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Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon Estomil » So Okt 13, 2019 21:35

DWEWT hat geschrieben:[quote="Estomil"
Ich werde grob gesagt zb bei einer Ertragserwartung von 10t Weizen irgendwo noch 100-120kg Stickstoff düngen dürfen. Das ist die Hälfte von dem was ich normalerweise düngen würde und auch restlos aufgenommen wird.

Es sei denn ich mache jedes Jahr n min proben, stell den zwischenfrucht Anbau ein und fahre zehn km zur nächsten waage um alle Erträge punktgenau zu wiegen....


Entspricht die Ertragserwartung auch dem Ertrag? Wenn ja, dann rechnen wir mal. 10t/ha sind bei 14% Protein 1.400kg Protein/ha. Protein enthält 16% N. Das ergibt 224kg/N/ha. Wenn du zwischen 200 und 240kg N/ha gedüngt hast und dein Weizen es nicht auf 10t und/oder 14% Protein schafft, geht schon mal einiges an N verloren. Noch gar nicht kalkuliert wurde, wieviel N noch aus der organ. Substanz des Bodens mineralisiert wurde. Das geht ja wohl schon mal komplett verlustig. Wenn du dann auch noch Zwischenfrüchte anbaust, die noch vorhandenen Bodenstickstoff aufnehmen und diesen N nach der Rotte wieder zur Verfügung stellen, dürfte klar sein, dass in deinem Beispiel mit nicht unerheblichen N-Verlusten zu rechenen ist. D.h., auch du hast mit deiner Düngung zur Situation beigetragen, die jetzt für alle einschneidende Maßnahmen mit sich bringt. Danke![/quote]

So ein Quatsch. Ich habe halt keinen Sand Boden. Selbst wenn 50kg Überschuss da wäre wird das alles im Humus gebunden. Unser Wasserbrunnen steht direkt auf dem Acker und liefert in 5m tiefe astreines Wasser mit Grade Mal 20mg Nitrat. Und das seit konstant 35jahren.
So verkehrt kann das also wohl kaum sein was bei uns seit Jahrzehnten gemacht wird. Und ich kann hier jedem garantieren, dass wir nie besonders sparsam mit duenger umgegangen sind.

Insbesondere im gereideanbau sieht man einen Stickstoffmangel sofort. Und dann schmeisst man dann halt nochmal 30kg hinter. Was bringt es mir wenn irgendwo einer rumgerechnet hat und meint ich könnte mit weniger auskommen wenn das Getreide bereits im April verhungert. Insbesondere wenn keinnregen kommt wird ja auch so gut wie nix nachgeliefert. Das erhöht dann halt den Humusgehalt im Boden langfristig.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon 210ponys » So Okt 13, 2019 21:44

meyenburg1975 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:die Junge generation ist bei uns soweit das jeder seine Grundstücke selber bewirtschaftet und verpachten aus der Mode kommt!

Und hier lernt die junge Generation nach erfolgreicher landwirtschaftlicher Ausbildung was anderes :|



und was das man am besten um 1000.- das ha verpachtet???
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon DWEWT » So Okt 13, 2019 21:48

210ponys hat geschrieben:die Junge generation ist bei uns soweit das jeder seine Grundstücke selber bewirtschaftet und verpachten aus der Mode kommt!


Wenn dem so ist, wird der Strukturwandel um Jahrzehnte zurückgeworfen. Willkommen Puppenstubenlandwirtschaft. Da können Fendt und Co. gleich mal wieder neue Modelle in der 30 bis 50 PS-Klasse auflegen.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon marius » So Okt 13, 2019 21:52

Naja, sagen wir mal so, die paar kleinen Schlupflöcher die es noch gibt werden sehr bald geschlossen.
Im Gespräch ist z.b. ein Pool wo alle Händler ihre Daten wie Düngerverkäufe übermitteln müssen.
So kann jede Behörde online eine Überdüngung rasch feststellen weil die dann praktisch alle Daten haben die nötig sind. Sogar die Erträge können anhand Boden und Niederschlagswerte gut geschätzt werden.

Und wenn in wenigen Jahren flächendeckend nur noch 20 % unter Bedarf gedüngt werden darf, muss und wird das auch umgesetzt werden bei gläserner Erzeugung, sonst gibts saures. Bei 6 stelliger Strafandrohung.

Ich kann mich da nur wiederholen : Über kurz oder lang ist in D. Landwirtschaft nur noch als Hobby möglich. Also Landwirtschaft ja aber das Geld müßt ihr woanders verdienen.

Hier ebenso : Den Betrieben laufen die Hofnachfolger davon. Aber man darf die Jugend nicht für blöd halten. Und das es besonders in D. in Zukunft Knüppeldick kommt, ist doch nun wirklich offensichtlich. Ich hab schon vor vielen Jahren meinem Junior striktes LW Verbot erteilt und damals war die Lage noch um Längen besser als heute.

Wer hingegen seinem Junior auf Lebenszeit eins auswischen will, läßt ihn Landwirt lernen und den Hof übernehmen.
Der wird die nächsten 50 Jahre seine Freude haben.... :shock:
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon 210ponys » So Okt 13, 2019 22:04

DWEWT hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:die Junge generation ist bei uns soweit das jeder seine Grundstücke selber bewirtschaftet und verpachten aus der Mode kommt!


Wenn dem so ist, wird der Strukturwandel um Jahrzehnte zurückgeworfen. Willkommen Puppenstubenlandwirtschaft. Da können Fendt und Co. gleich mal wieder neue Modelle in der 30 bis 50 PS-Klasse auflegen.



würde eher sagen die Jungs kapieren sehr schnell wenn man es mit fremden (Pächter) zu tun hat das man beschissen ist...
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon DWEWT » So Okt 13, 2019 22:14

Estomil hat geschrieben:
So ein Quatsch. Ich habe halt keinen Sand Boden. Selbst wenn 50kg Überschuss da wäre wird das alles im Humus gebunden. Unser Wasserbrunnen steht direkt auf dem Acker und liefert in 5m tiefe astreines Wasser mit Grade Mal 20mg Nitrat. Und das seit konstant 35jahren.
So verkehrt kann das also wohl kaum sein was bei uns seit Jahrzehnten gemacht wird. Und ich kann hier jedem garantieren, dass wir nie besonders sparsam mit duenger umgegangen sind.

Insbesondere im gereideanbau sieht man einen Stickstoffmangel sofort. Und dann schmeisst man dann halt nochmal 30kg hinter. Was bringt es mir wenn irgendwo einer rumgerechnet hat und meint ich könnte mit weniger auskommen wenn das Getreide bereits im April verhungert. Insbesondere wenn keinnregen kommt wird ja auch so gut wie nix nachgeliefert. Das erhöht dann halt den Humusgehalt im Boden langfristig.


Erstens möchte ich dich bitten, zukünftig richtig zu zitieren!
Die Mär von der N-Bindung durch Humus. Wo und vor allem wie, sollte N, das nicht noch in der organischen Masse gebunden ist, vom Humus aufgenommen werden? N kann natürlich von den Mikroorganismen aufgenommen und in Form von Protein im Organismus vorübergehend gebunden werden. Allerdings haben diese Mikroorganismen nur eine sehr begrenzte Lebenszeit und dann? Durch den Abbau der organischen Masse der Mikroorganismen wird das N wieder freigesetzt. Dazu kommt noch, dass eine extreme Förderung des Mikroorganismenpotenzials zu vermehrtem Abbau der organischen Masse führt und damit wieder zu weiterer N-Freisetzung. Dieses System funktioniert nicht im Sinne deiner Aussage!
Euer Brunnen dürfte der einzige in Deutschland sein, der seit 30 Jahren konstante Werte aufweist.
Dein Hinweis auf den "sparsamen" Umgang mit Düngern, dürfte vielen Landwirte auf die Füße fallen.
Wenn dein Getreide bereits im April "verhundert" solltest du deinen gesamten Ackerbau überdenken. Da scheinen ganz andere Gründe als N-Mangel vorzuliegen. Leute die über die geplante Düngung hinaus mal eben "30kg hinterschmeißen", zeugen von einem sehr überdachten Umgang mit N.
Genau diesen Argumenten und ganz offensichtlich auch der darauf aufbauenden Düngungspraxis, verdanken wir die jetzt bevorstehenden Maßnahmen.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon DWEWT » So Okt 13, 2019 22:19

210ponys hat geschrieben:

würde eher sagen die Jungs kapieren sehr schnell wenn man es mit fremden (Pächter) zu tun hat das man beschissen ist...


Was haben "die Jungs" denn von den Pächtern erwartet? Es wird kaum einer auf die regelmäßige Pachterhöhung verzichtet haben. Gleichzeitig soll der Pächter auch noch sehr zum Vorteil des Pachtbodens wirtschaften? Wie soll das denn gehen?
Aber wenn "die Jungs" jetzt selbst wieder Hand anlegen, wird natürlich alles besser. Denn, so ganz ohne Ahnung kann man ja auch nichts falsch machen. :wink:
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon 210ponys » So Okt 13, 2019 22:23

konnte mir bei einem Vollerwerbslandwirt noch nie was abschauen außer ne Lumperei!!! Ob es besser wird weiß ich nicht aber schlechter auch nicht und zum Gülle entsorgen muss jetzt halt andere Länderei herhalten.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon T5060 » So Okt 13, 2019 23:14

Sorgfältig überlegte Bodenbearbeitung, möglichst viel Senf als Zwischenfrucht und viel Scheisse oder Kompost.
Da wächst es immer gescheit. Ich hab dieses Woche BIO-Körnermais-Bestände für BIO Hühnerhalter in Franken gesehen.
TOP ! Super Striegel und Hacktechnik, da kommt kein konventioneller Mais dran. Das ist alles kein Hokuspokus.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon stamo++ » Mo Okt 14, 2019 6:23

meyenburg1975 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:die Junge generation ist bei uns soweit das jeder seine Grundstücke selber bewirtschaftet und verpachten aus der Mode kommt!

Und hier lernt die junge Generation nach erfolgreicher landwirtschaftlicher Ausbildung was anderes :|

Landwirtschaftliche Ausbildung braucht man dafür auch nicht. Neben dem Hauptberuf kann man Trecker fahren, Tiere betreuen und dafür Geld vom Staat bekommen. Den letzten und wichtigsten Punkt für die Wirtschaftlichkeit des "Betriebes" lernt man nicht bei dreijährigem Zupfen an Kuhtitten.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon Family Guy » Mo Okt 14, 2019 7:01

DWEWT hat geschrieben:Euer Brunnen dürfte der einzige in Deutschland sein, der seit 30 Jahren konstante Werte aufweist.


Und das hast aus deinem Kaffeesatz gelesen oder hattest du eine Vision in der Glaskugel?
So ein Satz ist erstmal eine Behauptung, in gewissen Kreisen sehr medienwirksam, aber völlig unbelegt. Eine sachliche Diskussion sieht anders aus.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon DWEWT » Mo Okt 14, 2019 7:12

Family Guy hat geschrieben:
Und das hast aus deinem Kaffeesatz gelesen oder hattest du eine Vision in der Glaskugel?
So ein Satz ist erstmal eine Behauptung, in gewissen Kreisen sehr medienwirksam, aber völlig unbelegt. Eine sachliche Diskussion sieht anders aus.


Wie oft, im Jahresgang, hast du denn die Werte eures Brunnens ermittelt? Über einen so langen Zeitraum liefern nur Tiefbrunnen, die Wasser aus Alt/Tiefenlagern schöpfen, konstante Werte.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon Estomil » Mo Okt 14, 2019 7:23

Wir bestimmen seit 1982 regelmaessig die Nitratwerte in unserem Wasser. Anfangs wegen mir und meinen Geschwistern, später damit auch andere das Wasser bedenkenlos trinken können, dann irgendwann wegen meinen Kindern und aktuell halt zb wegen Tierwohl. Die werte schwanken in den Jahren zwischen 18 und 22 mg wobei früher der Grundwasserstand noch deutlich höher bei etwa 2m lag.

Dieses typische akademikerdenken dass du hier an den Tag legst ist auch das was uns Landwirten hier jeden Tag das Leben schwer macht.
Ihr solltet auch Mal kapieren, dass ein Boden auch einen lebenden Organismus darstellt der auch vermeintliche Fehler sehr gut abpuffert.
Die Düngenebedarfsermittlung die irgend ein [zensiert] am Schreibtisch entworfen hat funktioniert vielleicht auf 20er skatboeden wenn ich ausschließlich mit KAS arbeite. Sobald Gülle ins Spiel kommt, Zwischenfrüchte, mais, Kartoffeln und teils auch Stroh abgefahren wird funktioniert das hinten und vorne nicht mehr. Dieses Frühjahr lagen unsere n min werte auf den zwei flaechen auf denen letztes Jahr Weizen stand und dieses Frühjahr Kartoffeln angepflanzt wurden bei 17 bzw 20kg. Also nix mit auswaschen oder ähnlich.

Da habe ich mit 100kg KAS und 170kg aus der Gülle(sauenguelle eingeschlitzt) ne Punktlandung erreicht.

Wenn ich das jetzt um 50kg runterfahren lande ich am Ende garantiert noch bei 50kg zusaetzlichem Überschuss weil der Weizen mir spätestens in der Blüte voll verreckt.
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon elchtestversagt » Mo Okt 14, 2019 7:47

Nun, Estomil hat vollkommen recht.
Jedes Jahr verhungert hier im April/Mai das Getreide, je schlimmer, je Gesetzeskonformer wir hier gedüngt haben.
Und das hat einen Grund, den er genau so wie ich auch habe: Körnermais.
Wenn zu der Jahreszeit der Boden warm wird, gepaart mit Bodenwasser, dann wird der N, der im Boden ist, erst durch die ( bei uns sehr gesunden Böden aufgrund viel organischen Dünger und Zwischenfruchtanbau seit mehr als 50 Jahren..) von dem Körnermaisstroh, welches ja auch immerhin um die 25to Frischmasse sind, komplett verbraucht. Dann steht dem Weizen z.B. nicht die Menge zur Verfügung, die er braucht und er hungert. Ich will jetzt gar nicht irgendwelche Wissenschaft oder Zahlen hier darstellen, denn es ist für mich irrelevant. Für mich zählen nur die N-min Werte, die hier schon lange ( Wasserschutzkooperation) viermal im Jahr gezogen werden und die bestätigen dieses Umsetzen. Auch wird der N tatsächlich umgebaut in Humus, denn unsere 20 BP Sandböden haben Humuswerte von knapp unter 4 %, die guten Sandböden ( Plaggenesch, Google) gehen bis auf 6%.
Mit diesen "arme-Gegend-Böden" sind wir seit ungefähr zwanzig Jahren auf dem selben Ertragsniveau wie die fetten Böden, wie die bei Estomil auch sind. Wasser ist der begrenzende Faktor.
Und selbst die Ldw-Kammern können die neuen DüVo mit den 20% Abschlag nicht verstehen, denn eines ist sicher, die Vorgänge im Boden sind noch sehr unerforscht, und mit alten Bestimmungen nicht zu rechtfertigen.
Denn wenn, und da sind wir wieder am Anfang, der Weizen hungert, und die N-Pflanzenanalyse der Ldw-Kammer N Bedarf hat, dann muss gedüngt werden, egal, ob das Soll voll ist oder nicht. Denn wenn der Weizen in dem Stadium "verhungert" ist er auch nicht mehr in der Lage im Juni weiterhin N einzulagern, der dann aus dem N-Pool des zuvor verrottenden Körnermaisstrohs kommt zu verwerten. Dieser hohe "Überschuss" ist dann recht auswaschungsgefährdet wenn hohe Sommerniederschläge kommen.
Das Fazit aus dieser "Geschichte" ist, das wir hier zu Weizen wie beim Raps mittlerweile den gesamten N für das (Wachstums-)Jahr auf einmal mitte/ende Februar düngen, damit wir die "Hungerphase" abmildern können. Alternativ ist der Roggenanbau, der eine andere N-Bedarfskurve hat, bzw. Maismonokultur mit Roggenzwischenfrucht, was aber mangels dem bösen PBM Mittel auch weniger wird, weil der Roggen zeitig im Frühjahr weg muss ( Wasserverbrauch, Wiederaustrieb ).

Was ich damit sagen will, im Pflanzenbau, in der Düngung dreht sich die Erde schneller ( andere Sorten, andere Düngekurven, Klima und Wasseränderung) als uns die Erfahrungen und die Forschung sagen. Und ebend jene kommen mit der Geschwindigkeit nicht nach.
Nun sollen wir aber nach Gesetzeslage nach fünfzig Jahre alten "Grundsätzen" düngen und Pflanzenschutz betreiben, als es hier noch keinen Mais gab, sondern Roggen Hafer und Gerste auf 20Bp Sand mit Humusgehalten von 2% und einer Ertragserwartung von 4 tonnen...
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Re: Grünes Kreuz als Zeichen des Protestes

Beitragvon 210ponys » Mo Okt 14, 2019 8:38

stamo++ hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:die Junge generation ist bei uns soweit das jeder seine Grundstücke selber bewirtschaftet und verpachten aus der Mode kommt!

Und hier lernt die junge Generation nach erfolgreicher landwirtschaftlicher Ausbildung was anderes :|

Landwirtschaftliche Ausbildung braucht man dafür auch nicht. Neben dem Hauptberuf kann man Trecker fahren, Tiere betreuen und dafür Geld vom Staat bekommen. Den letzten und wichtigsten Punkt für die Wirtschaftlichkeit des "Betriebes" lernt man nicht bei dreijährigem Zupfen an Kuhtitten.


wohl wahr die Junglandwirte hier wo eine Landwirtschaftliche Ausbildung gemacht haben sind alle dem Größenwahnsinn verfallen... Entweder bekommen die das Geld in den Arsch geschoben oder verlernt man beim dreijährigen Zupfen der Kuhtitten das Rechnen!
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