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Jägersitten

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Beitragvon forstbetriebwf » Mi Feb 18, 2009 8:59

@ Togra,hast du überhaupt einen Jagschein? wenn ja kann ich Dir sagen,bei uns im Revier jagen solche Leute wie Du nicht! Deine Einstellung zur Jagd ist bescheiden,da es Dir ja nur ums jagen geht,laut Deiner Aussage.Jäger sind an erster Stelle Naturschützer, an zweiter kommt vieleicht das jagen!

Wir haben 3 kleinere Wildäcker gepachtet die wir mit unterstützung der Besitzer (Landwirte) bewirtschaften,und in stand halten.

bei uns jagen nur Jäger aus dem näheren Umkreis maximal 20 km 2 sind auch Ortsansässig. Wäre das überall so und es würde nicht nur auf den höchsten Pachtpreis gesehn,gäbe es viele der hier angesprochenen Probleme nicht.Aber das liegt nicht an den Jägern sondern an der Jagdgenossenschaft.

Ansonsten zum eigentlichen Thema nochmal,wer das Brauchtum nicht pflegt,und nur zur jagd geht weil es Spaß macht sollte den Jagdschein abgeben!
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Beitragvon Justice » Mi Feb 18, 2009 10:03

forstbetriebwf hat geschrieben: .Jäger sind an erster Stelle Naturschützer, an zweiter kommt vieleicht das jagen!

Ansonsten zum eigentlichen Thema nochmal,wer das Brauchtum nicht pflegt,und nur zur jagd geht weil es Spaß macht sollte den Jagdschein abgeben!


Das Jagen ist doch elementarer Bestandteil des Naturschutzes. Der Wildbestand muß doch gepflegt bzw. reguliert werden. Ich finde das gehört zusammen.

Was verstehst du unter Brauchtumspflege? Was gehört da alles dazu?

Bei den "Spaßjägern" hast du meine volle Zustimmung! Leider schütz die Pachtvergabe an Ortsansässige nicht immer vor "Spaßjägern". Die gibt es leider auch vor Ort. Das ist meiner Meinung nach Einstellungssache der Jeweiligen und hat auch nichts damit zu tun woher wer komm, und was er Beruflich sonst noch macht. Auch ein Zahnarzt kann ein guter Jäger sein.
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Beitragvon bona terra » Mi Feb 18, 2009 15:43

[quote="Justice"][quote="forstbetriebwf"] .Jäger sind an erster Stelle Naturschützer, an zweiter kommt vieleicht das jagen!

Ansonsten zum eigentlichen Thema nochmal,wer das Brauchtum nicht pflegt,und nur zur jagd geht weil es Spaß macht sollte den Jagdschein abgeben![/quote]

Das Jagen ist doch elementarer Bestandteil des Naturschutzes. Der Wildbestand muß doch gepflegt bzw. reguliert werden. Ich finde das gehört zusammen.

Was verstehst du unter Brauchtumspflege? Was gehört da alles dazu?

Bei den "Spaßjägern" hast du meine volle Zustimmung! Leider schütz die Pachtvergabe an Ortsansässige nicht immer vor "Spaßjägern". Die gibt es leider auch vor Ort. Das ist meiner Meinung nach Einstellungssache der Jeweiligen und hat auch nichts damit zu tun woher wer komm, und was er Beruflich sonst noch macht. Auch ein Zahnarzt kann ein guter Jäger sein.[/quote]

Hallo Justice,

hier kann ich Dir voll zustimmen. Ob sich nun jemand an die althergebrachten Gebräuche hält ist mir nicht so wichtig wie anständige Jagdausübung, Stichwort "Waidgerechtigkeit". Und das hat nicht damit zu tun, ob jemand das Schnapsglas mit der linken oder rechten ober hinter die Büsche leert :wink:
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Beitragvon brainfart » Fr Feb 20, 2009 21:25

> wer das Brauchtum nicht pflegt,und nur zur jagd geht weil es Spaß macht
> sollte den Jagdschein abgeben!

Mein Gott. Ihr habt ganz schön einen an der Waffel. In anderen Ländern geht das auch ohne das ganze dämliche altertümliche und teilweise doch sehr lächerliche Gehabe. Aber wenn Euch das wichtiger ist als die eigentliche Jagdausübung...
Brain, du bist echt... wäh, lol.
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Solange Du Menschen, Schweine und Kühe nicht unterscheiden kannst, halt Dich einfach raus.
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Dem ham`s wirklich ins Hirn geschissn. Der heißt nicht nur so...
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Beitragvon fasan » Fr Feb 20, 2009 22:41

Ich habe seit 2004 den Jagdschein und in unserer Ausbildung wurde vom Ausbilder sehr viel Wert auf das Brauchtum gelegt.
Es hört sich vielleicht lächerlich an, aber ich bin froh diese gelernt zu haben.
Nach dem Erlegen gibt man den Erlegerbruch. Das ist ein Fichtenast mit mehreren Zweigen. Der Jagdherr bricht ein Zweig davon ab und legt ihn in den Äser (Maul) des Rehes einen zweiten Zweig überreicht er den Schützen mit einen Waidmannsheil (Hüte abnehmen) Dieser Zweig wird dann in das Hutband geklemmt.
Alle weiteren Schützen nehmen auch den Hut und legen eine Schweigeminute ein.
Auch beim Verblasen der Strecke werden die Hüte abgenommen.
Leider tun das immer weniger und hier fehlt es an Anstand und halten des Brauchtums.
Ich bin vielleicht etwas Altmodisch in manchen Augen aber aus welchen Grund sollte ich ein Brauchtum nicht Pflegen. Dazu gehört auch beim Anstoßen das Glas in die Linke Hand zu nehmen.
Saufen ist was anderes. Das kann ich auch. Aber nicht auf der Jagd.

Waidmannsheil von Gerald
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Beitragvon Malte » Fr Feb 20, 2009 22:55

fasan hat geschrieben: Der Jagdherr bricht ein Zweig davon ab und legt ihn in den Äser (Maul) des Rehes einen zweiten Zweig überreicht er den Schützen mit einen Waidmannsheil (Hüte abnehmen) Dieser Zweig wird dann in das Hutband geklemmt.
Alle weiteren Schützen nehmen auch den Hut und legen eine Schweigeminute ein.
Auch beim Verblasen der Strecke werden die Hüte abgenommen.
Leider tun das immer weniger und hier fehlt es an Anstand und halten des Brauchtums.
Und genau diese Klientel ruft dann, mit dem Glas noch in der Hand, lautstark, wenn ich zufällig und nichtsahnend mit meinem Pferd vorbeigeschlendert komme:
"Boooah, daa, kuck maaaa!! Da kommt John Wayne!!". "Nee, der hat doch nen schwarzen Hut, das ist Little Joe!!"

Mir fällt dazu außer Kopfschütteln dann nichts mehr ein. :roll:
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Beitragvon Kormoran2 » Sa Feb 21, 2009 0:26

Hm, aus der Diskussion ergibt sich für mich ganz klar ein "sowohl - als auch".
Die Waidgerechtigkeit steht an erster Stelle und muß absolut gewahrt bleiben.
Darüber hinaus ist es eine Frage von Jagdkultur oder Kultur überhaupt in unserer Gesellschaft, daß Traditionen gewahrt werden.
Ich halte sehr viel von christlichen Gebräuchen und Traditionen, obwohl mir die Kirche den Buckel runter rutschen kann.
Ich halte sehr viel von westfälischen Traditionen, obwohl ich andererseits glaube ein moderner Mensch zu sein.

Ohne die traditionellen Riten würde die jeweilige Gemeinschaft auseinander fallen. Alles würde beliebig.
Wenn jeder, der ´ne Flinte halten kann und geradeaus gucken kann, plötzlich ein Jäger wäre, wo kämen wir da hin? Trophäenjäger brauchen wir nicht, die brauchen höchstens sich selbst.

Was Malte schildert ist die permanent und latent vorhandene Grenzüberschreitung. Vom traditionsbewußten Jäger zum pöbelnden Saufkopp. Und das geht ganz schnell.
Für dieses Außenbild sind die Jäger selbst verantwortlich.
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Beitragvon bona terra » Sa Feb 21, 2009 9:07

Nachdem immer noch keiner darüber aufgeklärt hat, warum man das Schnapsglas in der linken Hand hält möchte ich das Rätsel endlich mal lösen:

Die rechte Hand hält in der Regel die Flinte oder Büchse. Drum muß der Hund auch links gehen. Hat weniger mit Brauchtum als mit Praktibilität zu tun!
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Beitragvon hans g » Sa Feb 21, 2009 15:26

Malte hat geschrieben:"Boooah, daa, kuck maaaa!! Da kommt John Wayne!!". "Nee, der hat doch nen schwarzen Hut, das ist Little Joe!!"

Mir fällt dazu außer Kopfschütteln dann nichts mehr ein. :roll:

sei froh,dass die nicht auf dein pferd anlegen,weil sie es für braunwild halten :lol:
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Beitragvon CarpeDiem » Sa Feb 21, 2009 16:04

Hatte mir eigentlich vorgenommen zu den schönen "Jagdgeschichten" keine Statements mehr abzugeben, aber man kann ja einmal sündigen. Bei dem Wort "Waidgerechtigkeit" kommen mir absolut nur schlechte Assoziationen in den Sinn. Ich will dies gerne erläutern.

Vor vielen Jahren als die Wildschweinplage begann überhand zu nehmen und vor allem die damit einhergehende Schweinepestgefahr, verteidigte ein "Oberjäger" bei einer Anhörung im Ministerium das Vorgehen seiner Nimrode damit, dass der Waidgerechtigkeit Genüge getan werden muss.

Da platzte mir dann aber doch der Kragen. Diesen Herrn habe ich dann einmal gefragt ob der denn dabei war wenn die Teams mit den Tötungszangen anrücken und das Handwerk verrichten, dass man gewöhnlich als keulen bezeichnet. Da kann er einmal in Seen von Blut waten, sieht dass eine gerade ferkelnde Sau abgemurkts wird u.v.w.m.

Ich habe ihn gefragt welche Chance ein solches Tier hat, ethisch sauber sein Leben zu beenden. Er lief rot an und blieb mir jede Antwort schuldig. Bis heute macht er um mich einen grossen Bogen. Soviel zu dem was ich mit diesem fürchterlichen Wort Waidgerechtigkeit verbinde. So jetzt kann man wieder feststellen, dass ich an den Nimroden nie ein gutes Haar lassen würde.
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Beitragvon Malte » Mo Feb 23, 2009 20:03

hans g hat geschrieben:
Malte hat geschrieben:"Boooah, daa, kuck maaaa!! Da kommt John Wayne!!". "Nee, der hat doch nen schwarzen Hut, das ist Little Joe!!"

Mir fällt dazu außer Kopfschütteln dann nichts mehr ein. :roll:

sei froh,dass die nicht auf dein pferd anlegen,weil sie es für braunwild halten :lol:

Hans, vielleicht sollten die froh sein, dass ich nicht mit Winchester oder der guten Sharps reite, weil in der Gegend feindliche Indianer in Loden gewickelt gesichtet wurden. :wink:

Unsere Jagdpächter waren es jedenfalls nicht.
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Beitragvon walddödel » Mo Feb 23, 2009 20:18

[quote="CarpeDiem".[/quote]

Hallo, da hast du bei mir wieder Erinnerungen aufgewühlt( BSE- keulung nur weil sie im falschen Land geboren waren

:( die ich schon glaubte vergessen zu haben. Deinen Ausführungen ist leider nichts hinzuzufügen. Danke dafür.
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Beitragvon Kormoran2 » Mo Feb 23, 2009 21:01

Carpe Diem, ein sehr wahres Wort, das einen nachdenklich machen muß.
Als Du das hier....
Da kann er einmal in Seen von Blut waten

gesagt hast, hat er bestimmt nicht hochnäsig geantwortet, daß das "Schweiß" heißt, oder?
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Beitragvon CarpeDiem » Mo Feb 23, 2009 21:41

Ich habe überhaupt keine Antwort bekommen, es herrschte einen Moment Stille!
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Beitragvon Kormoran2 » Di Feb 24, 2009 1:27

Wenn man das moderne Leben von der ethischen Seite her betrachtet, ist es eigentlich ein Unding, daß Millionen Menschen danach verlangen, daß Millionen Tiere gemästet und geschlachtet werden um sie zu verzehren.

Tiergerechtigkeit findet in der Massenhaltung meist nicht mehr statt. Die Waidgerechtigkeit ist somit nur ein Deckmäntelchen, damit das durchaus im Wald nötige Töten zumindest hier an der sichtbaren Stelle gerecht durchgeführt wird. In Wirklichkeit pfeifen wir Menschen auf sowas. :shock:

Eigentlich müßte Waidgerechtigkeit auch in der Landwirtschaft gelten wenn man das mal so nennen darf.
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