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Heile Welt......?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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157 Beiträge • Seite 11 von 11 • 1 ... 7, 8, 9, 10, 11
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Hetzer » Do Mai 03, 2012 16:31

Trotzdem sind sie deiner Aussage nach ein Imperium. Egal wodurch oder womit.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Frankenbauer » Do Mai 03, 2012 16:37

Jochens Bruder hat geschrieben:Durch unsere langjährigen Experimente mit Terra Preta Erdmischungen habe ich persönlichen Kontakt zu zahlreichen Wissenschaftlern. Bei fast allen stehen die abends im privaten Gespräch bei einem (oder auch mehreren) Bier gemachten Aussagen im 180 Grad Gegensatz zu dem was sie in ihren Studien veröffentlichen. Ergebnisoffene Forschung gibt es vieleicht noch in der Astronomie, wo immer Geld im Spiel ist (Energie, Nahrung, Pharma, Klimaforschung usw.) bestimmt der Geldgeber was bei der Studie am Ende herauskommt.

Juhu, der erste hats begriffen, dass wenn GP oder ähnliche NGOs Studien in Auftrag geben das Ergebnis nicht herausgefunden, sondern nur noch mit möglichst unverständlichem Geschwafel untermauert werden muss. Wenn Tooom das jetzt auch noch auf die Reihe kriegt kehrt Ruhe ein.

Gruß

Werner
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Jochens Bruder » Do Mai 03, 2012 17:37

schimmel hat geschrieben:Ich bin dafür jede Forschung einzustampfen und zurück zukehren in die Höhlen, aus denen wir gekommen sind......was für eine Sche.ße.....

Ich hatte ja nur die Situation beschrieben, aber nicht bewertet. Es ist doch nachvollziehbar wenn Wissenschaftler sich quasi prostituieren. Was sollen sie denn sonst machen? Die Alternative wäre Taxifahrer oder Hartz IV. Sofern klar ist wer die Studie finanziert hat kann man die Ergebnisse entsprechend bewerten und mit Studien die vom "Gegner" bezahlt wurden vergleichen. Ausserdem besteht ggfls. die Möglichkeit dass Forscher ihre ungefilterten Erkenntnisse auf andere Weise an die Öffentlichkeit bringen.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Cairon » Do Mai 03, 2012 17:42

So wenig wie alle Bauern Tierquäler sind, sind alle Wissenschaftler käuflich. Meine Frau hat in der Vergangenheit an Drittmittelprojekten gearbeitet, die Arbeitsgruppen waren recht frei Allerdings ging es da auch mehr um direkte Anwendungen. Und ganz ohne Forschung wären wir ganz schön aufgeschmissen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon meyer wie mueller » Fr Mai 04, 2012 7:38

Hallo

in den medizinischen Publikationen, zumindest den seriösen Publikationen, ist immer eine Erklärung angefügt, von wem die Studie finanziert wurde und ob Interessenkonflikte bestehen.

Es ist klar, dass man strikt zwischen Wissenschaftsjournalismus und wissenschaftlichen Publikationen unterscheiden muss. Im ersten Fall versteht der Journalist nur wenig von der Materie und oft steht der Sensationscharakter der Meldung im Vordergrund. In Fall einer seriösen wissenschaftlichen Publikation geht vorher meist das peer review Verfahren vonstatten (Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Peer-Review: "Viele wissenschaftliche Fachzeitschriften nutzen Peer-Review, um über die Veröffentlichung eingereichter Manuskripte zu entscheiden. Eine Veröffentlichung, die das Peer-Review erfolgreich durchlaufen hat, wird begutachteter Beitrag (engl. reviewed paper oder auch refereed paper) genannt. Häufig wird bei Veröffentlichungen ein Peer-Review mit einem doppelt verdeckten Gutachten (engl. double-blind review) kombiniert".)

Hier werden Gutachten zu der eingereichten Arbeit von Konkurrenten oder Kollegen, die das selbe Forschungsgebiet haben, erstellt. Ein Teil der eingereichten Arbeiten wird erst mal abgelehnt und oft erst nach umfangreichen Verbesserungen oder vertiefenden Studien akzeptiert. Man kann sich vorstellen, dass die konkurrierenden Kollegen tendenziöse oder unzureichend belegte Arbeiten in der Luft zerreißen.
Oft werden umstrittene Arbeiten dann in Internet oder in werbefinanzierten Zeitschriften veröffentlicht. Wenn eine sogenannte wissenschaftliche Zeitschrift Werbung enthält, dann weiß man schon, was von den dort publizierten Artikeln zu halten ist. Ernst zu nehmende naturwissenschaftliche Publikationsorgane in deutscher Sprache gibt es eigentlich nicht mehr.
Wenn also z.B. in PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) eine Arbeit über die hirnschädigende Wirkung eines (mittlerweile für die Landwirtschaft verbotenen) Pflanzenschutzmittels berichtet wird, dann ist so etwas sehr ernst zu nehmen. Steht aber im BAYER-Hausreport dann drin, das das alles ein großer Schmarrn ist, weiß man sofort, was Sache ist.

Gruß




Es gibt übrigens eine Rangliste der Publikationsorgane: Eine Originalarbeit, die es in "Science" oder "Nature" schafft, ist schon fast der Garant für eine Habilitation.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Jochens Bruder » Fr Mai 04, 2012 8:18

In den meisten Fällen is peer review eine gute Sache. Problematisch wird es bei Themen die sich nicht endgültig beweisen lassen und daher heftig umstritten sind. Da gibt es häufig den sog. Doorkeeper Effect: Eingereichte Arbeiten werden ausschließlich von Fachleuten begutachtet die einer bestimmten Meinung anhängen. Da haben Studien die von dieser Linie abweichen unabhängig von der wissenschaftlichen Qualität Null Chance auf Veröffentlichung. Besonders krass ausgeprägt ist dies in der Klimaforschung. Bei der GVO-Problematik könnte es ähnlich sein denn es liegt in der Natur der Sache dass z.B. Langzeiteffekte nicht bekannt sind weil das Saatgut noch nicht lange genug im Einsatz ist. Das gibt dann Raum für alle möglichen Spekulationen.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon meyer wie mueller » Fr Mai 04, 2012 9:52

Hallo

stimmt, dass es bei einigen kontrovers diskutierten Arbeiten problematisch werden kann. Da gilt der alte Spruch immer noch: "Lehrmeinungen werden nicht wiederlegt, deren Vertreter sterben nur aus". Siehe Helicobacter und Magengeschwüre. Die Verfechter der "Stresstheorie" leisteten jahrzehntlangen erfolgreichen Wiederstand.
Das peer review-Verfahren sorgt aber dafür, dass unbelegte Thesen und Spinnereien erst mal ausgesondert werden. Was dieses Verfahren meistert, ist in der Mehrzahl wirklich gut belegt.

Gruß
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