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Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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650 Beiträge • Seite 43 von 44 • 1 ... 40, 41, 42, 43, 44
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Beitragvon SHierling » Sa Sep 15, 2007 7:19

Also wenn ich nicht sicher wüsste, dass es dieses "Tennental", von dem "sie" (er, beide???) immer schreibt, nicht tatsächlich gibt,
Och - Demeter gibt es ja auch tatsächlich, oder Rinderrassen. Das heißt aber noch lang nicht, wenn jemand z.B. den Unterschied zwischen HF und SMR schon mal irgendwo nachgelesen hat, daß er dann auch gleich 200 Kühe im Stall stehen hat ;-)

Nur so am Rande: Tatsächlich gibt es auch über 90% konventionelle Landwirtschaftsbetriebe, und man muß eigentlich nur die Augen aufmachen und links und rechts der Straßen etwas wahr-nehmen, um zu begreifen, wovon diese Gesellschaft lebt. Wer das natürlich sein Leben lang nicht tut *shrug* - manche Leute sind halt beratungsresistent....


Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon H.B. » Sa Sep 15, 2007 8:18

SHierling hat geschrieben: Naja .. siehe H.B. - man kann sich natürlich auch seinen Betrieb zusammenvögeln. Aber das möchte ich nun mal nicht empfehlen ;-)

hast du schlechte Erfahrung gemacht? :? :lol:

kaufen is besser, dann ist man unabhängig :wink:

estrell hat geschrieben:Währen seit jeher alle Landwirte gebildet und Intelligent, währe Landwirtschaft nicht im Ruf, das es ein Job für Doofe sei - Jahrzehntelang machte jeder, der nur ein übriges iQ hatte was anderes als grad Landwirt.... die es heut machen sind selten die Creme de la Creme des Bildungsbürgertums.

du machst immer wieder den gleichen Fehler: Währen, hat aber nichts zur Sache.

Andrea, die von Dir beschrieben Betriebe, sind jene 80% die in den letzten 25 Jahren ihre Tür zugenagelt haben. Nur ganz wenige dieser Sorte konnten ihren Betrieb dank Bioschiene erretten.
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Beitragvon Panic » Sa Sep 15, 2007 12:13

estrell hat geschrieben:Ich glaube, es gibt sehr viele Wege an einen "Betrieb" zu kommen - der leichteste ists natürlich ihn zu erben. Einzuheiraten ist auch nicht grad einfach, aber herrjeh.... sich einen selber aufzubauen geht nicht immer und auch dann nicht immer gut. Und selbst wenns gut geht, kostet es oft immer noch viel zu viel.
Immer nur über alles herzuziehen hat rasch den Geruch der Missgunst - egal obs das ist oder nicht.

Unsere Bauern hier sind mit Sicherheit nicht so viel anders, als die anderswo. Ob die Landwirte in der Elbtalaue oder im Schwäbischen oder wo auch immer so viel gebildeter sind, als der belgische Ardennenbauer kann ich nicht wirklich beurteilen, der Eifelaner auf der anderen Grenzseite ist mit Sicherheit genau so dumm wie der Ardenner hier.... von denen haben vielleicht 30% mehr als Volksschulabschluss. Sie können ihr Heu machen, sie haben im Groben das Vieh gesund, sie schaffen es, den Trecker zum "Hein" zur Reparatur zu bringen und können die Rechnungen soweit lesen, das sie sie bezahlen können.... mehr Platz auf der Festplatte als für ihre Telefonnummer und die eigene PLZ haben sie selten. Eine Lehre - als "Bauer"??? Vergisses - die, die die Höfe übernehmen mussten, und die weitermachen müssen, damit sie am Kacken bleiben, die sind dumm wie Stroh.
Und ich kanns verstehen!

Währen seit jeher alle Landwirte gebildet und Intelligent, währe Landwirtschaft nicht im Ruf, das es ein Job für Doofe sei - Jahrzehntelang machte jeder, der nur ein übriges iQ hatte was anderes als grad Landwirt.... die es heut machen sind selten die Creme de la Creme des Bildungsbürgertums.



Ein Haufen von Vorurteilen und Klischees!!
Wie hat jemand das Recht, eine Berufsgruppe so abzuqualifizieren.Intelligenz ist in allen Berufen in den unterschiedlichen Ausprägungen vorhanden. Manche verwechseln halt Bildung und Einbildung, sowie Meinung und Ahnung!
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Beitragvon maxi2 » Sa Sep 15, 2007 19:02

Hallo an alle,


Jeder von euch musste lernen und jeder von euch hatte Wünsche und Träume,die einen hat man sich erfüllt,die anderen wichen der Realität.

Nachdem ich meine Ausbildung beendet habe (in 3 Jahren),wünsche ich mir einen Betrieb mit Rindern (zwischen 96 bis 120 Stück),Schweinen (ca. 180Stück) sowie Futter-Acker-,Gemüse und Gründland,es soll so groß sein,vielleicht auch mit einer Betriebsgemeinschaft,dass jeder davon leben kann.
Ich habe neben dem Praktikum auf dem Konventionellen Betrieb auch Tennethalund Brodowin kenenlernen dürfen.
Mir gefällt bei Demeter dieser Gemeinschaftssinn,es ist wirklich mehr als nur Bio.Ich darf soviel machen,was ich vorher nicht gekannt habe.
Ich war heute mit im Biosupermarkt in Berlin,wo ich hereausgefunden habe,dass Dmeter einen hohen Vetrauenswert hat.
Die Leute kaufen die Lebensmittel wirklich und fast alle haben gesagt,dass sie schmecken.
Ich durfte auf den Betrieben eine große Freiheit kennenlernen. Es gab wenig bis gar keinen Zwang und das tat mir gut. Ich will sogerne nach der Ausbildung,die Vorteile von Demeter mit den Vorteilen vom konventionellen Landbau zusammenführen und dann mit sozialer Arbeit kombinieren.

Ich brauche einen Austausch,damit ich die Realität kenenlernen und weiß,was umsetzbar ist und was nicht. Das kann ich noch nicht wissen.

Ich will einen Austausch und wissen,wie die Realität ist!

Einen schönen Abend noch
maxi2

PS: Ich verarsche niemanden,dass liegt mir nicht!
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Beitragvon maxi2 » So Sep 16, 2007 20:11

Auch hier noch mal Guten Abend,

werde mich bevor ich nicht mehr und qualifizierteres Wissen habe nicht mehr äußern!

Ich entschuldige mich für meinen unqualifizierten Stuss! Ich habe bei der Rinderecke,etwas erläutert und wünsche euch noch einen schönen Abend!

Einen schönen Sonntagabend noch!
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon DWEWT » Sa Apr 13, 2019 8:08

Ja, ich weiß, das ist ein sehr alter thread. Aber es ist auch ein altes und fast zeitlos aktuelles Thema. Die dennree-Läden bieten derzeit wieder Bio-Frühkartoffeln aus dem Demeter-Anbau in Ägypten in ihren Supermärkten an. Der Preis liegt, keiner hätte was anderes erwartet, unter dem Preis für alterntige Demeter Kartoffeln aus dem deutschen Anbau. Die (gespielte) Entrüstung ist groß! Warum? Die aktuelle Entwicklung in der Bio-Lebensmittel-Vermarktung, lässt doch kaum eine andere Haltung zu. Welcher Verbraucher greift im Supermarkt noch nach den schrumpeligen alterntigen deutschen Kartoffeln, wenn daneben die glatte internationale Frühkartoffel liegt. Anbau? Nebensache! Solche Erscheinungen sind nicht ganz neu aber zukünftig werden sie fast zur Normalität werden. Ja, liebe Öko-Kollegen, ihr solltet euch schon mal vertraut machen mit der Entwicklung im Bereich der konv. Landwirtschaft, sofern ihr sie nicht selbst miterlebt habt. Pflegt schön eure Kulturlandschaft, die Lebensmittelerzeugung wird zukünftig zum Zusatznutzen verkommen.
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon Jörken » Sa Apr 13, 2019 8:19

DWEWT hat geschrieben:Ja, ich weiß, das ist ein sehr alter thread. Aber es ist auch ein altes und fast zeitlos aktuelles Thema. Die dennree-Läden bieten derzeit wieder Bio-Frühkartoffeln aus dem Demeter-Anbau in Ägypten in ihren Supermärkten an. Der Preis liegt, keiner hätte was anderes erwartet, unter dem Preis für alterntige Demeter Kartoffeln aus dem deutschen Anbau. Die (gespielte) Entrüstung ist groß! Warum? Die aktuelle Entwicklung in der Bio-Lebensmittel-Vermarktung, lässt doch kaum eine andere Haltung zu. Welcher Verbraucher greift im Supermarkt noch nach den schrumpeligen alterntigen deutschen Kartoffeln, wenn daneben die glatte internationale Frühkartoffel liegt. Anbau? Nebensache! Solche Erscheinungen sind nicht ganz neu aber zukünftig werden sie fast zur Normalität werden. Ja, liebe Öko-Kollegen, ihr solltet euch schon mal vertraut machen mit der Entwicklung im Bereich der konv. Landwirtschaft, sofern ihr sie nicht selbst miterlebt habt. Pflegt schön eure Kulturlandschaft, die Lebensmittelerzeugung wird zukünftig zum Zusatznutzen verkommen.

warum strickst du dir aus den Ägyptischen Kartoffeln irgend eine Aussage zu den Öko Kollegen im Lande? Genau diese verkürzende Denkweise ist die Dummheit, die euch deutsche Bauern so arm aussehen lässt.
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon DWEWT » Sa Apr 13, 2019 9:58

Jörken hat geschrieben:warum strickst du dir aus den Ägyptischen Kartoffeln irgend eine Aussage zu den Öko Kollegen im Lande? Genau diese verkürzende Denkweise ist die Dummheit, die euch deutsche Bauern so arm aussehen lässt.


Weil große Teile des deutschen Ökolandbaus sich in eine Situation haben bringen lassen, bzw. selbst gebracht haben, die dieses Handelsgebaren erst ermöglicht haben. Die ägyptischen Kartoffeln, sind hier nur ein Beispiel für den mittlerweile weltweiten Handel mit "Bio"-Produkten zum Nachteil der deutschen Ökolandwirtschaft. Die Entwicklung im Konvi-Bereich war wohl vielen Biobauern zu weit weg, um sie auf den Ökobereich übertragen zu können. Selbst schuld!
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon bauer hans » Sa Apr 13, 2019 10:50

bio-betriebe hier haben aufgehört,sind pleite oder haben arbeit ohne ende,weil sie stark gewachsen sind und vor allem,handeln selbst im eigenen profi-hofladen,der aber nur erfolgreich ist,wenn das einzugsgebiet,wie hier im dicht besiedelten owl,passt.
ausländische bio-produkte sind günstiger und vor allem,in entsprechenden mengen verfügbar,qualität interessiert nur,wenns probleme gibt.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon Jörken » Sa Apr 13, 2019 11:49

DWEWT hat geschrieben:
Jörken hat geschrieben:warum strickst du dir aus den Ägyptischen Kartoffeln irgend eine Aussage zu den Öko Kollegen im Lande? Genau diese verkürzende Denkweise ist die Dummheit, die euch deutsche Bauern so arm aussehen lässt.


Weil große Teile des deutschen Ökolandbaus sich in eine Situation haben bringen lassen, bzw. selbst gebracht haben, die dieses Handelsgebaren erst ermöglicht haben. Die ägyptischen Kartoffeln, sind hier nur ein Beispiel für den mittlerweile weltweiten Handel mit "Bio"-Produkten zum Nachteil der deutschen Ökolandwirtschaft. Die Entwicklung im Konvi-Bereich war wohl vielen Biobauern zu weit weg, um sie auf den Ökobereich übertragen zu können. Selbst schuld!

nochmal, was haben Ägyptische Kartoffeln mit dem heimischen Ökolandbau zu tun?!? Was hat der Ökobauer mit Globalisierung mehr zu tun, als der Konvi Bauer? Willst du behaupten im Konvi Bereich gibts keine Kartoffeln aus Ägypten? Viel ist nicht okay im heimischen Öko wie Konvi Bereich. Das heißt aber nicht einer von uns hat nach billigst Produkten aus dem Ausland gerufen, die nach Standards produziert wurden die hier keinen interessieren, Hauptsache das richtige Label klebt darauf. Konvi wie öko hat mit den selben Problemen im Supermarktregal zu tun.
Genauso ist die Ansage von bauer-hans für die gesamte deutsche (oder österreichische) Landwirtschaft gültig. All zu leicht glauben wir die Teilung der Bauern hätte jemals einem Bauern was gebracht. Selbst schuld....
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon DWEWT » Sa Apr 13, 2019 13:28

Jörken hat geschrieben:nochmal, was haben Ägyptische Kartoffeln mit dem heimischen Ökolandbau zu tun?!? Was hat der Ökobauer mit Globalisierung mehr zu tun, als der Konvi Bauer? Willst du behaupten im Konvi Bereich gibts keine Kartoffeln aus Ägypten? Viel ist nicht okay im heimischen Öko wie Konvi Bereich. Das heißt aber nicht einer von uns hat nach billigst Produkten aus dem Ausland gerufen, die nach Standards produziert wurden die hier keinen interessieren, Hauptsache das richtige Label klebt darauf. Konvi wie öko hat mit den selben Problemen im Supermarktregal zu tun.
Genauso ist die Ansage von bauer-hans für die gesamte deutsche (oder österreichische) Landwirtschaft gültig. All zu leicht glauben wir die Teilung der Bauern hätte jemals einem Bauern was gebracht. Selbst schuld....


Wenn beide Produkte unter ein und demselben Warenzeichen vermarktet werden, viel. Wenn der Demeterverband es zulässt, dass seine hier in D. ansässigen Mitgliedsbetriebe unter Preisdruck geraten, sollte man die Sinnhaftigkeit der Mitgliedschaft hinterfragen.
Ökolandbau ist schon immer mit dem Argument der Regionalität an die Marktpartner herangetreten. Der konv. Landbau ist schon seit langer Zeit ein Globalisierungsopfer. Die unterschiedliche Bedeutung von Labeln und Warenzeichen ist schon noch immens. Das Warenzeichen der Anbauverbände ist, Umfragen zufolge, weit höher angesiedelt als die Labels auf den konv. Verpackungen. Und genau diese Warenzeichen müssen, auch international, die Produktionsstandards absichern. Deine Solidaritätsanwandlungen in allen Ehren. Mit den konv. Landwirten habe ich nur die Bezeichnung "Landwirt" gemein.
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon Jörken » Sa Apr 13, 2019 17:35

Tausche "Demeter" gegen "konventionell", und du kommst zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Dein Satz sähe ungefähr so aus: Wenn Landwirtschaft in D es zulässt, dass seine hier in D. ansässigen Betrieb unter Preisdruck geraten, sollte man die Sinnhaftigkeit der Produktion nach strengen deutschen Vorschriften, die uns seit vielen vielen Jahren verlässliche und sichere Nahrungsmittel liefern, hinterfragen.

Der vorletzte österreichische Landwirtschaftsminister prägte den Spruch "regional ist das neue Bio". Gut kam der Spruch nicht, zeigt aber schon was manche halt so rein interpretieren, und mit welchen Emotionen in der Werbung gespielt wird. Öko stellt sich gerne regional dar, das wars auch schon. Wie wir alle nun plakativ an dem Beispiel der Ägyptischen Kartoffeln lernten, hat öko nicht zwingend mit Regionalität zu tun, war auch nie so. Man muss genauer hin sehen. Oft wird man konventionelle Produkte finden, die in deiner Heimat regionaler sind als jedes Bioprodukt.
Meine Solidarität kommt nur daher, dass wir alle durchschauen sollten, warum es Öko (zusätzlich zersplittert mit Demeter und anderen Verbänden) und konvi auseinander zu dividieren noch keinem einzigen Landwirt ob öko oder konvi leichter gemacht hat. Nur gibts halt nach wie vor Landwirte die für den Handel die Drecksarbeit unreflektiert weiter machen. Selbst schuld...
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon Rohana » Sa Apr 13, 2019 20:47

DWEWT hat geschrieben: Welcher Verbraucher greift im Supermarkt noch nach den schrumpeligen alterntigen deutschen Kartoffeln, wenn daneben die glatte internationale Frühkartoffel liegt.

Hier, ich (sind wir nicht alle ein bisschen Verbraucher?). Ich nörgel ja auch den Marktleiter an wenn's nur neuseeländische Zwiebeln gibt. Hab keinen Bock dass mein Essen weiter gereist ist als ich je Urlaub gemacht hab :evil: Dieser Unfug erstreckt sich in immer grösserem Mass auf Bio-Produkte, aber das Prinzip ist gleich - woanders kann's halt billiger gemacht werden.
Passend dazu: Vor ein paar Tagen hab ich Spargel gesehen. Konventionellen für 4,99 das Pfund, und daneben AKTIONSWARE Bio - für 3,99 das Pfund. Der Konvi kommt immerhin aus Deutschland, der Bio aus Ungarn... :roll: ich werde mich noch grade so gedulden können bis die Spargelbuden aufmachen.
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon DWEWT » So Apr 14, 2019 6:50

Rohana hat geschrieben:Hier, ich (sind wir nicht alle ein bisschen Verbraucher?). Ich nörgel ja auch den Marktleiter an wenn's nur neuseeländische Zwiebeln gibt.


Diese Haltung ehrt Dich. Sie muss allerdings als Ausnahme betrachtet werden. In der Studie von Prof. Enneking (Hochschule Osnabrück) wird festgestellt, dass es, gegen vorherige Verlautbarungen der Kunden, an der Theke ganz klar zur Priorisierung des Kaufpreises kommt. In diesem Fall also sprechen, aus Sicht des gemeinen Konsumenten, gleich zwei Gründe für die ägyptische Kartoffel. Sie ist frischerntig und billiger. Ökokunden sind zunehmend auch nur Menschen.
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Re: Ist "Öko" wirklich ökologischer als konventionell

Beitragvon germane » So Apr 14, 2019 9:29

DWEWT hat geschrieben: Ökokunden sind zunehmend auch nur Menschen.


Was waren das früher für Leute, die früher Ökokunden waren.

Wenn das Klima und die Böden in Ägypten für Kartoffeln passender sind, ist es doch sinnvoll dort anzubauen. Wenn ich sehe, wie oft unser (Hobby-) Demeter-Bauer mit der Rückenspritze in seinen Kartoffeln rumläuft und die dann doch an Krautfäule eingehen, stellt sich die Systemfrage.
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