Lebensmittel induzieren auf lange Sicht Krebserzeugung, bzw. rufen toxikologische Effekte hervor => GEN ist OUT => die expandierte und großräumige Fläche ist aufgrund der Verseuchung auf 10 Jahre (Ausschleichung) aus der Produktion, der Ruin vorprogrammiert! In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass zahlreiche Laborversuche äußerst negativ verlaufen sind (Lungenentzündung bei Mäusen, spezifische Krankheitssymptome bei Ratten). Langzeitfolgen sind also keineswegs geklärt! Solche Versuche berufen sich auf einen Zeitraum von 3 Monaten. Wir Landwirte müssen akribisch genau Buch führen, solch prinzipielle, fundamentale und grundlegende Debatten werden jedoch anscheinend ohne fundiertes Hintergrundwissen geführt...
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Beitragvon G+i+l+e+ » Di Feb 28, 2006 8:39

Gilles hat geschrieben:Ein Gegner der Genveränderung bin ich nicht, aber bei weitem auch kein Befürworter.
Wenn Morgen ein Weizen auf den Markt kommt dessen Mehlverzehr die Menschen vor Krebs, Aids usw. schützt resp impft, dann werde ich meine ganze Kraft darauf verwenden diese Sorte zu verkaufen und, ich werde selber täglich davon essen. Wenn aber als einziger Grund "Bereicherung eines Konzerns" genannt wird resp es so aussieht daß die Bereicherung oberstes Ziel ist, dann werde ich meinen Bauern das Anbau ausreden und nicht unterstützen.
"Ein jeder ist seines Glückes Schmied :) "


Ich erwarte mir davon überhaupt Nichts aber ich rede das Thema nicht tot. Es könnte ja sein daß sich Chancen darin verstecken die wir zur Zeit noch nicht erkennen.
G+i+l+e+
 
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Beitragvon Geissenwerner » Sa Mär 11, 2006 0:41

Hallo zusammen!
Bin neu hier, kein Experte und nur ein kleiner Geissenbauer.
Denke, die Fakten sind (hoffentlich) allen klar, die über solch ein Thema reden. Gerade, wenn man die Unabhängigkeit liebt, sollte man alles dransetzen, um die Verbreitung zu verhindern, die nur Konzerninteressen verfolgt.
Bei uns hier in der Region war ein Versuchsfeld geplant.
Einer allein bewegt nichts, wie richtig gesagt, aber die Initiative von Landwirten, Mitbürgern und Kommunalpolitikern hat bewirkt, dass der unnötige Versuch nicht stattgefunden hat, der doch nur ein langsames Einschleichen zum Zweck hatte.
Kontrollierbar? -Glaube ich nicht! Ob sich die veränderten Pollen auf andere Pflanzen übertragen? Was ist mit den Bienen???
Guckst du hier: http://www.gentechnikfreie-regionen.de/ ... kt_298.htm
i.Ü ist bei Google auch unter "Genmais" einiges zu finden.
Gruß Werner
Man soll dem Anderen die Wahrheit nicht wie einen nassen Lappen um die Ohren schlagen, sondern sie ihm hinhalten, wie einen Mantel, damit er bequem hineinschlüpfen kann.
Geissenwerner
 
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Beitragvon Inge » Mo Mär 13, 2006 9:49

theo hat geschrieben:Ich war in einer Gen- mais Versammlung. Da haben wir einen Film gesehen, über einen Landwirt, den der Gen-raps ruiniert hat. Er selbst baute keinen Gr an, aber Monsanto hatte daneben ohne seines wissens gm Gen- Raps angebaut. Er konnte seine Ernte nicht absetzen, weil er unterzeichnete, das er ohne genzeugs produziert. Das ende vom Lied war dann das, dass er pleite ging.


Hallo Theo,
dazu darf man nicht vergessen, dass die mit den Genpflanzen befruchteten eigenen Pflanzen in das Eigentum des Verursachers übergehen, da dieser ein Patent auf das Gen hat.
Ein weiterer interessanter Link zum Thema Gentechnik (oder besser: KEINE Gentechnik :wink:)
http://www.keine-gentechnik.de
Viele Grüße vom Wesemichshof
Inge
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Gentechnik und die Bienen

Beitragvon Musikus » Do Aug 03, 2006 21:25

Hallo ich bin neu im Forum,

Als Imker teile ich die Agrar- und Nutzflächen mit den Landwirten.
Leider erlebe ich die letzten Jahre eher negative Einflüsse.
Immer intensiveren Einsatz von Herbiziden vernichten auch noch die letzten Kräuter die meinen Bienen das Leben erhalten helfen.
Und seit dem Boom der Neonikotinoide (Gaucho, Confidor. uuu.) leidet die ganze Imkerbranche Europaweit unter einem angeblich Bienenungefährlichen Saatgutbeizmittel.

Das Thema Gentechnik wird uns Imkern dann völlig erledigen.
Im Moment kann man vor dem Gen-Mais noch flüchten.
Nur vereinzelt wird GVO-Pollen im Honig gefunden.
Sobald der Gen-Raps zugelassen wird, ist der deutsche Honigmarkt im Eimer. Die Verbraucher werden keinen deutschen Honig mit GVO-Pollen mögen. Das wird den Rückgang der Imkerei extrem beschleunigen.

Hier geht es aber nicht allein um Marktanteile.
Bienen sind wichtig für die Bestäubung vieler Kulturen, sowie die Erhaltung der Flora und Fauna.
Gerade die Rapskultur erzielt erst angemessene Erträge, durch ausreichend Bienenbeflug.
Der Rapsglanzkäfer kommt bei ausreichend Bienenbeflug ( ca.4 Völker / Ha) nicht mehr zum Zuge.
Da Bienen den Nektar und Pollen im Umkreis von 5 Kilometern sammeln, ist es kaum möglich, sich vor dem kommenden GVO-Boom zu retten.
Genauso werden aber nicht nur angrenzende Felder sondern auch weit entfernte Felder befruchtet, bzw. mit manipulierten Genen versorgt.
Wir messen bis zu 20 manchmal 50 Prozent Maispollen im Pollengehalt den Honigs und Bienen sind Meister im Befruchten.
Die Gentechnik wird nur die Kassen der Chemieindustrie füllen. Die Landwirte und die Verbraucher werden dabei angeschmiert.
Wenn den Verbrauchern bewusst wird, dass durch das Gen-Soja bereits genmanipulierte Sequenzen in jeder 5.ten Milchprobe und damit in fast allen Milchprodukten zu finden sind, werden die Preise für konventionelle Milchprodukte noch weiter in den Keller gehen.

Aufpassen und nicht über den Tisch ziehen lassen rät
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Beitragvon Egbert » Do Aug 03, 2006 21:38

Gentechnik hält nicht, was sie verspricht
Pflanzen wurden mit dem Ziel einer Reduzierung der Spritzmitteleinsätze manipuliert. Inzwischen aber belegen mehrere Studien, dass es sogar zu einer Zunahme der Pestizidbelastungen in Gentechkulturen im Vergleich zu herkömmlichen Anbauformen gekommen ist.

BT-Baumwolle in Indien wurde genauso von Schadinsekten befallen wie Herkömmliche.
Versprochene Ertragssteigerungen haben sich in Indien und Indonesien als Wunschbriefe ans Christkind herauskristallisiert. Inzwischen musste Monsanto Indonesien wieder verlassen.

Die Gentech-Firmen argumentieren zunehmend mit der möglichen Bekämpfung des Welthungers durch neue Pflanzenkreationen, dabei können sich viele arme Länder die Lizenzgebühren für Gensaatgut gar nicht leisten. Sie wollen salz- und trockenheitstolerante Pflanzen schaffen, dabei gibt es bereits viele von Natur aus tolerante und lokal bestens angepasste Nutzpflanzen, sie wollen mit Vitamin A angereichertem Reis die hohe Erblindungsrate in Entwicklungsländern bekämpfen, verschweigen aber, dass ohne Fett eine Vitaminresorption kaum möglich ist.

Aus allem ergibt sich das nur einer durch die Genmanipulation gewinnt, die Gentechindustrie !

Was rief Herr Dr. Wennig, Vorstandsvorsitzender der BAYER AG, mir auf meine Rede anläßlich der Aktionärshauptversammlung zu :

" Uns geht es nicht um die Umwelt, sondern um den Cash Flow ( Gewinn ) ! "

Gruß
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Beitragvon estrell » Fr Feb 09, 2007 23:43

schade, das er nur auf französisch ist - aber DIESES Video ist echt sehenswert!
http://video.google.fr/videoplay?docid= ... 6353195886
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Beitragvon Komatsu » Fr Feb 09, 2007 23:54

Also Gen-Mais für Biogas bzw. demnächst Synthesegas wird ganz groß kommen, dazu die passenden genbakterien die das C-Atom in Methan verwandeln. Da zweifelt eigentlich keiner mehr dran.

z.Zt. arbeiten wir dadran die Wirtschaftlichkeit von Biogas um den Faktor 5 zu verbessern. Das Gas wird direkt eingespeist. Anlagen kleiner wie 2 MW und mit Verstromung sind Vergangenheit.
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Beitragvon euro » Sa Feb 10, 2007 0:59

IHC833 hat geschrieben:Also Gen-Mais für Biogas bzw. demnächst Synthesegas wird ganz groß kommen, dazu die passenden genbakterien die das C-Atom in Methan verwandeln. Da zweifelt eigentlich keiner mehr dran.

z.Zt. arbeiten wir dadran die Wirtschaftlichkeit von Biogas um den Faktor 5 zu verbessern. Das Gas wird direkt eingespeist. Anlagen kleiner wie 2 MW und mit Verstromung sind Vergangenheit.


Manchmal denk ich du hast echt einen an der Waffel :roll:
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Beitragvon Komatsu » Sa Feb 10, 2007 1:25

Mit dem Ausspruch kann ich ganz gut leben ......... :lol:

Was leisten schon "normale" menschen für die Zukunft ?
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Beitragvon Komatsu » Sa Feb 10, 2007 1:43

Euro, ich setze noch mal eins nach :

Das es in Deutschland schwierig sein wird eine gentechnisch programmierte Plantenergy-Produktion aufzubauen, ist jedem hier klar. Nur das Riesengeschäft wird eben nicht in Deutschland laufen, sondern weltweit.

E.ON - Ruhrgas hat diese Woche ihre eigene Biogas-gesellschaft gegründet und wird zukünftig selbst Anlagen betreiben und das Gas direkt einspeisen.

KWS - Aktien sind im letzten halben Jahr extrem gestiegen. Wesentlich höher als CropEnergies oder Schmack.
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Beitragvon Komatsu » Sa Feb 10, 2007 9:12

Vor dem Hintergrund müsst ihr noch folgendes wissen :

Im Zuge der Förderalismus-Reform ist die Zuständigkeit für das GrundstücksverkehrsG bei den Bundesländern. Namentlich E.ON Ruhrgas und die Stadtwerke drängen im Moment massiv ins Biogasgeschäft.

Eine Frankfurter Privatbank hat ein die Gutsverwaltung einer hess. Familie, die ihren Betrieh in SH haben, sie beim Erwerb von so ca. 3.000 ha LF für einen Privat-Equity-Fond zu beraten.

Geld ? In beiden Fällen nahezu unendlich ...........

Erst vernichtet man die Werte in der Ldw. dann kauft man diese billigst.
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Beitragvon estrell » Sa Feb 10, 2007 11:40

:(
Heute weis niemand, was Genveränderungen anrichten werden. Untersuchungen werden gestoppt, indem die Förderung entzogen wird, Konzerne sichern sich die Rechte...
Und alles was interessiert, ist die Verwertbarkeit im Biogas?

*kopfschüttel*
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Beitragvon Brennholzjonnie » So Feb 11, 2007 10:15

@G+i+l+e,

Monsanto ist die perverseste Firma im Agrarsektor die ich kenne.

Oder wie erklärst du dir das Monsanto eine interne Verwaltung besitzt die nichts anderes machen als Nachbarfelder zu überprüfen die eventuell mit ihrem Genmais kontaminiert sein könnten, um dann von den Besitzern Lizenzgebühren zu verlangen da er ja jetzt Gene auf seinem Feld hat, die eindeutig von Monsanto sind und er daher durch die weltweiten Linzenzrechte von Monsanto dazu verpflichtet ist Linzenzgebühren zu bezahlen?
Monsanto holt sich die Informationen/Adressen von den Besitzern/Pächtern der Nachbarfelder die um ein Genmaisfeld mit deren Samen liegen , bezüglich der Einforderung der Linzenzgebühren.

Nicht anders rum , dass der Besitzer des kontaminierten Feldes Schadensersatz von Monsanto bekommt, (dass muß dann der Landwirt übernehen der das Genfeld besitzt).
Mach dich mal schlau mit welchen Methoden Monsanto arbeitet, jedoch nicht über die Mainstream-Presse, nein, da mußt du schon tiefer buddeln um hinter die Machenschaften dieses Syndikats zu kommen.
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Gen Landwirtschaft

Beitragvon ZT300 » So Feb 11, 2007 11:21

Da stehen einem die Nackenhaare zu Berge, wenn man das hier liest.
In bzw. am Stadtrand von Dresden soll bzw. ist ein Schlag für Gen-Mais freigegeben worden. Begründung: Eindämmung/Vernichtung des Maiszünsler
Hier gibt es noch keine organisierten Gen-Gegner wie bzw. in den gebrauchten BL - den meisten Landwirten ist es hier egal, was angebaut wird - Hauptsache die Fördergelder fliesen reichlich (Raps ist hier auf fast 80% aller Flächen)

Lizenzgebühren werden von den "Nachbarschlägen" verlangt - LW kann nicht zahlen - Land fällt an den Lizenzgeber - was dann
(gehört dann vielleicht Dresden dem Lizenzgeber, weil die LW´s und die Stadt die Gerbühren nicht zahlen kann?)

Die, die dieses Zeug vertreiben, anbauen, ernten, weiter verwerten usw. müssen dieses dann ja auch essen, oder gibt es extra Schutzzonen für nicht gen veränderte Produkte

schöne aussichten

gruss ZT300
Wer zuletzt lacht, hat´s nicht eher begriffen :-)
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