forenkobold hat geschrieben:Jochens Bruder hat geschrieben:Ich versuche es mal noch einfacher auszudrücken: Man nehme einen Konvistall und betreibe ihn genau wie einen Konvistall. Nur dass statt 1.000 dann noch 700 Tiere drin sind und ab und zu ein Arbeiter etwas frisches Grünfutter in die Buchten streut. Das würde die gesamten Produktionskosten um mehr als 50% erhöhen****. Da auch Transport, Schlachtung, Kühlketten usw. Konvi sind würde das Fleisch im Supermarkt nur unwesentlich teurer. Das wird garantiert nicht von allen Kunden honoriert, aber von erheblich mehr als die z.Z. nur 0,6% die zertifiziertes Biofleisch zum 3-fachen Preis kaufen. Ein gutes Gewissen beim Einkauf muß man sich auch leisten können.
**** Grüner Textteil = sachlich berichtigtes Originalzitat
Ich vermute mal dass du während deiner offenbar nur 3-jährigen Schulzeit ziemlich oft im Mathematikunterricht gefehlt hast. Deshalb hier die Rechnung für PISA-Geschädigte: In Konvihaltung betragen die Stallkosten ca. 9% der Gesamtkosten, also ca. 14 € pro Mastschwein und Durchgang. Wenn statt 1.000 nur noch 700 Tiere im Stall sind erhöht sich dieser Kostenblock auf ca. 20 €, macht bei 90 kg ca. 0,07 € Differenz pro KG. Rechnen wir jetzt noch mal anteilig die höheren Kosten für Löhne, Heizung usw. hinzu sind wir vieleicht bei 0,12 € Mehrkosten pro KG. Also ca. 8% der Gesamtkosten.
Thema Grünfutter. Ich rede hier über vieleicht 200 Gramm pro Tier und Tag. Macht bei einem 1.000 Tiere Stall ca. 200 KG/Tag oder 73 Tonnen Grünzeugs oder Silage im Jahr. Dieses Futter hat aber auch einen, wenn auch geringen, Nährwert, man spart also reguläres Futter ein, die Tiere haben zusätzliche Beschäftigung und es gibt höchstwahrscheinlich weniger Ausfälle usw. Der finanzielle Gesamtsaldo ist extrem schwer zu berechnen. Ich tippe da mal auf 1-2% der Gesamtkosten.
Per Saldo sind das also ca. 10% Mehrkosten. Bin mal gespannt ob du als großer Freund sachlicher Argumentation es schaffst ohne persönliche Beleidigungen deine 50% vorzurechnen.
