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jetzige Situation der Milchbauern

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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118 Beiträge • Seite 1 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 8
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jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Reinhold Bert » So Jul 05, 2015 5:47

Ich glaube, dass wir Erzeuger künstlich verdummt werden damit die Preise für Lebensmittel niedrig bleiben. Wie man am Beispiel Mineralwasser sieht, dass dieses in Hülle und Fülle vorhanden ist und trotzdem immer gleich teuer ist. Hat schon einmal jemand gehört, dass das Mineralwasser billiger wird weil zu viel da ist? Im Gegenteil, es wird immer teurer. Nur wir Landwirte sollen immer auf dem Zahnfleisch kriechen, damit der Handel genug verdient und das Volk billige Lebensmittel hat. Der Regierung ist anscheinend nicht bewusst was für Folgen es hat wenn die kleinen und Mittelbetrieben aufgeben müssen. Wie wird es einmal aussehen wenn hängiges Gelände welches zum Teil nicht befahrbar ist verwildert? Dann ist es auch mit dem Fremdenverkehr vorbei wenn z.B. im Allgäu keine Kuh mehr auf der Alm zu sehen ist. Normalerweise sollten diese Betriebe noch Geld für Naturschutz und Erhalt des ländlichen Raum bekommen. Das alles machen wir kostenlos. Auch zum Thema Milchquote wurden die Landwirte von staatlicher Seite betrogen und enteignet. Die Milchquote wurde von den Landwirte für teures Geld gekauft und bekommen haben wir nichts beim Wegfall der Quote. Das ist Betrug und sollte unter Strafe gestellt werden. Kein Bürger würde sich das gefallen lassen wenn er Eigentum einfach von der EU weggenommen bekommen würde. Wir Landwirte sind in diesen Dingen auf uns alleine gestellt, da wir keine Gewerkschaft im üblichen Sinne haben die uns da unterstützt. Auch gibt es für uns keine Streikkasse wo wir einige Zeit im Falle eines Streikes Geld bekommen würden. Wir Landwirtr haben nix in der Hand wo wir Druck ausüben können. Bauernverband und BDM sind da auch nicht wirklich eine Hilfe weil die nur meinen mit Reden würde sich was ändern. Wir brauchen endlich was, womit wir Druck ausüben können und das ist eine Streikkasse wo wir bei einem Lieferstopp trotzdem noch etwas Geld bekommen und nicht alles voll auf unsere Kosten geht. Im Moment bleibt Uns nichts anderes übrig als den Kopf hinzuhalten damit andere immer feste draufschlagen können. Im Grunde ist das noch so wie im Mittelalter. Wie lange soll das noch so gehen? Wir sollen nach wie vor das Volk billig ernähren. Ob die Milch bei ALDI 55 Cent kostet oder 70 spielt für den Verbraucher keine Rolle. Auch wenn die Milch billig ist, wird deshalb keinen Liter mehr verkauft. Also...warum dann so billig? Eine Marktbereinigung findet bei billiger Milch eh nicht statt. Nur wenn die Molkereien stehen und die Läden leer sind besinnt sich vielleicht mal jemand drauf zu was wir Milchbauern eigentlich da sind. Aber abgerechnet wird immer zum Schluß
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Seegucker » So Jul 05, 2015 10:36

Genau den Gedanken habe ich am Mittwoch auch gehabt. Ich war bei Röthenbach im Allgäu unterwegs und habe mir überlegt ,wie lange diese Betriebe mit ca 20 bis 30 Kühen noch weitermachen , und dass es in diesem Naturraum nicht möglich sein wird , den Wachstumspfad auf 100 und noch mehr Kühe zu beschreiten.
Ich sehe ,dass es so nicht weitergehen kann und dass der Tourismus in dieser und vergleichbaren Gegenden darauf angewiesen ist , dass die Landschaft auch in Zukunft gepflegt wird.
Wenn ich aus meinem Fenster schaue , sehe ich eine Wiese die jetzt offensichtlich zum ersten Mal seit Jahrhunderten nicht mehr bewirtschaftet wird.
Ich habe noch 2 Hektar Restgrünland in Hanglage , das ich mit Heuverkauf nutze. Die Rechnung vom Lohnunternehmer liegt auf dem Tisch : 270 € fürs pressen ,es waren 8,5 to , die Rechnung geht schlicht und ergreifend nicht mehr auf ! Dabei ist es schon vollkommen egal , wie billig ich meine eigenen Maschinen und die eigene Arbeitszeit ansetze.
Unsere Politiker und vor allem die aus dem grünen Lager hören nicht auf, in der Öffenlichkeit zu propagieren , dass man nur auf Bio umstellen müsste und alles wäre wieder gut.
Leider weiß ich keinen anderen Rat , als dass die Öffentlichkeit merkt ,wenn die Landwirtschaft im benachteiligten Gebiet zugrunde geht.

Was uns die Gesellschaft mit Agrarumweltprogrammen hilft , geht über ein Almosen nicht heraus.

Am gleichen Tag habe ich unseren Gemeindearbeiter gesehen , wie er mit der Gießkanne die Blumen auf der Verkehrsinsel gegossen hat.
Nur die Diktatur braucht Zensur. Demokratie heißt Kampf der Meinungen.“
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon askari » So Jul 05, 2015 11:09

Seegucker hat geschrieben:Genau den Gedanken habe ich am Mittwoch auch gehabt. Ich war bei Röthenbach im Allgäu unterwegs und habe mir überlegt ,wie lange diese Betriebe mit ca 20 bis 30 Kühen noch weitermachen , und dass es in diesem Naturraum nicht möglich sein wird , den Wachstumspfad auf 100 und noch mehr Kühe zu beschreiten.
Ich sehe ,dass es so nicht weitergehen kann und dass der Tourismus in dieser und vergleichbaren Gegenden darauf angewiesen ist , dass die Landschaft auch in Zukunft gepflegt wird.
Wenn ich aus meinem Fenster schaue , sehe ich eine Wiese die jetzt offensichtlich zum ersten Mal seit Jahrhunderten nicht mehr bewirtschaftet wird.
Ich habe noch 2 Hektar Restgrünland in Hanglage , das ich mit Heuverkauf nutze. Die Rechnung vom Lohnunternehmer liegt auf dem Tisch : 270 € fürs pressen ,es waren 8,5 to , die Rechnung geht schlicht und ergreifend nicht mehr auf ! Dabei ist es schon vollkommen egal , wie billig ich meine eigenen Maschinen und die eigene Arbeitszeit ansetze.
Unsere Politiker und vor allem die aus dem grünen Lager hören nicht auf, in der Öffenlichkeit zu propagieren , dass man nur auf Bio umstellen müsste und alles wäre wieder gut.
Leider weiß ich keinen anderen Rat , als dass die Öffentlichkeit merkt ,wenn die Landwirtschaft im benachteiligten Gebiet zugrunde geht.

Was uns die Gesellschaft mit Agrarumweltprogrammen hilft , geht über ein Almosen nicht heraus.

Am gleichen Tag habe ich unseren Gemeindearbeiter gesehen , wie er mit der Gießkanne die Blumen auf der Verkehrsinsel gegossen hat.





Die Förderrung für Dauergrünland muss deutlich erhöht werden auf min.ca 800 Euro /ha .Wir hätten keine Probleme durch Grünlandumbrüche ,die Flächen würden weiter gepflegt und der Grundwasserschutz würde gestärkt.
Auslaufende Betriebe durch zB. Generationswechsel könnten ihr Ackerland verpachten aber ihr Grünland Arbeitssparennd und kostendeckend weiterbewirtschaften.
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Staffelsteiner » So Jul 05, 2015 11:36

ich verkenne nicht, dass auch die Milch eigentlich wenig kostet.
Aber: Immer noch viel besser als ein Ackerbaubetrieb!
Ein Ackerbauer hat einen riesigen Aufwand und Kosten mit der Bodenbearbeitung, Dünger, Pflanzenschutz (Herbizide/Fungizide u.s.w.) Und dann noch der ganze -Rattenschwanz der Mechanisierung u.u.u.!
Milchbauern haben da viel viel weniger Aufwand!
Die Wiesen muss mann nicht jedes Jahr neu Bodenbearbeiten. Kaum Saatgut und Diesel!
Ich habe ...zig-tausende Euros in den Ackerbau rein gepumpt... jetzt wird fast alles notreif bzw ist teilweise schon verbrannt...... Und für den Rest muss man erst mal sehen, was man fürs "Hühnerfutter" erlöst....!
Die Milchbauern sind doch wirtschaftlich am stabilsten.. Haben jedes Jahr/jeden Tag ihr Milchgeld.... die Kälber und gut bezahlten Schlachtrinder sind auch nicht ohne.....
Und die Güllemengen entlasten doch das Düngermittelkonto sehr erheblich.

Ich verstehe diese ganze Klagerei nicht.

Die Ackerbauern haben es da viel viel schwerer. Bodenbearbeitung kostet ein enormes Geld und viel Maschinenverschleiß!

Schon mal darüber nachgedacht?
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon T5060 » So Jul 05, 2015 12:10

Ich hab da nen Plan mit Milch und Grünland.
Wenn ich den hier poste, gibt mir keiner einen Cent dafür.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Terreblanche » So Jul 05, 2015 12:21

Ich glaube, dass wir Erzeuger künstlich verdummt werden damit die Preise für Lebensmittel niedrig bleiben.


Endlich merkt es mal einer!

Dieser Umstand ist aber nur möglich, weil die Bauern mit ihrem total übersteigerten Berufsstolz und Hektargier sich das mit sich machen lassen.

Für einen deutschen Bauern ist das Einkommen und Lebensqualität zweitrangig.

Zuerst kommen Kuhzahl, Hektar, Leistungszahlen und andere Parameter die für den Bauernstolz relevant sind.
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon TomDeeh » So Jul 05, 2015 12:54

@ Reinhold Bert
Es gibt 4 Stufen der Verzweiflung.Ich schätze Dich zZt. irgendwo zwischen Stufe 1 und 2 ein. Du hast eigentlich in Vielem Recht , nur interessiert es hier in unserem Lande kein Schwein. Sorry!

@Staffelsteiner
Ich will jetzt nicht die Landwirtschaft auseinanderdividieren.Ich als hohenloher Mischbetrieb mit Vieh hab da -wie viele meiner Art- einen enormen Maschineneinsatz.Teils zwar auch dem geschuldet , dass ich als Einzelkämpfer lieber noch einen (alten) Schlepper hinzukaufe , bevor ich anfange meinen Tag mit Maschinenumhängen zu verbringen.
7Schlepper , Pflug,Grubber,Kreiselegge,SPritze,ZR/Mais/NormaleDrille,Güllefass,Rührer,Mulcher,Streuer,2xMähwerk,3xLadewagen,Mischwagen,Blockschneider(Altstall),Melkanlage mit Milchpumpe,Vakuumpumpe,Spülautomat,Milchtank mit Spülung und Kühlung,Fütterung,Tränkebecken und noch ganz ganz viel Kleinzeugs( Schwader,Schüttler und BliBlaBlubb).Und dann noch den ganzen Spass , den einem ein Viehbestand bringen kann.
Manchmal bin ich auf die Ackerbauern etwas neidig.

@Terreblanche
Full ACK !
Gruß Tom
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon askari » So Jul 05, 2015 12:56

Staffelsteiner hat geschrieben:ich verkenne nicht, dass auch die Milch eigentlich wenig kostet.
Aber: Immer noch viel besser als ein Ackerbaubetrieb!
Ein Ackerbauer hat einen riesigen Aufwand und Kosten mit der Bodenbearbeitung, Dünger, Pflanzenschutz (Herbizide/Fungizide u.s.w.) Und dann noch der ganze -Rattenschwanz der Mechanisierung u.u.u.!
Milchbauern haben da viel viel weniger Aufwand!
Die Wiesen muss mann nicht jedes Jahr neu Bodenbearbeiten. Kaum Saatgut und Diesel!
Ich habe ...zig-tausende Euros in den Ackerbau rein gepumpt... jetzt wird fast alles notreif bzw ist teilweise schon verbrannt...... Und für den Rest muss man erst mal sehen, was man fürs "Hühnerfutter" erlöst....!
Die Milchbauern sind doch wirtschaftlich am stabilsten.. Haben jedes Jahr/jeden Tag ihr Milchgeld.... die Kälber und gut bezahlten Schlachtrinder sind auch nicht ohne.....
Und die Güllemengen entlasten doch das Düngermittelkonto sehr erheblich.

Ich verstehe diese ganze Klagerei nicht.

Die Ackerbauern haben es da viel viel schwerer. Bodenbearbeitung kostet ein enormes Geld und viel Maschinenverschleiß!

Schon mal darüber nachgedacht?


Wir haben Ackerbau aber hauptsächlich Milchviehhaltung.
Beim Ackerbau ist die Entwicklung in der Vergangenheit so gewesen das durch vergrösserung der Arbeitsbreiten oder zB pflugloser Bodenbearbeitung sehr viel mehr Flächen bearbeitet werden können ohne das die Arbeitskräftesituation sich sehr ändert.
Milchviehbetriebe können (konnten ) das nicht.Ab einer bestimmten Kuhzahl braucht auch ein Familienbetrieb Fremdarbeitskräfte,eine Kalbung dauert heute noch genauso lange wie eh und jeh oder die Klauenpflege zwischendurch.
Gebäudekosten,Güllelager,Silageplätze,BHV -untersuchungen bzw. sanierung,Tierseuchenkassenbeiträge,Arzmeimitteldokumentierung ,Tierkennzeichnung werden müssen ständig auf dem laufenden gehalten werden .Das sind alles Posten die insgesamt sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.
DAS ALLES AN 365 TAGEN IM JAHR.

Denk bitte mal darüber nach
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Seegucker » So Jul 05, 2015 13:30

@ askari
wie willst du vermeiden , dass dieses Prämiengeld einfach in die Pacht reingesteckt wird ? Und die Betriebe die 100 ha an einem Stück haben brauchen das Geld nicht. Hier in unserer Gegend ist ein Adelsbetrieb der 2008 200000 € Prämie kassiert hat, die betriebswirtschaftliche Aufgabe heißt hier eigentlich nur , so wenige Leute beschäftigen , dass noch was von der Prämie übrig bleibt. Diese Anpassungsstrategie steht dem Familienbetrieb nicht zu Gebote.
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon LUV » So Jul 05, 2015 15:29

Terreblanche hat geschrieben:

Zuerst kommen Kuhzahl, Hektar, Leistungszahlen und andere Parameter die für den Bauernstolz relevant sind.


Stimmt das Ziel kann nur heißen: weniger Kühe, mehr Bauern, weniger Fläche pro Betrieb und dann kommt automatisch mehr Geld rüber... :D ....dass das noch keiner gemerkt hat, schon komisch. :prost: n8
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon JuliaMünchen » So Jul 05, 2015 16:30

Den Landwirtschaftsirrsinn bracht ja keiner mitmachen. Noch nie war es so leicht für seine eigenen Hektar einen Pächter mit Pachthöchstgebot zu finden. Wer schon die letzten 15 Jahren beim Wachstumswahnsinn (Stallbau, Biogas) nicht mitgemacht hat, der hat heute keine Betonklötze an den Beinen! und kann auch in der freien Wirtschaft eine einigermaßen annehmbaren Beruf finden.
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Ede75 » So Jul 05, 2015 17:58

Staffelsteiner hat geschrieben:ich verkenne nicht, dass auch die Milch eigentlich wenig kostet.
Aber: Immer noch viel besser als ein Ackerbaubetrieb!
Ein Ackerbauer hat einen riesigen Aufwand und Kosten mit der Bodenbearbeitung, Dünger, Pflanzenschutz (Herbizide/Fungizide u.s.w.) Und dann noch der ganze -Rattenschwanz der Mechanisierung u.u.u.!
Milchbauern haben da viel viel weniger Aufwand!
Die Wiesen muss mann nicht jedes Jahr neu Bodenbearbeiten. Kaum Saatgut und Diesel!
Ich habe ...zig-tausende Euros in den Ackerbau rein gepumpt... jetzt wird fast alles notreif bzw ist teilweise schon verbrannt...... Und für den Rest muss man erst mal sehen, was man fürs "Hühnerfutter" erlöst....!
Die Milchbauern sind doch wirtschaftlich am stabilsten.. Haben jedes Jahr/jeden Tag ihr Milchgeld.... die Kälber und gut bezahlten Schlachtrinder sind auch nicht ohne.....
Und die Güllemengen entlasten doch das Düngermittelkonto sehr erheblich.

Ich verstehe diese ganze Klagerei nicht.

Die Ackerbauern haben es da viel viel schwerer. Bodenbearbeitung kostet ein enormes Geld und viel Maschinenverschleiß!

Schon mal darüber nachgedacht?


Du bist ein Witzbold. Futterbaubetriebe haben die gleichen Maschinen wie du, oder rufen halt nen Lohni an,also die gleichen Kosten, wie man es nimmt. DAZU kommt aber noch die gesamte Mechanisierung/Arbeitserledigung für den Futterbau. Schon mal darüber nachgedacht? Und die Arbeit an 365 Tagen nicht zu vergessen. Da hat es ein Ackerbauer doch wesentlich komfortabler?
Zum vertrocknen: wenn deine Feldfrüchte vertrocknen, ist das bitter, keine Frage. Bei den Milchviehhaltern in deiner Umgebung wird es dann aber nicht anders aussehen, mit dem klitzekleinen Unterschied: Sie brauchen das Futter, um die Viecher die nächsten 365 Tage satt zu bekommen.

Und im übrigen: wenn es die Milchviehhalter so leicht haben, die Quote ist weg, hast du schon nen Architekten bestellt zum Kuhstall planen? Fang an! Auch du kannst es so leicht und bequem haben! Frag mal LUV, der plant bestimmt gerne.

kopfschüttelnde Grüße
Ede
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Heinrich » So Jul 05, 2015 20:54

Staffelsteiner hat geschrieben:ich verkenne nicht, dass auch die Milch eigentlich wenig kostet.
Aber: Immer noch viel besser als ein Ackerbaubetrieb!
Ein Ackerbauer hat einen riesigen Aufwand und Kosten mit der Bodenbearbeitung, Dünger, Pflanzenschutz (Herbizide/Fungizide u.s.w.) Und dann noch der ganze -Rattenschwanz der Mechanisierung u.u.u.!
Milchbauern haben da viel viel weniger Aufwand!
Die Wiesen muss mann nicht jedes Jahr neu Bodenbearbeiten. Kaum Saatgut und Diesel!
Ich habe ...zig-tausende Euros in den Ackerbau rein gepumpt... jetzt wird fast alles notreif bzw ist teilweise schon verbrannt...... Und für den Rest muss man erst mal sehen, was man fürs "Hühnerfutter" erlöst....!
Die Milchbauern sind doch wirtschaftlich am stabilsten.. Haben jedes Jahr/jeden Tag ihr Milchgeld.... die Kälber und gut bezahlten Schlachtrinder sind auch nicht ohne.....
Und die Güllemengen entlasten doch das Düngermittelkonto sehr erheblich.

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Die Ackerbauern haben es da viel viel schwerer. Bodenbearbeitung kostet ein enormes Geld und viel Maschinenverschleiß!
Glaubst du den Scheiss eigentlich selbst den du das schreibst?
90 %v aller Milchviehbetriebe haben genau die selben Maschinen die dein Papa gekauft haben.
Nur die haben Maschinen von denen du nicht ml weisst wie die geschrieben werden.
Ausserdem müssen die 365 Tage im Jahr arbeiten.
Arbeiten is,t da wird man auch mal schmutzig und kann nicht in einer klimatisierten Kabine auf dem Acker rumfahern.
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon Qtreiber » So Jul 05, 2015 21:45

Ein lustiger Fred, der vom Fred-Ersteller anscheinend ohne jegliche ökonomische und politische Sachkunde eröffnet wurde. n8
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Re: jetzige Situation der Milchbauern

Beitragvon H.B. » So Jul 05, 2015 21:50

Ja, absolut. Und die Quote hat ihm ja niemand genommen. Er kann und darf sich auch noch in 20 Jahren daran halten - nur eben mit dem Vorteil, dass sich daraus künftig keine wirtschaftlichen Nachteile mehr ergeben werden.
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