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Heile Welt......?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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157 Beiträge • Seite 1 von 11 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 11
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Heile Welt......?

Beitragvon forenkobold » So Apr 29, 2012 13:57

http://www.focus.de/magazin/kurzfassung ... 43997.html
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Cairon » So Apr 29, 2012 14:14

Bio ist in meinen Augen eine Modeerscheinung und jede Mode nutzt sich ab.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon SHierling » So Apr 29, 2012 14:44

Ja. Am Bio-Extrem scheitern die Leute, und am anderen Ende wollen sie die Super-Bio-Technik auch nicht:

Kein Schwein wollte die Ökosau
Mit Gentechnik die Umwelt schützen - die Grundidee steckte hinter dem Enviropig, einem transgenen Schwein mit verändertem Stoffwechsel. Doch niemand wollte die Tiere haben. Kanadische Forscher stellen das Projekt jetzt ein, nachdem der Geldgeber abgesprungen ist http://www.tiergesundheit-aktuell.de/sc ... s-1219.php


Also bleibt langfristig alles genau so wie es ist, bei normaler Landwirtschaft, von der wir schon immer wußten, daß sie besser ist als ihr Ruf :)
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Jochens Bruder » So Apr 29, 2012 15:13

Das Problem sind nicht die Verbraucher sondern die zum großen Teil überflüssigen und kontraproduktiven Bio-Kriterien. Da wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Ich bin mir ziemlich sicher dass es nur den wenigsten Verbrauchern bewusst ist welche Probleme (und Kostensteigerungen) alleine durch das vorgeschriebene Futter aus Bioanbau entstehen.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon meyer wie mueller » So Apr 29, 2012 15:50

Hallo

der Biomarkt ist ein Nischenmarkt mit einem Potential für einen bestimmten Marktanteil. Ob der jetzt 3% oder 10% erreichen wird, ist primär egal.

Wichtig ist aber für den Produzenten die Zielgruppenanalyse. Und dann nach den Bedürfnissen der Zielgruppe zu produzieren.
Niemand kann erwarten, dass er irgendetwas in BIO produziert und dann wird es schon gekauft. Gerade wenn jemand Bio-Fleisch vermarkten will, dann kann er nicht einfach die selben konventionellen Produkte wie vorher, nur in BIO produzieren, ohne vorher abgeklärt zu haben, was und zu welchem Preis zu verkaufen ist. Und dann muss er eine Kosten-Nutzen-Analyse machen. Kann er unter den vorgegebenen Kriterien wirtschaftlich arbeiten.

Ich vermute, dass sich die gescheiterten Bio-Produzenten über solch grundlegende Fragen kaum Gedanken gemacht haben.

Es ist das selbe wie in der Autoindustrie: Wer sich dazu entschließt, ein Nischenprodukt zu fertigen, wird scheitern, wenn er sich nicht darüber informiert, ob es auch in der gewählten Form verkaufbar ist.

Zu bedenken ist, dass es nicht DEN Verbraucher gibt, sondern x verschiedene Käufer und Mischverhalten. Wer BIO-Milch kauft, kauft nicht automatisch auch BIO-Gurken, Bio-Käse und Bio-Fleisch. Und wer Bio-Wurst bei der Norma kauft, tut das vielleicht, weil er verunsichert ist von den Stabilisatoren und Geschmacksverstärkern auf dem Beipackzettel vieler konventioneller Produkte. Viele Bio-Käufer kaufen auch sehr selektiv. Bio bei Norma und Aldi, konventionell auf dem Wochenmarkt, die Kartoffeln beim Direktvermarkter, Chemieprdukte bei Lidl, Schwäbisch-Hällisches-Schwein beim Metzger um die Ecke und billigstes Hackfleisch bei Penny und EDEKA, Bratwürste im Fabrikverkauf bei Schafft oder beim Kupffer. Dann gehören zu den Bio-Kunden auch eine ganze Reihe von Leuten, die aus ideologischen Gründen kein Tier essen wollen, und Andere, die ihr Gewissen durch den Kauf bestimmter Produkte beruhigen wollen. Und dann gibt es noch die Slow-Food-Bewegung mit noch anderem Konsumverhalten

Und ...
Und ...
und ...

Bei jedem Marktteilnehmer besteht natürlich die Gefahr des Scheiterns, egal ob Bio oder konventionell. Nur um BIO wurd ein ideologischer Wirbel veanstaltet. Klar, der Marktanteil der konventionell Produzierenden schrumpft vielleicht. Jedenfalls verändert sich das Konsumverhalten. Wenn ich wüsste, wohin und wie, dann wär ich reich!

Gruß
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon rägemoli » So Apr 29, 2012 16:07

:idea: Wer Bio will soll Schwarzwild essen :?
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon meyer wie mueller » So Apr 29, 2012 16:09

WER ZAHLT, SCHAFFT AN.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon H.B. » So Apr 29, 2012 16:16

rägemoli hat geschrieben::idea: Wer Bio will soll Schwarzwild essen :?

Schwarzwild kann nie Bio sein - überhaupt kann uneingezäuntes Wild nicht Bio sein. Die beurteilen die Qualität des Futters nach anderen Kriterien - und diese werden auf Bioflächen nicht, oder nur teilweise erfüllt - ganz abgesehen von der Strahlenbelastung in Süddeutschland.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Jochens Bruder » So Apr 29, 2012 16:25

meyer wie mueller hat geschrieben:Zu bedenken ist, dass es nicht DEN Verbraucher gibt, sondern x verschiedene Käufer und Mischverhalten.


Nicht nur das. Auch die Kundengruppen sind unterschiedlich. Damit meine ich z.B. Privatpersonen, Restaurants, Kantinen, Catering-Betriebe, Imbißbuden, Weiterverarbeitungsbetriebe usw. Bei den Privatkunden gibt es dann noch welche die Zeit zum einkaufen und kochen haben, andere sind so gestreßt dass sie sich nur auf die Schnelle einmal pro Woche im Supermarkt Fertiggerichte kaufen.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon forenkobold » So Apr 29, 2012 16:51

Die gescheiterten Produzenten sind mehrheitlich auf die Biopäpste hereingefallen, welche sie mit dem Argumenten köderten, die gigantische Nachfrage würde nicht mit Inlandware gedeckt und deshalb müsse sie aus dem Ausland gedeckt werden.
Wer nicht erkennt, dass diese Nachfrage nur durch Billigpreise generiert wurde, zu denen man hierzulande nicht biotypisch ineffektiv produzieren kann, ist sehr blauäugig gewesen.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Jochens Bruder » So Apr 29, 2012 19:23

Ich möchte als Diskussionsgrundlage eine Idee einbringen. Sozusagen eine Art Bio-Light für Schweinefleisch, mit der man m.M. nach einen großen Anteil der Verbraucher ansprechen würde. Die einzigen Unterschiede zu Konvi wären:

1. 30% mehr Platz im Stall pro Tier

2. Kein GVO-Futter

3. Max. 200 km Transport zum Schlachthof

Durch mehr Bewegungsfreiheit würde die Fleischqualität etwas besser, die anderen beiden Punkte wären Gewissensberuhigung für die Verbraucher. Ich schätze mal dass dadurch der Ladenpreis nur um ca. 10% steigen würde. Die richtig großen Bio-Zusatzkosten wie hohe Ferkelverluste, Bio-Futtermittel, separate Transporte, Schlachtung und Vertriebskette würden wegfallen.

Wie gesagt, das ist nur mal eine grobe Idee.
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon meyer wie mueller » So Apr 29, 2012 20:13

Hallo

"Bio-light" könnte so was wie "slow-food-Qualität" sein.

Aus meiner Sicht:
- Hohe handwerkliche Qualität
- regionale Herkunft
- längere Mastdauer durch traditionelle Fütterung wie in den 60er Jahren
- mehr Bewegung

Da der größte Teil des Endverbraucherpreises nicht durch die Kosten bei der Tiermast begründet ist, sondern bei der Verarbeitung und dem Handel entsteht, würde ein höherer Preis beim Bauern gar nicht so eklatant auf den Endpreis durchschlagen.

In Frankreich sind die Lebensmittelqualitäten durchweg besser, und zwar ist das auf die Geschmacksqualitäten konzentriert. Dabei ist aber auch das Preisniveau für Lebensmittel signifikant höher als bei uns. Der französische Verbraucher gibt auch einen höheren Anteil seines Einkommens für die Ernährung aus wie der durchschnittliche Deutsche.
Ich schätze den Anteil derjenigen, die die Premium-Produkte kaufen würden auf bis zu 15%, also primär die qualitätsbewusste gebildete obere Mittelschicht (Lehrer, Beamte, Akademiker ......). Da sind übrigens auch viele Kunden der Direktvermarkter zu finden. Die Unterschicht ernährt sich vorwiegend aus Fertigfutter (was übrigens deutlich teurer kommt, als selber kochen), die untere bis mittlere Mittelschicht muss sparen und tut das vorwiegend bei den Lebensmitteln, wohingegen die Oberschicht weder im Bio-Segment noch im Genießer-Klientel zu suchen ist (sehr grobe Verallgemeinerung). Die lassen kochen!

Als Vorbild für die Premium-Linie könnte ich die LECLEC-Linie "nos regions ont du talent" (http://www.eleclerc.com/nosregions/home.asp?ta=marque) anführen. Das ist zwar eine Produktlinie, die in dieser Discounter-Kette primär die etwas billigere Hausmarke ist, jedoch in der Werbung sehr auf die ausgezeichnete Qualität abhebt. (LECLERC ist übrigens so was wie bei uns REAL, also ein Anbieter im Billig-Segment)

Gruß
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Tooom » So Apr 29, 2012 20:29

Das Grundproblem ist die katastrophale Verteilung der Subventionen. Zurzeit wird intensivster Anbau auch noch belohnt. Habe ja schon öfters Verbesserungsvorschläge eingebracht. Z.b. eine rigorose Umverteilung hin zu Biolandwirten. Die Grünen haben das auch erkannt und greifen nun endlich ein. Aufgrund der stetig steigenden Grünwähler kann da durchaus gegen die mächtige Agrarlobby und die hinterstehenden, profitierenden Konzerne was erreicht werden.
Bioprodukte müßen im großen Stil importiert werden, da hier zuwenig erzeugt wird und die Nachfrage sprunghaft ansteigt. Pro Jahr ca. um + 10%.
http://www.dailygreen.de/2011/04/10/hei ... 18934.html
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon JohnDeere3040 » So Apr 29, 2012 20:34

@toom: Informier dich doch einfach einmal bevor du hier alles zumüllst http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Import-Kartoffeln-verdraengen-heimische-Bio-Knollen-809186.html
ǝɹǝǝp ɐ ǝʞıl sunɹ ƃuıɥʇou
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Re: Heile Welt......?

Beitragvon Jochens Bruder » So Apr 29, 2012 20:40

meyer wie mueller hat geschrieben:Hallo

"Bio-light" könnte so was wie "slow-food-Qualität" sein.

Aus meiner Sicht:
- Hohe handwerkliche Qualität
- regionale Herkunft
- längere Mastdauer durch traditionelle Fütterung wie in den 60er Jahren
- mehr Bewegung

Da der größte Teil des Endverbraucherpreises nicht durch die Kosten bei der Tiermast begründet ist, sondern bei der Verarbeitung und dem Handel entsteht, würde ein höherer Preis beim Bauern gar nicht so eklatant auf den Endpreis durchschlagen.


Ja genau. Z.B. machen die Stallkosten ca. 7-10% der Gesamtkosten aus. 30% mehr Fläche pro Tier wären dann ca. 2-3% Mehrkosten. M.W. ist der Preisunterschied zwischen GVO und normalen Soja nur minimal und wie hoch die Kostenvorteile sind wenn die Tiere über tausend km zum etwas billigeren Großschlachthof gekarrt werden vermag ich nicht zu sagen. Vermutlich liegt das eher im Promillebreich. Mein Vorschlag mit den max. 200 km würde eine regionale Produktion voraussetzen.

Man sollte sich also darüber Gedanken machen wie man mit relativ geringem Aufwand die Fleischqualität verbessern kann. Und die ganze Tierhaltungssache für die Verbraucher vorzeigbarer. Stichwort gutes Gewissen für die Verbraucher gepaart mit Vorteilen für die Tiere. Der Witz liegt darin nicht nur ein gutes Produkt sondern auch noch gleichzeitig eine gute Geschichte zu verkaufen.
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