... wie ich vor fast 5 Jahren in diesem Thema schon geschrieben habe ist es wirtschaftlich nicht darstellbar ein zukünftiges EFH mit HS zu beheizen. Daran hat sich nichts geändert! Seid doch ehrlich in dieser Diskussion und rechnet wirklich alle Kosten mit rein. Die reinen Materialkosten fürs Hackgut können wir gerne aussen vor lassen da idR. eh nur Abfallholz ins Hackgut kommt. Aber alles andere vom Zusammenfahren, Hacken, einlagern, Bunker befüllen, Aschenkübel entleeren, Asche entsorgen, Reinigung von Heizraum und Kessel, wiederkehrende Kosten für Kaminkehrer, Emissionsmessung, Feuerstättenschau, Stromkosten usw. macht über die kalkulierte Lebenszeit von 20 Jahren doch einiges aus. Und zu diesen Kosten addiert ihr noch den Invest für die Anlage selbst sowie für anfallende Kosten für baulichen Aufwand (Anlagenumfeld und Hackgutlager). Ganz abgesehen von der Arbeitszeit die ihr da reinsteckt! Es ist hier wie überall auf dem Betrieb - ich muß meine Kosten kennen. Wenn Altgebäude vorhanden sind ist die HS-Heizung oftmals die einzige bezahlbare Möglichkeit diese zu beheizen, aber da ist der Energiebedarf eben schon bei einem Haus um ein vielfaches höher als bei einem modernen EFH. Bei einem derart geringen Energiebedarf wie sie heutige EFHs haben kommt man an einer Strombasierten Heizung nicht vorbei, da ist ein Kaminofen aus wirtschaftlicher Sicht schon ein verzichtbarer Luxus.
PS: Ich beheize an 3 Standorten mit 3 HS-Anlagen jeweils mehrere Wohngebäude, teilweise zusätzlich auch noch Werkstatt- und Lagerräume. Dies sind aber aufgrund des jeweiligen deutlich höheren Wärmebdarfs ganz andere Standort-Bedingungen. Für die Beheizung eines einzelnen modernen EFH würde ich mir keinen Kopf über eine HS-Anlage im Keller oder Nebengebäude machen. Da wäre mir der Platz schon zu schade! Aktuell kostet eine 10Kw-PV-Anlage mit Speicher ca. die Hälfte einer kleinen HS-Anlage und schont übers Jahr auch noch die Stromrechnung. Was gibt es da noch zu überlegen?
